Hallo Du,
es stimmt, das die Aktiva einer Bilanz immer gleich Passiva sind. Der Ausgleichsposten ist im Regelfall das „Eigenkapital“, das in Deiner Bilanz auf der Passivseite steht.
Bsp.
Du gründest eine Firma, und kaufst Dir dafür einen PC, Kosten 1.000,00 Euro. Dann sagt Deine Bilanz:
Akiva ( Büro- und Geschäftsausstattung ) 1.000,00 Euro
Passiva ( Eigenkapital ) 1.000,00 Euro.
Solltest Du Dir nun noch ein Auto kaufen ( 50.000,00 ) und finanzierst Dir die Hälfte davon über ein Darlehen, die andere Hälfte über dein Sparbuch, dann sieht Deine Bilanz so aus:
Aktiva:
PKW 50.000,00
Geschäftsausstattung 1.000,00
Passiva:
Eigenkapital 26.000,00 ( Info: 1.000 PC, 25.000,00 eigenes Sparbuch)
Verbindlichkeiten 25.000,00
Macht eine Bilanzsumme von 56.000,00 Euro ( je Seite )
Verständlich?
Was Deinen möglichen Gewinn im Geschäftsjahr angeht:
Dein Gewinn, den Du erziehlst, erhöht dein Eigenkapital, ein Verlust verringert das Eigenkaital.
Noch ne kleine Info drauf:
In einer Bilanz wird auf der Aktivseite die „Mittelverwendung“ gezeigt d.h. worin ist Dein Geld investiert Bsp. PKW, Anlagevermögen, Waren, Kassen- bzw. Bankguthaben.
Auf der Passivseite wird die „Mittelherkunft“ gezeigt d.h. wie (!) sind Deine Güter finanziert. Bsp. Durch Eigenkapital ( privates Geld, was Du in Dein Unternehmen gesteckt hast, erziehlte Gewinne ) Verbindlichkeiten ( Bsp. Darlehen, Verbindlichkeiten ggü. Lieferanten etc. )
Und was Deine finale Frage angeht: Auf der Passiva stehen ja nicht nur „Schulden“…sondern wie oben gesagt, Deine „Mittelherkunft“ und das kann sehr wohl Dein „Eigenkapital“ sein. ( Wenn Du Gewinn machst und Dein Bankkonto steigt ( Aktivseite), so steigt auch Dein „Eigenkapital“(Passivseite)
So, ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.
Viele Grüße
Tina