in ‚L & L‘ stellten wir gerade fest, daß weder ‚Beziehung‘ (hört sich nach ‚Tauziehen‘ an) noch ‚Verhältnis‘ (hat was Verruchtes und Heimliches), noch ‚Affäre‘ (die nun schon gar nicht) die liebe-, lust-, vertrauen- und verantwortungsvolle dauerhafte Verbindung zwischen zwei Menschen adäquat zu beschreiben vermag. Nun möchte ich sozusagen einen ‚Wortschöpfungswettbewerb‘ ausrufen:
Wie würdet Ihr es nennen?
In der Hoffnung auf zahlreiche kreative Antworten grüßt Euch
Sorry Anja, aber…
… Deine Antwort geht an der Frage vorbei. Ja, ‚Lebensabschnittsgefährte‘ ist fürchterlich, aber darum geht es - zumindestens im Moment nicht - nicht (‚mein Freund‘ klingt ab einem gewissen Alter auch etwas albern, gelle? *g*).
Wir suchen nach einer adäquaten Bezeichnung für eine Beziehung.
Hallo zurueck!
Vielleicht „Wir sind ein Paar“ oder „Wir sind einander versprochen“? Das klingt schon fast poetisch, sicherlich aber nicht verrucht.
mausi
aber genau dieses Wort wird doch heute oft für „Beziehung“ verwendet…
aber darum geht
es - zumindestens im Moment nicht - nicht (‚mein Freund‘
klingt ab einem gewissen Alter auch etwas albern, gelle? *g*).
Wir suchen nach einer adäquaten Bezeichnung für eine
Beziehung.
eine Freundin von mir, die sich für die Bezeichnung „mein Freund“ zu alt vorkam sagte immer: „mein befreundeter Bekannter“ - Ich fand das erst merkwürdig… - aber dann doch humorvoll kreativ…
Ansonsten finde ich es auch nicht einfach, es hängt wohl auch von der Verbindung ab. „Mein Partner“ klingt zwar nach Geschäftspartner aber das Wort „Partnerschaft“ ist für mich sehr positiv besetzt, „mein Liebster“ vielleicht zu romantisch? - Aber ich halte beides für möglich… - je nachdem.
Viele Grüße - auch an den befreundeten Bekannten -
Kathrin
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Immer noch besser als …
im Englischen. Gerade heute hat mir wieder mal eine
Bekannte ihren neusten Begleiter als „my boyfriend“ vorgestellt.
Die Dame ist 55, der Herr ueber 60.
Obwohl … bei manchen Leuten ist das fast schon wieder goldig.
Gruesse, Elke
(ansonsten hab ich aber auch keine gute Idee, sorry)
‚mein Freund‘
klingt ab einem gewissen Alter auch etwas albern, gelle? *g*).
in ‚L & L‘ stellten wir gerade fest, daß weder ‚Beziehung‘
(hört sich nach ‚Tauziehen‘ an) noch ‚Verhältnis‘ (hat was
Verruchtes und Heimliches), noch ‚Affäre‘ (die nun schon gar
nicht) die liebe-, lust-, vertrauen- und verantwortungsvolle
dauerhafte Verbindung zwischen zwei Menschen adäquat zu
beschreiben vermag. Nun möchte ich sozusagen einen
‚Wortschöpfungswettbewerb‘ ausrufen:
Wie würdet Ihr es nennen?
Warum denn nicht schlicht Partnerschaft zwischen ‚mein Mann‘ und ‚meiner Frau‘?
Ich suche aber auch…nach eine adäquaten Bezeichnugn für den Exehemann/-frau. DAS ist wirklich ein Problem.
Hhmmm! Dass Du danach fragst …?!
Genau darüber habe ich vor längerer Zeit auch mal nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass mein Ehefreund und ich eigentlich eine „Verzweiung“ führen, also eine Kombination aus
der guten VERbindung, die wir zu- und miteinander haben, im Gegensatz zur ENTzweiung mit den jeweiligen ExPartnern, jedoch plakativ unsere ZWEIsamkeit als Paar resp. unser beider Zusammengehörigkeit beschreibend,- ja, geradezu unterstreichend -, und der herkömmlichen BeziehUNG, die ja nun mal nicht von der Hand zu weisen ist.
Das alles würde ich aber niemals laut sagen!
greetZ
Birgitt
PS: ‚Ehefreund‘ verwende ich - auch offiziell! - schon seit fast 10 Jahren und war höchsterstaunt, diese vermeintlich ureigene, uralte Wortschöpfung neulich in einer TV-Sendung zu hören …
Ebenfalls hallo!
Wie immer - erst nach Abschalten des PC und beim Spaziergang, wo ich über diese Frage nachgedacht habe, kam mir „Partnerschaft“ in den Sinn, das ja, wie ich jetzt sehe, schon genannt wurde.
Lebenspartnerschaft vielleicht (obwohl es nicht unbedingt für’s ganze Leben hält).
Liebespartnerschaft?
Ich orientiere mich oft an den „Jungen“. Da wird gesagt: Wir sind zusammen.
Es kommt auch darauf an, wie wir es im Gespräch ausdrücken, wenn wir über unsere „Beziehung“ reden. Sagen wir wirklich: Ich habe mit yz eine xy… oder sagen wir: Das ist mein sowieso?
Im übrigen finde ich, dass für die jeweiligen „xys“ auch die entsprechenden Begriffe verwendet werden können: hab ich ein G’spusi (Wienerisch) mit einem verheirateten Mann oder ist es eine vorübergehende, aufregende Angelegenheit kann ich ruhig sagen: Affäre oder Liaison (wo noch der Geheimnisfaktor dazukommt).
Ist es etwas, wo ich einen gewissen Teil meines Lebens und meiner Interessen teile, dann kann es ruhig „Beziehung“ sein…ich würde fast sagen, es kommt auf die Qualität der „xy“ an, die durch den entsprechenden Ausdruck klassifiziert wird.
Ich suche aber auch…nach eine adäquaten Bezeichnugn für den
Exehemann/-frau. DAS ist wirklich ein Problem.
Gruß Maid
Hallo Maid,
Ob es das Gelbe vom Ei ist, weiß ich nicht - aber eine schöne Geschichte allemal:
Bei einem Besuch beim Vater meiner Kinder und seiner neuen Familie wurde ich einer Verwandten der „neuen“ Frau vorgestellt als: Das ist die erste Frau von …
Es hat mich bewegt und gerührt. Um wieviel schöner klingt das als das leidige „Ex“.
Und es hat auch noch einen familien-systemischen Hintergrund - so sagt z.B. Bert Hellinger in seinen Familienaufstellungsbüchern, wie wichtig es ist, dass die „zweite“ (oder dritte, oder vierte) Frau der „ersten“ einen respektierlichen Platz im Gefüge einräumt.
Frau Rätin Aja sprach vom „Bettschaz“, wenn sie von der langjährigen Lebens-, Küchen- und Bettgefährtin ihres Sohnes, des Weimarer Geheimrates, sprach.
Bettschatz!
Klar, offen, direkt, unverblümt, ehrlich, deutlich, ohne Umstände!
Wie die Beziehung dann heißen soll? Bettschatzerei, Bettschatzung, Bettschätzung, Bettschätzelei
Bei einem Besuch beim Vater meiner Kinder und seiner neuen
Familie wurde ich einer Verwandten der „neuen“ Frau
vorgestellt als: Das ist die erste Frau von …
Es hat mich bewegt und gerührt. Um wieviel schöner klingt das
als das leidige „Ex“.
Das stimmt natürlich! Geht aber nur, wenn es eine entsprechende Nachfolge gibt (und im monogamischen Kulturraum ).
Das stimmt natürlich! Geht aber nur, wenn es eine
entsprechende Nachfolge gibt (und im monogamischen Kulturraum
).
…genau! - das fiel mir dann später noch ein…man könnte es auch gaaaanz anders verstehen *gggg* - und das hätte mich nicht glücklich gemacht!
Gruß
Irene
Ich suche aber auch…nach eine adäquaten Bezeichnugn für den
Exehemann/-frau. DAS ist wirklich ein Problem.
Gruß Maid
Hallöchen,
eine gute Freundin von mir sagt manchmal - in Anlehnung an ein Gedicht von Heinz Erhardt - „der Gatte, den ich hatte“. Ähnlich albern: „Helgas Entwichener“ … nachdem dieser sich vom Acker gemacht hatte.