hallo, Barbara,
Hast Du Dir schon einmal die Mühe gemacht, die Dinge, die Du
zitierst, nachzuprüfen?Muss eingestehen, ich habe es zumindest in den letzten 40
Jahren nicht gelesen (nicht, dass ich so lange nicht mehr in
meine Bibel reingesehen habe).Man sollte die Dinge schon genauer kennen, die man so vehement
kritisiert, finde ich.
na, sagen wir mal: für einen Ungläubigen kenne ich die Bibel recht gut. Dass jemand, der tagtäglich darin ließt oder sogar während eines Studiums jedes Wort analyiert hat, mehr weiß, ist selbstverständlich. Deswegen auch mein Satz, dass derjenige, der diese Stellen kennt, mir sagen soll, wo ich gezielt lesen soll. Denn alle möglichen Stellen, wo´s vorkommen kann zu lesen, dazu fehlt mir die Zeit und die Lust. Nebenbei: wieso zählt Religion zur Wissenschaft. Hier handelt es sich doch nachweislich um nicht beweisbare Thesen. Nichts gegen den Glauben, aber das Wort sagt eigentlich schon alles: glauben, nicht wissen, Gefühlssache.
dass diese Puplikation ein
Ergebnis der Wissenschaft Archäologie ist. Der Bibelbericht
aber jahrtausende lang mündlch überliefert und erst später
(wann??)schriftlich aufgezeichnet wurde.Da vergleichst du ja Bananen mit Kirschen. So eine Publikation
ist die Interpretation der Geschichte aus heutiger Sicht- in
nichtmal hundert Jahren kann das schon wieder ganz anders
aussehen.
Richtig, denn die Wissenschaft ist lernfähig, der Glaube nicht. Das ist der große Vorteil der Forschung.
Als Historikerin ist die Bibel für mich erstmal genauso eine
Quelle wie - sagen wir mal- eine ägyptische Inschrift über
Tempelabgaben, Reliefe von Herrscherpaaren, Grabbeilagen
uswusf. Das alles sind für einen Historiker Quellen.
Richtig, in der Forschung sollte jede Quelle verwendet werden, gleich woher. Es ist fast immer ein oder zwei Körnchen Wahrheit d´ran. Das Problem ist nur, diese Körnchen (oder meinetwegen diese Stellen) zu finden.
Diese
Quellen müssen jetzt ausgewertet werden und da kann man
natürlich nicht hingehen und sagen: genauso wars- so steht das
in diesem Buch (da hast du erstmal völlig recht).ABER. Die Bibel ist auch nicht weniger Wert als andere
historische Quellen und andere zeitgenössische
Geschichtsbücher, die genauso tendenziös sind (von den
Geschichtsbüchern hast du es ja glaub ich immer- wie gesagt,
in der Bibel stehen noch 'n paar andere Dingen drin, musst nur
mal wieder reichschauen:wink:))
jede Geschichtsschreibung ist tendenziös. Das ist nicht zu vermeiden. Wenn Du eine geschichtliche Abfolge ansiehst: einmal von der (machen wir es nach den Himmelsrichtungen) Nordseite und einmal von der Südseite und dann… wirst Du soviel verschiedene „authentische und wahrheitsliebende“ Versionen finden, wie as Himmelsrichtungen gibt.
. Ich empfehle dir, lies mal
wissenschaftlich theologische Bücher. Da wirst du feststellen,
dass die Texte der Bibel mit verschiedenen textkritischen
Methoden sehr gut analysiert werden können. Dabei kann man zB
auch ganz gut herausschälen, was ursprünglicher Text ist und
was spätere Redaktion/„Dichtung“ ist.
Das habe ich auch schon.Dabei viel mir auf, dass trotz Beleuchtung aus verschiednen Richtungen immer von einer "unumstößlichen Tatsache " ausgegangen wird: dass es einen Gott gibt, dass es Jesus gab,…
Beim Studium wird einem beigebracht, nichts zu glauben und alles zu hinterfragen, also neu zu erforschen. Das wird aber hier vermieden, ja, sogar schon fast als Gotteslästerung angesehen.
( das auch zu deiner
Frage zu Beginn der Diskussion: Was ist echt? Was nicht?)Alles in allem hast du auf jedenfall auch in der Archäologie
nicht viel in der Hand, um herauszufinden, wie es wirklich
war: wie gesagt, andere schriftliche Quellen, Gebäude, Müll
der Jahrtausende (Scherben uswusf). Wissenschaftliche
Ergebnisse sind auch hier nur Hypothesen oder Thesen!
Archäologie ist die Wissenschaft des Puzzels, des Mosaiks: Steinchen für Steinchen zu sammeln bis es ein Ganzes wird. Und wenn dann alles fertig ist… dann kommt einer, der noch tiefer gegraben hat und stößt den ganzen, schönen Bau um. vor 40-50 jahren hieß es: der Mensch ist max. 500.000 jahre alt. Inzwischen sind wir bei mehreren Millionen Jahren.
Archäologische Funde sind eine andere Art der historischen
Quelle und müssen genauso kritisch beurteilt werden wie
schriftliche Quellen- mit anderen Methoden versteht sich.Du siehst, zumindest in solchen Teilen ist der Bibel nicht zu
trauen.Würde kein Theologe behaupten. Deshalb ist die Bibel aber
keineswegs ein grosses Märchenbuch. Noch nichtmal für einen
atheistischen Historiker z.B.
Um nochmal zu präzisieren: die philosphische Leistung der Bibel ist auch für mich unbestritten. Mir geht es um die schönen Geschichten um Gött, die Engel und die Art wie „bewiesen“ wird, dass es Gott tatsächlich gibt, was ich bezweifele. Damit wir vom gleichen sprechen, gehen wir mal von Dänikens Ideen aus. Für unsere Diskussion als Erklarungsbeispiel gut geeignet.
also stell Dir vor, es hätte vor x-millionen Jahren Wesen gegeben, die bei Tierexperimenten die berühmte Initialzündung bei unserem Urahn gemacht haben. Stell Dir auch weiter vor, sie hätten ihr Produkt weiter beobachtet. Meinst Du nicht, dass für unsere Vorfahren diese Wesen Götter gewesen wären? Noch eine Überlegung (Erklärungsversuch): jedes Volk bringt alle tausend Jahre (reine Schätzung von mir) einen überragenden Denker hervor. Könnte so eine Intelligenz nicht begriffen haben, dass sich der Mensch ohne extremer Strafandrohung selbst ausrottet? Und der dafür die Ängste der Menschen vor dem Unerklärlichem ausnützt, um „eiskalt“ einen Überkönig zu schaffen, einen Gott? Denn nur damit kann man Menschen über lange Jahrhunderte lenken. Den Fehler, an die Denkfähigkeit des Menschen zu appelieren, haben schon viele bereut. Denk nur an die französische Revolution und an die Aufklärung. Ist das, was in Irland im Namen dieses Gottes getan wird mit Logik zu erklären? Genauso ist es mit dem Christentum und Gottesglauben nicht vereinbar, dass wir Europäer ca. 60 Millinen Indianer „über die Klinge springen“ haben lassen. Oder was wir mit den Afrikanern gemacht haben. Das war selbst für die Kirche ganz selbstverständlich, dass das keine Menschen sind. Eine Sache, mit der man umgehen kann, wie mit einem Stück Holz. Dabei sind mindestens 20 Millionen „verbraucht“ worden!
Ein Gott, der jahrtausende mit einem Volk (oder doch zumindest einigen Vertretern) gesprochen hat (behaupten andere Religionen ebenso) und seit 2000 Jahren stumm ist? Der die schlimmsten Greueltaten, die in seinem Namen getan werden, ohne dass er sich rührt - früher soll er sich wegen jedem Sch… gemeldet haben (Sodom und Gomorra: Sodomie, Homosexualität)ohne Murren akzeptiert, zeigt doch ganz klar, dass er eine Erfindung ist. Eine kluge… aber doch nicht real.
Grüße
Raimund
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