Bibel-Fundament vs US-Fundamentalisten

Hallo Allerseits,

in den Berichten zu dem US-Wahlen wird immer wieder die „Christliche Rechte“ beschrieben, bzw. Christliche Fundamentalisten.
Diese Menschen behaupten von sich nicht nur intensiv an Gott zu glauben, sondern sich auch streng an die Bibel zu halten.

Nun ist die Bibel für mich auch das Fundament für meinen Glauben. Also könnte man annehmen, dass ich den US-Fundamentalisten mit großer Sympathie begegne, ja dass meine Vortstellungen und Ansichten mit ihnen deckungsgleich sind. Seltsamerweise ist das nicht der Fall.
Im Gegenteil, die US-Fundamentalisten hinterlassen in mir ein tiefes Unwohlsein und wirken abstoßend.

Also habe ich darüber nachgedacht, was mich an ihnen stört.

1.) Christen haben keine Waffen und töten nicht, geschweige denn, dass sie sich an Kriegen beteiligen.
US-Fundamentalisten haben keine Probleme sich an Kriegen zu beteiligen, sie sogar zu starten und Menschen umzubringen. Auch der Waffenbesitz scheint kein Problem zu sein.

2.) Christen halten mit ihren Mitmenschen Frieden, auch wenn sie deren Verhaltensweise nicht billigen.
US-Fundamentalisten können durchaus militant werden, wenn man sich beispielweise die Aktionen gegen Abtreibungskliniken und -Ärzte ansieht.

3.) Christen sind kein Teil der Welt und verhalten sich dementsprechend politisch neutral.
US-Fundamentalisten nehmen massiv Einfluß auf die Politik ihres Landes.

4.) Nationalismus ist Götzendienst.
US-Fundamentalisten sind mindestens genauso patriotisch wie andere US-Amerikaner. Gott ist aber unparteiisch. Eine Flagge und eine Nation als etwas Heiliges zu ehren ist eine Verhöhnung des lebendigen Gottes.

5.) Christen betreiben keine Traditionen, die dem christlichen Glauben widersprechen.
Morgen ist es wieder so weit, Halloween, ein Fest zur Ehre von Geistern und Dämonen… und das ist einem angeblich zutiefst christlichen Land. Bisher habe ich nichts davon gehört, dass es irgendwelche Bestrebungen der sonst so untriebigen Fundamentalisten gibt, dieses Fest abzuschaffen.

Wie denkt ihr darüber.

Gruß
Carlos

N`Abend,

in den Berichten zu dem US-Wahlen wird immer wieder die
„Christliche Rechte“ beschrieben, bzw. Christliche
Fundamentalisten.
Diese Menschen behaupten von sich nicht nur intensiv an Gott
zu glauben, sondern sich auch streng an die Bibel zu halten.

Oder was sie dafür halten. Ich habe bislang noch nicht gelesen, daß beispielsweise vorehelicher Sex auf jeden Fall verboten ist. Das aber hat die Bush-Regierung mit einem zig-Millionen-Dollar-Programm öffentlich propagiert (als ob das die Regierung etwas anginge).

Nun ist die Bibel für mich auch das Fundament für meinen
Glauben. Also könnte man annehmen, dass ich den
US-Fundamentalisten mit großer Sympathie begegne, ja dass
meine Vortstellungen und Ansichten mit ihnen deckungsgleich
sind. Seltsamerweise ist das nicht der Fall.

Naja, ihr Zeugen seid zwar auch Fundamentalisten, aber im Gegensatz zu den amerikanischen Hardcorebaptisten habt ihr glücklicherweise keine weltliche Macht. Letztlich bestimmen auch die Möglichkeiten die Ansichten, nicht nur umgekehrt.

Im Gegenteil, die US-Fundamentalisten hinterlassen in mir ein
tiefes Unwohlsein und wirken abstoßend.

Stimmt allerdings.

1.) Christen haben keine Waffen und töten nicht, geschweige
denn, dass sie sich an Kriegen beteiligen.
US-Fundamentalisten haben keine Probleme sich an Kriegen zu
beteiligen, sie sogar zu starten und Menschen umzubringen.
Auch der Waffenbesitz scheint kein Problem zu sein.

Naja, Jesus war vielleicht etwas, was man heute als Pazifist bezeichnen würde (sofern man den Evangelien auch nur einen Hauch Authentizität zuzuschreiben wagt), aber spätestens seit dem Kaisertum Konstantins ist es mit generellem christlichen Pazifismus nicht mehr so weit her…

2.) Christen halten mit ihren Mitmenschen Frieden, auch wenn
sie deren Verhaltensweise nicht billigen.

Is klar, alle.

3.) Christen sind kein Teil der Welt und verhalten sich
dementsprechend politisch neutral.

Achso. Das ist ja wohl der größte Humbug, den ich seit langem gehört habe. Das versuchen mir ja nicht einmal deine kollegen klarzumachen, mit denen ich dann und wann aus reinem Spaß rumdiskutiere.

US-Fundamentalisten nehmen massiv Einfluß auf die Politik
ihres Landes.

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ - mag ja sein, aber deswegen sind doch nicht die Menschen, die das - wieso auch immer - glauben, nicht von dieser Welt. Wenn ja, hätte dieser Ausspruch doch gar keine Bedeutung, denn was wäre für die Hörer dann „diese Welt“?

4.) Nationalismus ist Götzendienst.
US-Fundamentalisten sind mindestens genauso patriotisch wie
andere US-Amerikaner. Gott ist aber unparteiisch.

Jaja, vor allem der im AT.

Eine Flagge
und eine Nation als etwas Heiliges zu ehren ist eine
Verhöhnung des lebendigen Gottes.

Es sind immer noch die USA, nicht die HSA (Holy States Of Amerika)…
Eigentlich ist mir nur das „Heilige“ Römische Reich bekannt. Und die Flagge ist sicherlich auch nicht heilig.
Das wirklich gefährliche am amerikanischen Nationalismus ist nur, daß er sich tatsächlich auf Gott beruft! Bush z.B. meint doch wirklich, er sei von Gott auserwählt, die Welt (oder zumindest "God`s own land) zu erlösen.

5.) Christen betreiben keine Traditionen, die dem christlichen
Glauben widersprechen.
Morgen ist es wieder so weit, Halloween, ein Fest zur Ehre von
Geistern und Dämonen… und das ist einem angeblich zutiefst
christlichen Land. Bisher habe ich nichts davon gehört, dass
es irgendwelche Bestrebungen der sonst so untriebigen
Fundamentalisten gibt, dieses Fest abzuschaffen.

Oder Ostern oder Weihnachten oder… klar, die haben eine christliche bedeutung, waren aber ursprünglich heidnische Feste, die dann von den Christen übernommen und umgetauft wurden.
Und was für einen Sinn macht eigentlich Fronleichnam, das einfach mal erfunden wurde, weil noch ein Platz für Feiertag frei war?

Gruß
L.

Wie denkt ihr darüber.

hi,

dazu denke ich zwei dinge.

  1. wie jede weltanschauliche/religiöse gruppe ist auch „das christentum“ kein monolithischer block, sondern spaltet sich auf in dutzende gruppierungen. so gibt es eben jede mögliche politische und unpolitische kombination. christlichlinks, christlichrechts, christlichnational usw.

  2. die usa haben wahrscheinlich das weiteste spektrum an weltanschauungen das es gibt, bis in die extremsten ränder. daß sowohl die schwulenbewegung als auch die kreationisten amerikanische phänomene sind, wundert nicht. ebenso kommen martin luther king und der kkk aus den usa.

vielleicht sollte man noch anmerken, daß in den usa weder patriotismus noch krieg negative konnotationen haben MÜSSEN, wie das in deutschland der fall ist. die gründe sind historisch gewachsen und offensichtlich.
gruß
datafox

Missbrauch der Bibel
Hallo Carlos,

du schreibst:

Nun ist die Bibel für mich auch das Fundament für meinen Glauben.

und führst weiter aus:

1.) Christen haben keine Waffen und töten nicht,

Aber nur die Christen, die Matthäus 10.34 überhört haben:

„Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.“

2.) Christen halten mit ihren Mitmenschen Frieden, auch wenn sie deren Verhaltensweise nicht billigen.

Aber nur solche, die bei Matthäus 10.35 f geschlafen haben:

„Denn ich bin kommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider die Mutter und die Schnur wider ihre Schwieger. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.“

5.) Christen betreiben keine Traditionen, die dem christlichen Glauben widersprechen.

Wie passt für dich denn Karneval mit der „unchristlichen“ Zügellosigkeit (wofür diese Tradition ja mal stand) in ein christliches Land, genauer gesagt in katholische Regionen wie Mainz, Köln etc.?

Ich teile dein Unverständnis über vieles, was in den Staaten unter dem Etikett „christlich“ läuft. Gleichzeitig irritiert mich aber die selektive Wahrnehmung der Bibel und das daraus resultierende Verständnis des Christentums: Indem nur das herausgelesen wird, was gerade in die Ideologie passt, wird die Bibel missbraucht.

Bernhard

Hallo L.

Naja, ihr Zeugen seid zwar auch Fundamentalisten, aber im
Gegensatz zu den amerikanischen Hardcorebaptisten habt ihr
glücklicherweise keine weltliche Macht.

Woher soll denn weltliche Macht kommen, wenn man keiner politischen Partei beitritt, sich nicht an politischen Wahlen beteiligt oder keine Interessengruppe, sprich Lobby, gründet?

2.) Christen halten mit ihren Mitmenschen Frieden, auch wenn
sie deren Verhaltensweise nicht billigen.

Is klar, alle.

Leider nicht, aber zumindestens wird jeder Nachfolger Christi intensiv daran arbeiten.

3.) Christen sind kein Teil der Welt und verhalten sich
dementsprechend politisch neutral.

Achso. Das ist ja wohl der größte Humbug, den ich seit langem
gehört habe. Das versuchen mir ja nicht einmal deine kollegen
klarzumachen, mit denen ich dann und wann aus reinem Spaß
rumdiskutiere.

Wachturm 1.6.2003, Seite 14, Absatz 6
6 Jehovas Zeugen sind für ihre politisch neutrale Haltung bekannt. In Friedenszeiten haben die meisten Menschen womöglich nichts dagegen, doch sobald außergewöhnliche Umstände eintreten, reagieren sie weniger tolerant. Häufig werden durch die von einem Krieg ausgelöste Furcht und Unsicherheit starke nationalistische Gefühle geweckt. Deshalb fällt es einigen schwer, zu verstehen, warum jemand eine populäre nationale Bestrebung nicht unterstützt. Wahre Christen wissen jedoch, dass sie dem Gebot Jesu, „kein Teil der Welt“ zu sein, gehorchen müssen (Johannes 15:19; 17:14-16; 18:36; Jakobus 4:4). Das setzt voraus, dass sie in politischen oder sozialen Fragen neutral bleiben. Jesus selbst gab das entsprechende Beispiel. Mit seiner vollkommenen Weisheit und seinen hervorragenden Fähigkeiten hätte er die Lebensqualität der Menschen damals wesentlich verbessern können. Doch er lehnte es ab, sich politisch zu betätigen. Schon zu Beginn seines Dienstes wies er standhaft Satans Angebot zurück, ihm die Herrschaft über alle Königreiche der Welt zu geben. Später vermied er es bewusst, sich in ein politisches Amt berufen zu lassen (Matthäus 4:8-10; Johannes 6:14, 15).

Morgen ist es wieder so weit, Halloween, ein Fest zur Ehre von
Geistern und Dämonen…

Oder Ostern oder Weihnachten oder… klar, die haben eine
christliche bedeutung, waren aber ursprünglich heidnische
Feste, die dann von den Christen übernommen und umgetauft
wurden.

Schön, dass due das so klar sagst. Deswegen feiern Z.J auch kein Ostern oder Weihnachten. Natürlich gedenken sie des Todes und der Widerauferstehung Jesu Christi, aber ohne das heidnische Osterbrimborium.

Gruß
Carlos

Hallo Lohengrin,

Naja, Jesus war vielleicht etwas, was man heute als Pazifist
bezeichnen würde (sofern man den Evangelien auch nur einen
Hauch Authentizität zuzuschreiben wagt), aber spätestens seit
dem Kaisertum Konstantins ist es mit generellem christlichen
Pazifismus nicht mehr so weit her…

Kaiser Konstantin war auch kein Christ im Sinne der Bibel.
Er war ein Machtmensch, der erkannt hat, wie sich die Lehren der Bibel für seine Zwecke missbrauchen ließen.

5.) Christen betreiben keine Traditionen, die dem christlichen
Glauben widersprechen.
Morgen ist es wieder so weit, Halloween, ein Fest zur Ehre von
Geistern und Dämonen…

Oder Ostern oder Weihnachten oder… klar, die haben eine
christliche bedeutung, waren aber ursprünglich heidnische
Feste, die dann von den Christen übernommen und umgetauft
wurden.
Und was für einen Sinn macht eigentlich Fronleichnam, das
einfach mal erfunden wurde, weil noch ein Platz für Feiertag
frei war?

Ebenso Karneval, der hätte auch in einem „christlichen Land“ keinen Platz.

Gruss Harald

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Die einzig wahren Christen
Hallo Carlos,

in deinem Ausgangsposting schreibst du:

Christen betreiben keine Traditionen, die dem christlichen Glauben widersprechen.

Und hier aber schreibst du zu Ostern und Weihnachten:

Deswegen feiern Z.J auch kein Ostern oder Weihnachten.
Natürlich gedenken sie des Todes :und der Widerauferstehung Jesu Christi,
aber ohne das heidnische Osterbrimborium.

Verstehe ich das richtig, dass deiner Meinung nach nur die von dir genannten Z.J. die einzigen wahren Christen sind - die anderen Millionen aber, die sich als Christen verstehen, nicht?

Das käme mir aber sehr bedenklich vor, wenn sich jemand anmaßt zu entscheiden, wer richtiger Christ ist und wer nicht, und wenn er dabei noch seinen eigenen Maßstab nimmt!

Bernhard

hi,

Das käme mir aber sehr bedenklich vor, wenn sich jemand anmaßt
zu entscheiden, wer richtiger Christ ist und wer nicht, und
wenn er dabei noch seinen eigenen Maßstab nimmt!

ja weißt du, diese anmaßung haben eigentlich ALLE der sgn. weltanschaulichen gruppierungen gemein. denn hätten sie diese nicht, dann wären sie gar nicht nötig. jeder könnte sich dann einfach als „person beliebiger ideologischer ausrichtung“ bezeichnen und alle würden sich liebhaben :smile:

dasselbe gilt natürlich auch für weltliche „parteien“. die glauben ja auch alle, die einzig wahren erkenntnisse über das lenken eines staatswesens zu besitzen.

kurz: es ginge mir anderswo vorbei, wenn jemand so etwas sagt. (nein bin kein ZJ *g*)

gruß
datafox

Oder Ostern oder Weihnachten oder… klar, die haben eine
christliche bedeutung, waren aber ursprünglich heidnische
Feste, die dann von den Christen übernommen und umgetauft
wurden.

Dann zeig mir mal bitte in der Bibel, wo sich der Osterhase versteckt o der Weihnachtsmann oder das Christkind?

Durch solche Feierlichkeiten „befeiert“ man doch diese „Geschöpfe“… du sollst keinen anderen Gott haben als mich (o so ähnlich)

Andrea

Hallo Bernhard,

Christen betreiben keine Traditionen, die dem christlichen Glauben widersprechen.

Und hier aber schreibst du zu Ostern und Weihnachten:

Deswegen feiern Z.J auch kein Ostern oder Weihnachten.
Natürlich gedenken sie des Todes :und der Widerauferstehung Jesu Christi,
aber ohne das heidnische Osterbrimborium.

Verstehe ich das richtig, dass deiner Meinung nach nur die von
dir genannten Z.J. die einzigen wahren Christen sind - die
anderen Millionen aber, die sich als Christen verstehen,
nicht?

das hast Du ein wenig mißverstanden.
Carlos wies darauf hin, dass Christen keine heidnischen Bräuche (Wintersonnenwende, Fest der Ostera) feiern. Die ZJ sind ein Teil von jenen Christen, die diese Feste ablehnen. Ich feiere das auch nicht, gehöre aber nicht zu den ZJ.

Gruss Harald

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Ketzerische Frage…
Hallo Harald
Sind also diejenigen, die solche Feste feiern…
(und auch noch andere Dinge machen, die so nicht unbedingt in der Bibel stehen, aber dennoch wirklich niemanden anderen zur Last fallen)
keine wahren Christen?

Was sind denn eigentlich dann „unwahre“ Christen?
und wäre das dann nicht ein klein wenig intolerant?

Grübelnde Grüsse
Mike

Was sind denn eigentlich dann „unwahre“ Christen?

wenn ich was sagen darf: das sind angehörige der europäischen mehrheitskultur: säkulär, christlich geprägt, unreligiös und atheistisch, religiös ignorant, traditionsbewußt 2x im jahr, mit starken einflüssen aus der germanischen, keltischen usw. zeit, plus modernere einflüsse, vor allem aus den USA (hallowien*, oder auch der bärtige mit drüsenstörungen im rotweißen anzug im kamin.)

also… alles ganz durchschnittlich! :smile:

gruß
datafox

*plädiere dieses jahr für hallograz.

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Hallo Bernhard,

„Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das
Schwert.“

Gleichzeitig irritiert
mich aber die selektive Wahrnehmung der Bibel und das daraus
resultierende Verständnis des Christentums: Indem nur das
herausgelesen wird, was gerade in die Ideologie passt, wird
die Bibel missbraucht.

Ich finde das hammerhart. Auf der einen Seite, machst du den Vorwurf, das die Bibel dadurch verdreht wird, dass man mit der Bibel
selektiv vorgeht.
Und im gleichen Artikel gibst du ein Paradebeispiel dafür.

In Matthäus 10:32-37 geht es darum, dass der christliche Glauben Familien entzweien wird. Jesus spricht in diesem Zusammenhang von einem _bildlichen_Schwert, welches er bringen wird.
Und nun nimmst du diesen Vers, reisst ihn aus dem Kontext, um damit zu belegen, dass Christen Waffen besitzen und töten sollen.

Das ist krass.

Wie passt für dich denn Karneval mit der „unchristlichen“
Zügellosigkeit (wofür diese Tradition ja mal stand) in ein
christliches Land, genauer gesagt in katholische Regionen wie
Mainz, Köln etc.?

Gar nicht. :wink:

Gruß
Carlos

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Hallo Mike,

Sind also diejenigen, die solche Feste feiern…
(und auch noch andere Dinge machen, die so nicht unbedingt in
der Bibel stehen, aber dennoch wirklich niemanden anderen zur
Last fallen)
keine wahren Christen?

datafox hat das ja sehr treffend erklärt :wink:

Unter „wahre Christen“ verstehe ich Menschen, die ihr Leben nach der Lehre Jesu Christi ausrichten.

Was sind denn eigentlich dann „unwahre“ Christen?

Das sind dann eben jene Leute, die zwar einen christlichen Taufschein besitzen, aber sich über das Wort Gottes wenig Gedanken machen.

und wäre das dann nicht ein klein wenig intolerant?

Ja, soger sehr intolerant :wink:
Aber das sind ja die Fischer auch.
Man will mir nicht glauben, dass ich ein Fischer bin. Nur weil ich keine Ahnung von Fischen haben und eine Angelrute von einem Besenstil nicht unterscheiden kann ;-(
Aber ich versichere Dir, dass ich ein Fischer bin. Meine Großmutter hat Fischer geheißen.

Gruss Harald

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Hallo Carlos

Interessante Überlegungen von Dir, da auch ich wie die meisten einiges an der US Politik nicht gutheisse.

Punkt 4 und 5 mit Dir übereinstimme.

pkt 1 aber nicht, da sogar Jünger Jesus ein Schwer bei sich hatten und sich wehren sehr wohl erlaubt ist. Einem andeern helfen auch, sogar wenn man waffen dazu braucht, wenn es legitim ist.

Pkt 2 Dir eigentlich zustimme, aber Frieden halten heisst nicht zuzusehen, wei andere umgebracht werden

Pkt 3 Dir nicht ganz zustimme. Auch wenn Christen nicht Teil dieser welt sind, sollen sie doch Licht und Salz der welt sein, dh eine gewisse politische Tätigkeit ist zumindest daraus ableitbar

Gruss
beat

Hallo Beat,

pkt 1 aber nicht, da sogar Jünger Jesus ein Schwer bei sich
hatten und sich wehren sehr wohl erlaubt ist.

vergiß nicht, wie Jesus reagiert hat:
"Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. " (Matth.26,52)

Pkt 3 Dir nicht ganz zustimme. Auch wenn Christen nicht Teil
dieser welt sind, sollen sie doch Licht und Salz der welt
sein, dh eine gewisse politische Tätigkeit ist zumindest
daraus ableitbar

Auch wenn es nicht so aussieht, aber hier habt ihr beide Recht :wink:
Versuch doch mal eine politische Tätigkeit auszuüben und dabei den biblischen Grundsätzen treu zu bleiben.

Aktuelles Beispiel ist doch Rocco Buttiglione.

Gruss Harald

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Hallo Beat

pkt 1 aber nicht, da sogar Jünger Jesus ein Schwer bei sich
hatten und sich wehren sehr wohl erlaubt ist. Einem andeern
helfen auch, sogar wenn man waffen dazu braucht, wenn es
legitim ist.

Woher weisst du das schon wieder? Wenn die kath. Kirche m.W. kein Schwert als Reliquie vorzeigen kann, kann etwas mit deiner Aussage nicht stimmen.
Was ist legitim? Wer erklärt etwas für legitim?

Pkt 3 Dir nicht ganz zustimme. Auch wenn Christen nicht Teil
dieser welt sind, sollen sie doch Licht und Salz der welt
sein, dh eine gewisse politische Tätigkeit ist zumindest
daraus ableitbar

Jetzt hast sogar du den Vogel abgeschossen!!! Sind deine Christen bereits über den Jordan? Oder grössenwahnsinnig geworden?

P.

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Bibel windelweich
Hallo Carlos,

das ist mir lieb, wenn die Bibel dadurch zurechtgebogen wird, indem man sagt, Jesus habe es gar nicht so gemeint wie gesagt - es sei vielmehr, wenn es gerade nicht in die jeweilige Richtung passt, nur „bildlich“ gemeint.

Und dann behauptest du fälschlicherweise, ich würde mit einem Bibelzitat

belegen, dass Christen … und töten sollen.

Da fehlen mir die Worte. Deine Begriffe „hammerhart“ und „krass“ reichen da nicht aus.

Grüße

Bernhard

Moin, moin Beat,

die Sache mit dem Schwert begreife ich auch nicht so richtig.
Mir fallen da zwei Szenen ein: im Garten Gethsemane zieht Petrus ein Schwert und hackt dem Knecht des Hohenpriesters ein Ohr ab. Jesus verweist ihm das und sagt „Simon Petrus, stecke dein Schwert in die Scheide.“ Matth 26, 52 et parr
Die zweite Stelle steht bei Lukas (22, 35-38): da sagt Jesus, wer einen Mantel habe, solle den verkaufen und ein Schwert kaufen, denn es müsse auch noch das vollendet werden: er müsse unter die Übeltäter gerechnet werden. Daraufhin ziehen die Jünger zwei Schwerter hervor, und Jesus sagt: das ist genug, oder besser ausgedrückt: das reicht. Wofür reicht es? Der Besitz von zwei Schwertern genügt, um unter die Übeltäter gerechnet zu werden!

Über die Frage, ob man, um anderen zu helfen, mögli herweise Gewalt anwenden darf, können wir uns gern unterhalten (ich denke: ja), aber diese beiden Stellen sind zur Begründung dieser Meinung denkbar ungeeignet.

Gruß - Rolf

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Hallo Rolf,

die Sache mit dem Schwert begreife ich auch nicht so richtig.
Mir fallen da zwei Szenen ein: im Garten Gethsemane zieht
Petrus ein Schwert und hackt dem Knecht des Hohenpriesters ein
Ohr ab. Jesus verweist ihm das und sagt „Simon Petrus, stecke
dein Schwert in die Scheide.“ Matth 26, 52 et parr

Dies zeigt mir nur, dass das Tragen eines Schwertes (einer Waffe) von Jesus keineswegs als schlecht angeschaut wurde, ansonsten hätte Petrus keines getragen. Im vorliegenden Fall wollte Jesus aber nicht, dass das schwert eingesetzt wird.

Die zweite Stelle steht bei Lukas (22, 35-38): da sagt Jesus,
wer einen Mantel habe, solle den verkaufen und ein Schwert
kaufen, denn es müsse auch noch das vollendet werden: er müsse
unter die Übeltäter gerechnet werden. Daraufhin ziehen die
Jünger zwei Schwerter hervor, und Jesus sagt: das ist genug,
oder besser ausgedrückt: das reicht. Wofür reicht es? Der
Besitz von zwei Schwertern genügt, um unter die Übeltäter
gerechnet zu werden!

Jesus sagte da genug, da sie ihn nicht richtig verstanden, was er meinte.

Über die Frage, ob man, um anderen zu helfen, mögli herweise
Gewalt anwenden darf, können wir uns gern unterhalten (ich
denke: ja), aber diese beiden Stellen sind zur Begründung
dieser Meinung denkbar ungeeignet.

Die erste nicht unbedingt. Wenn Waffen tragen 2erlaubt" war bei Jesus, dann kann man daraus ableiten, dass sie im verdeidigungsfall auch eingesetzt werden dürfen, ansonsten das Tragen ja keinen Sinn macht.
Im AT gibt es einige Aufforderungen zum Kampf und sogar mehr. Im NT steht niergens, dass man sich nicht verteidigen darf. Wenn Christen Ihr leben Jesus übergeben, wäre ein Angriff auf Ihr Leben ja ein Angriff auf den Besitz von Jesus. Die verteidigung von Gottes Besitz ist sicher nicht negativ. Aus all den Gründen scheint mir die Verteidigung auch mit der Waffe gerechtfertigt. Dabei soll man aber bedebnnken, dass „Ihr kämpft nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Fürsten dieser welt“ (nicht ganz korrektb zitiert) wie es sinngemäöss Paulus schrieb.

Gruß
Beat