Ich habe auf der Arbeit einen neuen TFT-Monitor bekommen, und zwar den Fujitsu Siemens P19-P2. Vor diesem sitze ich den ganzen Tag und zeichne mit einem CAD-Programm.
Ist es normal, dass die helleren bunten Linien auf dem schwarzen Hintergrund so rausstechen und breiter wirken? Die Buchstaben sehen auch total seltsam aus und ich habe Probleme beim Lesen kleinerer Schriftarten. Sie sind total schmal und man erkennt richtig die Pixel.
Die Augen tun mir immer weh und ich muss mich erst wieder an die normale Sicht gewöhnen.
Meine Kollegin hat einen Belinea und ich meine, dass man auf diesem Bildschirm besser arbeiten kann.
Muss man sich erst an TFT’s gewöhnen, oder ist der P19-2P nicht so gut?
– Die Frage ist, was auf Dauer besser für die Augen ist - der TFT-MONITOR oder der alte RÖHRENBILDSCHIRM? –
Da gibt’s zwei Möglichkeiten:
Entweder ist die Auflösung am Computer nicht richtig eingestellt, so dass der TFT interpolieren muss. Das sieht selten wirklich gut aus.
TFTs sollten immer mit ihrer nativen Panelauflösung betrieben werden.
Oder du bist einfach einen vielleicht schon arg unscharfen und eher dunklen Röhrenmonitor gewöhnt. Klar dass die Umstellung dann groß ist, wenn man auf einmal ein gestochen scharfes und helles Bild hat. Wobei manche TFTs auch übertreiben und eine unnötig hohe Helligkeit und starken Kontrast haben.
Die Augen tun mir immer weh und ich muss mich erst wieder an
die normale Sicht gewöhnen.
Diesen Effekt kenne ich von Monitoren, bei denen der manuelle Feinabgleich nicht richtig oder (in den meisten Fällen) nie durchgeführt wurde. Der automatische Bildabgleich führt selten zu einem perfekten Ergebnis, es bleibt ein leichtes Grieseln, welches subjektiv oft nicht einmal wahrgenommen wird, insbesondere bei optisch anspruchsvolleren Arbeiten wie CAD aber leicht zu Augen- und Kopfschmerzen führt.
Für einen brauchbaren Feinabgleich benötigst du einen angepassten Bildhintergrund. Ich habe mir dafür eine einfache Grafik gebastelt, die den gesamten Bildschirm abdeckt und aus parallelen senkrechten, abwechselnd schwarzen und weissen Linien von genau einem Pixel Breite besteht. Wenn ausschliesslich dieses Bild dargestellt wird, muss der Bildschirm so eingestellt werden, dass das Bild absolut ruhig steht. Es darf kein Schwimmen zu sehen und die Linien müssen klar voneinander getrennt erkennbar sein.
Den Feinabgleich solltest du im OSD schnell finden, im Zweifel hilft das Handbuch.
HTH
Schorsch