Bild für Kinderzimmer

Hallo,

ich bin auf der Suche nach einer guten Idee für ein Bild fürs Kinderzimmer…
Ich möchte meiner kleinen Kusine (4 Monate) und ihrer Mutti eine Freude machen und was hübsches malen.
Malen kann ich sehr gut und könnte alles mögliche umsetzen, nur mir fehlt leider die Idee für ein Motiv… Farbenfroh und nicht zu kompliziert sollte es sein, aber auch viel zu entdecken auf dem Bild - eben was, woran sie länger Freude haben kann.
Kann mir jemand einen Tipp geben? Was für Bilder (außer den selbstgemalten eurer Kinder - aber die gibt es bei der Kleinen ja noch nicht :wink: ) zieren denn bei euch die Kinderzimmer-Wände?

Würde mich darüber sehr freuen!

Nina

Hi Nina,

bei uns hängen Bilder von der Maus und ihren Freunden, weil beide erklärte Mausfans sind, dann noch einige Fotos von Tieren, die sie sich ausgesucht haben und eigene Meisterwerke.

Wenn Du Anregung für eigene Bilder ‚mit viel drauf los‘ suchst, schau Dir mal Bilder von Ali Mitgutsch an, der hat ettliche Bücher mit Wimmelbildern gemacht, aus denen man auch nach den zigsten anschauen noch was neues entdeckt.

Gandalf

Das Problem ist, ich weiß eben noch nicht genau, was für einen Geschmack hinsichtlich solcher Sachen die Mutti hat… sie ist jedenfalls eine von der Art „Kind stillen (Kind trinkt GAR NICHT aus der Flasche!), Kind keine Minute aus den Augen lassen, Kind überall hin mitnehmen, Holzspielzeug“ etc.
Ich will eben jetzt am Anfang noch nicht spezielle Figuren wie die Maus, Benjamin Blümchen o. ä. malen.
Was sind übrigens „Wimmelbilder“? (ich schau da mal im Internet nach) ach, ich glaube ich kann mir schon vorstellen, was das ist: wo meistens Landschaften mit Bäumen, ganz vielen Tieren, Häusern, Menschen und Blumen drauf sind? Diese großformatigen Bilder, die oft in Arztpraxen hängen?

An so etwas hatte ich eher nicht gedacht - besser, irgendwas mit klaren Strukturen und Farben.

Gruß,
Nina

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Hai, Nina,

ein geniales Bild, daß ich mal in’nem Kinderzimmer gesehen habe, war von einer Kleinstadt-Häuserfront. Also zwei Häuser nebeneinander, zwei Bäume, ein Auto, ein paar Kinder - sah auf den ersten Blick ganz unspektakulär aus - genaueres Hinsehen brachte aber lauter Überraschungen: in einem Baum saßen drei Tauben, Karten-spielend, von der Dachrinne seilte eine Katze gerade eine andere in Richtung einer Milchflasche ab, neben der einen Haustür war eine zweite, winzige, vor der eine Maus fegte, usw
Also je besser das Kind sehen konnte, desto mehr hat es auf dem Bild entdecken können.
Ich (und auch der kleine Besitzer des Bildes) fand’s genial…

Gruß
Sibylle

Hallo Nina,

Das Problem ist, ich weiß eben noch nicht genau, was für einen
Geschmack hinsichtlich solcher Sachen die Mutti hat…

schau mal, wie das Kinderzimmer eingerichtet ist und orientiere Dich vielleicht an den dominierenden Farben.

sie ist
jedenfalls eine von der Art „Kind stillen (Kind trinkt GAR
NICHT aus der Flasche!), Kind keine Minute aus den Augen
lassen, Kind überall hin mitnehmen, Holzspielzeug“ etc.
Ich will eben jetzt am Anfang noch nicht spezielle Figuren wie
die Maus, Benjamin Blümchen o. ä. malen.

Dann würde ich auf jeden Fall darauf achten, dass das Bild eine starke ruhige Ausstrahlung bekommt. Der Betrachter (ob groß oder klein) soll in dem Bild „versinken“ können.

Was sind übrigens „Wimmelbilder“? (ich schau da mal im
Internet nach)

Wenn Du jemals ein Bilderbuch von Ali Mitgutsch gesehen hast, weißt Du, was damit gemeint ist:
Da wimmelt das ganze Bild von Details! Es gibt nicht nur ein Motiv, es gibt hunderte. So ein „Entdeckungsbild“ ist natürlich auch nicht übel - daran wird ein Kind sicher lange Freude haben.

Was liegt Dir persönlich mehr? Stimmungen mit Farben wiederzugeben oder detailgetreue Darstellungen von Spielplatz / Garten / Kinderzimmer …?

Hanna

Hallo Nina,

ein unerschöpfliches Thema sind Grimms Märchen. Wenn Du gerne malst oder gut zeichnen kannst, vielleicht hast Du Lust Rotkäppchen auf dem Fahrrad durch den Wald zu schicken, mit dem Wolf an der Leine, oder Dornröschen liegt im Liegstuhl im Park, während die sieben Geislein die Rosenhecke anfressen…
Dir fällt bestimmt noch mehr ein.

viele Grüße
Claudia

Das Problem ist, ich weiß eben noch nicht genau, was für einen
Geschmack hinsichtlich solcher Sachen die Mutti hat… sie ist
jedenfalls eine von der Art „Kind stillen (Kind trinkt GAR
NICHT aus der Flasche!), Kind keine Minute aus den Augen
lassen, Kind überall hin mitnehmen, Holzspielzeug“ etc.
Ich will eben jetzt am Anfang noch nicht spezielle Figuren wie
die Maus, Benjamin Blümchen o. ä. malen.
Was sind übrigens „Wimmelbilder“? (ich schau da mal im
Internet nach) ach, ich glaube ich kann mir schon vorstellen,
was das ist: wo meistens Landschaften mit Bäumen, ganz vielen
Tieren, Häusern, Menschen und Blumen drauf sind? Diese
großformatigen Bilder, die oft in Arztpraxen hängen?

An so etwas hatte ich eher nicht gedacht - besser, irgendwas
mit klaren Strukturen und Farben.

Gruß,
Nina

Liebe Nina,

ich kann dich nur ermutigen, nichts „Übliches“ - also die bekannten, mehr oder weniger kommerziellen Bilder von Bemjamin Blümchen etc zu malen.

Es kommt darauf an, wann das Kind Freude an dem Bild haben soll. Wenn es im ersten „Anguckalter“ das Bild besonders schön finden soll (Problem: dann muss die Mutter es davor halten, und das ist ganz schön unbequem), male ein Gesicht mit zwei dunklen, ausdrucksvollen Augen.

Im zweiten Anguckalter (ab ca. 7 Monate) mögen Kinder sehr gern ihre eigenen Lieblingssachen aus dem Nahbereich ansehen: ein Schnuller, ein Trinkfläschchen, ihr lieber Schlafanzug, das Kuscheltier, der schöne Löffel etc.

Im dritten Anguckalter ( ab ca. 12 Monate) lieben Kinder vertraute, aber interessante Sachen (das sind vor allem Sachen, die sich im „richtigen Leben“ bewegen): Nachbars Wauwau oder Mieze, Esssachen, Seifenblasen und Luftballons, Kinder mit Spielzeug oder Anziehsachen, Autos, Einkaufswagen etc.

Erst im vierten Anguckalter (ab ca. 18 Monate) werden die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Gegenständen interessant:
Autos fahren auf einer Straße, Eier werden zu Teig verrührt, Rotkäppchen geht mit einem Korb zur Großmutter. (Meine Tochter hat die Geschichte in ihrem zweiten Lebensjahr ungeheuer geliebt. Sie drückt stark das „Laufenlernen“ aus.) Immer noch sollten die Bilder relativ einfach aufgebaut sein. Wimmelbilder sind toll, wenn sie gemütlich im Sitzen angeguckt und besprochen werden, als Wandbild sind sie aber meiner Meinung nach ungeeignet.

Erst viel, viel später verstehen Kinder bildliche Witze, z. B. kartenspielende Tauben. Kleinkinder, selbst wenn sie Kartenspiele kennen, wissen noch nicht, dass Tauben das nicht tun. Sie wundern sich nicht, sondern nehmen es ernst. Wenn schon Phantasie, sollte sie poetisch sein, d. h. sie sollte nicht einfach einen Elefanten in Menschenklamotten stecken, sondern ein für Kinder aktuelles Grundthema symbolisieren. (Klingt jetzt apodiktisch. Doch, mein Kind schaut auch Benjamin Blümchen an. ABer wenn mir jemand anböte, ein Bild extra für mein Kind zu malen, ich würde mir etwas anderes wünschen.)

Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind sehr lange Zeit folgendes Bild liebte: Aus dem Bilderbuch „Oberpotz und Hoppelhans“; ein (sehr großer) Riese sprach mit einem kleinen, aber äußerst selbstbewußt aufgerichtetem Hasen. Die Farben leuchteten auf einem tiefblauem Hintergrund und ich liebte das Bild auch, weil es sich wohltuend von der platten Farbgebung und auch Albernheit der Comics abhob. Der Riese und der Hase waren so eindrücklich - da brauchte es nicht mehr viel „Drumherum“. Jetzt weiss ich, dass mich natürlich auch das Thema gross - klein interessierte und dass ich mich mit dem Häschen identifizierte.

War schön, von einem Kinderbild zu träumen,
viele Grüße,
Juliane

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Ein SChutzengel
…in zarten Farben.
Das wäre meine Idee.
Meine Tochter hatte eines von Anfang an und genau dieser Schutzengel hat in Angstphasen durch seine Anwesenheit mein Kind beruhigt.
Kinder sind meiner Erfahrung nach sehr ansprechend auf solcherlei „Dinge“.

Wenn Du Dein Herz dabei hast beim Malen kann es doch nur ein Erfolg werden, was auch immer Du malst.
VIel Freude dabei wünscht Semele

…in zarten Farben.
Das wäre meine Idee.

eigentlich eine sehr gute Idee - nur, die Familie ist nicht christlich…
Vater Atheist und Mutti Moslem…

hallo nina - also ich hab auch 3 kinder - ein mädchen, zwei jungs, und was sich bewährt und jahre über ankommt ist immer „etwas zartes“, das man brauchen kann, wenn’s mal nicht so gut geht - abgesehen davon, die kinder sind ja genug reizüberflutung ausgesetzt und wenn’s im zimmer dann auch noch allzu bunt wird … spontan fiel mir ein „Schutzengel“, hab aber dann gelesen, dass die idee nicht so gut ankommt, der nächste gedanke war dann „Elfe“ … evt. gut inspirieren lassen kann man sich auch von anthroposophischen kinderbüchern (waldorfpädagogik), die haben da so schöne zarte aquarellbilder in ihren bilderbüchern - lb. gruss, daniela

Hallo Nina,
ich hoffe, dass es in jeder Religion Schutzengel gibt, wie auch immer man sie „dort“ nennt (es gibt nur einen Gott).
Male einen"Engel" ohne Flügel, ein schönes Wesen eben, dass sich veilleicht zwischen hell und Dunkel bewegt, oder das im Dunkeln steht und etwas Leuchtendes in den Händen hält , oder nur heller ist als der Hintergrund, oder…

Ich kann mich erinnern, dass wir früher Figuren im Zimmer hängen hatten, aus starker Pappe: Schneemann, Pinguin, Sonne, Schwein?, Zwerg… Schwarze Konturen, leuchtende Farben flächig verteilt; etwa einen halben Meter hoch.

Ich würde auch abraten von diesen ganzen Commercial-Figuren, das kommt noch früh genug.

Viele Grüsse,
Deborah

schau mal, wie das Kinderzimmer eingerichtet ist und
orientiere Dich vielleicht an den dominierenden Farben.

schwer - ich bin da im August zum ersten mal zu Besuch :wink:
(aber, konntest du natürlich nicht wissen…)

Was liegt Dir persönlich mehr? Stimmungen mit Farben
wiederzugeben oder detailgetreue Darstellungen von Spielplatz
/ Garten / Kinderzimmer …?

… eigentlich beides… so ganz spontan hätte ich es auf was mit eher flächigen Farben abgesehen (ein kleines Kind kann mit Details noch nicht so gut umgehen).

Was mir eingefallen ist:
Abstrakt gemalte Bäume, die das Kind gut als Bäume erkennen kann, die aber noch viel Raum für Phantasie lassen. Vielleicht im Hintergrund einen Regenbogen. Also eine Landschaftsszene, sicherlich etwas schönes für ein Großstadtkind (die Kleine ist ein Großstadtkind).

Grüße,
Nina

Hi Nina,

Vater Atheist

nun ja, wenn er ein toleranter ist

und Mutti Moslem…

die Muslime kenen auch Engel, ob sie Schutzengel in christlicher Manier kennen, weiß ich allerdings nicht.

Gandalf

eigentlich eine sehr gute Idee - nur, die Familie ist nicht
christlich…
Vater Atheist und Mutti Moslem…

Hallo Nina, ich glaube, das ist den Engeln egal, welcher Konfession die Menschen sind, da dürften sie drüber stehen oder schweben.
Und den Eltern könntest Du es mit dem psychologischen Faktor des sich beschützt fühlen schmackhaft machen.Kinder brauchen ja Bilder , weil sie mit abstrakten Begriffen zunächst weniger anfangen können.
Frag Dein Herz, sagt es ja ,male es, dann wird es toll.Und genau das wird beim Kind und seinen Eltern ankommen, weil es von Deinem Herzen kommt.
Kriege richtig Lust, selber zu malen…

Gruß von Semele

Hi Nina,

wieviel darfst Du im Zimmer anmalen? Wie sieht die Einrichtung aus?

Schön fände ich „Natur“. Das heißt, wenn das Baby im Bett liegt, sieht es an der Decke mehr oder weniger große Schäfchenwolken, eine strahlende Sonne, weit oben Vögel fliegen.

An den Wänden könnten auf einer Seite eine Wiese mit z.B. Hasen, Schmetterlingen… sein. Dann geht die Wiese allmählich auf der nächsten Wand in einen Wald mit unterschiedlichen Baumsorten über (Laubbäume, Nadelbäume, z.B. Blautanne). Der Wald geht in einen See über. Am See spielen ein paar Kinder fangen, einer hat einen Luftballon, ißt ein Eis, andere sind im Wasser, ein paar Leute sonnen sich. Auch könnten dort ein paar Tiere wie Elefanten, Löwen, Nilpferde usw. trinken. Auf einer Wand könnte ein Meer sein, in dem Wale, Delphine, Fische, Korallen usw. sind.

Die Frage ist, ob so ein Naturbild wie ich es mir am liebsten für mich wünschen würde, für so ein kleines Kind einerseits nicht umsonst ist, weil es noch nicht soviel wahrnehmen kann bzw. könnte es nicht überfordernd sein (Reizüberflutung)? Grundsätzlich finde ich Motive aus der Natur für alle Menschen, ob alt oder jung, immer interessant und es macht auch Spaß sich in der Natur, soweit noch vorhanden, aufzuhalten.

Wie wäre es mit einer Deckenbemalung und eventuell einer Figur in Nähe des Bettes, das dem Kind das Gefühl gibt, es ist wer da, der es beschützt? Ein gemalter Freund. :smile:

Ciao,
Romana

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Hi Nina,

wieviel darfst Du im Zimmer anmalen? Wie sieht die Einrichtung
aus?

Da denkst du wohl eher an eine andere Richtung - ich meinte „Bild auf Papier zum Einrahmen“. So Größe DinA3.
Ich hatte vor, der Kleinen und ihren Eltern, die wir im Sommer besuchen, was Hübsches mitzubringen (und, an Spielzeug haben wir schon gedacht!)

Aber trotzdem, deine Ideen für die Motive sind nicht schlecht!
Tiere kann ich sehr gut malen - vielleicht mach ich ja das!

Grüße,
Nina

Hi Nina,

ups, ich war von der Idee daß etwas gemalt wird so begeistert, daß ich aus einem Bilderrahmen ausgestiegen bin. :smile:

Momentan habe ich ein knallrotes Bad, sowie jeder Raum in einer anderen Naturfarbe gestrichen ist. Was ich mir wünsche wäre ein blaues Bad inklusive Accessoires. An den Wänden und an der Decke wollte ich dann die Unterwasserwelt genießen, sprich Delphine, Korallen, Wale, Fische…

Naja, und da ist mit mir die Phantasie durchgegangen und habe das gleich auf das Kinderzimmer übertragen. :smile:

Obwohl meine Wände nur einfarbig bunt sind, bekomme ich für „Gemütlichkeit“ doch die eine oder andere positive Bemerkung.

Laufe ich bei uns durch die Einkaufsstraßen schauen die meisten nach Dreckfarben aus, sorry Erdfarben: möglichst unauffällig. Ganz selten hat mal jemand hier Mut zur Farbe.

Farben wirken für mich auch auf die Psyche. In Ländern in denen mehr Farbe angesagt ist, habe ich den Eindruck, ist dort auch mehr nach außen gezeigte Fröhlichkeit und Freude.

Das ist sicherlich auch eine Mentalitätsfrage, doch Farben tragen für mich auch zur Lebensfreude bei.

Ciao,
Romana

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