Beziehnung Oma Enkel

Hallo Zusammen,

zu unserer Situation. Wir wohnen mit meinen Eltern in einem Haus/getrennte Wohungen. Wir haben eine 2 1/2 Jahre alte und eine 1 jährige Tochter. Unsere Große ist sehr aktiv, sprachlich sehr weit entwickelt und sportlich. Seit einiger Zeit ca. 1/2 Jahr bemerken wir, daß meine Mutter immer weniger mit ihr unternimmt, da sie unserer Meinung nach nicht mehr mithalten kann.

Meine Muter ist sehr harmoniebedürfitg, so das sie vermeidet wo immer es geht NEIN zu sagen. Es gibt kaum Spielzeug bei meinen Eltern, oder aber unsere Tochter spielt schon lange nicht mehr damit, da sich die interessen verschoben haben.

Nun zum Probelm:

Unsere Tochter die früher nicht zu halten war, wenn es darum ging zur Oma zu gehen, hat keine Lust dort hin zugehen.

Da es nichts zu spielen gibt fängt sie natürlich an mit allem zu spielen was so rum steht. Dies führt dazu daß meine Eltern immer nur am rennen sind und sagen „laß das stehen“, „nicht die Vase“ usw. Dies macht natürlich keinen Spaß.

Ein Gespräch mit meinen Eltern vor einem 1/4 Jahr hat nichts bewirkt.

Die Vasen und andere zerbrechliche Dinge stehen nachwievor rum. Auf die Frage warum Sie denn kein Spielzeug haben wollen, kam die Antwort, daß bei uns alles da wäre. Wir stellen mehr und mehr eine Glichgültigkeit fest, wenn wir meiner Mutter mitteilen, daß unsere Tochter nicht mehr „rauf“ zur Oma will.

Mit unserer zweiten Tochter gibt es das Problem (noch) nicht, da sie auf Grund des Alters sich mit dem zufrieden gibt was es gibt.

Wir finden es sehr schade, daß die Beziehung meiner Mutter zu Ihrer Enkelin quasi zum erliegen kommt. Früher war das alles anders. da wurde unsere Tochter auch mal zum einkaufen mitgenommen usw. Das gibt es alles nicht mehr.

What can we do? Gibt es beispielsweise Bücher die sich mit dem Thema Oma/Opa Beziehung zu Enkeln auseinander setzen?

Für Anregungen bin ich/wir sehr dankbar.

Hallo Birdy,

Da es nichts zu spielen gibt fängt sie natürlich an mit allem
zu spielen was so rum steht. Dies führt dazu daß meine Eltern
immer nur am rennen sind und sagen „laß das stehen“, „nicht
die Vase“ usw. Dies macht natürlich keinen Spaß.

Ich wäre auch nicht begeistert, wenn mir ein Hosenscheißer die Bude in Trümmer legt…

Ein Gespräch mit meinen Eltern vor einem 1/4 Jahr hat nichts
bewirkt.

Habt Ihr denn wirklich gesprochen oder lief es eher so, daß Ihr Deinen Eltern Vorwürfe gemacht habt?

Die Vasen und andere zerbrechliche Dinge stehen nachwievor
rum.

Halloooooooooo??? Das ist die Wohnung Deiner Eltern und die können sie sich bis oben hin mit irgendwelchem Kitsch vollstopfen, wenn es ihnen beliebt! Du willst doch nicht ernsthaft verlangen, daß sie ihre Wohnung wirbelwindgerecht einrichten…

Auf die Frage warum Sie denn kein Spielzeug haben wollen,
kam die Antwort, daß bei uns alles da wäre.

Wozu?! Ihr wohnt im selben Haus; wenn es bei Granny kein passendes Spielzeug gibt, dann packt die Kleine eben ihr Körbchen bzw. ihren Rucksack mit den Spielzeugen, die sie mit nach oben mitnehmen will. Wenn es dann wieder ins Hauptquatier geht, wird das Zeugs zusammengepackt und fertig! Ich würde ausrasten, wenn ich in meiner Wohnung ständig über irgendwelchen Spielkram stolpern würde.

Mir fallen in Deinem Posting zwei Absätze besonders auf:

Wir stellen mehr
und mehr eine Glichgültigkeit fest, wenn wir meiner Mutter
mitteilen, daß unsere Tochter nicht mehr „rauf“ zur Oma will.

Ist es nicht verständlich? Mit knapp drei Jahren braucht Euere Tochter die Gesellschaft von anderen Kindern, mit denen sie nach Lust und Laune toben kann und nicht die von ‚alten‘ Menschen, mit denen sie offenbar nichts mehr anfangen kann. Sie kommt jetzt in ein Alter, in denen sie anfängt, ihre Grenzen auszutesten und dafür ist die Granny natürlich nur mäßig geeignet.

Wir finden es sehr schade, daß die Beziehung meiner Mutter zu
Ihrer Enkelin quasi zum erliegen kommt. Früher war das alles
anders. da wurde unsere Tochter auch mal zum einkaufen
mitgenommen usw. Das gibt es alles nicht mehr.

Das ist seeeeehr aussagekräftig! Für mich hört sich das keinesfalls danach an, als ob Ihr das eingeschlafene Verhältnis zwischen Oma und Enkelin vermissen würdet. Es ist etwas ganz anderes: Ihr findet es schade, daß Euch Oma die Kleine nicht mehr abnimmt. Ja, Herrschaftszeiten! Ist Oma denn dazu verpflichtet, die Kleine zum Einkaufen mitzunehmen??? Wer schon mal versucht hat, einen kreischenden Dreijährigen unter einem Regal hervorzuzerren oder ihn durch sämtliche Etagen eines Kaufhauses gejagt hat, versteht mit Sicherheit, was ich meine… Und ich war damals 24 und nicht - vorsichtige Schätzung - um die 60. Das hört sich für mich alles nach Abschieberitis an.

What can we do? Gibt es beispielsweise Bücher die sich mit dem
Thema Oma/Opa Beziehung zu Enkeln auseinander setzen?

Vielleicht mit den Großeltern darüber sprechen, woran es liegt (vielleicht geht es ihnen gesundheitlich nicht mehr so gut)?
Habt Ihr jemals dafür ‚Danke‘ gesagt, daß sie Euch die Kleinen abnehmen?
Deine Mom ist ‚harmoniebedürftig‘? Nasowas! Wie oft hat sie ihre eigenen Pläne umgeschmissen, wenn Ihr einen Babysitter gebraucht habt?

Denk auch mal darüber nach…

Ich bin mir sicher, daß Deine Eltern die Kleinen lieben, aber wenn so etwas selbstverständlich wird, mauert irgendwann auch die liebste Granny!

Beste Grüße

Renee

Hallo,

mal ein kleiner Tipp:

Die Vasen und andere zerbrechliche Dinge stehen nachwievor
rum. Auf die Frage warum Sie denn kein Spielzeug haben wollen,
kam die Antwort, daß bei uns alles da wäre. Wir stellen mehr
und mehr eine Glichgültigkeit fest, wenn wir meiner Mutter
mitteilen, daß unsere Tochter nicht mehr „rauf“ zur Oma will.

warum könnt ihr nicht irgendwas machen, was es NUR bei Oma gibt?

z.B. ein Buch mit ganz tollen Geschichten, aus dem nur Oma vorliest
ein Teddy/Plüschtier, das bei Oma „wohnt“ (muss ja nicht gleich eine Spielzeugkiste voll sein!)

Vielleicht gibt’s ja irgendwas, was Oma ganz besonders toll kann (zeichnen, Geschichten erzählen, basteln (vielleicht Dinge, die Oma noch aus ihrer Kindheit kennt und die sonst nicht mehr so bekannt sind)…)
zusammen kochen und backen (mit 2 1/2 Jahren kann sie da ja schon ein bisschen mithelfen - vielen Kindern macht das Spaß)

Damit die Kleine auch merkt: „Mit Oma kann man trotzdem eine Menge Spaß haben, auch wenn sie nicht so ‚rumfetzen‘ kann.“

Viele Grüße,
Nina

m.G. = mit Gruß, o.w.T. = ohne weiteren Text

Hallo Renee,

Habt Ihr denn wirklich gesprochen oder lief es eher so,
daß Ihr Deinen Eltern Vorwürfe gemacht habt?

Ja wir haben gesprochen und haben auch Vorschläge(keine Vorwürfe) gemacht was sie alles mit ihrer Enkelin machen könnte.

Halloooooooooo??? Das ist die Wohnung Deiner Eltern und die
können sie sich bis oben hin mit irgendwelchem Kitsch
vollstopfen, wenn es ihnen beliebt! Du willst doch nicht
ernsthaft verlangen, daß sie ihre Wohnung wirbelwindgerecht
einrichten…

Nein das verlangen wir nicht.

Wozu?! Ihr wohnt im selben Haus; wenn es bei Granny kein
passendes Spielzeug gibt, dann packt die Kleine eben ihr
Körbchen bzw. ihren Rucksack mit den Spielzeugen, die sie mit
nach oben mitnehmen will. Wenn es dann wieder ins Hauptquatier
geht, wird das Zeugs zusammengepackt und fertig! Ich würde
ausrasten, wenn ich in meiner Wohnung ständig über
irgendwelchen Spielkram stolpern würde.

Das ist eine gute Idee, die wir uns auch schon überlegt hatten.
Es muß ja nicht in der ganzen Wohung das Spielzeug verteilt werden.

Mir fallen in Deinem Posting zwei Absätze besonders auf:

Wir stellen mehr
und mehr eine Glichgültigkeit fest, wenn wir meiner Mutter
mitteilen, daß unsere Tochter nicht mehr „rauf“ zur Oma will.

Ist es nicht verständlich? Mit knapp drei Jahren braucht Euere
Tochter die Gesellschaft von anderen Kindern, mit denen sie
nach Lust und Laune toben kann und nicht die von ‚alten‘
Menschen, mit denen sie offenbar nichts mehr anfangen kann.
Sie kommt jetzt in ein Alter, in denen sie anfängt, ihre
Grenzen auszutesten und dafür ist die Granny natürlich nur
mäßig geeignet.

Unsere Tochter hat sehr wohl die Gesellschaft von anderen Kindern. Und ist eben früher gerne zwischendurch mal rauf gegangen.

Wir finden es sehr schade, daß die Beziehung meiner Mutter zu
Ihrer Enkelin quasi zum erliegen kommt. Früher war das alles
anders. da wurde unsere Tochter auch mal zum einkaufen
mitgenommen usw. Das gibt es alles nicht mehr.

Das ist seeeeehr aussagekräftig! Für mich hört sich das
keinesfalls danach an, als ob Ihr das eingeschlafene
Verhältnis zwischen Oma und Enkelin vermissen würdet. Es ist
etwas ganz anderes: Ihr findet es schade, daß Euch Oma die
Kleine nicht mehr abnimmt. Ja, Herrschaftszeiten! Ist Oma denn
dazu verpflichtet, die Kleine zum Einkaufen mitzunehmen??? Wer
schon mal versucht hat, einen kreischenden Dreijährigen unter
einem Regal hervorzuzerren oder ihn durch sämtliche Etagen
eines Kaufhauses gejagt hat, versteht mit Sicherheit, was ich
meine… Und ich war damals 24 und nicht - vorsichtige
Schätzung - um die 60. Das hört sich für mich alles nach
Abschieberitis an.

Sie ist selbstverständlich zu nichts verpflichtet und wir wollen auch keinesfalls unsere Tochter irgendwohin abschieben. Sie ist früher von alleine zu ihrer Oma gegegangen und die zwei hatten ein super Verhältnis. Wir haben uns früher eben nur darüber gefreut wenn unsere Tochter von ihrer Oma gesprochen hat, und auch von meiner Mutter Initiative ausging.

What can we do? Gibt es beispielsweise Bücher die sich mit dem
Thema Oma/Opa Beziehung zu Enkeln auseinander setzen?

Vielleicht mit den Großeltern darüber sprechen, woran es liegt
(vielleicht geht es ihnen gesundheitlich nicht mehr so gut)?
Habt Ihr jemals dafür ‚Danke‘ gesagt, daß sie Euch die Kleinen
abnehmen?

Selbstverständlich haben wir uns bedankt, das ist nicht das Thema.

Deine Mom ist ‚harmoniebedürftig‘? Nasowas! Wie oft hat sie
ihre eigenen Pläne umgeschmissen, wenn Ihr einen Babysitter
gebraucht habt?

Denk auch mal darüber nach…

Ich bin mir sicher, daß Deine Eltern die Kleinen lieben, aber
wenn so etwas selbstverständlich wird, mauert irgendwann auch
die liebste Granny!

Das hat nichts mit selbstverständlich zu tun. Wir sind aus unserer Sicht die letzten die so etwas für selbstverständlich halten wollen.

Beste Grüße

Schöne Grüße

Renee

Achim

Hallo Nina,

vielen Dank. Diese Gedanken sind uns auch schon gekommen. Nun müssen wird nur noch versuchen umzusetzen und hoffen das meine Mutter „mitspielt“.

Gruß
Achim

Hallo Achim!

Wenn Deine Eltern ihre Wohnung nicht kindersicher einrichten wollen, ist das ihr gutes Recht.
Wenn es dadurch zu Interessenskonflikten zwischen Deiner Mutter und der Kleinen kommt, ist das nur natürlich.
Wenn Deine Mutter sich aus Harmoniebedürfnis das Kind nicht mehr so oft antun will, ist das nur allzu verständlich. So ein kleiner Wirbelwind ist ja ganz schön anstrengend!

Da die Kleine nicht darunter leidet, würde ich die Sache auf sich beruhen lassen. Warum Deine Eltern dann quälen? Zeiten ändern sich, lass es einfach gut sein. Deinen Kindern wird nichts Elementares fehlen, sie wachsen auch ohne engen Kontakt zu den Großeltern in einer geborgenen, liebevollen Umgebung auf.

Sollte es Dir dennoch ein großes Anliegen sein, dann lade Deine Eltern nocheinmal zu einem Gespräch ein. Lass sie erzählen, wie sie die Sache sehen. Was ist ihnen im Zusammenhang mit der Enkelin beschwerlich? Horch genau zu! Wische ihre Argumente nicht einfach vom Tisch. Was für Dich eine ganz harmlose Sache ist, ist vielleicht für sie eine große Belastung.
Wenn Du genau weißt, wo die Probleme liegen, kannst Du anfangen, nach Lösungen zu suchen. Aber auch hier gilt: Nur das, was Deine Eltern als Lösung sehen, ist auch wirklich eine.

Vielleicht findet Ihr ja einen Konsens!

Viele Grüße

Hanna