Bildung und Religion

jawohl: Information

… quasi als Information …

Jawohl, das sehe ich auch so. Denn man kann sich
nur entscheiden, wenn man sich ein hinreichendes
Bild über eine Angelegenheit gemacht hat.

Für den Relgionsunterricht bedeutet dies: keine
Kindergottesdienste im schulischen Umfeld
veranstalten (was zwar den jungen Seelen
vielleicht ganz gut täte!), sondern Information
liefern – nicht nur über alte Geschichten und
deren historischen Kontext, sondern auch über
Religionsgeschichte und schliesslich über
aktuelle Fomen des Glaubenslebens und Angebote
von Religionsgemeinschaften.

DAS wäre doch die «Ausrüstung», die
einigermassen fundierte persönliche Entscheide
möglich macht.

Rolf

Das Problem ist folgendes:
Religion im Sinne von tiefen Glauben ist eine lebenshaltung, eine einstellung, Grundhaltung etc die ALLE wirklich ALLE lebensbereiche durchdringt. Schule ohne Religion ist so gar nicht möglich. Der Sonntag also Ruhetag kommt von der Religion. Wenn also nicht an 7 Tagen unterrichtet wird, dann ist dies schon religiös. Und wenn der sonntag dieser tag sein soll, dann ist dies schon christlich.
Eine trennung ist also unmöglich, da religio kein Fach ist

Gruss
Beat

In Deutschland
Hallo Data,

ach du lieber… ich finde es in ordnung daß
geistesgeschichte und eben auch religionsgeschichte
unterrichtet wird. ist ja teil der europäischen kultur…

Das fände ich auch. Aber dafür sollte der Geschichtsunterricht da sein.

oft ist „religionsunterricht“ tatsächlich eine mogelpackung.
würde nämlich wirklich religion unterrichtet werden (also
dogmatik=religiöse lehre) würden sich nämlich alle abmelden!

In Deutschland ist der Religionsunterricht nicht freiwillig. Abmelden (bzw. Wechsel zu Philosophie) geht nur in wenigen Bundesländern.

was bleibt, ist also religionsgeschichte und
allgemeinwissen ÜBER religion. auch oft über religionEN,
„weltreligionen“ hieß das.

In Deutschland (sorry, aber darüber ging, glaube ich, die Debatte) heißen die Fächer evangelische bzw. katholischer Religion. Von anderen Religionen ist dort nicht die Rede. Allerhöchstens wie man sich diesen „Ungläubigen“ als „guter Christ“ gegenüber verhalten sollte.

(dieselbe debatte hatten wir ja
beim streit „ist theologie eine wissenschaft“. man kann
durchaus was nützliches ÜBER religion(en) lernen. allerdings
ist dazu eben KEIN konfessioneller unterricht notwendig
sondern im gegenteil eher hinderlich.)

IMO sollte man diesen Themenbereich eher in den Fächern Geschichte und vielleicht noch Soziologie behandeln. Ein vermischen von objektiver und subjektiver Ebene (Religion als Objekt vs. Gläubiger als Subjekt) ist dafür wohl kaum sinnvoll.

Grüße,

Anwar

K.O.
Hallo Barney,

Ich hab doch ausdücklich „Arbeitskleidung“ gesagt.
Die Angehörigen der Nato-Truppen rennen in Uniform umher, und
die Angehörigen der päpstlichen Truppen eben in anderen
seltsamen Gewändern.

Genau. Und „päpstliche Truppen“ wollen wir eben nicht in der Schule. Das ist doch gerade das Neutralitätsgebot.

Grüße,

Anwar

Hallo Beat

Du schreibst, einmal mehr, tapfer an der gestellten Frage vorbei. Scheint mir die Folge eines etwas verqueren und abstrusen Religionsverständnisses zu sein.

Wie wäre es, wenn du deine Beiträge wenigstens halbwegs verständlich formulieren würdest?

P.

Das fände ich auch. Aber dafür sollte der Geschichtsunterricht
da sein.

interessant. ich hätte „religion(swissenschaft)“ eher unter philosophie, ethik, geistesgeschichte und politik eingeordnet :smile: (dieser bereich kommt sowieso im lehrplan viel zu kurz.)

In Deutschland ist der Religionsunterricht nicht freiwillig.

i know. ab einem gewissen alter aber schon.

In Deutschland (sorry, aber darüber ging, glaube ich, die
Debatte) heißen die Fächer evangelische bzw. katholischer
Religion. Von anderen Religionen ist dort nicht die Rede.
Allerhöchstens wie man sich diesen „Ungläubigen“ als „guter
Christ“ gegenüber verhalten sollte.

hattest du einen dieser beiden unterrichte? ich schon. es war sehr wohl von weltreligionen die rede. grundinhalte, geschichte, hauptfeste usw., haben wir alles gelernt. „wie man sich als christ den ungläubigen gegenüber verhalten soll“ - das kam eher kurz. ich erinnere mich jedenfalls nicht daran. (glaub mir - *ich* würde mich *ganz bestimmt* dran erinnern und mich darüber echauffieren! *g*) alles in allem 90% religionswissenschaft. 10% religiöser inhalt (zb. gebete lernen). könnte man alles umwandeln in ein „ethik, religionsgeschichte und philosophie“.

IMO sollte man diesen Themenbereich eher in den Fächern
Geschichte und vielleicht noch Soziologie behandeln. Ein
vermischen von objektiver und subjektiver Ebene (Religion als
Objekt vs. Gläubiger als Subjekt) ist dafür wohl kaum
sinnvoll.

zustimmung.

gruß
datafox

Der Sonntag also Ruhetag kommt von der
Religion. Wenn also nicht an 7 Tagen unterrichtet wird, dann
ist dies schon religiös.

daß der sonntag (in europa) üblicherweise arbeitsfrei ist liegt einfach daran, daß diese staaten christlich geprägt sind. deswegen sind dort aber längst nicht alle religiös, noch hat dieser tag für die meisten menschen irgendeine religiöse bedeutung.

gruß
datafox

Der Sonntag also Ruhetag kommt von der
Religion. Wenn also nicht an 7 Tagen unterrichtet wird, dann
ist dies schon religiös.

daß der sonntag (in europa) üblicherweise arbeitsfrei ist
liegt einfach daran, daß diese staaten christlich geprägt
sind. deswegen sind dort aber längst nicht alle religiös, noch
hat dieser tag für die meisten menschen irgendeine religiöse
bedeutung.

Dir 100%ig zustimme. Ist eben ein gutes Beispiel, wie eine religionsfreie/glaubensfreie Gesellschaft und auch schule nicht möglich ist. Mit dem 7 Tag als Ruhetag hat man schon was christliches in der schule, mit anderen Worten eine glaubensfreie Schule dürfte keinen Ruhetag mehr haben. Kein Ruhetag wäre aber auch nicht neutral, da dies wiederum gegen den christlichen und jüdischen glauben sprechen würde. Ausserdem ist eben Religion/Glauben kein Fach, sobndern eine Lebenshaltung nicht nur beim Ruhetag. Eien unterrichtshaltung ist immer da, die beruht dann auch imme auf einer Phylosophie7glauben etc etc. Quintessenz: eine religiosnfreie schule ist nicht möglich!

Gruss
beat

Hallo Peter

Wäre schön, wenn du konkret wirst, was an der Farge vorbei geht, bzw Du nicht verstehst.

Gruss
beat

Dir 100%ig zustimme. Ist eben ein gutes Beispiel, wie eine
religionsfreie/glaubensfreie Gesellschaft und auch schule
nicht möglich ist. Mit dem 7 Tag als Ruhetag hat man schon was
christliches in der schule, mit anderen Worten eine
glaubensfreie Schule dürfte keinen Ruhetag mehr haben. Kein
Ruhetag wäre aber auch nicht neutral, da dies wiederum gegen
den christlichen und jüdischen glauben sprechen würde.

wie die sache mit dem ruhetag gesetzlich geregelt ist, hängt davon ab, wieviel autorität der staat religion/en zugesteht. nur als kontrast: in israel ist der samstag keinesfalls der gesetzlich vorgeschriebene ruhetag für alle schulen, obwohl 80% der bevölkerung jüdisch sind. schulen die von moslems besucht werden, sind freitags zu. christliche sonntags. dasselbe gilt für arbeitnehmerrechte. was du als besonders starke religiöse durchdringung bezeichnest ist eher das gegenteil: staatliche nichtanerkennung verschiedener traditionen.

Ausserdem ist eben Religion/Glauben kein Fach, sobndern eine
Lebenshaltung nicht nur beim Ruhetag.

der ruhetag ist für über dreiviertel der bevölkerung kulturell bedingt und hat mit religion nichts zu tun! eine schule mit ruhetag sonntag ist deshalb noch lange nicht christlich religiös. (anders sieht es aus wenn ein kreuz im klassenzimmer hängt.)

gruß
datafox

Hallo Datafox

Dir wieder zustimme.
Aber beachte bitte die Ausgangsfrage, etwas anders formuliert, ob die Religion völlig von der Bildung zu trennen sei.
Meine Aussage ist, dass dies schlicht weg unmöglich ist, da

  1. Die Religion / der Glaube kein Fach ist, sondern eine Weltanschauung, eine Haltung, eine durchdringende Phylosophie, ein Fundament auf dem vieles was mit der Bildung zusammenhängt steht.

Möchte dies an Deinem Beispiel erläutern:

der ruhetag ist für über dreiviertel der bevölkerung kulturell
bedingt und hat mit religion nichts zu tun!

Eben doch, da diese Kultur, oder eben konkret als Beispiel, der kulturell bedingte Ruhetag aus dem christlichen Glauben kam. Mit anderen Worten, ohne den christlichen Glauben gäbe es die Kultur gar nicht, also ist die Kultur hier eben christlich geprägt. Man kann also eben nicht den christlichen Glauben konsequent von der Kultur und der Schule trennen.

wie die sache mit dem ruhetag gesetzlich geregelt ist, hängt
davon ab, wieviel autorität der staat religion/en zugesteht.

Teilweise ja. Obwohl der Staat aber den Religionen kaum Autorität zugesteht, gibt es immer noch einen ruhetag und das ist hier immer noch der Sonntag, also der Ruhetag der Christen. Ist also nicht trennbar.

nur als kontrast: in israel ist der samstag keinesfalls der
gesetzlich vorgeschriebene ruhetag für alle schulen, obwohl
80% der bevölkerung jüdisch sind. schulen die von moslems
besucht werden, sind freitags zu. christliche sonntags.

Genau. Und in den Schulen die freitags bzw Sonntags besucht werden, ist auch der Unterricht anders, nämlich islamistisch oder christlich „angehaucht“. Gerade weil eine unreligiöser Unterricht auch nebst dem fach religion nicht möglich ist, gibt es ja diese unterschiedluichen Ruhetagen, der beste Beweis, dass es nicht möglich ist, Schule und Religion zu trennen. Was macht man zb in einer schule, bei der alle 3 Religionen zusammen sind? ibt es einen ruhetag und wenn ja welcher? Kann dieser Entscheid unreligiös sein? Ich sage nein!

dasselbe gilt für arbeitnehmerrechte. was du als besonders
starke religiöse durchdringung bezeichnest ist eher das
gegenteil: staatliche nichtanerkennung verschiedener
traditionen.

Du irrst Dich. Wo sind die ersten demokratischen Gesselschaften nach unserem Verständnis entstanden? Bei den Christen! Demokratie nach unseren Verständnis hat Ihre Wurzeln im Christentum! Das Christentum hat unsere Staaten und Kultur so stark durchdrungen, dass wir es gar nicht mehr merken, nachdem wir unsere Kultur und Gesellschaft von der Wurzel (Christentum) gekappt haben. Erst wenn wir längere Zeit in einem völlig anderen Land mit völlig uns unverständlichen Werten, Kultur etc leben, merken wir, wie geprägt wir sind, ob wir es wollen oder nicht.

der ruhetag ist für über dreiviertel der bevölkerung kulturell
bedingt und hat mit religion nichts zu tun! eine schule mit
ruhetag sonntag ist deshalb noch lange nicht christlich
religiös.

Habe nie gesagt, dass eine Schule mit Sonntag ruhetag christlich sei. Sagte nur, dass die völlige Trennung von Religion und Bildung nicht möglich sei.

(anders sieht es aus wenn ein kreuz im klassenzimmer
hängt.)

Wieso? Wieso ist das klare christliche Symbol des Sonntag als Ruhetag kein Zeichen einer christlichen Schule, aber das Symbol des Kreuzes ein Zeichen dafür? (Ich sage nebebei beides ist kein Zeichen dafür)
Ein weiteres typisches Beispiel wie wir die Sache wahrnehmen (bzw nicht mehr wahrnehmen). Der Sonntag als unbestrittener christliche Ruhetag wird als nicht christlich angeschaut und das Kreuz genau so ein unbestrittenes christliches Zeichen hingegen schon.
Und da gibt es noch Leute, die meinen man können unreligiös Fächer unterrichten, ohne zu merken, dass sie bewusst oder unbewusst immer in jedem Fach eine Glaubenshaltung mitgeben, sei es zB nur, ob Demokratie gut oder schlecht ist.

Gruss
Beat

Hallo Datafox

Dir wieder zustimme.
Aber beachte bitte die Ausgangsfrage, etwas anders formuliert,
ob die Religion völlig von der Bildung zu trennen sei.
Meine Aussage ist, dass dies schlicht weg unmöglich ist, da

  1. Die Religion / der Glaube kein Fach ist, sondern eine
    Weltanschauung, eine Haltung, eine durchdringende Phylosophie,
    ein Fundament auf dem vieles was mit der Bildung zusammenhängt
    steht.

aber nicht alle sind religiös. (es heißt philosophie btw)

Mit anderen Worten, ohne den christlichen Glauben gäbe es
die Kultur gar nicht, also ist die Kultur hier eben christlich
geprägt. Man kann also eben nicht den christlichen Glauben
konsequent von der Kultur und der Schule trennen.

doch sicher kann man das. es gibt selbstverständlich ein unreligiöses christentum. das ist die mehrheit der europäer.

gibt es immer noch einen ruhetag und das
ist hier immer noch der Sonntag, also der Ruhetag der
Christen.

warte bis es 20% muslime gibt und diese eine partei im parlament haben.

Genau. Und in den Schulen die freitags bzw Sonntags besucht
werden, ist auch der Unterricht anders, nämlich islamistisch
oder christlich „angehaucht“.

das trifft auf religiöse schulen zu, aber nicht auf säkuläre. die unterrichtsinhalte sind natürlich verschieden, zb. im geschichtsunterricht. religiosität als unterrichtsziel folgt daraus keinesfalls.

Was macht man zb in einer schule, bei der alle 3
Religionen zusammen sind?

die mehrheit entscheidet über die prägung. das hat noch lange nichts weder mit gläubigkeit noch mit religiosität zu tun.

Du irrst Dich. Wo sind die ersten demokratischen
Gesselschaften nach unserem Verständnis entstanden? Bei den
Christen!

die alten griechen waren afaik keine christen.

Erst wenn wir längere Zeit in
einem völlig anderen Land mit völlig uns unverständlichen
Werten, Kultur etc leben, merken wir, wie geprägt wir sind, ob
wir es wollen oder nicht.

ja. und man merkt auch, daß es einen unterschied gibt zwischen kultur, religiosität und gläubigkeit. und diese kategorien prozentual in allen westlichen ländern gleich verteilt sind.

Wieso? Wieso ist das klare christliche Symbol des Sonntag als
Ruhetag kein Zeichen einer christlichen Schule, aber das
Symbol des Kreuzes ein Zeichen dafür? (Ich sage nebebei beides
ist kein Zeichen dafür)

ein kruzifix als wandshmuck in einer schule ist kein kulturelles symbol sondern ein bekenntnissymbol. kruzifixe als kulturelle symbole gibt es aber zb. auf friedhöfen. ich hoffe die unterscheidung ist einigermaßen klar…

Und da gibt es noch Leute, die meinen man können unreligiös
Fächer unterrichten, ohne zu merken, dass sie bewusst oder
unbewusst immer in jedem Fach eine Glaubenshaltung mitgeben,
sei es zB nur, ob Demokratie gut oder schlecht ist.

daß demokratie gut ist, ist grundkonsens des demokratischen staates. wer das gegenteil zu seinem politischen ziel macht, macht sich afaik strafbar.

gruß
datafox

Hallo Datafox

Dir wieder zustimme.
Aber beachte bitte die Ausgangsfrage, etwas anders formuliert,
ob die Religion völlig von der Bildung zu trennen sei.
Meine Aussage ist, dass dies schlicht weg unmöglich ist, da

  1. Die Religion / der Glaube kein Fach ist, sondern eine
    Weltanschauung, eine Haltung, eine durchdringende Phylosophie,
    ein Fundament auf dem vieles was mit der Bildung zusammenhängt
    steht.

aber nicht alle sind religiös. (es heißt philosophie btw)

Das stimmt, aber alle glauben an etwas. Wenn sie glauben dass es keinen Gott gibt, dann glauben sie eben dies. Und der entsprechende Glauben dringt bewusst oder meist unbewusst durch alles was sie machen, sagen, denken etc.

Mit anderen Worten, ohne den christlichen Glauben gäbe es
die Kultur gar nicht, also ist die Kultur hier eben christlich
geprägt. Man kann also eben nicht den christlichen Glauben
konsequent von der Kultur und der Schule trennen.

doch sicher kann man das.

Nein, siehe den Sonntag als ruhetag. Wird auch von ungläubigen so gehandhabt, hat also auch diese ungläubige geprägt.

es gibt selbstverständlich ein
unreligiöses christentum. das ist die mehrheit der europäer.

Das was Du meinst gibt es, aber dies ist eben kein Christentum, hat höchstens deren etikett (Ettikettenschwindel). Trotzdem wurden auch diese geprägt, auch deren denken etc.

gibt es immer noch einen ruhetag und das
ist hier immer noch der Sonntag, also der Ruhetag der
Christen.

warte bis es 20% muslime gibt und diese eine partei im
parlament haben.

Er wird bleiben, aber wenns gegen 50% würden, würde wird er fallen. Ein Beweis eben, wie unreligiös die welt und die Bildung nicht ist.
Wenn Bildung von aller religiösen getrennt werden wollte, müsste der Sonntag gestrichen werden. Aber dies wäre dann gleichzeitig auch wieder einfach anders religiös

Genau. Und in den Schulen die freitags bzw Sonntags besucht
werden, ist auch der Unterricht anders, nämlich islamistisch
oder christlich „angehaucht“.

das trifft auf religiöse schulen zu, aber nicht auf säkuläre.

Welcher ruhetag haben dann die soghenannt Sekulären???

die unterrichtsinhalte sind natürlich verschieden, zb. im
geschichtsunterricht.

Eben. Du siehst, eine unreligiöse Bildung ist schlich nicht möglich. Sie ist immer gefärbt, bewiusst oder unbewusst.

religiosität als unterrichtsziel folgt
daraus keinesfalls.

Hab ich auch nie gesagt

Was macht man zb in einer schule, bei der alle 3
Religionen zusammen sind?

die mehrheit entscheidet über die prägung. das hat noch lange
nichts weder mit gläubigkeit noch mit religiosität zu tun.

Oh doch!!! Wieso die Mehrheit? Findest Du die Mehrheit richtig? Denke ja, weil Dein Denken demokratisch ist und demokratie kam aus dem Christentum. Eine andere Religion / andere Kultur würde zb nicht die Mehrheit entscheiden lassen. Du siehst, ein typisches Beispiel, dass unsere Denken (zB Demokratie ist richtig) geprägt auch religiös geprägt ist, oft unbewusst. Diese denken dringt dann auch beim unterrichten und im Lehrplan durch, zb Demokretie ist richtig und gut und wird gar nicht mehr in frage gestellt.

Du irrst Dich. Wo sind die ersten demokratischen
Gesselschaften nach unserem Verständnis entstanden? Bei den
Christen!

die alten griechen waren afaik keine christen.

Sie kannten auch demokratische Sachen, aber waren nicht so demokratisch wie wir es heute sind. Ausserdem bemerkst du zurecht, dass wir noch viel mehr unbewusst vom griechischen als vom christlichen denken geprägt sind.

Erst wenn wir längere Zeit in
einem völlig anderen Land mit völlig uns unverständlichen
Werten, Kultur etc leben, merken wir, wie geprägt wir sind, ob
wir es wollen oder nicht.

ja. und man merkt auch, daß es einen unterschied gibt zwischen
kultur, religiosität und gläubigkeit. und diese kategorien
prozentual in allen westlichen ländern gleich verteilt sind.

Unterschiede gebe ich Dir recht, insbesondere kann man sehr religiös und überhaupt nicht gläubig sein. Aber die kultur ist immer von der religion durchdrungen und kann nicht ganz getrennt werden (siehe Sonntag als Ruhetag als kleines bsp)

Wieso? Wieso ist das klare christliche Symbol des Sonntag als
Ruhetag kein Zeichen einer christlichen Schule, aber das
Symbol des Kreuzes ein Zeichen dafür? (Ich sage nebebei beides
ist kein Zeichen dafür)

ein kruzifix als wandshmuck in einer schule ist kein
kulturelles symbol sondern ein bekenntnissymbol. kruzifixe als
kulturelle symbole gibt es aber zb. auf friedhöfen. ich hoffe
die unterscheidung ist einigermaßen klar…

Das ist eine Ansicht. Kannst mir nicht widersoprechen, wenn für mich das Kreuz zur Kultur gehört, aber der Sonntag für mich ein religiöses Bekenntnis ist, da es zu den 10 Geboten gehört und ich ihn 100%ig einhalten möchte.

Und da gibt es noch Leute, die meinen man können unreligiös
Fächer unterrichten, ohne zu merken, dass sie bewusst oder
unbewusst immer in jedem Fach eine Glaubenshaltung mitgeben,
sei es zB nur, ob Demokratie gut oder schlecht ist.

daß demokratie gut ist, ist grundkonsens des demokratischen
staates.

Klar, der demokratisch gesinnten Leute. Golffahrer finden den Golf auch das beste. Die Indianer als Ureinwohner sahen das anders. Beweise mir wissenschaftlich, dass Demokratie gut ist! Wir sind religiös und griehisch so geprägt, dass wir solche ansichten haben und die sind per definition eben nicht wertfrei und nicht religionsunabhängig.

wer das gegenteil zu seinem politischen ziel macht,
macht sich afaik strafbar.

ÜBERHAUPT NICHT, DAS STIMMT NUR IN DEMOKRATISCHEN lÄNDERN.

gruß
Beat

Das stimmt, aber alle glauben an etwas. Wenn sie glauben dass
es keinen Gott gibt, dann glauben sie eben dies.

„glauben daß“ und „glauben an“ sind nicht dasselbe. ein ungläubiger mensch glaubt an nichts. ob er glaubt, daß es keinen gott gibt, ist noch lange nicht gesagt. es kann ihm auch einfach egal sein oder es nicht wissen können (agnostiker).

Nein, siehe den Sonntag als ruhetag. Wird auch von ungläubigen
so gehandhabt, hat also auch diese ungläubige geprägt.

religion ist teil jeder kultur. deshalb ist noch lange nicht jeder, der diese kultur lebt, auch gläubig und religiös.

Das was Du meinst gibt es, aber dies ist eben kein
Christentum, hat höchstens deren etikett
(Ettikettenschwindel).

natürlich stimmt dies aus der sicht der religiösen.

Wenn Bildung von aller religiösen getrennt werden wollte,
müsste der Sonntag gestrichen werden.

das habe ich bereits beschrieben. es MUSS nicht aber kann.

Welcher ruhetag haben dann die soghenannt Sekulären???

den der ihn ihrer kultur vorherrscht. chrislich geprägte den sonntag, juden samstag usw.

demokratie kam aus dem Christentum.

demokratie stammt aus dem alten griechenland und existierte bereits, als es noch keine christen gab. (ich wiederhole mich).

Sie kannten auch demokratische Sachen, aber waren nicht so
demokratisch wie wir es heute sind.

die heutige moderne demokratie entstammt der aufklärung, also dem abschütteln des religiösen weltbilds. die ersten modernen demokratien gab es in den USA und frankreich.

Ausserdem bemerkst du
zurecht, dass wir noch viel mehr unbewusst vom griechischen
als vom christlichen denken geprägt sind.

die westliche kultur stützt sich auf 3 grundprägungen: die jüdisch-christliche religion, das griechisch-römische recht und die aufklärung.

Unterschiede gebe ich Dir recht, insbesondere kann man sehr
religiös und überhaupt nicht gläubig sein. Aber die kultur ist
immer von der religion durchdrungen und kann nicht ganz
getrennt werden (siehe Sonntag als Ruhetag als kleines bsp)

stimmt. kultur hat immer religiöse elemente, was aber die menschen weder zu gläubigen noch zu religiösen macht.

Beweise mir wissenschaftlich, dass Demokratie gut ist!

ich bin kein anhänger einer absoluten ethik.

Wir sind religiös und griehisch so geprägt, dass wir solche
ansichten haben und die sind per definition eben nicht
wertfrei und nicht religionsunabhängig.

wertfrei nein, reliigös und gläubig nicht unbedingt.

ÜBERHAUPT NICHT, DAS STIMMT NUR IN DEMOKRATISCHEN lÄNDERN.

von denen wir sprachen oder nicht?

gruß
datafox