Bezahlung von Parkgebühren in der EU

Bezahlung von Parkgebühren

Hallo!

In unsere Tageszeitung sind immer wieder Artikel mit Beschwerden über die Art der Bezahlung von Parkgebühren in den Niederlanden, speziell Nijmegen und Arnhem.

An öffentlichen Parkautomaten und den meisten Automaten der privaten Parkhäuser kann man seit Jahresanfang nur noch mit einer extra zu kaufenden Parkkarte bzw. mit EC-Karte bezahlen.

Da viele niederrheinische Besucher nur einmal zum Einkaufen dorthin wollen, müssen sie eine teure Parkkarte kaufen (aber wo?), die sie nicht voll nutzen. Selbst bei den Einwohnern der Städte kam Protest auf. Seit einiger Zeit sind in einigen der Parkhäuser über Servicekräfte andere Zahlungen möglich. Es würde aber zu weit führen, das hier zu posten.

Zum 1. Jan. 2002 ist doch in vielen EU-Staaten der Euro als Zahlungsmittel eingeführt worden, um die Bezahlung zu vereinfachen.

Warum dürfen dann Stadtverwaltungen in Euro-Staaten Parkautomaten aufstellen, an denen man keine Münzen oder Scheine nutzen kann? Das widerspricht doch dem EU-Gedanken!

Bei deutschen Zigarettenautomaten kann ich das verstehen, weil mit personenbezogenen EC-Karten Minderjährige vom Zigarettenkauf abgehalten werden.

Liebe Grüße
Black Eddy

Unfug!
Hallo Eddy

Warum dürfen dann Stadtverwaltungen in Euro-Staaten
Parkautomaten aufstellen, an denen man keine Münzen oder
Scheine nutzen kann? Das widerspricht doch dem EU-Gedanken!

Warum nicht? Das eine hat nix mit dem anderen zu tun.
Ich finde das zwar nicht sehr servicegerecht, aber die wollen nun mal niemanden da hinstellen der die Automaten leert.

Es widerspricht allerding in keinster Weise dem EU-Gedanken!
Diese Aussage von dir ist eine totale Überreaktion und ein Schuss ins Blaue.
Stell dir vor: Selbst die Deutsche Post befördert keine Briefe mit österreichischen Marken, sofern diese in Deutschland eingeworfen werden.
Warum? Weil es nichts mit dem Euro zu tun hat!

Gruß Ivo

Hallo!

Es widerspricht allerdings in keinster Weise dem EU-Gedanken! Diese Aussage von dir ist eine totale Überreaktion und ein Schuss ins Blaue.

Wie schon geschrieben: Durch die vielen Proteste der Einwohner und Besucher ist zu mindestens in einigen privaten Parkhäusern Barzahlung wieder möglich.

Heute ist wieder eine halbe Zeitungsseite mit Beschwerden voll.

Stell dir vor: Selbst die Deutsche Post befördert keine Briefe mit österreichischen Marken, sofern diese in Deutschland eingeworfen werden.

Aber mit aus Österreich stammenden Euro-Münzen und -Scheinen kann ich in Deutschland deutsche Briefmarken kaufen bzw. deutsche Parkautomaten füttern!

In z. B. Nijmegen bzw. Arnhem braucht man spezielle Parkkarten, die es anscheinend nur bei bestimmten Stellen dort zu kaufen gibt. Also muss der Besucher erst mal wissen, wo er sie bekommt! Es könnte also sein, dass er für weitere niederländische Städte jeweils andere braucht, damit die Einnahmen der jeweiligen Stadt zugeordnet werden können.

Jetzt stell Dir das mal bei uns vor: In jeder Stadt evtl. eine andere Parkkarte: Eine für Friedrichshafen, eine für …, eine für … Und alle müsstest Du jeweils vor dem Parken kaufen, ohne zu wissen, wo erhältlich und wie lange abzuparken … Und bis Du Sie irgendwo gekauft hast, ist schon ein Knöllchen da.

Nebenbei: Die deutsche „Geldkarte“ wird von einigen Geldinstituten mangels Nachfrage nicht mehr herausgegeben.

Mir kam es darauf an, den EU-Gedanken hervor zu heben.

Derzeit ist wohl kein Mitglied im Brett, um EU-Recht (Maastricht, Schengen, …) zu diskutieren. Und die Europa-Wahl steht ja auch nicht an, wo Politiker was versprechen.

Vielleicht wissen die Assessoren der Juristischen Zentralen der Automobilclubs mehr?

Liebe Grüße
Black Eddy

Hallo!

Also ich kann da keine EU-Rechtswidrigkeit erkennen, wenn man mit EC-Karte zahlen muss.

Gruß
Tom

Hallo!

Gerne hätte ich hier den Link gepostet. Aber die Seite „Region Niederrhein“ der Rheinischen Post ist unter http://www.rp-online nicht drin; nur die Stadtausgaben. Ideen/Fragen/Kritik: [email protected] . Nach dem Aufruf „Schreiben Sie uns von Ihren Erfahrungen mit niederländischen Straßenverkehrsbehörden.“ kamen viele Zuschriften. Z. B.: Trotz korrekter EC-Karte mit Maestro-Symbol am Parkautomat in Nijmegen „niet te gebruiken“ - Fachkundige 1 Stunde gesucht - Strafzettel 40 Euro - Überweisung auf angegebenes Konto - zurück mit „Konto erloschen“

Die niederländische Parkkarte heißt anscheinend Chipknip (Foto 24.8.2002, Region Niederrhein). Mit Google fand ich z. B.:

http://www.itas.fzk.de/deu/tadn/tadn298/trob298a.htm

Der Artikel ist zwar von 1998, trifft aber das Thema bargeldlose Bezahlung von Gebühren (z. B. an Parkautomaten).

http://www2.holland.com/de/index.html?page=http://ww…

Die Prepaid Chipknip kostet also 20 EUR und kann für max. 17,50 EUR zum Parken benutzt werden. Also 2,50 EUR Verlust! (12,5 %!)

Ihr mögt im Süden das nicht verstehen, das man sich über die Parkgebühren in den Niederlanden aufregt. Aber das Leserecho der Rheinischen Post zeigt, das es für die Niederheiner akut ist!

Liebe Grüße
Black Eddy

Übrigens: Sind keine Niederrheiner da, die in diesem Brett posten?

Dein Ärger ist ja …
… berechtigt.

NUR: Es werden in keinster Weise irgendwelche Gesetze tangiert! Also warum postest du es unter Recht?

Gruß Ivo

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Hallo Eddy,

habe auch vor x Jahren mal Ärger mit dem Zoll in Österreich gehabt…die wollten wissen was und wohin ich wollte. Da ich es nicht genau wusste weil ich einfach mal ins Grüne fahren wollte, machten die Ärger. Das war der einzige Ärger mit dem Zoll, ich fahre einfach nicht mehr nach Österreich…Ende.
Will sagen, wenn Dir (Euch) was in Holland nicht passt, fahrt einfach dort nicht hin und Schluss. Bleiben die Ausländer aus, dann machen die schon was da drüben, hier vielleicht an den Parkgebühren.

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Kein Einzelfall
Hi Black,

solche Sachen sind leider kein Einzelfall. So schön ich die EU finde, so sinnlos erscheint sie mir oft, wenn man an Alltagssituationen denkt.

Österreich: Stell Dir vor, Du fährst für einen Tag zum Einkaufen nach Salzburg - für die paar Meter hinter der Grenze mußt Du ein 10-Tages-Ticket für die Autobahn lösen.

Italien: Als Deutscher, der nachts von der Fähre nach Messina fährt, wirst Du erstmal von der Polizei kontrolliert. Für Deine Aufenthaltsgenehmigung (eigentlich ohnehin ein Unding) mußt Du stundenlang mit Asylanten in einer Schlange stehen und bürokratische Hürden noch und nöcher durchlaufen.

Tschechien: (auch bald EU) - an der Grenze eine Schikane nach der anderen - D-Schild, Grüne Versicherungskarte, Foto im Kinderausweis schon für Kleinkinder, … (ist zT allerdings zum 1.8. abgeschafft worden)

Dänemark: Deutsche dürfen keine Ferienhäuser kaufen (ist das immer noch so?)

Großbritannien: Haben den Euro abgelehnt, obwohl Irland ihn akzeptiert hat

Läßt sich das alles mit dem „Europäischen Gedanken“ vereinbaren? Sieh es doch mal positiv: Als ich meinen Strafzettel aus NL bekommen habe, konnte ich die 60 Gulden (für 6 km/h zu schnell!) in DM an ein deutsches Konto in Saarbrücken überweisen. Das ist doch nun wirklich sehr ausländerfreundlich.

Und - auch wenn es uns vielleicht nicht bewußt ist - wer weiß, was wir für Schikanen für Ausländer haben. Die BahnCard ist doch das beste Beispiel: Ein Ausländer, der nur seinen Urlaub hier verbringt, muß den vollen - also völlig überhöhten - Fahrpreis bezahlen, während die Deutschen mit ihrer BahnCard und ihrer Kenntnis der Tarifstruktur im Vergleich quasi umsonst fahren. Anstatt, daß man sich freut, wenn die Ausländer nicht unsere Autobahnen verstopfen.

Leider ist die EU noch nicht wirklich so weit, wie man sie gern hätte…

ciao,
erik

Hallo!

Also was soll das heißen, wir im Süden verstehen das nicht? Also in der Wiener Innenstadt gibt’s gar keine Parkautomaten, sondern man muss sich die Parktickets in der Trafik kaufen. Das heißt, wenn man am Samstag nach 12 Uhr nach Wien kommt gibt’s halt schlicht und einfach bis Montag in der Früh keine Parktickets und man darf halt dann nicht parken, sondern muss das Auto im Rucksack mitnehmen. Ist die dümmste Variante von Parkgebühren, aber eine Verbindung zum EU-Recht sehe ich nicht.

Gruß
Tom

Hallo!

Da hast du zwar grundsätzlich Recht, ich möchte aber schon was ergänzen.

habe auch vor x Jahren mal Ärger mit dem Zoll in Österreich
gehabt…die wollten wissen was und wohin ich wollte. Da ich es
nicht genau wusste weil ich einfach mal ins Grüne fahren
wollte, machten die Ärger. Das war der einzige Ärger mit dem
Zoll, ich fahre einfach nicht mehr nach Österreich…Ende.

Erstens ist das keine Eigenheit von Österreich, sondern generell üblich an den Grenzen, du kannst sicher sein, dass auch deutsche Grenzbeamte das nicht anders handhaben (also ich wohn ja in Salzburg und kenn das) und das ist auch gut so! Zweitens hat die Polizei (Schleierfahndung) auch bei einem Grenzübertritt zwischen Schengen Staaten nach dem Schengen Übereinkommen bestimmte Auskunftsrechte hinsichtlich des Grenzübertritts. Die Geschichte kann daher durchaus ärgerlich gewesen sein, ist aber weder international unüblich noch rechtswidrig.

Will sagen, wenn Dir (Euch) was in Holland nicht passt, fahrt
einfach dort nicht hin und Schluss. Bleiben die Ausländer aus,
dann machen die schon was da drüben, hier vielleicht an den
Parkgebühren.

Richtig, aber auch hier noch eine kleine Bemerkung: es muss im Ausland nicht immer alles so sein wie in Deutschland, auch wenn ein derartiges Parksystem sehr kundenunfreundlich ist.

Gruß
Tom

Hallo!

Weil das von den meisten EU-Ländern eingeführte Euro-Bargeld an den geschilderten Parkautomaten nicht akzeptiert wird. Denn man hätte ja europaweit den Chipknip einführen können statt des Bargeldes. Was wären den EU-Staaten an Kosten erspart geblieben … Millionen … (*gg*)

Andererseits wird bei Verkehrsverstößen von Ausländern kein Chipknip oder keine EC-Karte akzeptiert, sondern die Polizisten verlangen Bargeld bzw. begleiten zum nächsten Geldautomaten oder können das Fahrzeug beschlagnahmen. Das WDR-Fernsehen zeigte einen Film darüber.

Anmerkung: Auch in Deutschland dürfen Polizisten von Ausländern bei Verkehrsverstößen Bargeld verlangen oder das Fahrzeug beschlagnahmen, wenn kein Abkommen über Verkehrsverstoß-Verfolgung mit dem anderen Land besteht.

Zum Abschluss:

Ich parke möglichst da, wo es kostenfrei ist. Ein Fußweg ist uns nicht zu viel. Natürlich vergewissern wir uns, dass man an der jeweiligen Stelle parken darf.

Wir waren vorgestern den ganzen Tag auf der Floriade in Haarlemmermeer. Ein wunderschöner Tag! (siehe Brett „Reisen“, „Städteurlaub Amsterdam/Rotterdam“) Anschließend fuhren wir nach Haarlem, wo in der Stadtmitte ein großes, ganztägig kostenfreies Parkhaus ist.

Liebe Grüße
Black Eddy

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Also was soll das heißen, wir im Süden verstehen das nicht? Also in der Wiener Innenstadt gibt’s gar keine Parkautomaten, sondern man muss sich die Parktickets in der Trafik kaufen. Das heißt, wenn man am Samstag nach 12 Uhr nach Wien kommt gibt’s halt schlicht und einfach bis Montag in der Früh keine Parktickets und man darf halt dann nicht parken, sondern muss das Auto im Rucksack mitnehmen. Ist die dümmste Variante von Parkgebühren, aber eine Verbindung zum EU-Recht sehe ich nicht.

Hallo!

Mit verstehen meinte ich die Situation der Niederrheiner, die sich über die Parkautomaten-Bedienung in den niederländischen Grenzorten massenhaft in der Zeitung beklagen!

Und in Wien haben wir vor einigen Jahren auf dem Privatparkplatz gegenüber dem Zoo geparkt (nahm EC-Karte). In die Stadtmitte fuhren wir mit der Straßenbahn.

Liebe Grüße
Black Eddy