'Beziehungsfaktor'

hallo,

ich hab mal ne frage:

wenn z.b. der cousin des freundes vorstand einer firma ist und man gerne in der firma arbeiten möchte. Hat man dann bessere Vorraussetzungen reinzukommen?
also man erfüllt alle Anforderungen die für die Ausbildung notwendig sind.

Mich würde mal die Meinung von Leuten interessieren, die z.b. Auszubildende oder Personal gesamt einstellen interessieren. klar wenn derjenige dafür nicht geeignet ist gar keine frage aber mal angenommen derjenige ist mittelgut (2,5 fachabi) und erfüllt sonst auch alle Kriterien.

spielt bei Einstellungen auch der „Beziehungsfaktor“ eine Rolle?

hat man bessere chancen z.b. als managementassistent (gewünschter ausbidlungsberuf) eingestellt zu werden wenn man im gegensatz zu den anderen bewerbern schon eine kaufmännische Ausbildung absolviert hat?
Und man evtl. schon das 2. oder 3. Semster seines Studiums absolviert hat?

is nur rein theoretisch mal gedacht^^

gruß

Mal so, mal so
Hallo Tanja,

ich weiß nicht, ob man durch „Vitamin B“ generell bessere Chancen hat, in einen Betrieb hineinzukommen, aber ich habe beispielsweise folgendes von einem Freund mitbekommen:
Der Freund hat die Hauptschule mit einem Schnitt von ca. 3,5 abgeschlossen, hat sich in einer sehr großen Firma beworben und wurde zunächst abgelehnt. Dann stellte sich heraus, dass sein Onkel oder Opa in dieser Firma arbeitet und eine Abteilung leitet. Daraufhin hat er sich mit seinem Verwandten in Verbindung gesetzt und konnte ein paar Wochen später die Ausbildung in der Firma doch beginnen.

Es ist immer hilfreich, wenn man Verwandte, Bekannte oder Freunde in einer Firma (oder Ähnliches) hat, da man dadurch bessere Informationen über den Betrieb und das dortige Arbeiten, ebenso auch über die Anforderungen, erfahren kann. Manchmal hat man dadurch bessere Chancen, in der Firma untergebracht zu werden, ist aber nicht generell der Fall.
Ich habe auch schon erlebt, dass eine Freundin sich mit guten Noten durch ihren Onkel in einer großen Firma beworben hat und trotzdem abgelehnt wurde.
Ich denke, pauschal kann man das nicht sagen.

Lg Janine

betriebswirtschaftliche Risikominimierung :wink:
Hey Tanja,

die meisten Entscheider gelten als risikoavers, dh. sie wählen aus mehreren Optionen die aus, die das gewünschte Resultat mit der höchsten Sicherheit bewirkt.

Einen Bewerber, den man nur vom Papier oder aus einem kurzen Gespräch kennt birgt erhebliche Risiken in Bezug auf seine Persönlichkeit - er mag fachlich den Anforderungen entsprechen, aber der Entscheider weiß nicht, wie er menschlich tickt.
Bei jemandem, den er unmittelbar kennt, ist dieses Risiko viel geringer. Bei jemandem, den er mittelbar (über gemeinsame Bekannte) kennt ist das Risiko immer noch geringer als bei einem Unbekannten.

Ich kenne Leute, die gerade weil man sie vorher schon (mittelbar) kannte einen Job gerade nicht bekommen haben. Das Pendel schwingt in beide Richtungen :wink:

lg