Beziehungsproblem?

Hallo,

ich habe vielleicht ein etwas seltsames Posting und vielleicht passt es auch nicht in ein Forum, sondern eher in einen Chat. Aber ich versuchs trotzdem mal nach dem Motto: Versuch macht klug.

Ich kenne ein Paar, das ich als sehr stabil eingeschätzt habe und von dem Mann weiß ich, dass er bis dato sehr glücklich in dieser Beziehung war.

Nun habe ich seit ein paar Tagen den Eindruck, dass total was daneben läuft. Ich habe den Mann daraufhin angesprochen, der erzählte mir dann, dass er sich sehr verletzt fühlt, weil seine Freundin seit neuester Zeit vorm Fernseher, wenn er was sagt, immer „Psst“ macht, wenn sie sich gestört fühlt. Er hat mir auch erzählt, dass er sie daraufhin angesprochen hat und zu hören bekam, dass er schließlich auch gelegentlich nicht beim Fernsehen gestört werden möchte. Er argumentierte, dass er dann aber nicht einfach „Psst“ sagt, sondern seinen Wunsch nach Ruhe in Worte fasst.

Ich habe dennoch den Eindruck, dass genau deswegen jetzt die Beziehung, die schon 6 Jahre alt ist, krieselt und möchte gerne intervenieren oder einen Tipp haben, was man machen kann.

Gruß

Wilfried

HAllo,

wenn es nur am „Pssst“ liegt, weiss ich nicht was er für ein Problem hat!? Ich denke eher, das es schon länger kriselt.Aber sicherlich nicht am „Pssst“!
Was ist an diesem „pssst“ schlimm? Wenn ich etwas spannendes sehe sage ich eher „pssst“, denn wenn ich erst einmal loslege und alles in Worte fassen soll, ist der Film vorbei!

LG Manu

Hi Wilfried,

selbst wenn ein Mensch „psst“ sagt wenn er gerade mal nicht kommunizieren möchte, und der Empfänger der Nachricht hätte es lieber gerne in einem oder gar mehreren Sätzen formuliert, sollte dies dennoch einer intakten Beziehung keinen Abbruch tun. Folglich mutmaße ich auch, daß hier etwas anderes zugrunde liegt vor allem wenn sie „immer“ vor dem Fernseher nicht kommunizieren möchte. Ob das gleich ein Problem ist das zu einer Beziehungskrise führen muß, sei mal dahingestellt. Beispielsweise könnten Themen bei einem Partner anstehen die mit der Partnerschaft nichts zu tun haben, seien es berufliche oder die eigene Person betreffend.

Selbst wenn eine Abgrenzung / Abschottung aufgrund eines Konfliktes oder gar mehrerer Konflikte entsteht, so ist es an dem Paar, dies zu kommunizieren. Manchmal braucht man halt auch etwas Zeit um sich über etwas bewußt zu werden, seinen eigenen Standpunkt zu finden…

Es wird so oder so wohl eine Veränderung geben. Entweder lernt er mit einem „psst“ zu leben, sie beginnt ganze Sätze zu sagen oder sie hört öfter auf zu fernsehen wenn er reden möchte.

Und selbst wenn die Veränderung letztendlich das Ende der Beziehung bedeuten sollte, so hat auch wohl das seinen Sinn. Wenn Menschen Konflikte nicht lösen können, können sie sich Hilfe suchen, so sie dies wünschen. Finden sie so oder so keinen gemeinsamen Nenner mehr, weil sie sich z.B. auseinander gelebt oder einfach in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt haben, dann ist eine Trennung doch besser als aus guter alter Gewohnheit oder Angst vor dem Alleinsein zusammen zu bleiben. Man kann nichts be-halten, das (nicht mehr) zu einem gehört.

Ciao,
Romana

Hallo, Wilfried,
ich sehe dahinter ein weitergehendes Kommunikationsproblem zwischen den beiden.
Auch hier tut der Fernseher mit seiner rein konsumptiven „Unterhaltung“ das, was er in vielen Familien tut: er ersetzt und zerstört den gegenseitigen Austausch.
Dass das Fernsehen grundsätzlich Kommunikation nur vortäuscht, dabei aber vielfach die eigentliche Kommunikation der Familienmitglieder unterbindet und mit seiner Scheinwelt dominiert ist leider unübersehbar.

Die beiden sollten sich an mindestens einem Abend der Woche zusammensetzen, den Fernseher ausgeschaltet lassen und „Mensch ärgere dich nicht“ spielen!
Gruß
Eckard

Hallo,
ich denke, daß in dem Moment diese Frau einfach ihren Interessen nachgehen will und sich damit darin einfach abgrenzen will, was auch ok ist (hier passiert dies über’s Fernsehen). Klar läßt sich keiner gern den Mund verbieten aber er kann ja auch weitersprechen, wenn es wichtig ist, sitzt ja nicht vor nem Strafgericht.

Die ganz normalen Empfindlichkeiten des Alltags sind nun mal da und nicht immer leicht nachvollziehbar. Deswegen muß das noch keine Ehekrise bescheinigen. Wenn man das nicht taken kann und es einem Leiden verursacht sollte man dem Problem/Konflikt auf den Grund gehen.

Vielmehr zeigen sich nach einer Zeit des Zusammenlebens einfach stets mehr Eigenheiten, man lebt nicht nur zu zweit sondern auch für sich.
Ungefragte Außenkommentare kommen da nicht unbedingt hilfreich rüber.
Wenn daraus ein Problem erwächst, meldet sich derjenigen schon zu Wort.
Ja der Ferseher hat leider viel Macht im Beziehungsleben erreicht und nicht immer kann man dieser Macht ausweichen.

LG Patricia

Hi Wilfried.

Ich habe dennoch den Eindruck, dass genau deswegen jetzt die
Beziehung, die schon 6 Jahre alt ist, krieselt und möchte
gerne intervenieren oder einen Tipp haben, was man machen
kann.

Ich kann aus Deiner Schilderung der Umstände kaum „Alarm“ erkennen und frage deshalb, bist Du denn um Intervention gebeten worden? Oder käme Dir die „Kommunikationsstörung“ gar recht, um in die Beziehung „reinzukommen“?

Hallo,

Ich habe dennoch den Eindruck, dass genau deswegen jetzt die
Beziehung, die schon 6 Jahre alt ist, krieselt und möchte
gerne intervenieren oder einen Tipp haben, was man machen
kann.

Ich kann aus Deiner Schilderung der Umstände kaum „Alarm“
erkennen und frage deshalb, bist Du denn um Intervention
gebeten worden?

Eigentlich nicht, ich merke nur den Stress.

Oder käme Dir die „Kommunikationsstörung“ gar
recht, um in die Beziehung „reinzukommen“?

Nein, ich will nicht in die Beziehung „reinkommen“, ich bin glücklich liiert :smile:.

Gruß

Wilfried

Hallo Patricia,

danke für dein Posting.

ich denke, daß in dem Moment diese Frau einfach ihren
Interessen nachgehen will und sich damit darin einfach
abgrenzen will, was auch ok ist (hier passiert dies über’s
Fernsehen).

Im Grunde gebe ich dir da recht.

Klar läßt sich keiner gern den Mund verbieten aber
er kann ja auch weitersprechen, wenn es wichtig ist, sitzt ja
nicht vor nem Strafgericht.

Die ganz normalen Empfindlichkeiten des Alltags sind nun mal
da und nicht immer leicht nachvollziehbar.

Sehr schön formuliert: Die normalen Empfindlichkeiten des Alltags. Wenn ich mir aber so den Kram anschaue, der hier auf mein Posting zum Besten gegeben wird, dann weiß man schließlich und unendlich auch, wie es kommt, dass diese „normalen“ Empfindlichkeiten schon gleich psychologisch auseinandergenommen werden und in einer pathologisch angehauchten Ecke stehen :wink:.

Deswegen muß das
noch keine Ehekrise bescheinigen.

Seh ich auch so. Ich merk halt nur den Stress, der plötzlich herrscht.

Wenn man das nicht taken
kann und es einem Leiden verursacht sollte man dem
Problem/Konflikt auf den Grund gehen.

So isses wohl.

Vielmehr zeigen sich nach einer Zeit des Zusammenlebens
einfach stets mehr Eigenheiten, man lebt nicht nur zu zweit
sondern auch für sich.

Jau! Genau so sollte es wohl auch sein. Traute Zweisamkeit kann nicht lange gutgehen…

Ungefragte Außenkommentare kommen da nicht unbedingt hilfreich
rüber.
Wenn daraus ein Problem erwächst, meldet sich derjenigen schon
zu Wort.

Ok.

Ja der Ferseher hat leider viel Macht im Beziehungsleben
erreicht und nicht immer kann man dieser Macht ausweichen.

Macht? Du meinst sowas wie zerstörerische Kraft?

Gruß

Wilfried