Bildungserfolg herkunftsabhängig

die UN kritisieren das deutsche Schulsystem:
http://onnachrichten.t-online.de/c/10/44/64/30/10446…

Im Prinzip ist so ziemlich alles, die Kompetenz der Lehrer, die Dreigliedrigkeit, die Bildungshoheit der Länder, alles sei komplett Sch***.

Insbesondere sei der Bildungserfolg abhängig vom Elternhaus. Und daran sei die Schule Schuld. Aha…

Sagt mal, hat von den Studienerstellern auch nur ein einziger mal einen Blick in den deutschen Schulalltag geworfen? Die Hauptaufgabe des deutschen Lehrers ist (selbst im Gymnasium!!!) nicht mehr die Wissensvermittlung, sondern die Erziehung.

Und jetzt ist die Schule dran schuld, dass Kinder, die nie gelernt haben, wie man still hinsitzt, Kinder, die schon in der sechsten Klasse mit geklauten Handys handeln Kinder, die Waffen mit in die Schule bringen (teils um sich vor anderen Kindern mit Waffen zu schützen… ), nicht viel Lernerfolg haben?

O.k. der Bodensatz, der tragischerweise eh nie eine Chance hat, dass der auch keine Chance in der Schule haben kann, ist eigentlich klar. Dass daran aber die Schule, die Lehrer und das Schulsystem schuld sein sollen, das ist doch kompletter Blödsinn!!!

Wie seht ihr das?

Nick

Im Prinzip ist so ziemlich alles, die Kompetenz der Lehrer,
die Dreigliedrigkeit, die Bildungshoheit der Länder, alles sei
komplett Sch***.

Was die föderalen Strukturen angeht, kann ich mich dem anschließen. Abschlüsse, die nicht nur von Namen her gleich sind, wären eine große Bereicherung.

Insbesondere sei der Bildungserfolg abhängig vom Elternhaus.

Es geht ja noch weiter: Der Bildungserfolg ist sogar von der Intelligenz abhängig!
Ich sehe jedenfalls keine Möglichkeit, wie es die Schule wettmachen soll, wenn in vielen Haushalten die Fernsehzeitung die einzige vorhandene Literatur ist.
Finanzen spielen dabei nur insofern eine Rolle, als dass die Bildung in Deutschland immer der erste Luxus ist, den man sich nicht mehr leisten kann.

Sagt mal, hat von den Studienerstellern auch nur ein einziger
mal einen Blick in den deutschen Schulalltag geworfen?

Natürlich nicht, das wäre ja auch zu viel verlangt :wink:

Die
Hauptaufgabe des deutschen Lehrers ist (selbst im
Gymnasium!!!) nicht mehr die Wissensvermittlung, sondern die
Erziehung.

Genau da liegt der Fehler: Aufgabe des Lehrers ist weder Erziehung noch Wissensvermittlung. Oberstes Ziel eines intakten Bildungsapparates und seiner Vertreter muss die Gleichheit und der soziale Frieden sein.
Erst wenn alle gleich blöd sind, hat die deutsche Gesellschaft ihr Wohlfühl-Klima erreicht.

O.k. der Bodensatz, der tragischerweise eh nie eine Chance
hat, dass der auch keine Chance in der Schule haben kann, ist
eigentlich klar. Dass daran aber die Schule, die Lehrer und
das Schulsystem schuld sein sollen, das ist doch kompletter
Blödsinn!!!

Wie seht ihr das?

Ebenso.

Anmerkung
Hallo,

Finanzen spielen dabei nur insofern eine Rolle, als dass die
Bildung in Deutschland immer der erste Luxus ist, den man sich
nicht mehr leisten kann.

Ich würde sagen: nicht mehr leisten will. Ansonsten stimme ich Euch beiden völlig zu.
Gruß
loderunner