Bibelautentität

Hallo,
hier gibt es immer wieder welche, die sich total auf die Bibel berufen. Sie wäre ein Buch, das die schiere Wahrheit enthält.
Darf ich denen mal einen Zahn ziehen?
die Philister und Kanaäner werden in diesem Buch als primitiflinge ohne Kultur und Zivilisation dargestellt.
Das Gegenteil ist der Fall! Sie waren in dieser Region (vielleicht sogar in der gesamten damaligen Welt eines der kulturell und zivilisationsmäßig sehr hoch stehenden Völker. Dagegen waren die damaligen Israeliten die reinsten Baumaffen.
Na, klar: jedes Volk braucht seine Selbstbestätigung. Oder gibt es ein „völkisches“ Geschichtsbuch, das von sich behauptet, ein kultureller Stoppelhopser zu sein? Wisst Ihr auch, wer den Tempel konstruiert und gebaut hat? die Phönizier. Im Auftrag der damaligen Israelischen Regierung.
Da gibt es noch mehr solche „Lügen“ in diesem Folklorebuch.
Und wenn man das schon weiß, wie kann man dann den Rest noch als Wahrheit ansehen? Wo steht die Wahrheit und wo die Lüge?
Grüße
Raimund

Das Kind bitte nicht mit dem Bade ausschuetten!
In der Tat gibt es viele Glaeubige die die Bibel als perfektes Buch ohne Fehler betrachten. Da ich da anderer Meinung bin, werde ich hin und wieder von meinen Glaubensgenossen „gesteinigt“. Ich denke aber das andere Extrem ist ebenso falsch, also zu behaupten die Bibel waere reiner Unfug und nur erfundene Geschichten.

Meine Einstellung ist folgende:
Die Bibel ist ein von Gott inspiriertes Buch das von Menschen geschrieben wurde und auch Fehler enthaelt. Doch sind auch viele Dinge darin wahr und wurden schon wissenschaftlich bestaetigt.

Und wenn man das schon weiß, wie kann man dann den Rest noch
als Wahrheit ansehen? Wo steht die Wahrheit und wo die Lüge?

In der Tat ist diese Frage von entscheidender Bedeutung. Es gibt einige Grundaussagen die immer wieder wiederholt werden und welche deswegen relativ klar und sicher sind. Allgemein gilt hier jedoch dass wir Menschen die Bibel interpretieren muessen, das heisst, wir muessen versuchen herauszufiltern was wahr ist und was nicht und wie wir dies im Alltag umsetzen. Fuer uns glauebige bietet sich hier auch noch die Moeglichkeit an, Gott bei schwierigen Texten um Erleuchtung zu bitten.

Nebenbei moechte ich hier noch bemerken dass es auch nicht glauebige Menschen gab, die gute Bibelkenner waren und sich von dieser Inspirieren liessen. So z.B. Moshe Dayan (ehemaliger Israelischer Verteidigungsminister und Held des 6-Tage Krieges). Er war selbst nicht glauebig(auch kein glauebiger Jude) kannte sich aber sehr gut in der Bibel aus…

Das Problem dass Du ansprichst ist aber eigentlich ein zutiefst menschliches, es geht ja allgemein um die Glaubwuerdigkeit von Quellen. In der Tat gibt es keine absolut vertrauenswuerdigen Quellen ausser Gott selbst. Jede Zeitung enthaelt Fehler(beabsichtigt oder nicht), verschweigt bestimmte Tatsachen, jedes Buch genauso, Wissenschaftler koennen irren, etc…, etc…

Gruss Abraham…

Hallo Raimund,

hier gibt es immer wieder welche, die sich total auf die Bibel
berufen. Sie wäre ein Buch, das die schiere Wahrheit enthält.

ja ich *meld*

Darf ich denen mal einen Zahn ziehen?

Ich bitte darum :wink: *mundweitaufmach*

die Philister und Kanaäner werden in diesem Buch als
primitiflinge ohne Kultur und Zivilisation dargestellt.

So so? Wo denn?

Das Gegenteil ist der Fall! Sie waren in dieser Region
(vielleicht sogar in der gesamten damaligen Welt eines der
kulturell und zivilisationsmäßig sehr hoch stehenden Völker.

Ganz recht, sie hatten befestigte Städte und eiserne Wagen.
So steht es zumindest in meiner Bibel.
Sie waren in der Lage, das Volk Israel jahrzehntelang zu demütigen und tyrannisieren. Und sie raubten den Israeliten die Ernte.

Dagegen waren die damaligen Israeliten die reinsten Baumaffen.

Na, jetzt übertreibst Du aber.

Na, klar: jedes Volk braucht seine Selbstbestätigung. Oder
gibt es ein „völkisches“ Geschichtsbuch, das von sich
behauptet, ein kultureller Stoppelhopser zu sein?

Das seh ich auch so. Lies nur einmal die italienischen Heldensagen. :wink:

Wisst Ihr
auch, wer den Tempel konstruiert und gebaut hat? die
Phönizier. Im Auftrag der damaligen Israelischen Regierung.

Na und? Gastarbeiter gab es zu allen Zeiten.
Was sagt das über die kulturelle Lage aus?
Sind etwa die heutigen Gastarbeiter in D dem deutschen Volk kulturell überlegen?

Da gibt es noch mehr solche „Lügen“ in diesem Folklorebuch.

Also Lügen hab ich jetzt nicht gefunden.
Aber wenn Du die entsprechende Bibelstelle dazuschreibst, können wir uns darüber unterhalten.

Und wenn man das schon weiß, wie kann man dann den Rest noch
als Wahrheit ansehen? Wo steht die Wahrheit und wo die Lüge?

Ja wirklich, wer glaubt denn noch einer Zeitung. *gg*

Grüße
Raimund

Gruss Harald

Hallo, Abraham,

In der Tat gibt es viele Glaeubige die die Bibel als perfektes
Buch ohne Fehler betrachten. Da ich da anderer Meinung bin,
werde ich hin und wieder von meinen Glaubensgenossen
„gesteinigt“. Ich denke aber das andere Extrem ist ebenso
falsch, also zu behaupten die Bibel waere reiner Unfug und nur
erfundene Geschichten.

Es sind „erbauliche“ Geschichten, die einen moralischen Hintergrund haben, so wie Märchenbücher auch. Wenn ich mir die schönen "Himmelsintrigen von Luzifer, Gabriel… so ansehe… Keinen Deut besser als die griechische Mytologie. Nur eben nicht so ausgefeilt, wie bei dem Kulturvolk der Griechen. Denn was waren die damaligen Israeliten? Hirten, Bauern. Von Kunst und Kultur keinen blassen Schimmer. Deswegen haben sie auch nicht die kultur von Askalomn begriffen. Deswegen brauchten sie auch Hilfe beim Tempelbau. Selbst waren sie nicht dazu fähig. Es war halt ein Steppen- und Wüstenvolk. Und an den Lagerfeuern wurden schon immer die schönsten Märchen erzählt.

Meine Einstellung ist folgende:
Die Bibel ist ein von Gott …

So es so etwas wie einen Gott gibt.

…inspiriertes Buch das von Menschen
geschrieben wurde und auch Fehler enthaelt.

sehr viele,

Doch sind auch
viele Dinge darin wahr und wurden schon wissenschaftlich
bestaetigt.

Klar: in der Nibelungensage ist auch vieles wahr.

Und wenn man das schon weiß, wie kann man dann den Rest noch
als Wahrheit ansehen? Wo steht die Wahrheit und wo die Lüge?

In der Tat ist diese Frage von entscheidender Bedeutung. Es
gibt einige Grundaussagen die immer wieder wiederholt werden
und welche deswegen relativ klar und sicher sind. Allgemein
gilt hier jedoch dass wir Menschen die Bibel interpretieren
muessen, das heisst, wir muessen versuchen herauszufiltern was
wahr ist und was nicht und wie wir dies im Alltag umsetzen.

So wie die Vorraussagen von Nostradamus? Die kann man auch interpretieren, wie man will.

Fuer uns glauebige bietet sich hier auch noch die Moeglichkeit
an, Gott bei schwierigen Texten um Erleuchtung zu bitten.

Da hat er (sie) aber viel zu tun. Bei so vielen menschlichen Fehlern und Irrtümern (nicht nur auf die Bibel bezogen). Na, ja, dafür hat er (sie) ja seine Engelchen, die dann seiner Weisheit letzten Schluss den Menschen überbringt (so wie die Geschichte vom Münchner im Himmel: „… und darum wartet die bayerische Regierung noch heute vergeblich auf die göttlichen Eingebungen“)

Nebenbei moechte ich hier noch bemerken dass es auch nicht
glauebige Menschen gab, die gute Bibelkenner waren und sich
von dieser Inspirieren liessen. So z.B. Moshe Dayan
(ehemaliger Israelischer Verteidigungsminister und Held

na, ja, „Held“ ist wohl reine Ansichtssache! Kommt immer auf die Blickrichtung an!

… des
6-Tage Krieges). Er war selbst nicht glauebig(auch kein
glauebiger Jude) kannte sich aber sehr gut in der Bibel aus…

Klar war der nicht gläubig! somst hätte er ja den Rest seines
Lebens Busse tun müssen!

Das Problem dass Du ansprichst ist aber eigentlich ein
zutiefst menschliches, es geht ja allgemein um die
Glaubwuerdigkeit von Quellen. In der Tat gibt es keine absolut
vertrauenswuerdigen Quellen ausser Gott selbst.

Auch das ist eine reine Glaubenssache. Wenn jemand an Gott glaubt, dann ist natürlich einiges „richtig“. ca. 3/4 der Menschheit glauben nicht daran!

Jede Zeitung
enthaelt Fehler(beabsichtigt oder nicht), verschweigt
bestimmte Tatsachen, jedes Buch genauso, Wissenschaftler
koennen irren, etc…, etc…

Richtig. Nur wird bei denen der Irrtum meistens aufgeklärt. Die Gläubigen ziehen Fehler mehrere Tausend Jahre mit sich rum.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

In der Tat gibt es viele Glaeubige die die Bibel als perfektes
Buch ohne Fehler betrachten. Da ich da anderer Meinung bin,
werde ich hin und wieder von meinen Glaubensgenossen
„gesteinigt“. Ich denke aber das andere Extrem ist ebenso
falsch, also zu behaupten die Bibel waere reiner Unfug und nur
erfundene Geschichten.

Vorab: Ich teile die Meinung von Herrn Lincoln.:smile:

Es sind „erbauliche“ Geschichten, die einen moralischen
Hintergrund haben, so wie Märchenbücher auch.

Gewöhn dir doch mal an, deine Meinung, nicht immer als Tatsachen darzustellen (das ist so!), sondern als Meinung (ich denke, das ist so/meiner Meinung nach…). Die Bibel ist mehr als die Aufzählung erbaulicher Geschichten- nicht nur für mich. Ihre Wirkung ist auch eine andere als die von Märchenbüchern.
Meiner Meinung nach geht es im ersten Testament um die Beziehung/Liebe Gottes zu seinem Volk Israel. Natürlich aus der Sicht der Israeliten. Religiöse Dichtung wie die Psalme, die Gott, seine BEziehung zum Gläubigen reflektieren, mit ihm hadern, wüten -alles! findest du nicht bei den Gebrüdern Grimm und auch nicht in den griechischen Sagen. Die griechischen Götter (und andere auch) haben nie so eine bedingungslose Liebe/Hingabe gefordert. Die haben ihren Kram gemacht und sich mit sich selbst beschäftigt.

Wenn ich mir die

schönen "Himmelsintrigen von Luzifer, Gabriel… so ansehe…
Keinen Deut besser als die griechische Mytologie. Nur eben
nicht so ausgefeilt, wie bei dem Kulturvolk der Griechen. Denn
was waren die damaligen Israeliten? Hirten, Bauern. Von Kunst
und Kultur keinen blassen Schimmer.

Gute Güte, auch die Römer waren Bauern, kann halt nicht jeder so ne dekadente Philosophie betreiben wie die alten Griechen:wink: (als Epikureerin liebe ich natürlich die griechische Philosphie, will da nicht falsch verstanden werden.) Übrigends ist das alles nicht so richtig über die antiken Juden. Sicher Abraham war Hirte ( so what? bei dir klingt das ja so negativ, die meisten Griechen waren auch Hirten und wenns hoch kam Ruderer:smile:)
Aber das Hohelied, die Psalmen z.B. sind oft ein literarischer Hochgenuss.

Deswegen haben sie auch

nicht die kultur von Askalomn begriffen. Deswegen brauchten
sie auch Hilfe beim Tempelbau. Selbst waren sie nicht dazu
fähig. Es war halt ein Steppen- und Wüstenvolk. Und an den
Lagerfeuern wurden schon immer die schönsten Märchen erzählt.

Dein Antijudaismus ist irgendwie -freundlich formuliert- nervig. Und wenn man sich Hilfe holt beim Tempelbau? Zu dem Zeitpunkt war es zudem eh schon vorbei mit der fröhlichen Wanderei in der Steppe.

Meine Einstellung ist folgende:
Die Bibel ist ein von Gott …

So es so etwas wie einen Gott gibt.

…inspiriertes Buch das von Menschen
geschrieben wurde und auch Fehler enthaelt.

sehr viele,

Doch sind auch
viele Dinge darin wahr und wurden schon wissenschaftlich
bestaetigt.

Klar: in der Nibelungensage ist auch vieles wahr.

Sicher, die Quintessenz ist immer der Glaube, der uns von Menschen wie dir unterscheidet. Warum macht dich das so wütend? Warum bist du so hasserfüllt, wenn es um dieses Thema geht? Ich will dich ja nicht auf die Couch drängen:wink:, aber es gibt Agnostiker und Atheisten, die weniger gegen das auserwählte Volk polemisieren (ich nenn das jetzt mal ganz bewusst so). Find ich merkwürdig.

Und wenn man das schon weiß, wie kann man dann den Rest noch
als Wahrheit ansehen? Wo steht die Wahrheit und wo die Lüge?

In der Tat ist diese Frage von entscheidender Bedeutung. Es

gibt einige Grundaussagen die immer wieder wiederholt werden
und welche deswegen relativ klar und sicher sind. Allgemein
gilt hier jedoch dass wir Menschen die Bibel interpretieren
muessen, das heisst, wir muessen versuchen herauszufiltern was
wahr ist und was nicht und wie wir dies im Alltag umsetzen.

So wie die Vorraussagen von Nostradamus? Die kann man auch
interpretieren, wie man will.

Fuer uns glauebige bietet sich hier auch noch die Moeglichkeit
an, Gott bei schwierigen Texten um Erleuchtung zu bitten.

Da hat er (sie) aber viel zu tun. Bei so vielen menschlichen
Fehlern und Irrtümern (nicht nur auf die Bibel bezogen). Na,
ja, dafür hat er (sie) ja seine Engelchen, die dann seiner
Weisheit letzten Schluss den Menschen überbringt (so wie die
Geschichte vom Münchner im Himmel: „… und darum wartet die
bayerische Regierung noch heute vergeblich auf die göttlichen
Eingebungen“)

…1. ich sehe das wie A. Lincoln. 2. Hast du auch schonmal ins NT reingeschaut? (weil dus ja aufeinmal von dem anderen Bauernvolk in Bayern hast :wink:) Für mich ist klar, dass Gott auch dich liebt (Römerbrief), die Frage ist, ob du das irgendwann annehmen kannst. Must du aber auch nicht, ich will ja nun niemand missionieren. Obwohl ich nicht verhehlen will, dass ich glaube, du wärst ein glücklicherer Mensch, wenn du von dieser Liebe wüsstest.

Das Problem dass Du ansprichst ist aber eigentlich ein
zutiefst menschliches, es geht ja allgemein um die
Glaubwuerdigkeit von Quellen. In der Tat gibt es keine absolut
vertrauenswuerdigen Quellen ausser Gott selbst.

Auch das ist eine reine Glaubenssache. Wenn jemand an Gott
glaubt, dann ist natürlich einiges „richtig“. ca. 3/4 der
Menschheit glauben nicht daran!

*smile* woher hast du denn nun wieder diese Zahl?

Jede Zeitung
enthaelt Fehler(beabsichtigt oder nicht), verschweigt
bestimmte Tatsachen, jedes Buch genauso, Wissenschaftler
koennen irren, etc…, etc…

Richtig. Nur wird bei denen der Irrtum meistens aufgeklärt.
Die Gläubigen ziehen Fehler mehrere Tausend Jahre mit sich
rum.

da geb ich dir sogar mal recht. ein Wunder :wink:)))))

allerbeste Grüße, Barbara

2 „Gefällt mir“

hallo, Harald
das war mir klar, dass ich es mit Dir zu tun bekomme! *g*
hier ein Bericht aus National Geographic über die Ausgrabungen der Stadt Askalon:
in der Bibel kommen die Philister schlecht weg - die Feinde der Israeliten werden dort als brutale Zerstörer beschrieben, und Ihr Name wurde zum Synonym für Dumpfheit und für unzivilisiertes Benehmen. Die Funde aus Askalon zeichnen ein völlig anders Bild. Wärend die I. noch grobe, unverzierte Tonwaren herstellten, schmückten die Ph. ihre Keramik bereits mit eleganten Mustern. Später importierten sie auch Tonwaren aus Griechenland… dass dieses Volk kosmopolitisch war, Freude an der Kunst hatte und überdies guten Wein herstellte…
Diese Stadt war schon 3.500 A.D. ein berühmter Seehafen, da wohnten die damaligen Israeliten noch in Zelten.

Sie waren in der Lage, das Volk Israel jahrzehntelang zu
demütigen und tyrannisieren. Und sie raubten den Israeliten
die Ernte.

200 Jahre
Das war damals so üblich und gehörte zum guten Ton. solche Spielchen haben auch die Israelis gemacht (auch wenn ich wieder als Antijudaist bezeichnet werde: das machen sie heute noch)

Dagegen waren die damaligen Israeliten die reinsten Baumaffen.

Na, jetzt übertreibst Du aber.

Ok, etwas übertieben. Eines aber stimmt: der kulturelle Unterschied war gewaltig.

Na, klar: jedes Volk braucht seine Selbstbestätigung. Oder
gibt es ein „völkisches“ Geschichtsbuch, das von sich
behauptet, ein kultureller Stoppelhopser zu sein?

Das seh ich auch so. Lies nur einmal die italienischen
Heldensagen. :wink:

Oder die deutschen (besonders die Jugendbücher aus unserer „1000 -jährigen“ Großdeutschen Geschichte!)

Wisst Ihr
auch, wer den Tempel konstruiert und gebaut hat? die
Phönizier. Im Auftrag der damaligen Israelischen Regierung.

Na und? Gastarbeiter gab es zu allen Zeiten.
Was sagt das über die kulturelle Lage aus?
Sind etwa die heutigen Gastarbeiter in D dem deutschen Volk
kulturell überlegen?

Kleiner Unterschied: wir hätten das jederzeit selbst machen können, uns fehlten nur die „Steinklopfer“. Das damalige Israel stand erst an der untersten Stufe der Kulturvölker. Sie wollten erst noch ein Kulturvolk werden. Sie hatten damls weder die geitigen (hat nichts mit Dummheit zu tun, sondern mit Wissen) noch die künstlerischen Fähigkeiten dazu. Selbst die Bundeslade soll ja von anderen Völkern geschaffen worden sein.

Da gibt es noch mehr solche „Lügen“ in diesem Folklorebuch.

Also Lügen hab ich jetzt nicht gefunden.

Da gibts nachweislich eine ganze Menge. Und darüber haben schon genügend Geschichtswissenschaftler geschrieben. Übrigens auch in diesem Forum. z.B. ob es Jesus überhaupt jemals gab (aber das ist das NT). Was sehr umstritten ist. Ich möchte nicht behaupten, dass es unmöglich ist. Doch geschichtliche Beweise gibt es nicht. Aber darüber wollen wir bitte nicht mehr diskutieren. Das wurde mindestens 5 x schon durchgekaut.

Ja wirklich, wer glaubt denn noch einer Zeitung. *gg*

Du etwa?
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,
…die Bibel waere reiner Unfug und nur erfundene Geschichten.

Vorab: Ich teile die Meinung von Herrn Lincoln.:smile:

Kannst Du gerne machen, Ichnhabe auch nie behauptet, dass alles in der Bibel Humbug wäre. Genauso, wie in der nibelungensage einiges der Wahrheit entspricht und vieles Märchen.

Es sind „erbauliche“ Geschichten, die einen moralischen
Hintergrund haben, so wie Märchenbücher auch.

Gewöhn dir doch mal an, deine Meinung, nicht immer als
Tatsachen darzustellen (das ist so!), sondern als Meinung (ich
denke, das ist so/meiner Meinung nach…

diese Schreibweise ist die Schreibweise von unsicheren Menschen. ich bin nicht unsicher!

). Die Bibel ist mehr
als die Aufzählung erbaulicher Geschichten- nicht nur für
mich. Ihre Wirkung ist auch eine andere als die von
Märchenbüchern.

Für Dich!

Meiner Meinung nach geht es im ersten Testament um die
Beziehung/Liebe Gottes zu seinem Volk Israel.

Vorsichtig! Im Alten Testament ist Gott blutrünstig und rachüchtig. Da ist nicht alles Liebe.

Natürlich aus
der Sicht der Israeliten. Religiöse Dichtung wie die Psalme,
die Gott, seine BEziehung zum Gläubigen reflektieren, mit ihm
hadern, wüten -alles! findest du nicht bei den Gebrüdern Grimm
und auch nicht in den griechischen Sagen.

Genau das findest Du in den grichichen Göttersagen. Ebenso bei den Römern (die ja sehr viel von den Griechen kopiert haben)

Die griechischen
Götter (und andere auch) haben nie so eine bedingungslose
Liebe/Hingabe gefordert. Die haben ihren Kram gemacht und sich
mit sich selbst beschäftigt.

Das ist aucch"alles über einen Kamm geschert. Außerdem waren die griechischen Götter (die es genausowenig gab) zivilisatorisch schon um ein paar Jahrhunderte vorraus. So wie ein Hirtenvolk nicht so elegant und frei denkt, wie eine Hochklultur.

Wenn ich mir die

schönen "Himmelsintrigen von Luzifer, Gabriel… so ansehe…
Keinen Deut besser als die griechische Mytologie. Nur eben
nicht so ausgefeilt, wie bei dem Kulturvolk der Griechen. Denn
was waren die damaligen Israeliten? Hirten, Bauern. Von Kunst
und Kultur keinen blassen Schimmer.

Gute Güte, auch die Römer waren Bauern, kann halt nicht jeder
so ne dekadente Philosophie betreiben wie die alten
Griechen:wink:

Na, dekandente Philosophie isst wohl voll daneben!

(als Epikureerin liebe ich natürlich die
griechische Philosphie, will da nicht falsch verstanden
werden.) Übrigends ist das alles nicht so richtig über die
antiken Juden. Sicher Abraham war Hirte ( so what? bei dir
klingt das ja so negativ, die meisten Griechen waren auch
Hirten und wenns hoch kam Ruderer:smile:)
Aber das Hohelied, die Psalmen z.B. sind oft ein literarischer
Hochgenuss.
Dein Antijudaismus ist irgendwie -freundlich formuliert-
nervig.

Nicht jede Kritik (nicht eine belehrende, sondern einfach Einchätzung) ist gleich Antijudaismus oder Antisemitismus.

Und wenn man sich Hilfe holt beim Tempelbau? Zu dem
Zeitpunkt war es zudem eh schon vorbei mit der fröhlichen
Wanderei in der Steppe.

Na, sagen wir mal: innerhalb der Israelische Grenzen (oder was amn damals dafür gehalten hat; das war zu der Zeit noch nicht so genau definiert. Schlagbäume gabs auch noch nicht.)

Sicher, die Quintessenz ist immer der Glaube, der uns von
Menschen wie dir unterscheidet. Warum macht dich das so
wütend? Warum bist du so hasserfüllt, wenn es um dieses Thema
geht?

Hast Du den Eindruck, dass ich hasserfüllt bin? Wütend? Ich finde es immer erheitern, wie machen darauf reagieren. Nimm Dir ein Beispiel an Harald. Er ist ein zutiefst gleubiger mensch. Das achte ich. Aber er wirft mir nicht vor, dass ich der Teufel in Person bin. Er versucht auch nicht, mich zu missionieren (vermutlich weiß er, dass das zwecklos ist). Um es genau u sagen. ichbeteilige mich nicht an dieser Rubrik, weil ich unzufrieden bin, wütend oder was auch immer, sondern aus schierer Lust.
Ich will dich ja nicht auf die Couch drängen:wink:,
wie siehst Du aus? Vielleicht kann man darüber reden? Lieber nicht, meine Frau „haut mir sonst das Rammerl ab“!

aber es
gibt Agnostiker und Atheisten, die weniger gegen das
auserwählte Volk polemisieren (ich nenn das jetzt mal ganz
bewusst so). Find ich merkwürdig.

Wo ist ein auserwähltes Volk? Da gibt es hunderte davon. Jedes Volk behauptet das von sich. In der gleichen Intensität haben wir das getan… vor nicht allzulanger Zeit. Das hat man uns nach ´45 abgewöhnt (ich glaube es hat uns teilweise auch gut getan. Andere Völker müssen das noch durchmachen)

Und wenn man das schon weiß, wie kann man dann den Rest noch
als Wahrheit ansehen? Wo steht die Wahrheit und wo die Lüge?

In der Tat ist diese Frage von entscheidender Bedeutung. Es

gibt einige Grundaussagen die immer wieder wiederholt werden
und welche deswegen relativ klar und sicher sind. Allgemein
gilt hier jedoch dass wir Menschen die Bibel interpretieren
muessen, das heisst, wir muessen versuchen herauszufiltern was
wahr ist und was nicht und wie wir dies im Alltag umsetzen.

So wie die Vorraussagen von Nostradamus? Die kann man auch
interpretieren, wie man will.

Fuer uns glauebige bietet sich hier auch noch die Moeglichkeit
an, Gott bei schwierigen Texten um Erleuchtung zu bitten.

Da hat er (sie) aber viel zu tun. Bei so vielen menschlichen
Fehlern und Irrtümern (nicht nur auf die Bibel bezogen). Na,
ja, dafür hat er (sie) ja seine Engelchen, die dann seiner
Weisheit letzten Schluss den Menschen überbringt (so wie die
Geschichte vom Münchner im Himmel: „… und darum wartet die
bayerische Regierung noch heute vergeblich auf die göttlichen
Eingebungen“)

…1. ich sehe das wie A. Lincoln. 2. Hast du auch schonmal
ins NT reingeschaut? (weil dus ja aufeinmal von dem anderen
Bauernvolk in Bayern hast :wink:) Für mich ist klar, dass Gott
auch dich liebt (Römerbrief), die Frage ist, ob du das
irgendwann annehmen kannst.

hoffentlich nicht! Die Aussicht, in den Himmel zu kommen und ewig zu leben (nach der Beschreibung der Bibel) ist für mich ein Ausblick in die Hölle!

Must du aber auch nicht, ich will
ja nun niemand missionieren. Obwohl ich nicht verhehlen will,
dass ich glaube, du wärst ein glücklicherer Mensch, wenn du
von dieser Liebe wüsstest.

Ich bin glücklich! Ich habe alles was ich wünsche. eine liebe, charmante Frau, einen Sohn, ein Haus mit riesigem Garten, einen tollen Beruf,… na, gut, etwas meehr des schnöden mammons könnte ich schon brauchen. Aber den Wunsch hätte ich bestimmt auch dann, wenn ich so reich wie Billy wäre. Das ist nur menschlich und treibt uns voran.

…". ca. 3/4 der

Menschheit glauben nicht daran!

*smile* woher hast du denn nun wieder diese Zahl?

Kann ich nicht belegen. Vielleicht gibt es da Statistiken. Doch überlege man: die Chinesen, die Inder, die Araber (und verwandte), die Juden, die Afrikaner, die… (habe noch viele, viele nicht erwähnt). Dagegen stehen die christliche Völker. Die zwar das lautere maul haben, aber zu den Völkern mit der geringsten Bevölkerungszahl gehören. Was sind schon die 200 millionnen (?) der USA? Und davon sind auch noch eine Menge islamisch. Oder Europa?
Ich vermute sogar, dass das Verhältnis moch schlechter ist.
Grüße
Raimund

…und die Bibel hat doch recht:wink:))
Hallo Raimund,

Es sind „erbauliche“ Geschichten, die einen moralischen
Hintergrund haben, so wie Märchenbücher auch.

Eben nicht nur erbaulich, sie wollen mehr erreichen, sind auch keineswegs immer mit moralischen Hintergrund ausgestattet, es gibt zudem soviele verschiedene literarische Gattungen in der Bibel (AT/NT), dass man das so oder so nicht einfach vergleichen kann. Man kann vielleicht einzelne Teile, wie die Schöpfungsgeschichte zB, mit ähnlichen Geschichten in anderen Religionen (zB bei den Griechen)vergleichen. Das sicher.

Gewöhn dir doch mal an, deine Meinung, nicht immer als
Tatsachen darzustellen (das ist so!), sondern als Meinung (ich
denke, das ist so/meiner Meinung nach…

diese Schreibweise ist die Schreibweise von unsicheren
Menschen. ich bin nicht unsicher!

Für mich wäre das die Schreibweise von Menschen, die andere Ansichten und - in diesem Fall- religiöse Gefühle anderer Menschen respektieren. Eine Meinung als Meinung darzustellen ist für mich zudem ein Zeichen von Souveränität und kein Zeichen von Schwäche.
Ist vielleicht auch ne Männerkiste und Erziehungssache…?

). Die Bibel ist mehr
als die Aufzählung erbaulicher Geschichten- nicht nur für
mich. Ihre Wirkung ist auch eine andere als die von
Märchenbüchern.

Für Dich!

Nö. Im negativen Fall haben einige davon echt üble Religionskriege ausgelöst. Das wirst du den Gebrüder Grimm sicher nicht nachweisen können :wink:

Meiner Meinung nach geht es im ersten Testament um die
Beziehung/Liebe Gottes zu seinem Volk Israel.

Vorsichtig! Im Alten Testament ist Gott blutrünstig und
rachüchtig. Da ist nicht alles Liebe.

Sicher. Liebe und Hass, Entäuschung über verschmähte Liebe…und vieles mehr. Eben Beziehung!

Genau das findest Du in den grichichen Göttersagen. Ebenso bei
den Römern (die ja sehr viel von den Griechen kopiert haben)

…ich hab die alle gelesen, spannend, interessant, aber nie wollten die griechischen Götter das was der eine Gott wollte.

Das ist aucch"alles über einen Kamm geschert. Außerdem waren
die griechischen Götter (die es genausowenig gab)
zivilisatorisch schon um ein paar Jahrhunderte vorraus. So wie
ein Hirtenvolk nicht so elegant und frei denkt, wie eine
Hochklultur.

Ich verstehe glaube ich nicht wirklich, worauf es dir hier ankommt. Was willst du damit beweisen/sagen? (ehrlich gemeinte Frage)

Gute Güte, auch die Römer waren Bauern, kann halt nicht jeder
so ne dekadente Philosophie betreiben wie die alten
Griechen:wink:

Na, dekandente Philosophie isst wohl voll daneben!

deswegen ja auch das :wink:, wie gesagt, ich liebe die griechische Philosophie (ohne die alten Griechen, Römer, Kleinasier und all die anderen würden wir ollen Germanen ja sowieso noch auf den Bäumen hocken, von daher müssen wir ja ansich echt froh sein, dass wir das Jäger- und Sammlerstadium erfolgreich hinter uns gebracht haben :wink:)). Mit kritischen Blick für die alten Griechen natürlich ( was der alte Aristoteles so alles gesagt hat, gute Güte, so ein alter Frauenfeind und die Jungs in den Klöstern im MA fandens superklasse…anderes Thema, sorry:smile:)

Dein Antijudaismus ist irgendwie -freundlich formuliert-
nervig.

Nicht jede Kritik (nicht eine belehrende, sondern einfach
Einchätzung) ist gleich Antijudaismus oder Antisemitismus.

Wie war das mit „Baumaffen“ oder so ähnlich? Deine Kritik ist Polemik. Und dein Blick auf die Israeliten sehr wohl judenfeindlich.

Sicher, die Quintessenz ist immer der Glaube, der uns von
Menschen wie dir unterscheidet. Warum macht dich das so
wütend? Warum bist du so hasserfüllt, wenn es um dieses Thema
geht?

Hast Du den Eindruck, dass ich hasserfüllt bin? Wütend? Ich
finde es immer erheitern, wie machen darauf reagieren.

Ja, du wirfts immer mal wieder mit so heftigen Schimpfwörtern um dich, dass man das durchaus so sehen kann. Bin ja nicht die einzige, wenn ich so andere Postings lese. Vielleicht ist es einfach eine sehr ruppige Art. Das wirkt aber geschrieben immer härter, als wenn man es verbal von sich gibt.

Nimm

Dir ein Beispiel an Harald. Er ist ein zutiefst gleubiger
mensch. Das achte ich. Aber er wirft mir nicht vor, dass ich
der Teufel in Person bin.

Tu ich auch nicht. Aber wer austeilt, muss auch einstecken können und austeilen tust du ja gewaltig.

Er versucht auch nicht, mich zu

missionieren (vermutlich weiß er, dass das zwecklos ist). Um
es genau u sagen. ichbeteilige mich nicht an dieser Rubrik,
weil ich unzufrieden bin, wütend oder was auch immer, sondern
aus schierer Lust.

Lust am Schimpfen aber offensichtlich. Außerdem stellst du deine Meinung so polemisch dar, dass du die Auseinandersetzung doch wohl willst, oder? und ich habe ja wohl genauso das recht meine Meinung zu sagen- die eben christlich-jüdisch geprägt ist- wie du deine, die ganz contra ist.
beste Grüße, Barbara

Hallo Raimund,

nicht so ausgefeilt, wie bei dem Kulturvolk der Griechen. Denn
was waren die damaligen Israeliten? Hirten, Bauern. Von Kunst
und Kultur keinen blassen Schimmer. Deswegen haben sie auch
nicht die kultur von Askalomn begriffen. Deswegen brauchten

Nun, Du scheinst die damaligen israeliten als primitivlinge zu sehen, dazu will ich einige Dinge sagen:

a) der von diesen „primitivlingen“ verkuendete Monotheismus, war der damaligen Zeit, wo allgemein der Politheismus galt, weit voraus. Dies wurde sogar schon als argument benutzt um die 5 Buecher Mose als Faelschung zu deklassieren.

b) auch die gesetzlichen Grundlagen welche in den 5 Buechern Mose festgehalten sind, gelten den damaligen Verhaeltnissen entsprechend als hochmodern. Ich glaube in jedem Jurakurs werden sie den Studenten vorgefuehrt, frag dazu mal einen Rechtsexperten.

c) Da du so von griechischen Goettern geredet hast. Neulich sah ich ein neutrales(also nicht christlich orientiertes) Fernsehprogramm ueber Israel. Abschliessend meinte der Moderator: wie dem auch sei, ob man glaeubig ist oder nicht, der Gott der Juden scheint die griechischen Goetter ueberlebt zu haben. Und in der Tat, wie viele Menschen glauben heute noch an Zeus, und wie viele glauben an den Gott der Bibel? Immerhin scheinen diese „primitivlinge“ millionen Menschen in der ganzen Welt bis heute stark zu beeinflussen…

Gruss…Abe…

1 „Gefällt mir“

Hallo Raimund,

Da gibt es noch mehr solche „Lügen“ in diesem Folklorebuch.
Und wenn man das schon weiß, wie kann man dann den Rest noch
als Wahrheit ansehen? Wo steht die Wahrheit und wo die Lüge?

also, ich moechte noch mal auf den Kern deiner Aussage zurueck. Dass in der Bibel Fehler sind, bestreite ich und andere glaeubige nicht. Aber offenbar gibst Du dich ja mit dieser Aussage nicht zufrieden. Du willst die Bibel als ganzes mit einem Maerchenbuch vergleichen und somit unglaubwuerdig machen. Ich denke dies ist genauso falsch wie wenn man aus einzelnen Fehlern gleich die gesamte Glaubwuerdigkeit einer Zeitung in Frage stellt.

Es ist verstaendlich dass die Bibel Fehler enthaelt wenn man in betracht zieht dass sie in einem Zeitraum von tausenden von Jahren von verschiedenen Autoren geschrieben wurde in denen es auch noch nicht die moderne Technik von heute gab. Im Gegenteil es ist geradezu erstaunlich wenn man feststellt wieviele Dinge darin stimmen und auch schon durch Ausgrabungen und anderen Quellen bestaetigt wurden.
Aber wie folgerst Du daraus dann dass die Gesamte Bibel ein Maerchenbuch ist? Diesen Sprung kann ich noch nicht nachvollziehen, kannst Du mir das bitte mal erklaeren? Oder drueckt sich da vielleicht eher ein Vorurteil(oder Glaubenseinstellung) deinerseits aus? Aber wir wollen doch schoen sachlich bleiben oder?

Gruss Abe…

Du sprichst mir aus der Seele :smile:, Beste Grüße, Barbara

Danke! (o.T.)
Ohne Text

Hi Raimund,
das Alte Testament der Bibel entstammt den Büchern des antiken Judentums. Das moderne Christentum tut sich schwer mit diesen Texten. Ich betrachte sie nicht als Märchenbücher, aber als Geschichten aus einer anderen Welt, einer anderen Wirklichkeit. Ich denke, darauf können wir uns vielleicht einigen. Die Israeliten waren Nomaden und Hirten, einfach strukturierte Menschen, die in jedem Blitz und Donner eine Botschaft ihres Gottes sahen. Die Schreiber wie Moses, die Propheten und Richter des Volkes waren im damaligen Sinne die Oberschicht und die Intellektuellen des Volkes, aber auch diese entstammen letztlich einem Hirtenvolk.
Die Botschaften und Gesetze in den alten Texten waren also für diese einfachen Menschen gedacht. Wer heute behauptet ernsthaft, Adam und Eva hätten wirklich gelebt und das Paradies hätte es wie in der Schöpfungsgeschichte beschrieben gegeben? Wer aber zur damaligen Zeit hätte die Schöpfung durch einen Gott anders als durch diese nette Geschichte erklärt verstanden?
In unserer heutigen Zeit breitet sich in der Wissenschaft (Psychologie, Soziologie) die moderne Lehre von der Systemtheorie aus. Wenn wir diese Grundgedanken beachten und sagen, es gibt unterschiedliche Wirklichkeiten, dann werden wir erkennen, dass die Menschen damals das alles wörtlich glaubten und es auch real so war. In Extase geraten hat jeder Mensch in einem gleissenden Sonnenlicht, in einem brennenden Busch oder in einem Rumoren in der Luft die Stimme ihres Gottes gehört und versucht, darin etwas zu interpretieren. Die Menschen lebten als Hirten viel näher an er Natur als wir uns das so vorstellen.
Diese andere Wirklichkeit ist im Laufe der Jahrtausende verschwunden. Heute sind wir technikhörig, kommunikationssüchtig und wissenschaftsneugierig. Der Weltraum ist leer von Göttern. Wo also ist Gott? Das Spirituelle und der religiöse Glaube haben heute ihre Kraft verloren.
Und so denke ich muß man die Bibel verstehen. Die Bedeutung für uns heute ist eigentlich minimal. Diese Gedanken sind nicht mehr umsetzbar, weil wir in einer anderen Wirklichkeit leben. Auch die Bemühungen der Amtskirche, die Bibeltexte auf unsere Wirklichkeit umzudeuten und uns das als Gottes Wort zu verkaufen, ziehen nicht mehr. Es klingt absurd bis abenteuerlich, was dort als philosophische Konstrukte gebaut wird. Deshalb halte ich die Bedenken gegenüber den Bibeltexten als berechtigt. Nett zu lesen ist sie trotzdem.
Gruß,
Francesco

hallo, Francesco,
genau so verstehe ich das Alte Testament. Mit diesen Geschichten (die auch geschichtliche Tatsachen enthalten, zumindest so, wie es die Führung damals verstanden haben will) wurde den einfachen Israeliten, die damals wirklich noch Stoppelhopser waren (ist ja keine Schande, alle Völker haben so angefangen), beigebracht, wie sie sich zu benehmen haben, um ihrem Gott zu gefallen und (der praktische Hintergrund aller Religionen) wie sie mit ihrem Nachbarn möglichst friedlich auskommen.
grüße
Raimund

Hallo, Abraham,

Da gibt es noch mehr solche „Lügen“ in diesem Folklorebuch.
Und wenn man das schon weiß, wie kann man dann den Rest noch
als Wahrheit ansehen? Wo steht die Wahrheit und wo die Lüge?

Vielleicht ist das Wort Lügen etweas überzogen. Nennen wir es teilweise Irrtümer, teilweise Falschaussagen (z.B. über die Feinde, was ja nur natürlich ist: wer lobt schon seinen Gegner?)

also, ich moechte noch mal auf den Kern deiner Aussage
zurueck. Dass in der Bibel Fehler sind, bestreite ich und
andere glaeubige nicht. Aber offenbar gibst Du dich ja mit
dieser Aussage nicht zufrieden. Du willst die Bibel als ganzes
mit einem Maerchenbuch vergleichen und somit unglaubwuerdig
machen. Ich denke dies ist genauso falsch wie wenn man aus
einzelnen Fehlern gleich die gesamte Glaubwuerdigkeit einer
Zeitung in Frage stellt.

Eigentlich ist die Bibel ein moralisch und philosophisch sehr gutes Buch. Damit die damals sehr einfache (ich vermeide das Wort primitiv, weil es missverstanden wird) Landbevölkerung (aus der damals Israel wohl zu 90% bestand) die Moralvorstellungen der Intelligenz verstehen kann, wurde es in schöne Geschichten gepackt. Du kaufst doch auch eine Ware viel lieber, wenn sie besonders schön verpackt ist. Die Verpackung hat zwar nichts mit dem Inhalt zu tun, doch förderlich ist sie auf alle Fälle. Wobei ich als Atheist (oder doch teilweiser) behaupte, dass Götter nur dafür erfunden wurden, damit die Menschen sich nicht gegeseitig ausrotten. Es reicht schon, wenn sich Völker bekämpfen und berauben. Da muss nicht auch noch innerhalb der „Familie“ Mord und Totschlag herrschen. Also sagte man zu dem einfachen Menschen: „Du, da gibt es einen, der ist so mächtig und unsichtbar, dass er Dich mit einem Fingerschnippen auslöschen kann. Und der verlangt von Dir, dass Du… Und wenn Du das nicht tust, was er will, dann rächt er sich ganz grausam.“ Das verstand das einfache Hirn. Denn Folter und Tod kannte er in der Zeit aus eigener Anschauung. Das wollte er nicht erleben. Also war sein Nachbar schon mal sicher. Dass Töten auch schlecht ist, wenn er das mit seinem Nachbar mit der anderen Hautfarbe macht, das ist um Tausende von Jahren moderner und noch gar nicht so alt. Vor nicht allzulanger Zeit durfte man mit Billigung der Kirche die Afrikaner straflos quälen und Töten. Die Juden in den christlichen Gebieten wurden erst „bekehrt“ und dann umgebracht. Offiziell, damit sie nicht wieder vom allein seelig machendem Glauben abfallen, inoffiziell um an ihren Reichtum zu kommen.
Zu der Zeit, als die Bibel entstand, war der Nichtisraeli kein Mensch (es soll sogar heute noch strenggläubige Juden geben, die der gleichen Auffassung sind). Also durfte man mit ihm machen, was amn wollte. So gesehen, war für den damaligen Juden der Befehl Gottes ganz natürlich und verständlich, dass er das Nachbarvolk ausradieren soll: Mann und Weib, Kinder und das ganze Vieh…Übrigens das gleiche, was wir mit den Juden versucht haben, nur im kleinerem Stil. Oder die damalige USA mit den Indianern. Aber das ist ein anderes Thema.
Mir ist ein gläubiger Christ lieber, als ein Atheist, der sich nicht an die Gesetze des Zusammenlebens halten will
Jeder soll nach seiner Art glücklich werden, der eine mit dem festem Glauben an ein höheres Wesen (Existenz, Wille, Intelligenz), der andere weil er die Naturgesetze akzeptiert.

Aber wie folgerst Du daraus dann dass die Gesamte Bibel ein
Maerchenbuch ist?

Da hast Du mich nicht so richtig verstanden. Vielleicht habe ich das auch nicht gut beschrieben. Die Geschichten, die man hier im Forum oft erzählt bekommt (und aus der Bibel stammen), haben eine frappierende Ähnlichkeit mit den Göttermythen der Griechen und Römer. Nur dass darin nicht ganz so viel Sex vorkommt. (etwas schon: die Engel, die sich mit den Erdenfrauen paarten und Kinder zeugten)
DenWahrheitsgehalt der Bibel habe ich nicht in Bausch und Bogen verleugnet: ich seagte: wo hört die Lüge (Falschaussage, Irrtum) auf und wo beginnt die Wahrheit? Bedingt dadurch kann man (ich) die waren Stellen nicht finden. Alles andere ist Glaube nicht Wissen.
Grüße
Raimund

Hi Raimund

hier gibt es immer wieder welche, die sich total auf die Bibel
berufen. Sie wäre ein Buch, das die schiere Wahrheit enthält.
Darf ich denen mal einen Zahn ziehen?

Zwecklos…

die Philister und Kanaäner werden in diesem Buch als
Primitivlinge ohne Kultur und Zivilisation dargestellt.

Stimmt in der Form nicht.

Das Gegenteil ist der Fall! Sie waren in dieser Region
(vielleicht sogar in der gesamten damaligen Welt eines der
kulturell und zivilisationsmäßig sehr hoch stehenden Völker.

Stimmt so wohl auch nicht… Schau mal ins Ägypten der 18 - 20. Dynastie. Oder später nach Mesopotamien.

Dagegen waren die damaligen Israeliten die reinsten Baumaffen.

Kann nicht sein, dort gab und gibt es doch kaum Bäume, von Dschungel ganz zu schweigen

Na, klar: jedes Volk braucht seine Selbstbestätigung. Oder
gibt es ein „völkisches“ Geschichtsbuch, das von sich
behauptet, ein kultureller Stoppelhopser zu sein? Wisst Ihr
auch, wer den Tempel konstruiert und gebaut hat? die
Phönizier. Im Auftrag der damaligen Israelischen Regierung.
Da gibt es noch mehr solche „Lügen“ in diesem Folklorebuch.

Die Bibel (speziell das AT) hat ganz sicher einen historischen Kern. Insbes. Exodus; Richter und Könige. Viele Beschreibungen sind ziemlich exakt, wenn auch tendenziös.
„Folklore“ ist da schon was anderes.
Gerade die „Erbauungsliteratur“ neuerer unseliger Zeit strotzt nur so von WISSENTLICHEN Geschichtsklitterungen. In der Bibel ist dies vermutlich durch die lange mündliche Überlieferung geschehen (Also unabsichtlich) Glaubst du, das eine Geschichte ein paar hundert Jahre taufrisch übersteht???

Ganz nebenbei lassen sich einige Wunder mit heutigen naturwissenschaftlichen Methoden erklären.

Und wenn man das schon weiß, wie kann man dann den Rest noch
als Wahrheit ansehen? Wo steht die Wahrheit und wo die Lüge?

Empfehle vergleichende Bibelkritik unter Berücksichtigung anderer Quellen (Ägyptischer; Assyrischer; evt. Hethitischer).

Jetzt mal ganz im Ernst: was ist des Sinn und Zweck deines Postings, der über das schiere Provozieren anderer hinausgeht.
(Diejenigen, die die Bibel absolut wortwörtlich nehmen und die ihr innewohneneden Logikfehler übersehen, sind hier eher dünn gesäht)
Der KERNPUNKT des AT ist das Verhältniss zwischen Israel und seinem Gott, (Das mir dieser Gott einiges an Problemen bereitet, ist eine andere Sache.) dem alles andere Nachgeordnet ist.
das Interessante an der Bibel sind gerade die inneren Brüche. Dies zeig an, das die einzelnen Kapitel später bei der Niederschrift eben NICHT geschönt oder „vor Drucklegung“ nochmal überarbeitet und bereinigt wurden.

Irgendwie erinnert mich deine Argumentation an die von Verschwörungstheoretikern: Nimm eine extreme Position. Finde einen Fehler (gibt es immer bei extremen Positionen), verwerfe deshalb alle Theorien, die in diese Richtung gehen.

Ob die Bibel jetzt von Gott inspiriert war oder nicht, weiss ich net. Wieso bist Du dir da denn so sicher, das sie es (zumindest in Teilbereichen) NICHT ist. Irgendwie bist du zu beneiden. Immer so sicher…

Gruss
Mike

hallo, Abraham,
Auch hier noch mal eine Antwort

Nun, Du scheinst die damaligen israeliten als primitivlinge zu
sehen, dazu will ich einige Dinge sagen:

Nein, nícht Primitivlinge. Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen einfachem, unwissendem, auf einer Vorstufe der kultur und Zivilstion stehendem volk und Primitivlingen. Die letzteren findest Du in jedem Zivilisationsstadium.

a) der von diesen „primitivlingen“ verkuendete Monotheismus,
war der damaligen Zeit, wo allgemein der Politheismus galt,
weit voraus. Dies wurde sogar schon als argument benutzt um
die 5 Buecher Mose als Faelschung zu deklassieren.

Wir haben hir im Forum schomn mal diskutiert, ob die damligen Juden wirklich die „Erfinder“ des Monotheismus sind. So wie ich mich erinnern kann, kam dabei heraus, dass sie es nicht sind. Damit will ich auch nicht die philosophische Leistung schmälern.
Allerdings war einer der Religionsgründer ein Ägtypter.

b) auch die gesetzlichen Grundlagen welche in den 5 Buechern
Mose festgehalten sind, gelten den damaligen Verhaeltnissen
entsprechend als hochmodern. Ich glaube in jedem Jurakurs
werden sie den Studenten vorgefuehrt, frag dazu mal einen
Rechtsexperten.

Unsere heutigen Gesetze beruhen zum großen Teil auf den Gesetzen der Babylonier. Frag mich bitte nicht, welcher herrscher diese Grundlagen schuf. ich habs vor vielen jahren gelernt. Aber Namen sind mir schon immer entfallen. vielleicht weiß Django oder M??? hier besser Bescheid.

c) Da du so von griechischen Goettern geredet hast. Neulich
sah ich ein neutrales(also nicht christlich orientiertes)
Fernsehprogramm ueber Israel. Abschliessend meinte der
Moderator: wie dem auch sei, ob man glaeubig ist oder nicht,
der Gott der Juden scheint die griechischen Goetter ueberlebt
zu haben.

Warte mal ab, irgend wann wird auch diese Religion vergesen sein. Und die Bibel als Sagenbuch gelesen. Nur wir werden das natürlich nicht mehr erleben.

Und in der Tat, wie viele Menschen glauben heute

noch an Zeus, und wie viele glauben an den Gott der Bibel?
Immerhin scheinen diese „primitivlinge“ millionen Menschen in
der ganzen Welt bis heute stark zu beeinflussen…

Kleiner Irrtum, nicht die Juden haben die ganze Welt beeinflusst, das war gar nicht in ihrem Sinne, sondern die Christen. Die haben missioniert und gbroße Teile der Welt erobet. Hier verwechselst Du einiges. Hätte es die Christen nicht gegeben, wäre der Gott der Juden das, was er auch früher war: ein Gott eines Volkes. Es gibt auch noch andere Religionen (Philosophien), die die griechische, römische, germanische Religionen überlebt haben: z.B. der Buddismus.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

das war mir klar, dass ich es mit Dir zu tun bekomme! *g*

na ja, bei solch einer Provokation muß ich mich doch melden *gg*

hier ein Bericht aus National Geographic über die Ausgrabungen
der Stadt Askalon:
in der Bibel kommen die Philister schlecht weg - die Feinde
der Israeliten werden dort als brutale Zerstörer beschrieben,
und Ihr Name wurde zum Synonym für Dumpfheit und für
unzivilisiertes Benehmen.

Das ist aber interessant *staun*
Welche Bibelübersetzung verwenden diese Leute?
Hast Du Dir schon einmal die Mühe gemacht, die Dinge, die Du zitierst, nachzuprüfen?
Du liest offensichtlich in irgendeiner Publikation irgendetwas über das Volk Israel und schon bist Du von dieser Meinung überzeugt. Hingegen kann in der Bibel stehen, was immer, Du hältst es für ein Märchen.

Entweder willst Du uns hier nur ärgern oder Du belügst Dich selber.

Die Funde aus Askalon zeichnen ein
völlig anders Bild. Wärend die I. noch grobe, unverzierte
Tonwaren herstellten, schmückten die Ph. ihre Keramik bereits
mit eleganten Mustern. Später importierten sie auch Tonwaren
aus Griechenland… dass dieses Volk kosmopolitisch war,
Freude an der Kunst hatte und überdies guten Wein
herstellte…

Was soll an diesem Bild anders sein, als es die Bibel beschreibt?

Diese Stadt war schon 3.500 A.D. ein berühmter Seehafen,

Vielleicht 3500 B.C. - bei 3500 A.D. erinnert die Aussagen zu sehr an Däniken. :wink:)

Na und? Gastarbeiter gab es zu allen Zeiten.
Was sagt das über die kulturelle Lage aus?
Sind etwa die heutigen Gastarbeiter in D dem deutschen Volk
kulturell überlegen?

Kleiner Unterschied: wir hätten das jederzeit selbst machen
können, uns fehlten nur die „Steinklopfer“. Das damalige
Israel stand erst an der untersten Stufe der Kulturvölker. Sie
wollten erst noch ein Kulturvolk werden. Sie hatten damls
weder die geitigen (hat nichts mit Dummheit zu tun, sondern
mit Wissen) noch die künstlerischen Fähigkeiten dazu. Selbst
die Bundeslade soll ja von anderen Völkern geschaffen worden
sein.

Das ist reine Spekulation.

Aber vielleicht kannst Du ja den Konstrukteur der Bundeslade oder den Architekten des Tempels nennen. Bin mal gespannt.

Gruss Harald

hallo, Harald,

Das ist aber interessant *staun*
Welche Bibelübersetzung verwenden diese Leute?
Hast Du Dir schon einmal die Mühe gemacht, die Dinge, die Du
zitierst, nachzuprüfen?

Muss eingestehen, ich habe es zumindest in den letzten 40 Jahren nicht gelesen (nicht, dass ich so lange nicht mehr in meine Bibel reingesehen habe). Doch kann ich mich noch an den Religionsunterricht erinnern, dass die Nachbarn Israels tatsächlich so beurteilt wurden. Vielleicht nimmt mir das jemand ab, das nachlesen.

Du liest offensichtlich in irgendeiner Publikation irgendetwas
über das Volk Israel und schon bist Du von dieser Meinung
überzeugt. Hingegen kann in der Bibel stehen, was immer, Du
hältst es für ein Märchen.

Richtig: der Grund liegt darin, dass diese Puplikation ein Ergebnis der Wissenschaft Archäologie ist. Der Bibelbericht aber jahrtausende lang mündlch überliefert und erst später (wann??)schriftlich aufgezeichnet wurde. Dazu kommt, dass es sich hier um eine Kriegsberichterstattung handelt. Und so etwas wird immer beschönigt und der Gegener möglichst negativ hingestellt. Denke nur an den 2. Weltkrieg: in USA, deren Bildungsstandart teilweise heute noch (im Durchschnitt) recht einfach ist, wurden wir Deutsche als Germanen mit Rauschebart, Germanenhelm mit Stierhörnern, ewig vom Met-Tringen besoffen … dargestellt. Wir dagegen stellten den Franzosen als dekadent hin. Und da für Adolf seelig die Juden das Geschwühr der Menschheit waren, war die Beschreibung so, dass jeder glaubte, dass jeder mit Löckchen rumrennt, nach Knoblauch stinkt, Hackennase (typischer Name: Synagogenschlüssel) und Henkelohren hat, Christenmädchen schächten (Stürmer), und noch mehr von dem Sch…! Ein bekannter von mir, selbst Jude (Halbjude) war vor nicht allzulanger Zeit (ca. 5 jahren) in New York in einem koscherem Lokal und saß in Hörweite von einem anderem Tisch, an dem sich N.Y.-er Juden über Deutschland und Deutsche im allgemeinen unterhielten. Der Blödsinn, den die da verzapften war ihm irgend wann zuviel. Er stand auf und ging zu diesen beiden. Sie sahen ihn nach seiner „Standpauke“ recht ungücklich an. Übrigens: Barbara Steisand hat auch so eine lustige Ansicht von den Deutschen.
Du siehst, zumindest in solchen Teilen ist der Bibel nicht zu trauen.

Entweder willst Du uns hier nur ärgern oder Du belügst Dich
selber.

Siehe oben.

Die Funde aus Askalon zeichnen ein
völlig anders Bild. Wärend die I. noch grobe, unverzierte
Tonwaren herstellten, schmückten die Ph. ihre Keramik bereits
mit eleganten Mustern. Später importierten sie auch Tonwaren
aus Griechenland… dass dieses Volk kosmopolitisch war,
Freude an der Kunst hatte und überdies guten Wein
herstellte…

Was soll an diesem Bild anders sein, als es die Bibel
beschreibt?

siehe oben. Lasse mich aber gerne belehren. Schreibe mir doch bitte mal auf, welche Bibelstellen vomn den Philistern und den anderen Nachbarn berichten. Du kennst sie ja bestimmt auswendig.

Diese Stadt war schon 3.500 A.D. ein berühmter Seehafen,

Vielleicht 3500 B.C. - bei 3500 A.D. erinnert die Aussagen zu
sehr an Däniken. :wink:)

Natürlich! Wow, so weit sind wir noch nicht…falls es uns Menschen bis dahin noch gibt. (erschreckend ist, was ich von Computerfachleuten gelesen habe: am Ende unseres Jahrhunderts wird die Maschine - Computer - uns ablösen und uns vielleicht noch als schützenswertes Leben pflegen)

Na und? Gastarbeiter gab es zu allen Zeiten.
Was sagt das über die kulturelle Lage aus?
Sind etwa die heutigen Gastarbeiter in D dem deutschen Volk
kulturell überlegen?

Kleiner Unterschied: wir hätten das jederzeit selbst machen
können, uns fehlten nur die „Steinklopfer“. Das damalige
Israel stand erst an der untersten Stufe der Kulturvölker. Sie
wollten erst noch ein Kulturvolk werden. Sie hatten damls
weder die geitigen (hat nichts mit Dummheit zu tun, sondern
mit Wissen) noch die künstlerischen Fähigkeiten dazu. Selbst
die Bundeslade soll ja von anderen Völkern geschaffen worden
sein.

Das ist reine Spekulation.

Schade, dass ich mir diesen Bericht nicht notiert habe. Als ich das damals las, gab es noch kei WWW. Eigentlich auch kein Internet.

Aber vielleicht kannst Du ja den Konstrukteur der Bundeslade
oder den Architekten des Tempels nennen. Bin mal gespannt.

Der Bundeslade nicht (s.o.) aber des Tempels: die Phönizier.

Um aber gleich denen, die mir jetzt wieder Antijudaismus (oder gar pauschal Antisemitismus) vorwerfen wollen zu antworten: ich halte das für keine Schande. Jedes Volk fängt nun mal irgend wann an. Und meist geht das nicht mit der Technik los, sondern mit dem Geist. Dass Israel (wie andere auch) kluge Leute hatte, ist nicht zu verleugnen. die Schaffung des jüdischen Glaubens ist eine Meisterleistung.
Ok, Du würdest sagen: das hat Gott gemacht. Ist es aber weniger wert, wenn ich (als teilweiser Atheist)das den damaligen Menchen zuschreibe?
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Hast Du Dir schon einmal die Mühe gemacht, die Dinge, die Du
zitierst, nachzuprüfen?

Muss eingestehen, ich habe es zumindest in den letzten 40
Jahren nicht gelesen (nicht, dass ich so lange nicht mehr in
meine Bibel reingesehen habe).

Man sollte die Dinge schon genauer kennen, die man so vehement kritisiert, finde ich.

dass diese Puplikation ein

Ergebnis der Wissenschaft Archäologie ist. Der Bibelbericht
aber jahrtausende lang mündlch überliefert und erst später
(wann??)schriftlich aufgezeichnet wurde.

Da vergleichst du ja Bananen mit Kirschen. So eine Publikation ist die Interpretation der Geschichte aus heutiger Sicht- in nichtmal hundert Jahren kann das schon wieder ganz anders aussehen.
Als Historikerin ist die Bibel für mich erstmal genauso eine Quelle wie - sagen wir mal- eine ägyptische Inschrift über Tempelabgaben, Reliefe von Herrscherpaaren, Grabbeilagen uswusf. Das alles sind für einen Historiker Quellen. Diese Quellen müssen jetzt ausgewertet werden und da kann man natürlich nicht hingehen und sagen: genauso wars- so steht das in diesem Buch (da hast du erstmal völlig recht).

ABER. Die Bibel ist auch nicht weniger Wert als andere historische Quellen und andere zeitgenössische Geschichtsbücher, die genauso tendenziös sind (von den Geschichtsbüchern hast du es ja glaub ich immer- wie gesagt, in der Bibel stehen noch 'n paar andere Dingen drin, musst nur mal wieder reichschauen:wink:)). Ich empfehle dir, lies mal wissenschaftlich theologische Bücher. Da wirst du feststellen, dass die Texte der Bibel mit verschiedenen textkritischen Methoden sehr gut analysiert werden können. Dabei kann man zB auch ganz gut herausschälen, was ursprünglicher Text ist und was spätere Redaktion/„Dichtung“ ist. ( das auch zu deiner Frage zu Beginn der Diskussion: Was ist echt? Was nicht?)

Alles in allem hast du auf jedenfall auch in der Archäologie nicht viel in der Hand, um herauszufinden, wie es wirklich war: wie gesagt, andere schriftliche Quellen, Gebäude, Müll der Jahrtausende (Scherben uswusf). Wissenschaftliche Ergebnisse sind auch hier nur Hypothesen oder Thesen!

Archäologische Funde sind eine andere Art der historischen Quelle und müssen genauso kritisch beurteilt werden wie schriftliche Quellen- mit anderen Methoden versteht sich.

Du siehst, zumindest in solchen Teilen ist der Bibel nicht zu
trauen.

Würde kein Theologe behaupten. Deshalb ist die Bibel aber keineswegs ein grosses Märchenbuch. Noch nichtmal für einen atheistischen Historiker z.B.

Beste Grüße,

Barbara