Ich hatte gestern eine sehr angeregte Disskusion über religiöse Praktiken und auch Gegenstände in Bildungseinrichtungen.
Ein Stichpunkt war natürlich das Kopftuchthema bzw. Kreuzverbot an Schulen. Zwei Standpunkte sind da zu Tage gebracht worden:
Wenn es ein Kopftuchverbot gibt, muss auch das Kreuz aus den Schulen (es sollte die Religion allgemein aus den Bildungseinrichtungen privat oder staatlich herausgehalten werden)! Religion beeinflusst den Schüler zu sehr, als das er dann noch objektive Entscheidungen treffen könnte - also immer mit seiner religiösen Sichtweise den Blick für andere (philosophische - ideologische) versperren könnte. Wenn ein Mensch sich der Religion widmen möchte, dann bitte außerhalb der Schule!
Religion (nicht das Fach) sollte zumindest in ausgewählten, privaten Schulen den Schüler begleiten. Wenn die Erziehungsberechtigten es wünschen, dass ihr Kind in einem religiösen Alltag aufwachsen, dann sollten sie die Möglichkeit dazu bekommen. Die Schule ist fester Bestandteil des Alltages eines Kindes, also darf das Kind Religosität in der Schule nicht missen dürfen. Menschen, die Religion nicht erwünschen werden an anderen Schulen von Religion weitgehend verngehalten. Die Kommunikation zw. beiden Anschuungen sollte dabei nicht gestört werden.
Ich möchte diese Diskussion hier einmal fortführen, sollten Fragen zu den Standpunkten auftreten, können diese natürlich gestellt werden.
Wenn es ein Kopftuchverbot gibt, muss auch das Kreuz aus den
Schulen (es sollte die Religion allgemein aus den
Bildungseinrichtungen privat oder staatlich herausgehalten
werden)! Religion beeinflusst den Schüler zu sehr, als das er
dann noch objektive Entscheidungen treffen könnte - also immer
mit seiner religiösen Sichtweise den Blick für andere
(philosophische - ideologische) versperren könnte. Wenn ein
Mensch sich der Religion widmen möchte, dann bitte außerhalb
der Schule!
Zunächst einmal zur Beeinflussung: Wäre eine Schule komplett ohne Religion nicht eine, die die Schüler in Richtung Areligiosität beeinflusst? Es stellt sich auch die Frage, ob die Schüler selbst nicht in der Schule religiös sein können (Kopftuch, Kreuz…)?!
Auf der anderen Seite: Das Kopftuch wird nicht als Symbol getragen, sondern erfüllt eine Funktion (Haarbedeckung), die (zumindest) vom Islam gefordert wird (wir können auch einfach von einer Kopfbedeckung sprechen). Wenn aber die muslimischen Frauen zwischen ihrer Religion und ihrer Zugehörigkeit zum Staat (Deutschland) entscheiden sollen, ist das Kopftuchverbot eine Benachteiligung und eine Diskriminierung, wenn nicht ein generelles Berufsverbot für sie.
Religion (nicht das Fach) sollte zumindest in ausgewählten,
privaten Schulen den Schüler begleiten. Wenn die
Erziehungsberechtigten es wünschen, dass ihr Kind in einem
religiösen Alltag aufwachsen, dann sollten sie die Möglichkeit
dazu bekommen. Die Schule ist fester Bestandteil des Alltages
eines Kindes, also darf das Kind Religosität in der Schule
nicht missen dürfen. Menschen, die Religion nicht erwünschen
werden an anderen Schulen von Religion weitgehend
verngehalten. Die Kommunikation zw. beiden Anschuungen sollte
dabei nicht gestört werden.
Das ist doch bereits der Fall. Wo ich zur Schule gegangen bin, hatten wir neben Religion das Fach Philosophie, für alle, die nicht in den Religionsunterricht wollten. Das betraf mich als Muslim aber auch Mitschüler, die einfach nur keinen Religionsunterricht besuchen wollten (aus welchem Grunde auch immer). Das ist denke ich eine gute Alternative. Was den Religionsunterricht ausserhalb der Schule angeht, so ist das auch selbstverständlich, würden nur nicht auf islamischer Seite die Einrichtungen ständig diskreditiert werden.
Im wesentlichen stimme ich Deinen Ausführungen zu. Eine kleine Anmerkung dennoch:
Das ist doch bereits der Fall. Wo ich zur Schule gegangen bin,
hatten wir neben Religion das Fach Philosophie, für alle, die
nicht in den Religionsunterricht wollten.
Ich hatte (in diesem Fall mal) das Glück in Bremen zur Schule zu gehen, wo es gar keinen Unterricht in diesen Fächern gab. Ich finde das äußerst positiv, denn eine Bewertung der Leistungen, wie sie in einem Schulfach nunmal vorgesehen ist, widerspricht irgendwie der Religionsfreiheit.
Religionsfreiheit bedeutet ja auch die Freiheit sich NICHT mit Religionen zu beschäftigen.
Im wesentlichen stimme ich Deinen Ausführungen zu. Eine kleine
Anmerkung dennoch:
Das ist doch bereits der Fall. Wo ich zur Schule gegangen bin,
hatten wir neben Religion das Fach Philosophie, für alle, die
nicht in den Religionsunterricht wollten.
Ich hatte (in diesem Fall mal) das Glück in Bremen zur Schule
zu gehen, wo es gar keinen Unterricht in diesen Fächern gab.
Ich finde das äußerst positiv, denn eine Bewertung der
Leistungen, wie sie in einem Schulfach nunmal vorgesehen ist,
widerspricht irgendwie der Religionsfreiheit.
Religionsfreiheit bedeutet ja auch die Freiheit sich NICHT mit
Religionen zu beschäftigen.
Das ist doch genau das, was ich angesprochen habe: Ich durfte Philosophie nehmen. Wir hatten in unserer Schule nur einen Religionsunterricht (ich glaube das war evangelisches Christentum) und dort wurde m.W. Wissen vermittelt. Bewertet wird dann, was derjenige davon mitgenommen hat und vor allem wie sich derjenige im Unterricht verhalten hat (das ist in den meisten Fächern der Fall). Es wurde bestimmt nicht die Religiosität bewertet, denn das ist nicht Aufgabe des Unterrichts. Und wer sich diesen Informationen verschliessen möchte, hatte die Möglichkeit, nicht am Religionsunterricht teilzunehmen.
Also ich glaube, es macht Sinn Religionsfächer anzubieten und die Schüler darin zu benoten, aber diese Fächer sollten Wahlfächer bleiben.
Religion beeinflusst den Schüler zu sehr, als das er
dann noch objektive Entscheidungen treffen könnte
Dieses ist zum einen wieder eine sehr eingeschränkte Sicht auf Religion(en) und zum ist dieses hierzulande ja überhaupt kein Thema mehr, da der Anspruch der Schule hierzulande Bildung und nicht Religion ist und auch so realisiert wird(*). Und ich sehe auch nicht, wo sich dieses ändern sollte oder jemand dieses fordert.
(*) Wenn man vom Kruzifix in Schulen etc. absieht.
Beim Kopftuch ist aber die Religion des Lehrers das Thema und diese beeinflusst den Schüler nur nebensächlich und schon kaum in der oben aufgezeigten Weise. Wer hier anderes behauptet, sollte mir einmal eine wissenschaftliche Untersuchung vorlegen, welche dieses aufzeigt. Bislang hat die Schulforschung nur aufgezeigt, dass es diesen Faktor nicht gibt.
Somit sehe ich nicht, wo innerhalb der Schule als Bildungsord Religion noch eine beeinflussende Größe sein sollte.
Menschen, die Religion nicht erwünschen
werden an anderen Schulen von Religion weitgehend
verngehalten.
Hiermit hätte ich grossen Problem, da hiermit ein wesentlicher Teil der Gesellschaft bzw. des Menschseins oder unserer Geschichte ausgeblendet werden würde.
Vor allem wenn dieses bedeuten würde, dass nicht nur der Inhalt Religion sondern jede Religiösität verhindert würde, sei es bei LehrerInnen oder SchülerInnen. Welche Sinn sollte es haben, wenn die Schule in dieser Form vor Religion schützt?
Somit würde ich das ganze nicht so vereinfachen und die Grenze lieber in jeder Schule neu ausloten lassen wollen. Es ist eine gemeinsames Projekt der LehrerInnen, der Eltern und der SchülerInnen, welchen Platz sie dem geben wollen und können.
Religion beeinflusst den Schüler zu sehr, als das er
dann noch objektive Entscheidungen treffen könnte
Dieses ist zum einen wieder eine sehr eingeschränkte Sicht auf
Religion(en) und zum ist dieses hierzulande ja überhaupt kein
Thema mehr, da der Anspruch der Schule hierzulande Bildung und
nicht Religion ist und auch so realisiert wird(*). Und ich
sehe auch nicht, wo sich dieses ändern sollte oder jemand
dieses fordert.
(*) Wenn man vom Kruzifix in Schulen etc. absieht.
Dazu ein Beispiel: In einer christl. privaten Schule wird morgens gebetet. Danach geht der Unterricht in „gewohnt-wissenschaftlicher“ Weise weiter. In diesem Standpunkt geht es um den „außerschulischen Einfluss - Religion in einer Schule“. Dies ist hierzulande sehr wohl ein großes Thema und füllt im ganzen Land viele Foren. Allein ein Kruzifix hat eine beeinflussende Wirkung auf den Schüler bzw. Lehrer. Es hängt ja nicht umsonst in den Klassenräumen.
Hallo,
Zunächst einmal zur Beeinflussung: Wäre eine Schule komplett
ohne Religion nicht eine, die die Schüler in Richtung
Areligiosität beeinflusst?
Diese Frage ist auch gefallen! Für mich die wohl schlagkräftigste.
Auf der anderen Seite: Das Kopftuch wird nicht als Symbol
getragen, sondern erfüllt eine Funktion (Haarbedeckung), die
(zumindest) vom Islam gefordert wird (wir können auch einfach
von einer Kopfbedeckung sprechen).
Sie gilt sicher in erster Linie als Symbol, aber in einem Land mit vergleichsweise wenigen Muslimen ist das Kopftuch auch ein Symbol der Gruppenzugehörigkeit.
Wenn aber die muslimischen
Frauen zwischen ihrer Religion und ihrer Zugehörigkeit zum
Staat (Deutschland) entscheiden sollen, ist das Kopftuchverbot
eine Benachteiligung und eine Diskriminierung, wenn nicht ein
generelles Berufsverbot für sie.
richtig und das darf nicht sein… daher bin ich u.a. für Schulen an dem ausschließlich Muslimen oder außschl. streng gläubige Christen lernen/lehren. Ich kenne einen muslim. Vater, der dies sehr begrüßen würde seine Tochter in eine Schule schicken zu dürfen, in der voll und ganz auf die Religion eingegangen wird. - NACHTEIL : Integration in die Gesellschaft ist dadurch umso schwieriger!
Hallo,
Zunächst einmal zur Beeinflussung: Wäre eine Schule komplett
ohne Religion nicht eine, die die Schüler in Richtung
Areligiosität beeinflusst?
Diese Frage ist auch gefallen! Für mich die wohl
schlagkräftigste.
Auf der anderen Seite: Das Kopftuch wird nicht als Symbol
getragen, sondern erfüllt eine Funktion (Haarbedeckung), die
(zumindest) vom Islam gefordert wird (wir können auch einfach
von einer Kopfbedeckung sprechen).
Sie gilt sicher in erster Linie als Symbol, aber in einem Land
mit vergleichsweise wenigen Muslimen ist das Kopftuch auch ein
Symbol der Gruppenzugehörigkeit.
Das Problem ist: Für einige Nichtmuslime ist es ein Symbol, für die Muslime selbst ist es die Funktion, die dahinter steckt, die wichtig ist, dann gibt es widerum welche, die diese Funktion noch nicht mal sehen wollen: „Ich will ihre Haare sehen.“.
Wenn aber die muslimischen
Frauen zwischen ihrer Religion und ihrer Zugehörigkeit zum
Staat (Deutschland) entscheiden sollen, ist das Kopftuchverbot
eine Benachteiligung und eine Diskriminierung, wenn nicht ein
generelles Berufsverbot für sie.
richtig und das darf nicht sein… daher bin ich u.a. für
Schulen an dem ausschließlich Muslimen oder außschl. streng
gläubige Christen lernen/lehren. Ich kenne einen muslim.
Vater, der dies sehr begrüßen würde seine Tochter in eine
Schule schicken zu dürfen, in der voll und ganz auf die
Religion eingegangen wird. - NACHTEIL : Integration in die
Gesellschaft ist dadurch umso schwieriger!
Das ist wohl richtig. Unter Muslimen - das kann ich ruhig sagen - ist der Gedanke „Privatschulen“ schon längst zur Denkrealität geworden, leider! Aber vielleicht liesse es sich einrichten, dass Schulen selbst entscheiden (samt Lehrer- Eltern- und Schülerschaft), ob sie eine „areligiöse“ Schule haben wollen. Dann könnten Eltern, die ihre Kinder vor „Informationen“, die sie nicht vertreten „schützen“. Und Lehrerinnen mit Kopftuch würden auch wieder eine Anstellung und damit einen Platz in der Gesellschaft haben.
Religion beeinflusst den Schüler zu sehr, als das er
dann noch objektive Entscheidungen treffen könnte
Dieses ist zum einen wieder eine sehr eingeschränkte Sicht auf
Religion(en) und zum ist dieses hierzulande ja überhaupt kein
Thema mehr, da der Anspruch der Schule hierzulande Bildung und
nicht Religion ist und auch so realisiert wird(*). Und ich
sehe auch nicht, wo sich dieses ändern sollte oder jemand
dieses fordert.
(*) Wenn man vom Kruzifix in Schulen etc. absieht.
Dazu ein Beispiel: In einer christl. privaten Schule wird
morgens gebetet. Danach geht der Unterricht in
„gewohnt-wissenschaftlicher“ Weise weiter. In diesem
Standpunkt geht es um den „außerschulischen Einfluss -
Religion in einer Schule“. Dies ist hierzulande sehr wohl ein
großes Thema und füllt im ganzen Land viele Foren. Allein ein
Kruzifix hat eine beeinflussende Wirkung auf den Schüler bzw.
Lehrer. Es hängt ja nicht umsonst in den Klassenräumen.
Hallo,
zunächst einmal ist das eine Privatschule. Aber in der normalen Schule wird morgens nicht gemeinsam gebetet.
Auf der anderen Seite, warum hängt das Kruzifix in den meisten Gerichtssälen? Damit sollte man zunächst anfangen. Vor allem da nun bspw. in Hessen das Neutralitätsgebot so negativ interpretiert wird…
Dazu ein Beispiel: In einer christl. privaten Schule wird
morgens gebetet.
Okay, hier war ich etwas ungenau, da ich mich auf Schule als öffentlichen Ort bezug und damit Privatschule etwas ausklammerte. Dennoch ist mir unklar, in wie weit nun dieses Gebet die Schüler bzw. LehrerInnen in ihrem Denken einschränken soll. Zumindest habe ich solches weder bei meiner Frau noch bei meinen Kindern feststellen können.
Allein ein Kruzifix hat eine beeinflussende Wirkung auf den
Schüler bzw. Lehrer. Es hängt ja nicht umsonst in den
Klassenräumen.
Diesen Einfluß mag es aus christlicher Sicht gebe, aber ich erkenne ihn nicht. Meine Probleme mit Kruzifixen sind ganz anderer Natur, als dass mich diese nun beieinflussen würden. Ausserdem habe ich solches ja ausgeschlossen und sehe nicht, dass dieses bezogen auf die Bildung hierzulande wirklich ein so grosse Bedeutung hätte.
Allein ein
Kruzifix hat eine beeinflussende Wirkung auf den Schüler bzw.
Lehrer. Es hängt ja nicht umsonst in den Klassenräumen.
das sehe ich anders. was für eine beeinflussung sollte ein - pardon - stück holz auf jemanden haben, für den es keine bedeutung hat außer ein stück holz zu sein? (ich lasse das von eli angesprochene religiöse problem eines religiösen juden jetzt bewußt beseite). das problem liegt woanders: das aufhängen eines kreuzes als wandschmuck deutet an, daß es sich bei dem gesamten gebäude um eine als christlich definierte einrichtung handelt. und DAMIT haben die nichtchristlichen schüler (kunden??) des staatlichen bildungssystems zurecht ein problem. (wogegen eine vom lehrer getragene kipa dem lehrer sein bier ist. der lehrer ist ja kein einrichtungsgegenstand! insofern ist die kopftuchdebatte für mich eine phantomdiskussion.)
Integration in die
Gesellschaft ist dadurch umso schwieriger!
die integrattion von sacré-coeur-internatistinnen ist auch ungemein schwer. die werden da psychisch geschadet und müssen so röcke tragen die sie dann am bus gegen einen scharfen pinken mini austauschen, bevor sie ihren boyfriend treffen.
Also ich glaube, es macht Sinn Religionsfächer anzubieten und
die Schüler darin zu benoten, aber diese Fächer sollten
Wahlfächer bleiben.
na wenn wir uns mal einig sind ich seh das auch so. übrigens durfte ich so einen unterricht genießen. religiostitä war wirklich NICHT bedingung (oh mann), sondern wir haben tatsächlich was gelernt, also geschichte usw., zumindest in den ersten jahren als religion pflichtfach war. dann, als es wahlfach wurde, bekamen wir einen gitarrespielenden singenden hippie als lehrer, der nur mehr über kondome faselte )) ausgertretn sind trotzdem einige *g*
übrigens durfte ich so einen unterricht genießen. religiostitä
war wirklich NICHT bedingung (oh mann), sondern wir haben
tatsächlich was gelernt, also geschichte usw., zumindest in
den ersten jahren als religion pflichtfach war.[…]
Wie passen Religion und Geschichte zusammen? Und wie passt dann der Geschichtsunterricht dazu? Und was ist „usw.“ in diesem Zusammenhang?
Und gehe ich recht in der Annahme, dass es dann quasi Religionsgeschichte der christlichen Religion war? Und wenn ja, wer braucht den Quatsch?
Und gehe ich recht in der Annahme, dass es dann quasi
Religionsgeschichte der christlichen Religion war? Und wenn
ja, wer braucht den Quatsch?
ach du lieber… ich finde es in ordnung daß geistesgeschichte und eben auch religionsgeschichte unterrichtet wird. ist ja teil der europäischen kultur…
oft ist „religionsunterricht“ tatsächlich eine mogelpackung. würde nämlich wirklich religion unterrichtet werden (also dogmatik=religiöse lehre) würden sich nämlich alle abmelden! wieviele prozent der schüler sind denn tatsächlich religiös? 5%? 10%? wer es wirklich ist, schickt sein kind in eine privatschule. was bleibt, ist also religionsgeschichte und allgemeinwissen ÜBER religion. auch oft über religionEN, „weltreligionen“ hieß das. (dieselbe debatte hatten wir ja beim streit „ist theologie eine wissenschaft“. man kann durchaus was nützliches ÜBER religion(en) lernen. allerdings ist dazu eben KEIN konfessioneller unterricht notwendig sondern im gegenteil eher hinterlich.)
Ohne einen der anderen Beiträge gelesen zu haben, hielte ich einen verpflichtenden Religionsunterricht zwar durchaus für richtig, allerdings nicht „beschränkt“ (sic!) auf die von den Eltern mitgegebene (oktroierte), sondern quasi als Information über alle großen Religionen, um dem Heranwachsenden die Vergleichsmöglichkeiten zu vermitteln, die für eine freie Wahl des Glaubens Voraussetzung ist.
Wenn es ein Kopftuchverbot gibt, muss auch das Kreuz aus den
Schulen (es sollte die Religion allgemein aus den
Bildungseinrichtungen privat oder staatlich herausgehalten
werden)! Religion beeinflusst den Schüler zu sehr, als das er
dann noch objektive Entscheidungen treffen könnte - also immer
mit seiner religiösen Sichtweise den Blick für andere
(philosophische - ideologische) versperren könnte. Wenn ein
Mensch sich der Religion widmen möchte, dann bitte außerhalb
der Schule!
Ein Kreuz an der Wand ist etwas anderes als ein Kopftuch auf der Person. Das Kreuz an der Wand ist nur ein Symbol für die religiöse Mehrheit im Land, sagt aber nichts über die Religion der einzelnen Schüler aus.
Ich kann mir aber vorstellen, den Halbmond, den Davidstern und entsprechende Symbole der Buddhisten,Hinduisten, Shintoisten etc. auch an die Wand zu hängen.
Vorausschickend: Auch ich habe die anderen Beiträge nicht gelesen.
Ohne einen der anderen Beiträge gelesen zu haben, hielte ich
einen verpflichtenden Religionsunterricht zwar durchaus für
richtig, allerdings nicht „beschränkt“ (sic!) auf die von den
Eltern mitgegebene (oktroierte), sondern quasi als Information
über alle großen Religionen, um dem Heranwachsenden die
Vergleichsmöglichkeiten zu vermitteln, die für eine freie Wahl
des Glaubens Voraussetzung ist.
So ein Religionsunterricht hätte mich auch interessiert!
Ein Kreuz an der Wand ist etwas anderes als ein Kopftuch auf
der Person. Das Kreuz an der Wand ist nur ein Symbol für die
religiöse Mehrheit im Land, sagt aber nichts über die Religion
der einzelnen Schüler aus.
In Deutschland ist jetzt eine Diskussion entbrannt, weil das Kopftuchverbot in der Folge auch ein Nonnentracht-Verbot nach sich zieht.
So ein Religionsunterricht hätte mich auch interessiert!
So muß man sich die Infos mühsam zusammenkratzen. Zum Glück gibt’s hier viel davon )
In Deutschland ist jetzt eine Diskussion entbrannt, weil das
Kopftuchverbot in der Folge auch ein Nonnentracht-Verbot nach
sich zieht.
Das beweist ja nur die Ungeschicklichkeit, die Unterschiede zu artikulieren. Die Nonnentracht ist quasi eine Arbeitskleidung (um nicht Anstaltskleidung sagen zu müssen) und ein Zeichen eines besonderen Gelübdes, und nicht nur ein Ausdruck einfacher Religionszugehörigkeit.
und ein Zeichen
eines besonderen Gelübdes, und nicht nur ein Ausdruck
einfacher Religionszugehörigkeit.
also tausendmal „schlimmer“ als ein kopftuch im unterricht,
oder habe ich dich falsch vestanden?
*grins* scheint fast so.
Ich hab doch ausdücklich „Arbeitskleidung“ gesagt.
Die Angehörigen der Nato-Truppen rennen in Uniform umher, und die Angehörigen der päpstlichen Truppen eben in anderen seltsamen Gewändern.