Hallo!
Am Wochenende habe ich wieder mal im Radio Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ gehört. Dazu hat Mussorgski meines Wissens ja real existierende Bilder einer damals aktuellen Ausstellung gesehen und vertont. Ich habe mich jetzt gefragt, ob die Bilder, die er als Anregung genommen hat, noch irgendwo existieren und ob man sie in irgendeinem Museum anschauen kann.
Zur Entstehung habe ich im Internet folgendes gefunden: „„Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski entstand im Jahre 1874, ein Jahr nach dem Tod eines seiner engsten Freunde, des Malers und Architekten Viktor Hartmann. Hartmann gehörte einem Kreise von Künstlern an, die versuchten, in der Architektur altrussische Elemente mit modernen Bestrebungen zu verbinden - also eine nationale Architektur zu finden. Dieses Ziel hatte sich auf dem Gebiet der Musik auch das „Mächtige Häuflein“ gesteckt, ein Freundeskreis von Komponisten ,dem auch Mussorgksi angehörte.
Als Hartmann 1873 erst 39-jährig verstarb, organisierte man zu seinen Ehren eine Ausstellung mit Aquarellen, die Hartmann in Rußland und auf seinen Reisen geschaffen hatte.
Die „Bilder einer Ausstellung“ beschreiben 10 Aquarelle: Die Promenade als Einleitung, Der Gnomus (auf dem entsprechenden Bild eigentlich ein Nußknacker), Die Promenade als Weg durch die Ausstellung, Das alte Schloß, Die Tuileries (nach dem Tuileriengarten in Paris), Der Bydlo ( ein großer polnischer Leiterwagen), Die Promenade, Das Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen (als Vorlage diente hier eine Kostumzeichnung Hartmanns), Samuel Goldberg und Schmyle, Der Marktplatz von Limoges, Die Katakomben (die Bildvorlage zeigt ein Selbstporträt Hartmanns beim Besichtigen der Katakomben von Paris), Die Hütte der Baba Jaga, Das große Tor von Kiew (zugrunde liegt ein Entwurf Hartmanns für ein „Heldentor“, das in Kiew errichtet werden sollte).“
Ich freue mich auf eure Antworten.
Gruß, Annegret