Hallo,
eine Frage an die Physik-Experten! Ich schreibe kein [dig], da die Frage eigentlich Fotografie an sich betrifft. Stimmt es, daß man theoeretisch mit einer 6 MP-Kamera und 6fach-Zoom (max. 210 mm eqiv. zu 35mm Film) dasselbe Bild schießen kann wie mit einer 2 MP 10fach-Zoom (max 380 mm equiv. 35mm Film), indem man einen Auschnitt ausschneidet? „Dasselbe Bild“ soll zb. heißen: Es sind genug Pixel da, um einen bestimmten Schriftzug aus derselben Entfernung klar lesen zu können. Wie hängen Auflösung/Bildgröße und Brennweite zusammen?
danke
Gruß
datafox
Hallo datafox,
eine Frage an die Physik-Experten! Ich schreibe kein [dig], da
die Frage eigentlich Fotografie an sich betrifft. Stimmt es,
daß man theoeretisch mit einer 6 MP-Kamera und 6fach-Zoom
(max. 210 mm eqiv. zu 35mm Film) dasselbe Bild schießen kann
wie mit einer 2 MP 10fach-Zoom (max 380 mm equiv. 35mm Film),
indem man einen Auschnitt ausschneidet? „Dasselbe Bild“ soll
zb. heißen: Es sind genug Pixel da, um einen bestimmten
Schriftzug aus derselben Entfernung klar lesen zu können.
Könnte theoretisch hinkommen, das hängt aber noch von anderen ab, s.u.
Wie hängen Auflösung/Bildgröße und Brennweite zusammen?
Die Auflösung häng von 2 verschiedenen Faktoren ab:
- Von der Optik. Jede Linse hat eine gewisse Fertigungstoleranz, aus diesen Fehlern ergibt sich eine maximale Auflösung von der Optik. Eine einfache Linse hat weiterhin das Problem, dass das Licht je nach Wellenlänge unterschiedlich stark gebrochen wird, dadurch ergeben sich unterschiedliche Bernnpunkte für jede Farbe, bzw. es ergeben sich Farbsäume im Bild. Der Fehler wird zum Rand hin stärker. Der Trick bei hochwertigen Optiken besteht darin, dass man eine Sammellinse und eine Streulinse zusammen baut (klebt, bzw. kittet), dadurch bekommt man das Farbproblem in den Griff.
Das nächste Problem ist, dass die Oberflächen der Linsen einen Teil des einfallenden Lichst reflektieren, was besonders bei viel Licht zu „geister Bildern“ führt. Hier hilft eine Antireflex-Beschichtung der einzelnen Linsen (Vergütung).
- Vom verwendeten Bildsensor, das ist einfach weil man ja die Matrix des Bildsensors kennt, oder beim Film von der Korngrösse ab (Genaugenommen funktioniert der Film eigentlich auch digital, da die Silberkörner auch nur 2 Zustände kennen).
Bei den Digi-Cams wird oft mehr oder weniger etwas getrickst in dem eine interpolierte Auflösung angegeben wird. Bei der „besseren“ Interpolation werden die Sensoren (Jedes Pixel besteht aus Mindestens 2 Sensoren) unterschiedlich zusammengefasst, wodurch sich etwas mehr Pixel ergeben.
Die Normalbrennweite entspricht dem Sehwinkel des menschlichen Auges. Bei Kleinbild (24x36mm) entspricht das einer Brennweite von 45-50mm.
Ist die Bildebene kleiner, wird auch die Brennweite für die Normalbrennweite kürzer.
Da die Bildsensoren unterschiedlich gross sind, wird die Brennweite bei Digis normalerweise zusätzlich auf das Kleinbildformat umgerechnet, damit man einen Vergleichwert hat.
MfG Peter(TOO)