Bilanzgleicheit

hallo User!

Ich beschäftige mich zur Vorbereitung meines Studiums mit dem Thema Bilanz etc…

Hierbei bin ich auf den mir noch unerklärlichen Punkt der Bilanzgleichheit gestossen, „Die Summe der Aktiven stimmt in jedem Zeitpunkt mit der Summe der Passiven überein“.

Das das anscheinend so ist, habe ich bereits öfters gelesen und gehört. Leider ist mir jedoch relativ unklar wieso…

Wieso ist das so?!?!? Nach meinem (sehr kargem) Grundverständnis müsste ein Unternehmen welches gewinn macht, mehr aktive Mittel zur Verfügung haben als Passive mittel zu Schulden, also auf gut deutsch gesagt mehr „+“ als „-“ haben?!?!

Bitte um Antwort!

Hallo,

recht so und richtig erkannt.

Die Differenz zwischen - im Normalfall - höherer Aktiva und niedrigerer Passiva wird auf der Passivseite als Gewinn bzw. Jahresüberschuss als Unterposition zum EK eingestellt und dann besteht wieder Bilanzgleichheit.

Viele Grüße

Hallo mhhh,
die Differenz zwischen der Summe der Aktiva und der Passiva ist der Gewinn. Und der wird auf der Passivseite ausgewiesen; d.h. Passiva + Gewinn = Aktiva.
Einfaches Beispiel: Du gründest eine Firma mit 10.000 Eigenkapital (Passiva) und kaufst dafür ein Auto (Aktiva). Schon hast Du eine Bilanz (Aktiva = Passiva). Dann fängst Du an zu arbeiten und schreibst eine Rechnung über 1.000€ mit 600€ Kosten, d.h. Gewinn gleich 400€. Die Rechnung ist eine Forderung an Deinen Kunden (Aktiva, 1.000€ solange bis er bezahlt) und die Kosten sind Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (Passiva, solange bis Du bezahlst). Der Rest ist Gewinn (Passiva, 400€). Und schon geht die Bilanz wieder auf (11.000 Aktiva = 10.600€ Passiva + 400€ Gewinn). Du siehst, die Bilanzseiten sind immer gleich.
Gruß

Hallo Du,

es stimmt, das die Aktiva einer Bilanz immer gleich Passiva sind. Der Ausgleichsposten ist im Regelfall das „Eigenkapital“, das in Deiner Bilanz auf der Passivseite steht.
Bsp.
Du gründest eine Firma, und kaufst Dir dafür einen PC, Kosten 1.000,00 Euro. Dann sagt Deine Bilanz:
Akiva ( Büro- und Geschäftsausstattung ) 1.000,00 Euro
Passiva ( Eigenkapital ) 1.000,00 Euro.

Solltest Du Dir nun noch ein Auto kaufen ( 50.000,00 ) und finanzierst Dir die Hälfte davon über ein Darlehen, die andere Hälfte über dein Sparbuch, dann sieht Deine Bilanz so aus:

Aktiva:
PKW 50.000,00
Geschäftsausstattung 1.000,00

Passiva:
Eigenkapital 26.000,00 ( Info: 1.000 PC, 25.000,00 eigenes Sparbuch)
Verbindlichkeiten 25.000,00

Macht eine Bilanzsumme von 56.000,00 Euro ( je Seite )

Verständlich?

Was Deinen möglichen Gewinn im Geschäftsjahr angeht:
Dein Gewinn, den Du erziehlst, erhöht dein Eigenkapital, ein Verlust verringert das Eigenkaital.

Noch ne kleine Info drauf:
In einer Bilanz wird auf der Aktivseite die „Mittelverwendung“ gezeigt d.h. worin ist Dein Geld investiert Bsp. PKW, Anlagevermögen, Waren, Kassen- bzw. Bankguthaben.
Auf der Passivseite wird die „Mittelherkunft“ gezeigt d.h. wie (!) sind Deine Güter finanziert. Bsp. Durch Eigenkapital ( privates Geld, was Du in Dein Unternehmen gesteckt hast, erziehlte Gewinne ) Verbindlichkeiten ( Bsp. Darlehen, Verbindlichkeiten ggü. Lieferanten etc. )

Und was Deine finale Frage angeht: Auf der Passiva stehen ja nicht nur „Schulden“…sondern wie oben gesagt, Deine „Mittelherkunft“ und das kann sehr wohl Dein „Eigenkapital“ sein. ( Wenn Du Gewinn machst und Dein Bankkonto steigt ( Aktivseite), so steigt auch Dein „Eigenkapital“(Passivseite)

So, ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.

Viele Grüße

Tina

Hallo unbedarfter Mhhh-User,

Bilanz ist eine Vermögensaufstellung zu einem bestimmten Stichtag. Die linke Seite zeigt die Mittelverwendung auf und die rechte Seite die Mittelherkunft. Ein Unternehmen, das Gewinn macht hat entweder Geld am Konto oder in Sachvermögen investiert. Das ist die Mittelverwendung. Der Gewinn gibt an, wo diese Mittel herkommen.

Ganz einfach, oder? :wink:

Herzliche Grüße

Peter Pölzgutter