Bibel-Fundament vs US-Fundamentalisten

Hallo Peter

pkt 1 aber nicht, da sogar Jünger Jesus ein Schwer bei sich
hatten und sich wehren sehr wohl erlaubt ist. Einem andeern
helfen auch, sogar wenn man waffen dazu braucht, wenn es
legitim ist.

Woher weisst du das schon wieder?

Steht in der Bibel. Petrus hatte eines im Garten gezame

Was ist legitim? Wer erklärt etwas für legitim?

Eben, einem anderen helfen

Pkt 3 Dir nicht ganz zustimme. Auch wenn Christen nicht Teil
dieser welt sind, sollen sie doch Licht und Salz der welt
sein, dh eine gewisse politische Tätigkeit ist zumindest
daraus ableitbar

Jetzt hast sogar du den Vogel abgeschossen!!! Sind deine
Christen bereits über den Jordan? Oder grössenwahnsinnig
geworden?

Steht so in der Bibel. Alle Christen haben quasi das Bürgerrecht des Himmels und sind nicht von dieser Welt. Lies die Paulusbriefe

B.

Hallo Beat,

pkt 1 aber nicht, da sogar Jünger Jesus ein Schwer bei sich
hatten und sich wehren sehr wohl erlaubt ist.

vergiß nicht, wie Jesus reagiert hat:
"Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an
seinen Ort! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs
Schwert umkommen.
" (Matth.26,52)

Stimmt, dies galt aber für die Situation. Ausserdem, wieso hatte er denn ein Schwer, duldete Jesus dies, wenn er den Gebrauch in allen Fällen nicht dulden würde?

Pkt 3 Dir nicht ganz zustimme. Auch wenn Christen nicht Teil
dieser welt sind, sollen sie doch Licht und Salz der welt
sein, dh eine gewisse politische Tätigkeit ist zumindest
daraus ableitbar

Auch wenn es nicht so aussieht, aber hier habt ihr beide Recht
:wink:
Versuch doch mal eine politische Tätigkeit auszuüben und dabei
den biblischen Grundsätzen treu zu bleiben.

Dies ist möglich, auch wenn selten weltlich erfolgreich.

Aktuelles Beispiel ist doch Rocco Buttiglione.

Ups kenne ich nicht

Gruss
Beat

Grüß Dich, Beat,

Dies zeigt mir nur, dass das Tragen eines Schwertes (einer
Waffe) von Jesus keineswegs als schlecht angeschaut wurde,
ansonsten hätte Petrus keines getragen. Im vorliegenden Fall
wollte Jesus aber nicht, dass das schwert eingesetzt wird.

Darauf kann ich mich zur Not noch einlassen. Ich frage mich aber, wozu Petrus überhaupt ein Schwert bei sich hatte: im ganzen Evangelium ist nirgendwo von einer Situation berichtet, wo der Einsatz eines Schwertes hätte nötig werden können.

Die zweite Stelle steht bei Lukas (22, 35-38): da sagt Jesus,
wer einen Mantel habe, solle den verkaufen und ein Schwert
kaufen, denn es müsse auch noch das vollendet werden: er müsse
unter die Übeltäter gerechnet werden. Daraufhin ziehen die
Jünger zwei Schwerter hervor, und Jesus sagt: das ist genug,
oder besser ausgedrückt: das reicht. Wofür reicht es? Der
Besitz von zwei Schwertern genügt, um unter die Übeltäter
gerechnet zu werden!

Jesus sagte da genug, da sie ihn nicht richtig verstanden, was
er meinte.

Das bestreite ich. Es ist hin und wieder ganz hilfreich, in den Urtext zu schauen, um zu sehen, was da wirklich steht. Und da steht: „hikanón estin“. „Hikanós“ heißt nicht nur „genug“, sondern auch „geeignet“, und das bedeutet imho, daß diese beiden Schwerter für den Zweck ausreichen, den Jesus erreichen wollte: unter die Übeltäter gerechnet zu werden. Einige Handschriften lesen übrigens statt „hikanós estin“ „arkei“, und das bedeutet: genügen oder ausreichen; diese Lesart stützt also ganz eindeutig meine Interpretation.
Mit ist auch nicht ganz klar, wie die Exegeten auf die Idee kommen, die Jünger hätten Jesus nicht verstanden. Er sagt ausdrücklich, wer keinen Beutel oder keine Tasche habe, solle seinen Mantel nehmen und den verkaufen und ein Schwert kaufen. Das Folgende: "Es muß auch noch vollendet werden an mir…: ‚Er ist unter die Übeltäter gerechnet‘ wird mit „denn“ angeschlossen, bezieht sich also ganz eindeutig auf den vorhergehenden Satz mit dem Schwerterkauf. Da ziehen dann die Jünger zwei Schwerter hervor - sie haben Jesus sehr wohl verstanden. Warum sollte er auf einnmal das abtun, was er einen Augenblick vorher ausdrücklich gesagt hat? Ich finde, wir sollten Jesus beim Wort nehmen, aber bei dem, das er gesagt hat und nicht bei dem, von dem wir gerne möchten, daß er es gesagt habe.

Gruß - Rolf

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Grüß Dich, Rolf

Darauf kann ich mich zur Not noch einlassen. Ich frage mich
aber, wozu Petrus überhaupt ein Schwert bei sich hatte: im
ganzen Evangelium ist nirgendwo von einer Situation berichtet,
wo der Einsatz eines Schwertes hätte nötig werden können.

Na ja, es gibt viele die eine Waffe besitzen und sie noch nie einsetzen mussten. Oder vielleicht auch deswegen, da man mit Jesus einen göttlichen Schutz hatte.

Das bestreite ich. Es ist hin und wieder ganz hilfreich, in
den Urtext zu schauen, um zu sehen, was da wirklich steht. Und
da steht: „hikanón estin“. „Hikanós“ heißt nicht nur „genug“,
sondern auch „geeignet“, und das bedeutet imho, daß diese
beiden Schwerter für den Zweck ausreichen, den Jesus erreichen
wollte: unter die Übeltäter gerechnet zu werden. Einige
Handschriften lesen übrigens statt „hikanós estin“ „arkei“,
und das bedeutet: genügen oder ausreichen; diese Lesart stützt
also ganz eindeutig meine Interpretation.

Stimme Dir da völlig zu, auch wenn ich den Urtext da noch nie analysierte

Mit ist auch nicht ganz klar, wie die Exegeten auf die Idee
kommen, die Jünger hätten Jesus nicht verstanden. Er sagt
ausdrücklich, wer keinen Beutel oder keine Tasche habe, solle
seinen Mantel nehmen und den verkaufen und ein Schwert kaufen.
Das Folgende: "Es muß auch noch vollendet werden an mir…:
‚Er ist unter die Übeltäter gerechnet‘ wird mit „denn“
angeschlossen, bezieht sich also ganz eindeutig auf den
vorhergehenden Satz mit dem Schwerterkauf. Da ziehen dann die
Jünger zwei Schwerter hervor - sie haben Jesus sehr wohl
verstanden. Warum sollte er auf einnmal das abtun, was er
einen Augenblick vorher ausdrücklich gesagt hat? Ich finde,
wir sollten Jesus beim Wort nehmen, aber bei dem, das er
gesagt hat und nicht bei dem, von dem wir gerne möchten, daß
er es gesagt habe.

Stimme Dir da voll zu

Gruss
Beat