Bilanzierung von Stock Options nach IAS

HAllo !
Wer kann mir bei o.g. Frage weiterhelfen?
Sei es mit Literaturtipps, oder anderen Hilfestellungen?
Liebe Grüße, und Danke
Ben

Hallo,

Wer kann mir bei o.g. Frage weiterhelfen?

da sehe ich aber keine Frage, sondern ein Thema, das man problemlos über 50 Seiten behandeln kann. Was willst Du denn genau wissen? Buchung, Voraussetzungen für den Bilanzansatz, Bewertung…?

Gruß,
Christian

Klar, Sorry hast Recht!
Die Bewertung und der grundsätzliche Ansatz wäre klasse.GErade auch im Vergleich zum HGB!

Hallo,

Die Bewertung und der grundsätzliche Ansatz wäre klasse.GErade
auch im Vergleich zum HGB!

grundsätzlich wäre mal die Frage, was eigentlich bei Aktienoptionen passiert. Es werden entweder Aktien
a) aus dem genehmigten Kapital,
b) aus dem Bestand der Altgesellschafter oder
c) aus dem Eigenbestand an den Optionshalter abgegeben.
d) Barbeträge vergütet, die sich in irgendeiner Form nach der Aktienkursentwicklung richten.

Nach dem gesunden Menschenvestand passiert eigentlich folgendes:
a) Buchung Kasse an Kapitalrücklage und gez. Kapital.
b) keine Veränderung bei der Gesellschaft, weil Abwicklung nur auf Gesellschafterebene stattfindet
c) Kasse an eigene Anteile ggfs. mit Wertberichtigung bei Abgabe unter Einkaufspreis
d) Barauszahlung gem. Aktienkurs abzgl. Ausübungspreis.

Für c) und d) wären Rückstellungen zu bilden, wobei Fall d) m.E. ohnehin Wahnsinn ist und zumindest in Deutschland kaum (noch) praktiziert wird.

Ansonsten wären Aktienoptionen nach dem Gebot der Logik vor der Abwicklung gar nicht zu bilanzieren. Im HGB ist es genauso geregelt, nämlich gar nicht, wobei man allerdings über eine Regelung nachdenkt. Davor graust es mir schon.

Für IAS/IFRS galt bis vor einem Monat das gleiche. Für HGB liegt inzwischen ein Entwurf vor und zwar der DRS 11 bzw. E-DRS 11. Für IFRS wurde vor einem Monat neue Standard IFRS 2 veröffentlicht, den ich allerdings noch nicht gelesen habe.
http://www.standardsetter.de/drsc/docs/press_release…
bzw. http://www.iasb.org

Der HGB Entwurf bzw. der neue IFRS 2 richten sich wohl im Prinzip (mein Stand der Dinge Mitte 2003) nach den Regelungen gem. US-GAAP und zwar dem SFAS 123 sowie dem APB 25 und dann wird es m.E. langsam kriminell. Ich bin eh kein Fan von IFRS und US-GAAP, weil ich von Marktwertmethode und direkten Eigenkapitalbuchungen nicht viel halte. Was aber nach US-GAAP abgeht, geht über mein Verständnis von korrekter Buchführung weit hinaus. So kommt es dabei regelmäßig zu Buchungen wie Personalaufwand an Kapitalrücklage, also per Aufwandskonto an Eigenkapital. Der nackte Wahnsinn.

Nach der ganzen Prosa und meiner persönlichen Meinung, hier nun ein Link zum HGB-Entwurf inkl. Schlenker zu den Regelungen nach IAS und US-GAAP:
http://www.standardsetter.de/drsc/docs/drafts/11.pdf

Mit den Informationen solltest Du auch bei der Recherche im Netz weiterkommen. Wenn am Schluß noch Informationen fehlen: Ich habe ganz gute Seminarunterlagen zur US-Regelung, die ich aber in der Form nicht weitergeben kann, sondern erst redaktionell bearbeiten müßte.

Gruß,
Christian

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