Hi Ihr,
normalerweise ist das Internet für mich bestimmt nicht das Forum für Unterwäsche, aber diesmal… Nein im Ernst:
U.a. haben meine Fahrlehrer und Instruktoren vom Sicherheitstraining äußerst plakativ von in die Haut eingebrannten Jeans nach Unfällen und völlig durchnäßter und Hitzestau bildender Baumwoll-Unterwäsche im Sommer berichtet.
Ich trage ja nun immer! - auch für 50 Meter Fahrt - die komplette Schutzkleidung mit Protektoren, Stiefel, Handschuhen, Nierengurt und allem drum und dran - egal wie heiss oder kalt das Wetter ist. Aber: was trage ich denn nun richtigerweise dadrunter? „Sport-Funktions-Unterwäsche?“ Was wäre das? Oder gibt es was spezielles für BikerInnen?
Was sollte man/frau tragen? Und warum?
(Natürlich gönne ich anderen die Fahrt in T-Shirts, Shorts und Badeschlappen. Vielleicht haben sie ggf. ja eine dickere Haut als ich…)
also … Sicherheit in allen Ehren, aber ich sag mal einfach aus dem Bauch heraus … Wenn du dich dermaßen auf die Backen legst, das deine Schutzkleidung inkl. Protektoren und sonstwas durch ist, dann nützt Dir eh nicht mehr viel.
Ich mache mir keine Sorgen um meine Unterwäsche, trage ganz normale und fahre dabei einfach defensiv und schaue und denke für vier. Das hat mir bisher 8 Jahre schrottfreies Fahren eingebracht.
Viel Erfolg mit deinen Recherchen
Ladyh *hebtdielinkehandzumgrusse*
HonHonHondaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhh … und wech
danke für Deine Reaktion. Nur ging es mir nicht um die Situation, in der die Schutzkleidung durchgescheuert ist. Die hält sicherlich doch einiges aus, jedenfalls ist sie dafür da.
Die Frage bezog sich eher darauf, was passiert, wenn ich z.B. über die Straße rutsche, und das Innenfutter klebt, da Sommer, längst an meinen Beinen fest. Dann die Reibung auf dem Asphalt… Brennt sich das Innenfutter dann nicht ein in die Haut? Abgesehen davon, daß das Kleben unangenehm ist …
Früher habe ich aus Faulheit schon einmal die Jeans unter der Motorradhose getragen, die ich auf der Arbeit nur abstreifen mußte. Ja hätte sich die Jeans im tragischen Unfall nicht eingebrannt?
Darum ging es mir einfach nur um (besser) geeignetes „Drunter“.
Vielen Dank jedenfalls!
Defensiv wie Du auch fahre ich sowieso. Als Auch-Autofahrerin weiss ich ja, wie leicht man normalerweise BikerInnen übersehen kann. Als Bikerin denke ich halt möglichst für die anderen in der Trafic-Umgebung mit. 8 Jahre Motorrad fahren kann ich aber noch nicht „bieten“.
Auch Mó *hebtdielinkehandzumgrusse*
(Kawa ER 5, nicht „SIE 1“!, vielleicht später mal die Honda Hornet S? )
Die Frage bezog sich eher darauf, was passiert, wenn ich z.B.
über die Straße rutsche, und das Innenfutter klebt, da Sommer,
längst an meinen Beinen fest. Dann die Reibung auf dem
Asphalt… Brennt sich das Innenfutter dann nicht ein in die
Haut?
Also du hast Angst das sich deine Unterwäsche beim rutschen über die Straße in die Haut einbrennt? Richtig verstanden?
Ich hab noch nie gehört das sowas passieren kann. Du hast deine Lederkombi an und wenn du dich langmachst und du rutscht dann reibt sich die Lederkombi ab und das wars. Große Hitze ensteht meines Wissens an der Haut dabei nicht. Außerdem ist die Rutschzeit nicht sehr lang.
Ich trag im Sommer ganz normale U-Wäsche, wenn es kalt ist Funktionsunterwäsche.
Thomas
PS: Fällt mir noch ein: Die Färbemittel der Ledersachen sollen giftig sein, aus diesem Grund soll man den direkten Hautkontakt damit vermeiden. Stand mal ein Test in der „Motorrad“
Habe auf schmerzliche Art und Weise mein Leder an- und durchgescheuert und habe niemals meine Unterwäsche aus der Haut operieren müssen. Die hitzefeste Spezialunterwäsche wird meiner Kenntniss nach eher im Autorennsport verwendet wo es durchaus passieren kann daß man einige Sekunden im brennenden Fahrzeug ist.
Ich verwende jedoch meist Unterwäsche oder T-Shirts aus Baumwolle.
keep the rubber-side down
Armin
PS: Es gab da mal Handschuhe mit Nieten als Aufprallschutz. Die haben sich wirklich in die Haut gebrannt.
Hitzestau bildender Baumwoll-Unterwäsche im Sommer berichtet.
Nachdem ich den ganzen Thread durchgelesen habe, nehme ich mal an, daß Du die Kleberei nicht magst. Schutz leistet ja die Außenkleidung …
Bei nicht extremen Temperaturen ist Baumwolle schon das Richtige … und wenn es über 30° Eumel geht, läuft die Soße
Ich habe mit meiner Lederkombi mit „Belüftungshutzen“ ganz gute Erfahrungen gemacht; nur muß ich auch unter der Kombi den Kummerbund anbehalten, wegen der Nieren. Die Kühlung durch die Luftschlitze ist voll OK. Für längere Pausen hilft nur Umziehen.
Im Winter (Ganzjahresfahrer) habe ich, wenn es ganz dick kommt, Rukka-Thermounterwäsche an und einen Fleeceoverall drüber. Dann kommt die Kombi und anschließend ein Eisbärenmantel. Sieht absolut putzig aus, hält aber auch noch bei -20° Eumel.
Am wichtigsten ist imho, daß die unterste Schicht, also das, was Du direkt auf dem Körper trägst, den Schweiß gut ableitet. Sonst schmorst Du sommers wie winters im eigenen Saft.
Rukka-Wäsche kaufe ich bei Louis, gibt’s aber garantiert auch anderswo. Nicht ganz billig, aber gut (gilt auch für andere Rukka-Produkte).
normalerweise ist das Internet für mich bestimmt nicht das
Forum für Unterwäsche, aber diesmal…
Klar, sonst wäre Dein Beitrag sicher auch in „Lust und Liebe“ erschienen
U.a. haben meine Fahrlehrer und Instruktoren vom
Sicherheitstraining äußerst plakativ von in die Haut
eingebrannten Jeans nach Unfällen und völlig durchnäßter und
Hitzestau bildender Baumwoll-Unterwäsche im Sommer berichtet.
Da haben sie nicht ganz unrecht.
Aber: was trage ich denn nun richtigerweise dadrunter?
Was sollte man/frau tragen? Und warum?
Ich persönlich trage Baumwolle. Allerdings weniger aus vernünftigen Gründen. Baumwolle nimmt den Schweiß auf, gefordert ist an heißen Tagen aber, ihn abzuführen, von der Haut wegzubringen. Baumwolle kann das nicht leisten. Es gibt glücklicherweise Funktionsunterwäsche, die genau dies kann. Schau dazu am Besten mal in die Usenet-Newsgroup de.rec.motorrad oder durchsuche sie bei Google nach „Funktionsunterwäsche“. Auch im Falle eines Sturzes hat Funktionsunterwäsche klare Vorteile, weil sie sich nicht in die Haut einbrennt. Und glaube mir, Baumwolle tut das. Wenn Du die schmerzhafte Erfahrung einer Operation, bei der Dir eingebrannte Baumwollfasern entfernt wurde, erst hinter Dir hast, wirst Du Baumwolle sicher mit anderen Augen sehen. Wie gesagt, ich fahre unvernünftigerweise auch stets mit Baumwolle drunter, aber sicherer wäre Funktionsunterwäsche.
Durch die Schweiß- und Wärmeabfuhr hast Du zudem den Vorteil, daß Dir nicht so warm ist. Das wiederum ermöglicht länger höhere Konzentration und hilft sicher auch, Unfälle zu vermeiten.
„Funktionsunterwäsche“. Auch im Falle eines Sturzes hat
Funktionsunterwäsche klare Vorteile, weil sie sich nicht in
die Haut einbrennt. Und glaube mir, Baumwolle tut das. Wenn Du
die schmerzhafte Erfahrung einer Operation, bei der Dir
eingebrannte Baumwollfasern entfernt wurde, erst hinter Dir
hast, wirst Du Baumwolle sicher mit anderen Augen sehen. Wie
Sach mol … passiert das dann, wenn die Kombi oder Textilkombi durchgeschraddelt ist, oder auch so?
Sach mol … passiert das dann, wenn die Kombi oder
Textilkombi durchgeschraddelt ist, oder auch so?
Theoretisch kann das auch so passieren, nämlich wenn sich die Kombi beim Rutschen derart stark erhitzt, daß Du innen Brandwunden davonträgst. Praktisch ist mir kein realer Straßenbelag bekannt, bei dem das durch Rutschen möglich wäre. Weiterhin ist es so, daß Du normalerweise keine Brand- sondern Schürfwunden (mitunter bis auf die Knochen) davonträgst. Daher ist „Einbrennen“ auch nicht ganz die richtige Bezeichnung. Vielmehr dringen Fasern und Fetzen in die Wunden ein und lassen sich dort nur schwer entfernen. Gute Funktionsunterwäsche besteht hautseitig aus Kunstfasern, die sich nicht so leicht mit dem Fleisch verbinden. Man kann sich das wie bei einer teflonbeschichteten Pfanne vorstellen. Durch den mehrschichtigen Aufbau entstehen auch keine Fetzen oder Fasern, sondern das Zeug rollt sich zu Würsten auf. Jedenfalls hab’ ich das so mal irgendwo gelesen. Ob’s tatsächlich funktioniert, weiß ich nicht. Der Hauptaspekt der Funktionsunterwäsche ist jedenfalls die Schweißabfuhr. Und da das Zeug hautseitig trocken bleibt, wird es sicher beim Unfall mit der Wunde keine so innige Verbindung eingehen, wie nasse Baumwolle, die auf der Haut klebt.
Regelrechtes Anschmelzen und Einbrennen gibt es bei einigen Synthetikfasern. Ältere Lederkombis sind teilweise mit solchem Zeug („Kunstseide“) gefüttert. Da ist sogar Baumwolle noch besser.
danke für die diversen Infos zum Thema. Ich habe angefangen, zu sondieren, was es auf dem Markt so gibt, welche Materialien (wofür) angeboten werden etc. Wenn ich mir was bestimmtes näher „ausgeguckt“ habe, fangen die konkreten Preisvergleiche an.
Werde mir sicher was kaufen. Heute fuhr ich bei fast 30 Grad in „voller Montur“.
Schön auch, daß sich die Anfrage zu einer kleinen konstruktiven Diskussion (meint hier ein gutes Gespräch) entwickelt hat - selbst wenn das Thema zunächst eher fast überflüssig scheinen konnte.
Danke Euch!Gruß! CU! Mó