Hallo Allerseits,
in den Berichten zu dem US-Wahlen wird immer wieder die „Christliche Rechte“ beschrieben, bzw. Christliche Fundamentalisten.
Diese Menschen behaupten von sich nicht nur intensiv an Gott zu glauben, sondern sich auch streng an die Bibel zu halten.
Nun ist die Bibel für mich auch das Fundament für meinen Glauben. Also könnte man annehmen, dass ich den US-Fundamentalisten mit großer Sympathie begegne, ja dass meine Vortstellungen und Ansichten mit ihnen deckungsgleich sind. Seltsamerweise ist das nicht der Fall.
Im Gegenteil, die US-Fundamentalisten hinterlassen in mir ein tiefes Unwohlsein und wirken abstoßend.
Also habe ich darüber nachgedacht, was mich an ihnen stört.
1.) Christen haben keine Waffen und töten nicht, geschweige denn, dass sie sich an Kriegen beteiligen.
US-Fundamentalisten haben keine Probleme sich an Kriegen zu beteiligen, sie sogar zu starten und Menschen umzubringen. Auch der Waffenbesitz scheint kein Problem zu sein.
2.) Christen halten mit ihren Mitmenschen Frieden, auch wenn sie deren Verhaltensweise nicht billigen.
US-Fundamentalisten können durchaus militant werden, wenn man sich beispielweise die Aktionen gegen Abtreibungskliniken und -Ärzte ansieht.
3.) Christen sind kein Teil der Welt und verhalten sich dementsprechend politisch neutral.
US-Fundamentalisten nehmen massiv Einfluß auf die Politik ihres Landes.
4.) Nationalismus ist Götzendienst.
US-Fundamentalisten sind mindestens genauso patriotisch wie andere US-Amerikaner. Gott ist aber unparteiisch. Eine Flagge und eine Nation als etwas Heiliges zu ehren ist eine Verhöhnung des lebendigen Gottes.
5.) Christen betreiben keine Traditionen, die dem christlichen Glauben widersprechen.
Morgen ist es wieder so weit, Halloween, ein Fest zur Ehre von Geistern und Dämonen… und das ist einem angeblich zutiefst christlichen Land. Bisher habe ich nichts davon gehört, dass es irgendwelche Bestrebungen der sonst so untriebigen Fundamentalisten gibt, dieses Fest abzuschaffen.
Wie denkt ihr darüber.
Gruß
Carlos

