Hallo ihr Lieben
Es geht um meine Freundin, die, denke ich eine zu starke Beziehnung zu ihrer Ma hat
Sie lernt in Hamburg, ist vor gut einem Jahr deswegen 160 km von zu Hause weggezogen, und sie vermisst alles zu hause, unter anderem sehr stark ihre mutter
sie ist fast jedes wochenende zu hause, wir machen dann viel zusammen, aber jedes wochenende (ab sonntag mittag) hat sie total schlechte laune
ihre mutter hatte in ihrer kindheit bzw jugend wenig zeit für sie, da die oma pflegebedürftig war, und nebenbei war sie auch noch berufstätig
und sie hat auch noch einen bruder, der ihren eltern viele sorgen macht, drogen etc
die oma ist letztes jahr verstorben, als ihre altern in afrika waren, sie stand mit allem allein da, seitdem ist es noch schlimmer geworden
nur mir hat sie erzählt, das sie ihre mutter extrem vermisst und am liebsten immer bei ihr wär und sie sich ständig sorgen macht, nur wenn sie mal nicht ans telefon geht
ausserdem hat sie das bedürfnis,sich ständig um sie zu kümmern, auch wenn sie eine sehr fitte und gückliche frau ist
nun meine frage: ist das normal?
meine freundin hat übrigens keinen partner, aber viele freunde
eigentlich hat sie alles was mancher will, sie ist hübsch und begehrt, hat nen guten lebensstandart und braucht sich keine sorgen um geld zu machen
wichtig ist es sicherlich auch noch wichtig zu sagen, das es auch einen vater gibt, den sie zwar auch liebt, aber nicht so extrem
warum bindet sie sich so an ihre mutter?
Hallo Yvonnsche,
warum bindet sie sich so an ihre mutter?
weil sie immer noch auf die Zuneigung ihrer Mutter hofft, die sie als Kind schmerzlich vermißt hat.
Gruß
Monika
hallo monika!
die bekommt sie ja jetzt, ihre mutter würde (glaub ich) alles für sie tun, es ist nur so,das die tochter oft nicht daheim ist
aber die eltern versuchen auch viel mit geld „wieder gut zu machen“, was sie in letzter zeit sehr ablehnt…
lg yvonnsche
hi du,
schwere frage die nur eine fülle von evtl möglichkeiten die aber alle auch gar nicht passen könnten zulässt.
zum einen hat sie sich wohl nicht abgenadelt und was ihr als kind nicht gegeben wurde fehlt ihr - auch wenn sie es nun bekommt langt es nicht, der topf ist einfach zu leer. zum anderen bedeutet das fehlen von dingen in der kindheit nicht nur ein verlust an z.b zuwendung - mit ihm gehen uach andere „dinge“ einher - defizite die unerkannt sind und bleiben solange man sich derer nicht bewusst wird und die dann nat. bearbeitet und „ersetzt“.
das gefühl nicht so wichtig zu sein, nicht so geliebt zu werden wie man es braucht oder anderes noch bleibt ihr. und damit gehen viele dinge einher - mangelnder selbstwert z.b - das lebt sie täglich in allem mit aus.
was nun die gefühle der art sorge um die mutter und ängste etc betrifft - so können sie täuschen - es kann sogar wut dahinter stehen, das kann man nicht so mal eben sagen.
im grunde ists aus meiner sicht nicht möglich aus der ferne was dazu zu sagen - da wäre der profi nötig, also ne therapie.
kann auch sein sie kümmert sich so um ihre mutter wie sie es sich für sich gewünscht hätte - nur eben umgekehrt - aber auch das kann man allein nicht auflösen.
kan auch sonstwas sein , ich aber glaube nicht, das man das allein klären kann und eben lösen dann erst recht nicht.
sie hat also nicht was sie will/braucht - das is nur von aussen her so zu sehen wenn man einen menschen denn auf geld etc begrenzt.
ihre defizite wiegen schwerer und sind ihre last an der sie trägt.
der elternteil der sie also ein stück weit „verhungern“ lies aus ihrem subjektiven gefühl - das ja entscheident ist und nicht was andere denken - ist der teil dem sie näher ist, finde ich aber logisch.
da gibts schliesslich ne menge zu bearbeiten.
kannst ja mal im netz schauen nach erklärungen um den begriff prägung - das könnte es dir verständlicher machen.
LG
nina
Hallo Yvonnsche,
aber die eltern versuchen auch viel mit geld „wieder gut zu machen“,
man kann nicht alles kaufen.
was sie in letzter zeit sehr ablehnt…
Was auch verständlich ist. Sie fühlt sich warscheinlich auch unter Druck gesetzt, den Wünschen der Eltern zu entsprechen.
Vorschlag, alle zusammen zu einer Familientherapeutin. Dort kann der Versuch unternommen werden die Bedürfnisse zueinander zu klären.
Gruß
Monika