Wo du aber m. E. völlig ins leere läufst ist die Vorstellung
ein Bildungsinstitut wäre geeignet marode Firmen aufzukaufen
und dann in einer gigantischen
Holding-Konzern-Oderwasauchimmer-Struktur die Gelder für die
Ausbildung und die Auszubildenden zu erwirtschaften.
Die Gründe siehe oben.
Was du natürlich erreichen kannst ist so etwas wie man es in
Ländern ohne formale Berufsqualifikation findet. Jeder betreib
bildet seine Leute für die eigenen Bedrüfnisse aus, womit sie
dann auf dem „freien Arbeitsmarkt“ wenig kompatibel sind und
niedriger Qualifzierte überall wieder bei null anfangen
dürfen. Aber das wolltest du sicher nicht.
Gruß
Werner
Hallo Werner,
Deine Einwände sind einleuchtend. Mein Gedanke ist auch eher ganz grundsätzlicher Art: Wie kann man Bildung attraktiver anbieten?
Dem größten und alamierend ärgsten Mangel in der Welt, der Ursache für Hunger, Unmenschlichkeit, Krieg und Elend, nämlich der allgemeinen Bildung, steht zwar ein ebenso großes Angebot gegenüber, aber in einer derart unattraktiven und offenbar dumm-abstoßenden und unverdaulichen Art und Weise, so als würde man einem Verdurstenden faules Meerwasser anbieten, so dass trotz Mangel für dieses Angebot keine entsprechende Nachfrage besteht.
Die Ursache für diese Absurdität stellte ich am Beispiel meines Neujahrbriefes an ein kommerzielles Bildungsinstitut zur Diskussion, in dem ich als Lösung vorschlug, dass Bildung nicht mehr nur indirekt zum Bestreiten des besseren Lebensunterhaltes führt, sondern direkt, dass sich also unmittelbar die Qualifizierung der Bildung durch Qualität der Produkte oder Leistungen finanziert, was organisatorisch kein grundsätzliches Problem darstellt.
Es ist sicher leichter, als ein Auto herzustellen um damit Geld zu verdienen.
Es gibt weltweit bekannte Beispiele im Kleinen wie weltweit Bekannte, wie Silicon Valley, das indische „Infosys Technologies“,
http://www.infosys.com/gdm/infrastructure.asp
http://www.infosys.com/gdm/infrastructure.asp
http://de.wikipedia.org/wiki/Infosys_Technologies_Ltd
oder das Projekt „KREDITE FÜR DIE ARMEN“ von Muhammad Yunus, zu dem auch gegenseitige fachliche Anleitung gehört.
Learning by watching, hearing, repeating;
Learning by teaching,
Learning by doing,
Dazu gibt es viele Millionen Webseiten, meist in Englisch oder Spanisch freilich.
Kombiniert ermöglicht es, jedem “Studierenden” und zugleich „Lehrenden“ und Praktizierenden d.h. „Arbeiter“ ein angemessenes Gehalt und Auskommen zu zahlen.
Das alles als Werbung für ein lukratives Privatunternehmen.
Der positiven Perspektive, daß sich Theorie immer zugleich in der Praxis bewähren muß, steht natürlich die berechtigte Skepsis gegenüber, daß dort, wo Tapeten, Autos, Zeitungen, Medizin, Kühlschränke usw. hergestellt werden, die Geisteswissenschaften zu kurz kommen. Aber, eine solche Firma zahlt Steuern, - wie jede andere auch, und ihre Existenz bedeutet ja nicht, daß die lahmarschigen, staatlichen Bildungsdinosaurier dicht machen müssen. Die freuen sich über jeden Studenten, der wegbleibt.
Natürlich wäre ich als Idealist total ungeeignet, derartiges zu realisieren, (wie jede herkömmliche Universität nicht anders) - sowenig ich ein Auto bauen könnte, um damit Geld zu verdienen. Dies benötigt knallharte Organisation.
Aber das wäre ein anderes Thema.
Ganz herzlich
Friedhelm