Hallo Datafox
Dir wieder zustimme.
Aber beachte bitte die Ausgangsfrage, etwas anders formuliert,
ob die Religion völlig von der Bildung zu trennen sei.
Meine Aussage ist, dass dies schlicht weg unmöglich ist, da
- Die Religion / der Glaube kein Fach ist, sondern eine
Weltanschauung, eine Haltung, eine durchdringende Phylosophie,
ein Fundament auf dem vieles was mit der Bildung zusammenhängt
steht.
aber nicht alle sind religiös. (es heißt philosophie btw)
Das stimmt, aber alle glauben an etwas. Wenn sie glauben dass es keinen Gott gibt, dann glauben sie eben dies. Und der entsprechende Glauben dringt bewusst oder meist unbewusst durch alles was sie machen, sagen, denken etc.
Mit anderen Worten, ohne den christlichen Glauben gäbe es
die Kultur gar nicht, also ist die Kultur hier eben christlich
geprägt. Man kann also eben nicht den christlichen Glauben
konsequent von der Kultur und der Schule trennen.
doch sicher kann man das.
Nein, siehe den Sonntag als ruhetag. Wird auch von ungläubigen so gehandhabt, hat also auch diese ungläubige geprägt.
es gibt selbstverständlich ein
unreligiöses christentum. das ist die mehrheit der europäer.
Das was Du meinst gibt es, aber dies ist eben kein Christentum, hat höchstens deren etikett (Ettikettenschwindel). Trotzdem wurden auch diese geprägt, auch deren denken etc.
gibt es immer noch einen ruhetag und das
ist hier immer noch der Sonntag, also der Ruhetag der
Christen.
warte bis es 20% muslime gibt und diese eine partei im
parlament haben.
Er wird bleiben, aber wenns gegen 50% würden, würde wird er fallen. Ein Beweis eben, wie unreligiös die welt und die Bildung nicht ist.
Wenn Bildung von aller religiösen getrennt werden wollte, müsste der Sonntag gestrichen werden. Aber dies wäre dann gleichzeitig auch wieder einfach anders religiös
Genau. Und in den Schulen die freitags bzw Sonntags besucht
werden, ist auch der Unterricht anders, nämlich islamistisch
oder christlich „angehaucht“.
das trifft auf religiöse schulen zu, aber nicht auf säkuläre.
Welcher ruhetag haben dann die soghenannt Sekulären???
die unterrichtsinhalte sind natürlich verschieden, zb. im
geschichtsunterricht.
Eben. Du siehst, eine unreligiöse Bildung ist schlich nicht möglich. Sie ist immer gefärbt, bewiusst oder unbewusst.
religiosität als unterrichtsziel folgt
daraus keinesfalls.
Hab ich auch nie gesagt
Was macht man zb in einer schule, bei der alle 3
Religionen zusammen sind?
die mehrheit entscheidet über die prägung. das hat noch lange
nichts weder mit gläubigkeit noch mit religiosität zu tun.
Oh doch!!! Wieso die Mehrheit? Findest Du die Mehrheit richtig? Denke ja, weil Dein Denken demokratisch ist und demokratie kam aus dem Christentum. Eine andere Religion / andere Kultur würde zb nicht die Mehrheit entscheiden lassen. Du siehst, ein typisches Beispiel, dass unsere Denken (zB Demokratie ist richtig) geprägt auch religiös geprägt ist, oft unbewusst. Diese denken dringt dann auch beim unterrichten und im Lehrplan durch, zb Demokretie ist richtig und gut und wird gar nicht mehr in frage gestellt.
Du irrst Dich. Wo sind die ersten demokratischen
Gesselschaften nach unserem Verständnis entstanden? Bei den
Christen!
die alten griechen waren afaik keine christen.
Sie kannten auch demokratische Sachen, aber waren nicht so demokratisch wie wir es heute sind. Ausserdem bemerkst du zurecht, dass wir noch viel mehr unbewusst vom griechischen als vom christlichen denken geprägt sind.
Erst wenn wir längere Zeit in
einem völlig anderen Land mit völlig uns unverständlichen
Werten, Kultur etc leben, merken wir, wie geprägt wir sind, ob
wir es wollen oder nicht.
ja. und man merkt auch, daß es einen unterschied gibt zwischen
kultur, religiosität und gläubigkeit. und diese kategorien
prozentual in allen westlichen ländern gleich verteilt sind.
Unterschiede gebe ich Dir recht, insbesondere kann man sehr religiös und überhaupt nicht gläubig sein. Aber die kultur ist immer von der religion durchdrungen und kann nicht ganz getrennt werden (siehe Sonntag als Ruhetag als kleines bsp)
Wieso? Wieso ist das klare christliche Symbol des Sonntag als
Ruhetag kein Zeichen einer christlichen Schule, aber das
Symbol des Kreuzes ein Zeichen dafür? (Ich sage nebebei beides
ist kein Zeichen dafür)
ein kruzifix als wandshmuck in einer schule ist kein
kulturelles symbol sondern ein bekenntnissymbol. kruzifixe als
kulturelle symbole gibt es aber zb. auf friedhöfen. ich hoffe
die unterscheidung ist einigermaßen klar…
Das ist eine Ansicht. Kannst mir nicht widersoprechen, wenn für mich das Kreuz zur Kultur gehört, aber der Sonntag für mich ein religiöses Bekenntnis ist, da es zu den 10 Geboten gehört und ich ihn 100%ig einhalten möchte.
Und da gibt es noch Leute, die meinen man können unreligiös
Fächer unterrichten, ohne zu merken, dass sie bewusst oder
unbewusst immer in jedem Fach eine Glaubenshaltung mitgeben,
sei es zB nur, ob Demokratie gut oder schlecht ist.
daß demokratie gut ist, ist grundkonsens des demokratischen
staates.
Klar, der demokratisch gesinnten Leute. Golffahrer finden den Golf auch das beste. Die Indianer als Ureinwohner sahen das anders. Beweise mir wissenschaftlich, dass Demokratie gut ist! Wir sind religiös und griehisch so geprägt, dass wir solche ansichten haben und die sind per definition eben nicht wertfrei und nicht religionsunabhängig.
wer das gegenteil zu seinem politischen ziel macht,
macht sich afaik strafbar.
ÜBERHAUPT NICHT, DAS STIMMT NUR IN DEMOKRATISCHEN lÄNDERN.
gruß
Beat