hallo,
wieso soll der empfaenger der leistung,
also der student,
bezahlt werden?
Nun, studieren, lernen ist harte Arbeit. Warum sollte dies nicht bezahlt werden?
damit jeder studieren kann.
auch wenn die frage vielleicht in deinen ohren merkwuerdig
klingen mag, aber wieso sollte denn jeder studieren???
wer verpackt denn dann die pralinen, die ich zu weihnachten
kaufe?
Das machen ja längst die Maschinen!
wer schliesst dann meinen eherd an?
wer baut mir mein haus?
im hoersaal bekommt der student kostenlos
bildung angeboten.
umsonst ist nichts. Die Frage ist, wer bezahlt das?
Das Sozialgefüge wäre natürlich ein
grundlegend anderes als
das der gegenwärtigen Bildungsaristokratie,
wo das ungebildete
Volk, der Pöbel die Qualifizierung der späteren „Elite“
bezahlt.
nein, der poepel zahlt im moment die rentner. und das zahlt
nicht nur der poepel, sondern auch der studierte. nur verdient
der poepel schon mindestens 4 jahre laenger geld - bei 2000
euro/monat rund 100.000.
Nun, ich hatte mich bewußt etwas polemisch ausgedrückt, wenn ich vom ungebildeten „Pöbel“ sprach, und zwar als Kritik gegen die überkommene bildungsaristokratische Realität „Oben und Unten“ des gegenwärtigen Systems. Als Bildungsmisere ist dies noch ein Thema für sich. Ich bin aber kein Utopist und denke überhaupt nicht daran, dies Modell zu ändern.
Die Frage „Wer soll das bezahlen?“ . - nun ja,
es muß halt so
organisiert werden, daß es sich selbst
durch Anwendung bezahlt
macht. Und das ist weniger kompliziert als ein Auto.
zumindest es aufzuschreiben…
Z.B. kleinere Prüfungssegmente oder
Lerneinheiten können wie
ein Puzzle briefmarkenartig z.B. wie sechs-
oder achteckige
Dominosteine einerseits in verschiedene Richtungen
weiterführen und zum Weiterstudium
berechtigen, andererseits
aber dazu qualifizieren, teils andere Studenten zu
unterrichten bzw. bereits in praktischer
Arbeit anzuwenden,
zum einen - das passiert schon sehr haeufig.
zum anderen - andere studenten zu unterrichten ist nicht
jedermanns sache. das macht 1 von 20. und wo landen wir
dann??? ein prof. ist kein prof., weil er mal nen schein
irgendwo gemacht hat. das sind jahre der erfahrung, die er
weitertraegt.und die muessen sitzen.
dazu weiter unten.
??? ist das deine vorstellung der zukunft? da kann ich dich
beruhigen…das gibt’s schon.
und besonders extrem gab’s das nach der wende im osten. nur
hat der studierte dem staat einen strich durch die rechnung
gemacht. er hat die firmen nur aufgekauft und aschliessend
geschlossen. billige konkurrenz muss vernichtet werden.
Zuschüsse vom
Staat brauchen deswegen nicht ausgeschlossen zu sein.
nicht ausgeschlossen???woher soll denn das geld kommen -fuer
die studenten? aus der rentenkasse? dem roten kreuz? oder vom
vw-vorstand?
Deine Beispiele sind ganz richtig. Im Ansatz gibt es das alles bereits an allen Ecken, sei es unserer zweigliedriges Bildungssystem, wo der Meister den Gesellen, und der Geselle den Lehrling anlernt, sei es die innerbetriebliche, gutbezahlte Weiterbildung der Großunternehmer. (- - was allerdings in letzter Zeit nachgelassen hat, seit man ausländische Fachkräfte billiger bekommt.)
Stattdessen ganz grundsätzlich: Jeder
arbeitet, unterrichtet
und studiert praktisch gleichzeitig -
und zwar lebenslang.
lebenslang? du meinst, solange man will…ich will nicht mein
leben lang studieren. das wollen nur philosophen und die sind
nicht produktiv.
Dein Einwand ist verständlich und realistisch. Ausgerechnet der Mensch, der nicht einmal die Hauptschule geschafft hat, oder gerade so aus Gnade und Barmherzigkeit, der hat seine schlimmsten Lebenserfahrungen und die nachhaltigsten Beleidigungen als Versager in der Schule erlebt. Lernen ist für ihn ein Horror, eine Schreckensvorstellung. Eine folgenschwere Fehlleistung der Schule, - von übler Folge bis auf die Kinder in weiteren Generationen!!
Ich meine jetzt nicht Dich!!
etwas grundsaetzliches, was du verlangst, ist ungefaehr mit
dem verlangen nach kommunismus gleichzusetzen.
Ach ja! Ich denke überhaupt nicht an den Staat, sondern an ein weltweites Privatunternehmen, ähnlich so wie der Provider im Internet, der durch ein kluges Managment damit mehr Geld verdient, als jede Autofabrik, - weil die Nachfrage schier unendlich! - was zum Staat hin bestenfalls als Alternative Besserungen anregt.
der mensch will nicht immer 1000 euro verdienen. und nicht
jedes gramm wissen, berechtigt ihn nun, seinen lohn um 1cent
zu erhoehen, was aber die folge deines systems waere.
wenn ich 10 jahre studiert habe und mir mit lehren, arbeiten
und studieren gleichzeitig dem buckel krumm mache, wieso kann
ich nicht 4 jahre nur studieren und dann arbeiten und 3 mal
mehr verdienen.
oder denkst du, ich kann die gleiche menge stoff studieren,
wenn ich lehre, arbeite und studiere - im gegensatz dazu, wenn
ich nur studiere???
ja, denke ich tatsächlich. Heute lerne und studiere ich, und wenn ich meinen Schein habe und mich aufs hohe Roß setze, ist mein Wissen längst schon von Gestern, falls ich es nicht schon vergessen habe; mit meinem Titel verteidige und rechtfertige ich meine Blödheit; mit zunehmendem Alter verliere ich an Kompetenz, Aufnahmebereitschaft und Würde bzw. Gültigkeit, statt weise und geachtet zu werden. Ich verhindere Reformen, Innovationen und Entwicklung wo immer ich noch Macht habe, nur als Selbsterhaltungstrieb, - bis man mich (zurecht) feuert.
Friedhelm schulz