Bilder vergrößern ohne Qualiverlust

Hi! Also ich suche ein Programm, mit dem man Bilder vergrößern kann, ohne das dabei die Quali arg leidet. Ich denke mal, solche Programme werden Pixel mit bestimmten Algorithmen ergänzen? Sodass man eben ein Bild vergrößert, was dann hinterher nicht so super verpixelt ist. Kennt einer da ein Programm?
Gruß, Lars
PS: Kann es leider nicht genauer beschreiben, kenne mich da nicht so aus.

Hi

Schon das offensichtlichste Programm, IrfanView, probiert? :wink:
Bei Methode: Lanczos

MfG
Lilly

P.S.: Wenn de unbedingt auf Shareware bestehst die zu diesem Zweck programmiert wurde, dann S-Spline: http://www.version-x.at/brandaktuelles/sspline.html
Kann sein das es in PhotosZoom umbenannt wurde: http://www.benvista.com/main/content/content.php?pag…

Wenn Du ein Programm gefunden hast, dann sag mir Bescheid.
Wir werden es dann vermarkten und Milionen verdienen!

Um es banal auszudrücken, es funktioniert nicht.
Für eine Software gibt es kein Bild als solches.
Es ist nur eine Ansammlung von farbigen Pixeln.
Was macht die Software, sie findet z.B. ein rotes Pixel.
Die Software kann nichts anderes tun als neben das Pixel
weitere rote zu setzen.
Ob sie jetzt dazupassen, das kann nur das Auge entscheiden
und keine Rechenoperation.

mit jedem Bildbearbeitungsprogramm
Hallo,

Also ich suche ein Programm, mit dem man Bilder vergrößern
kann, ohne das dabei die Quali arg leidet.

Den Prozess nennt man üblicherweise „Interpolieren“.
Da werden die Pixel tatsächlich so generiert, daß weichere
Übergänge entstehen.

Nicht vorhandene Informationen kann man so aber natürlich nicht
herbeizaubern, so wie das öfters in diversen Filmen gezeigt wird,
wenn aus einem pixeligen WebCam-Photo plötzlich ein gestochen
scharfer Bildausschnitt mit 50-facher Vergößerung entsteht.

Ich denke mal,
solche Programme werden Pixel mit bestimmten Algorithmen
ergänzen? Sodass man eben ein Bild vergrößert, was dann
hinterher nicht so super verpixelt ist. Kennt einer da ein
Programm?

Jedes beliebige Bildbearbeitungsprogramm kann das.
Z.B. Photshop, Photopaint aver auch die schon genannten
Freeware- und Sharewareprogramme.

Gruß Uwi

Ok danke!

Vergrößern ist in der Tat sehr einfach. Jedes Bildbearbeitungsprogramm kann es, in der bereits beschriebenen Art und Weise.

Die Qualität ist allerdings eine andere Frage. Je größer der Größenunterschied sein soll, desto mehr leidet die Qualität. Mag sein, dass besonders gute Programme (Photoshop?) auch bessere Algorithmen haben. Irgendwann ist aber immer Schluss. Ohne Qualitätsverlust (insbesondere wenn das Bild hinterher gedruckt werden soll) kann man mit z.B. Photoimpact ca. 15% vergößern. Da sind die Verluste noch kaum wahrnehmbar. Drüber wirds problematisch, Verdopplungen sind sinnlos.

Hallo,

Die Qualität ist allerdings eine andere Frage. Je größer der
Größenunterschied sein soll, desto mehr leidet die Qualität.

Das ist so allgemein behauptet eher falsch.
Mit einer Interpolation leidet die Qualität prinzipiell nicht,
wenn die Interpolation korrekt ausgeführt wird.
Im gegeteil, die Qualität wird subjektiv besser.

Mag sein, dass besonders gute Programme (Photoshop?) auch
bessere Algorithmen haben. Irgendwann ist aber immer Schluss.

Welche Qualitätsveränderungen durch Interpolation entstehen,
ist schon vom Vergrößerungsfaktor abhängig, allerdings nicht so
wie du denkst.

Ohne Qualitätsverlust (insbesondere wenn das Bild hinterher
gedruckt werden soll) kann man mit z.B. Photoimpact ca. 15%
vergößern. Da sind die Verluste noch kaum wahrnehmbar. Drüber
wirds problematisch, Verdopplungen sind sinnlos.

Diese Aussage halte für falsch.

Wenn schon interpoliert werden soll, dann möglichst mit ganzen
Zahlen als Vergrößerungsfaktor (also z.B. 2, 3, 4 ).
Bei Vergrößerung mit „krummen Zahlen“ (also z.B. 1,2 ),
gibt es das Problem, daß nur jedes fünfte Pixel geteilt werden
muß. Infolge dessen werden vor allem dünne Linien und Kanten
unregelmäßig dicker oder bleiben eben wie sie sind.

Bei Interpoaltion mit ganzen Zahlen werden aber alle Pixel
gleichmäßig geteilt, was keine zusätzlichen Interpolationsartefakte,
wie oben beschrieben, verursacht.
Gruß Uwi

Der Problematik mit den geraden bzw. krummen Vergrößerungsfaktoren stimme ich nach einigem Überlegen zu.

In meinen übrigen Ausführungen bin ich jedoch als Fotograf davon ausgegangen, dass aus den Vergrößerungen letztlich auch größere Bilder als Print entstehen sollen. In solchen Fällen bringt ein „raufrechnen“ der Bilder, also eine Interpolation, eben keinerlei Qualitätsgewinn.

Sofern es nur um die Betrachtung am Bildschirm geht, mag Interpolation eine Lösung für einige Aufgaben sein. Trotz allem mag ich subjektiv bei einem interpolierten Bild keinerlei Qualitätssteigerung erkennen.

Hallo,

größere Bilder als Print entstehen sollen. In solchen Fällen
bringt ein „raufrechnen“ der Bilder, also eine Interpolation,
eben keinerlei Qualitätsgewinn.

Sofern es nur um die Betrachtung am Bildschirm geht, mag
Interpolation eine Lösung für einige Aufgaben sein. Trotz
allem mag ich subjektiv bei einem interpolierten Bild
keinerlei Qualitätssteigerung erkennen.

Ich denke, man kann schon einen Qualitätsgewinn sehen,
kommt natürlich schon bischen auf die Randbedingungen an.
Außerden, wenn es am Bildschirm besser aussieht, warum soll
es dann auf Papier keinen Effekt haben??? Das widerspricht sich.

Wenn die Pixel im Bild mit bloßem Auge erkennbar sind, macht eine
Interpolation eine subjektive Verbesserung. Die Kanten und
Strukturen werden geglättet. Die einzelnen Pixel sind nicht mehr
zu sehen. Das Bild sieht aus, wie „weichgezeichnet“
Das würde ich schon als deutlich (subjektive) Verbesserung ansehen.

Bei Schriften kann es auch Sinn machen.
Eine Interpolation mit Anti-Alias-Filter erzeugt aus einem
Schriftzug mit deutlich erkennbaren Pixeln einen
geglätteten Schriftzug, was durchaus deutlich angenehmer
aussehen kann, als das pixelige Original.
Gruß Uwi

Außerden, wenn es am Bildschirm besser aussieht, warum soll
es dann auf Papier keinen Effekt haben??? Das widerspricht
sich.

Nein, es widerspricht sich nicht. Die Auflösung am Bildschirm entspricht ca. 72 dpi. Eine erste annehmbare Printauflösung liegt bei 300 dpi. Da unterscheiden sich die Rahmenbedingungen schon ganz gewaltig.

Wenn die Pixel im Bild mit bloßem Auge erkennbar sind, macht
eine
Interpolation eine subjektive Verbesserung. Die Kanten und
Strukturen werden geglättet. Die einzelnen Pixel sind nicht
mehr
zu sehen. Das Bild sieht aus, wie „weichgezeichnet“
Das würde ich schon als deutlich (subjektive) Verbesserung
ansehen.

Eine Weichzeichnung kann bei einem detailreichen Motiv nie eine Verbesserung sein. Insbesondere im Print kommt es auf Schärfe an, nicht auf Weichzeichnung. Die Weichzeichnung wird bei der Vergrößerung schnell zur Unschärfe. Unschärfe läßt Details verschwinden. Z.B.: Feine Details wie Haare bei einem Portraitfoto etc. verschwimmen bei einer Weichzeichnung.

Bei Schriften kann es auch Sinn machen.
Eine Interpolation mit Anti-Alias-Filter erzeugt aus einem
Schriftzug mit deutlich erkennbaren Pixeln einen
geglätteten Schriftzug, was durchaus deutlich angenehmer
aussehen kann, als das pixelige Original.

Stimmt in diesem Fall, gilt aber größtenteils nur für Schriften. Das liegt daran, dass Schriften im Regelfall auf kleinen Größen basieren, eine Vergrößerung daher in der Tat sehr pixelig werden würde. Derart kleine Datenmengen fallen bei Fotos selten an. Im übrigen ist auch bei Schriften ab einer gewissen Größe eine Vektorisierung besser als Anti-Alias-Filter.

In diesem Fall ein kleiner Versuch: Erstelle in einer normalen Pixel-basierenden Bildbearbeitung (Photoshop, Photoimpact etc.) eine Schriftzug in Größe 12 und speichere das Bild dann als JPG File. Schließe die Datei, öffne sie wieder und vergrößere sie auf das zehnfache. Das Ergebnis ist eine reguläre Vergrößerung durch Interpolation.
Nimm dann eine neue Datei in der Bildbearbeitung und erstelle den Schriftzug in Schriftgröße 60. Wieder speichern, schließen, neu öffnen und auf das Doppelte vergrößern.
Vergleiche nun beide Schriften und Du wirst die Grenzen und die Probleme der Interpolation erkennen. Wenn Du dann dagegen eine Datei betrachtest, die die Schrift gleich in Größe 120 aufgenommen hat, dann siehst Du, dass das Ausgangsmaterial immens wichtig für die spätere Größe der Darstellen, sei es per Monitor oder als Print, ist. Vergrößern per Software bringt daher grundsätzlich immer Qualitätsverluste.

Hallo noch mal,

Außerden, wenn es am Bildschirm besser aussieht, warum soll
es dann auf Papier keinen Effekt haben??? Das widerspricht
sich.

Nein, es widerspricht sich nicht. Die Auflösung am Bildschirm
entspricht ca. 72 dpi. Eine erste annehmbare Printauflösung
liegt bei 300 dpi. Da unterscheiden sich die Rahmenbedingungen
schon ganz gewaltig.

Unter dieser Annahme mach eine Interpolation für den Bildschirm
gar keinen Sinn. Das ist aber eine Diskussion um Kaisers Bart :wink:

Nu laß mal die DPI weg, weil sich wohl kaum jemand das Foto auf’m Bildschirm mit der Größe 9x13 anschaut, so wie’s auf Papier
gedruckt wird. Ich jedenfall leiste mit den Luxus, Fotos
Bildschirmfüllend zu betrachten.

Wenn die Pixel im Bild mit bloßem Auge erkennbar sind, macht
eine
Interpolation eine subjektive Verbesserung. Die Kanten und
Strukturen werden geglättet. Die einzelnen Pixel sind nicht
mehr
zu sehen. Das Bild sieht aus, wie „weichgezeichnet“
Das würde ich schon als deutlich (subjektive) Verbesserung
ansehen.

Eine Weichzeichnung kann bei einem detailreichen Motiv nie
eine Verbesserung sein. Insbesondere im Print kommt es auf
Schärfe an, nicht auf Weichzeichnung.

Es ging von Anfang an aber nicht um die Frage der Bildqualität
an sich, sondern nur darum, ob man verpixelte Bilder noch
verbessern kann. Du vergleichst also immer noch Äpfel und Birnen.
Daß man durch Interpolation nicht eine hochaufgelöste Aufnahme
ersetzen kann ist ja wohl klar.

Die Weichzeichnung wird
bei der Vergrößerung schnell zur Unschärfe. Unschärfe läßt
Details verschwinden. Z.B.: Feine Details wie Haare bei einem
Portraitfoto etc. verschwimmen bei einer Weichzeichnung.

Auch dabei ging es nur um subjektive Verbesserung eines
verpixelten Bildes, nicht um den Sinn von Weichzeichnung.

Vergrößern per Software bringt daher grundsätzlich immer :Qualitätsverluste.

Nein, digitale Vergrößerung alleine bringt erstmal gar keine
Veränderung des Informationsinhaltes.
Das generelle Abwiegeln der Methode, nur wegen des Berufsethos
ist wenig hilfreich und sachlich.

Vergößerung per Vermehrfachung der Pixelzahl bringt auch keinen
Verlust an Information, aber subjektiv eine Verbesserung.

Wieviel objektiv verbessert wird, hängt stark vom Bildinhalt
ab. Ich gebe aber zu, das der Qualitätsgewinn in Praxis bei Fotos
eher sehr bescheiden sein wird.

Daß durch Interpolation nur bedingt Qualität gewonnen wird, hatte
ich schon im ersten Posting geschrieben. Informationen, die einmal
weg sind, können nicht vollständig wieder herbeigezaubert werden.

Trotzdem ist der Sinn eines Interpolationsverfahrens gerade der,
Zwischenwerte zu ermitteln. Sofern Übergänge anähernd linear
waren, werden diese durch die Interpolation gewonnenen Zwischenwerte
durchaus nahe am Original liegen.
Für seichte Farbübergänge und geglättete Kanten ist dieser
Qualitätsgewinn offensichtlich.
Gruß Uwi