Bildungssystem Deutschland !?

Moin,

also primär geht dieser Artikel eigentlich an Studing ich möchte aber das sich auch noch andere an der Diskussion beteiligen. Wer die Vorgeschichte lesen möchte kann dies hier
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

@Studing

So hab jetzt mal unsere Diskussion in ein, denke mal, geeigneteres Brett geschoben und werde dir hier auf dein letztes Posting antworten.

Bei allem Respekt, sieh es doch einfach ein, daß es gegen
viele Deiner Gedankengänge reale, empirische Fakten gibt, die
Dir einfach widersprechen und Dir nicht recht geben.

Du redest immer von Fakten belegst diese aber nie, wie soll ich das also glauben!!!

Ich rede hier von schulischen Vorraussetzungen
die ind der Grundschule geschaffen werden,
nicht von erzieherischen Vorrausetzungen
die in der Familie liegen.

Das greift doch beides zusammen - die Grundschule muß man
natürlich auchverbessern. Noten ab Klasse 1 würden wieder gut
tun und überhaupt eben die Verbesserung der
Betreuungssituation.

Nun du bringst weiter unten das Beispiel von Finnland, hier findet Unterstützung in der Schule unabhängig von der Mitarbeit der Eltern statt. Und es gibt hier ein ausgeklügeltes Födersystem von Leistungsschwachen Schülern, aber dazu kommen wir noch.

Ich halte auch Kontakte in die Vergangenheit, sogar sehr
viele.
Vorsicht also @Behauptungen.

Willst du mir jetzt unterstellen das meine Einsichten keine anderen sind als Deine?
Ich denke gerade bei einer so differenten Sichtweise wie bei uns beiden sollte sich dies doch schon herrauskristalisiert haben.

Entschuldigung, aber hier kann man doch so richtig die
Fliegenklatsche ansetzen - warum erheben sich dann die über 60
Mio Menschen im Westen nicht? Wann kommt endlich eine Reaktion
gegen die eigenmächtig handelnde politische Schicht?

Ah ja so frei nach dem Motto wir haben doch die Einheit ermöglicht durch unseren Widerstand, warum tun die blöden Wessis nicht auch sowas wenn ihnen das politische System nicht passt!!!
Sorry, also ehrlich. 1989 ging es ums freie Reiserecht, um freie Meinungsäusserung halt grob gesagt um mehr Freiheiten und Rechte für die Bevölkerung der DDR. Die Einheit war nur ein Mittel unserer damaligen Politiker um sich zu profilieren und Stimmen zu erhalten, halt um an der Macht zu bleiben.
Und wenn man schon im Kleinen nicht schafft die Menschen zu solidarisieren, wie bitteschön soll sowas in einem demokratischen Land in dem jeder alle Freiheiten hat mit 60 Milionen gehen. Übrigens der Rest Deutschlands im Osten ist doch auch nicht zufrieden. Als wenn man einen zivilen Widerstand gegen ein totalitäres System mit den Vorrausetzungen hier vergleichen kann.

Entschuldigung, aber hier kann man doch so richtig die
Fliegenklatsche ansetzen - warum erheben sich dann die über 60
Mio Menschen im Westen nicht? Wann kommt endlich eine Reaktion
gegen die eigenmächtig handelnde politische Schicht?

Das Beispiel DDR ist indiskutabel, da diese zu PISA nicht mehr existent war und zudem ein Schulsystem unter einem totalitärem System.
Und bezüglich Finnland leg ic dir mal folgenden Artikel ans Herz
http://www.finland.de/dfgnrw/dfg043a-pisa07.htm

Demnach sind hier im wesentliche ganz ander Faktoren für das gute abschneiden bei PISA verantwortlich als du mir hier weis machen willst, zudem kommt erschwerend die Tatsache hinzu das es dort einen wesentlich geringeren Ausländeranteil gibt als bei uns, aber das kannst du hier gut nachlesen.
Auch interessant ist das die Oberstufe die OKKULA hier 2 bis 4 Jahre dauert je nach Leistungsvermögen und Kursauswahl. Sprich auch Finnland verwendet ein Kurssystem für die Oberstufe und die maximale Schuldauer beträgt auch hier 13 Jahre wenn auch die meisten nach 12 Jahren ihre Schule abschließen. Aber dies ist extrem abhängig von den Kursen die sich die Schüler selbst aussuchen können.

Das Problem ist doch, daß es diesen allgemein starken Schüler
kaum gibt. Den allgemein Schwachen gibt es auch kaum. Vielmehr
sind die Schüler erfahrungsgemäß dort gut, dort weniger.
Zweitens kann ich nur sagen: Im Ausland funktioniert es auch.
Du spiegelst gerade die typische deutsche Mentalität von
momentan wieder: „das geht nicht und das geht nicht und das
geht nicht und das geht nicht…“.

Nun in Finnland sind es 12% !!! die Leistungsschwach sind, somit liegt diese Zahl angesichts vieler Defizite in den verschiedensten Bereichen bei uns wahrscheinlich mindestens ebenso hoch wenn nicht sogar höher.
Und es hat nicht mit typisch deutscher Mentalität zu tun.

Lehrpläne müssen detaillierter werden und *verbindlich*.

Nun bei deinem Beispiel Finnland gab es bisher keine verbindlichen Lehrpläne, die wurden von den Schulen selbst gestaltet und dies führte zu großen Leistungsunterschieden einzelner Schulen. Nun will man hier aber dirigierend eingreifen wobei die Profilschule erhalten bleiben soll. Man weiß aber nicht ob dies mit Erfolg gekrönt sein wird, man hofft.

Das ist nich böse gemeint, sondern soll eine Mahnung an Dich
sein, Dich nicht in Deine kleinbürgerlichen Konzepte
hineinzusteigern.

Es ist also „Kleinbürgerlich“ zu fordern das die Grundschule von der ersten bis zur sechsten Klasse geht und erst dann eine entsprechende Aufteilung erfolgt ohne Orientierungsstufe?
Und das nur weil man glaubt das unser dreigliedriges System in einem bestimmten abgesteckten Rahmen genau richtig ist für die Klientel die dort zur Schule gehen und lernen soll. Weil man fordert das Lehrer entsprechend Erziehungspädagogisch Aus- bzw Fortgebildet werden?

Ich denke das was du mir vorwirfst gilt im gleichem Maße auch für dich, mal abgesehen von den fehlenden Belegen deinerseits.

Klassisch! Solche Methoden funktionieren nur mit dem Prinzip
„Strenge“. Die Kuschelpädagogik von heute greift nicht.

Was bitte verstehst du unter „klassisch“?

Falsch, alle erfolgreichen Bildungsländer tun genau DAS.
Es kommt dabei auf das frühkindliche Umfeld an.

Aber all diese Länder haben auch ihre Krisenbevölkerung und ich finde die Strategien von Wachleuten und Zäunen (Frankreich,Amerika) nicht gerade ansprechend oder gar richtig.
Das Umfeld wird deshalb nicht besser eher schlechter. Trotzdem steht Frankreich besser da als wir, warum? Doch nicht weil die Erziehung besser ist. Dies zeigt doch nur das schulische Ausbildung Qualitativ hochwertig sein kann auch wenn es viele soziale Brennpunkte gibt.
Nur hier gibt es auch ein Bildungssystem das bereits ab dem fünften Lebensjahr greift und eine Vollzeitversorgung beinhaltet. Etwas das sich unser Staat nicht leisten kann. Nicht mit diesem Steuer- und Sozialrechtssystem.

Wieder falsch. Die Einheitsschule ist DER Fortschritt - siehe
empirische Beobachten, siehe Ausland, siehe Finnland, siehe
Erfahrungen aus der DDR.

Wo bitte kann ich dieses denn einsehen? Du führst hier Dinge an die du nicht belegst. Und wie gesagt DDR ist indiskutabel.

Tut mir leid, aber hier kannst Du Dich auf den Kopf stellen.
Da du ja aber immer soviel darauf gibst, zu betonen, daß Du
älter bist, wirst Du sicher Fehler und falsche Sichtweisen
leichter ablegen auf Grund Deines Alters. Du packst das. :smile:

Ich kann und will mich gar nicht auf den Kopf stellen, aber du lieferst überhaupt keine Beweise oder Belege für deine Behauptungen und Schlußfolgerungen.
Das sieht ganz danach aus als wenn du hier der Trotzkopf bist und nicht ich.

Schöne Grüße
Andrea

H wie Hola.

Ah ja so frei nach dem Motto wir haben doch die Einheit
ermöglicht durch unseren Widerstand, warum tun die blöden
Wessis nicht auch sowas wenn ihnen das politische System nicht
passt!!!

Du betreibst Gesellschaftsspalterei. Komm doch bitte 'mal weniger emotional daher. Das reibe ich Dir jetzt schon im Dutzend unter die Nase und Du läßt einfach immer diese polemischen Unkenrufe nicht.

Wenn Du es so verstehen willst, bitte schön. Dann wundere Dich aber nicht, wenn einem irgendwann die Lsut vergeht, sich mit Dir zu unterhalten.

Sorry, also ehrlich. 1989 ging es ums freie Reiserecht, um
freie Meinungsäusserung halt grob gesagt um mehr Freiheiten
und Rechte für die Bevölkerung der DDR. Die Einheit war nur
ein Mittel unserer damaligen Politiker um sich zu profilieren
und Stimmen zu erhalten, halt um an der Macht zu bleiben.

Und wenn man schon im Kleinen nicht schafft die Menschen zu
solidarisieren, wie bitteschön soll sowas in einem
demokratischen Land in dem jeder alle Freiheiten hat mit 60
Milionen gehen.

Erstaunlich, erst diskutierst Du über das Thema, nun stellst Du sämtlichen Grundantrieb des Menschen in Frage.

Ich habe Dir schon einmal gesagt, daß mir Dein realpolitischer, pessimistischer und genau genommen resignativer Ton bis zum Himmel zu wider ist, weil Du nichts, rein gar nichts aus den letzten 4000 Jahren gelernt hast.

Dir geht völlig eine gewisse idealistische Komponente ab und es war schon seit je her ein systemimmanenter Mangel, daß Politik oft diametral zu idealistischen Gedanken steht.

Manche Leute würden Dir zurecht ins Gesicht jagen, daß es Dir mit einer Kugel im Kopf besser ginge, wenn Du so über Veränderungen denkst, denn es sind genau solche Leute wie Du, die meist die Bremse sind. Die, die sagen „Bringt alles nichts…“.

Jammere anderen die Ohren damit voll, aber mir nicht.

Als wenn man einen zivilen
Widerstand gegen ein totalitäres System mit den
Vorrausetzungen hier vergleichen kann.

Genau genommen kann man das und das verstehen erfahrungsgemäß Leute wie Du immer nicht. Im Kern sind es immer wieder ähnliche Prinzipien und Mechanismen die dabei wirken.

Ob ich nun einen konservativ-demokratischen Staat wie die BRD oder die USA radikal modernisieren oder einen Staat wie die DDR erst einmal demokratisieren wöllte, sind eben aus - einem größeren Blickwinkel betrachtet - *keine* verschiedenen Dinge.
Es erfordert ähnliche oder sogar die gleichen Visionen. Es erfordert das gleiche Streben nach Verbesserung, nach Weiterentwicklung. Et cetera.

Falls Du das noch in Deinem restlichen Leben *begreifen* solltest, hast Du viel erreicht.

Das Beispiel DDR ist indiskutabel, da diese zu PISA nicht mehr
existent war und zudem ein Schulsystem unter einem totalitärem
System.

Der nächste eklatante Fehler. Das schöne ist, daß ich mit diesem Staat Zeit meines Lebens auf Kriegsfuß gestanden hätte und immer wieder von solchen undurchdachen Kommentaren wie dem Deinigen regelrecht gezwungen werde, eine Art Schutzpatron zu spielen.

Wenn Du Dich solchen Strukturen nicht nüchtern und sachlich nähern kannst, lasse es doch einfach.

Der erste Fehler ist schonmal diese seltendämliche (es ist einfach so) Pauschalisierung, daß jedes totalitäre System rein negativ ist. Erstens gilt der Umkehrschluß bereits nicht (was bedenklich ist), sprich, alle nichttotalitären System sind nicht rein positiv.

Wenn Du Dir die Weltgeschichte anschaust, und bitte Deine typisch Weibliche Irrationalität im Schrank läßt, wirst Du erschreckenderweise erkennen, daß totalitäre Systeme oft gewisse Auswüchse hatten und haben, die rein von der Idee unzweifelhaft genial oder mindestens extrem leistungsfähig sind.

Darüber hinaus bist Du überhaupt nicht im Bilde. Zwischen 1970 und 1975 waren mehrfach Gesandtschaften aus Finnland in der ehemaligen DDR und haben sich *alles*, wirklich alles zeigen lassen. Von der Förderung an bis hin zu jeder Schulstruktur. Kindergartenbetreuung, kommunale Einheitsschule, landesweite Standardisierung, Mittags- und Nachmittagsbetreuung.

Fairerweise muß jedoch festgestellt werden, daß Finnlands System nicht derart auf Ganztagsschulen baut, wie es immer dargestellt wird. Doch das nur am Rande.

Nun waren die Finnen in einem erheblichen Dilemma.

Schnappe Dir einen Atlas und vergleiche die Geographie der Neuen Bundesländer mit der Finnlands.

Was stellen wir fest? Huch, ganz schön weitläufiges Land. Geringe Bevölkerungsdichte, ganz anderere industrielle Perspektiven als bspw. die DDR damals.

Wenn Du Dir das heutige Bildungssystem Finnlands dann anschaust, wirst Du feststellen, daß vieles übernommen wurde. Natürlich angepaßt und an gewissen Stellen abgeändert. Das war ja die eigentliche geistige Leistung der Finnen - sie haben nicht nur ein äußerst leistungsfähiges Bildungssystem einfach kopiert, sie haben es an ihre geographischen, kulturellen und politischen Gegebenheiten angepaßt.
Man übernahm in Finnland sogar das Modell der „kleinen Schule“ (was ich allgemein mit kommunaler Einheitsschule tituliere), d.h. Schulen sind fast immer relativ kleine Schulen.

Was ihnen offenkundig nicht paßte, war die straffe, sozialistische Organisation einerseits und im Zwiespalt andererseits die Förderung im Unterricht, die außerschulische Förderung und das nachschulische Leben (Mittag bis Spätnachmittag).
In Finnland war man der Meinung, bei der Bevölkerungsdichte und der Bevölkerungsstruktur der DDR würde das System in dieser Form sehr gut funktionieren - doch in Finnland gab es ganz andere Voraussetzungen.

Die BRD hat sich auf Grund solcher mentalen Anpassungsprobleme, wie Du sie zeigst, 15 Jahre nicht einmal im Stande gezeigt, eine blanke Kopie anzufertigen. Man hat sich, auf Deutsch gesagt, zu blöd angestellt, sich nüchtern und sachlich (*ideologiefrei*) einer ausgereiften und bis ins Detail ausgearbeiteten Maschinerie zu nähern und alle möglichen Vorteile darauszuziehen. Akten gäbe es noch genug. „Zeitzeugen“ ebenfalls noch.

Ich weiß aber, daß Dir auch diese Ausführungen wieder nicht nachvollziehbar sein werden, weil Du nunmal nicht distanziert genug hinschaust.

Du hantierst ziemlich viel mit recht schwarzweiß angehauchten Sichtweisen, siehe oben mit dem historisch völlig indiskutablen Kommentar zur totalitären Systemen.

Übrigens hat schon Goethe dieses Phänomen menschlicher Gesellschaften fasziniert. Das ganze kulminierte im „Faust“ in der Figur Mephistopheles’ - dieser ist eigentlich das zerstörerische Prinzip im „Widerstreit der Kräfte“ und bei jedem Unheil, was er anrichtet, springen an der Seite positive Effekte heraus.
Nur um Dir die Dimension Deines Irrtums aufzuzeigen.

Demnach sind hier im wesentliche ganz ander Faktoren für das
gute abschneiden bei PISA verantwortlich, als du mir hier weis
machen willst,

Erstens gehe ich nicht nur von PISA aus, denn PISA ist nur ein Mittel zum Zweck. Und zweitens deutest Du einfach falsch - wenn du den Artikel richtig gelesen hättest und Dich mit verschiedenene (internationalen) Schulsystemen auskennen würdest, würde es endlich die von mir erhoffte Erleuchtung geben.

zudem kommt erschwerend die Tatsache hinzu das
es dort einen wesentlich geringeren Ausländeranteil gibt als
bei uns, aber das kannst du hier gut nachlesen.

Vorsicht - das ist ein selbstverursachtes Problem. Wenn man die Ausländer hier in der BRD entsprechend fordern und dann auch vernünftig integrieren würde, hätten die kaum einen negativen Einfluß auf solche Tests wie PISA.

Hier mengst Du ganz schön herum und verwechselst Ursache mit Wirkung.

Ein Ausländeranteil wird doch erst zum Problem, wenn eben die typisch deutschen Schwierigkeiten vorliegen: unzureichende Sprachkenntnisse, unzureichende Anpassung der Mentalität der Zuwanderer, unzureichende Akzeptanz/Integration in die Gesellschaft, unzureichende Chancengleichheit.

Es ist ein bißchen wie mit den Schwarzafrikanern hier in den USA.

Auch interessant ist das die Oberstufe die OKKULA hier 2 bis 4
Jahre dauert je nach Leistungsvermögen und Kursauswahl. Sprich
auch Finnland verwendet ein Kurssystem für die Oberstufe und
die maximale Schuldauer beträgt auch hier 13 Jahre wenn auch
die meisten nach 12 Jahren ihre Schule abschließen. Aber dies
ist extrem abhängig von den Kursen die sich die Schüler selbst
aussuchen können.

Ich habe auch nie behauptet, daß Finnlandssystem optimal ist. Und Du vergißt schon wieder die völlig anderen Voraussetzungen Finnlands.

Darüber hinaus kann ich auch weiß Gott andere schwerwiegende Argumente gegen 3jährige Oberstufe und Kurssystem bringen, als mich dazu herablassen zu müssen, nur mit dem Finger auf andere zu zeigen. Das sei Dir versichert. Das war sogar schon mehrfach auf dem Tisch, Du hast nur die gleiche fast schon als Intoleranz zu bezeichnende Kurzsichtigkeit gezeigt, wie auch in diesem thread.

Nun in Finnland sind es 12% !!! die leistungsschwach sind,
somit liegt diese Zahl angesichts vieler Defizite in den
verschiedensten Bereichen bei uns wahrscheinlich mindestens
ebenso hoch wenn nicht sogar höher.
Und es hat nicht mit typisch deutscher Mentalität zu tun.

Ja, 12% bei denen dann aber ein effektives System greift.

Hier sind es mutig überschlagen 25%, wovon die Hälfte schon alleine durch den Zeitraum VOR DEM SCHULEINTRITT und dann während der Grundschule zu leistungsschwachen Schülern gemacht wird.

Du bist gerade extrem betriebsblind - rechne es hoch:

30 Mann starke Klasse, 12% sind rund 4 Schüler. 4 von 30.

Und? Perfekt! Das deckt sich mit meinem Kenntnisstand und Erinnerungen über meine damalige Klasse anno 1989. Dort gab es auch nicht mehr als 3 oder 4 „schwache“.

Das ist genau die Zahl, die mir vorschwebt, wenn ich sage - es gibt weit weniger leistungsschwache Schüler, als man immer suggeriert bekommt.

Du spielst mir damit ungewollt in die Hände, denn würde man das vorschulische System und die Grundschule entsprechend umgestalten, müßte man sich auch nur mit den üblichen 12% „herumschlagen“.

Deine Panik angesichts dieser Zahl ist einfach unverständlich und unbegründet. Entschuldigung, vielleicht kommt der Mathematiker durch - aber 12%? Wie gesagt, hätte man mich nach einer Zahl gefragt, hätte ich um die 10% gesagt, womit ich gefühlsmäßig gut gelegen hätte.

Nun bei deinem Beispiel Finnland gab es bisher keine
verbindlichen Lehrpläne, die wurden von den Schulen selbst
gestaltet und dies führte zu großen Leistungsunterschieden
einzelner Schulen. Nun will man hier aber dirigierend
eingreifen, wobei die Profilschule erhalten bleiben soll.

Es gibt eine einfache Rechnung. Man kann in etwa in Jahrzehnten ausrechnen, wie groß der Abstand von Bildungssystemen angesichts ihrer Qualität ist.

Finnland begann mit den Schulreformen um 1975. Etwas gerundet kam 30 Jahre später PISA.

Das Bildungssystem in Finnland hat also JETZT zum JETZIGEN System der BRD ca. 30 JAhre vorsprung. Das deckt sich auch sehr gut mit der typischen gesellschaftlichen Entwicklung. Bis grundlegende Reformen dieser Tragweite sich gesellschaftlich niederschlagen, muß man mindestens 15 Jahre rechnen.

Gegen die BRD spricht jedoch darüber hinaus, daß man in den letzten 30 Jahren auch nichts in die richtige Richtung getan hat und hier in die Bildungspolitik die gesamte Tragweite der politischen Probleme hineinspielen. Also nicht nur, daß sich Finnland auch stetig weiterentwickelt, hierzulande gibt es viele Hürden, die bereits im Ansatz eine Generalreform schlicht *verhindern*,
Stichwort Föderalismus/Föderalismuskonferenz.

Du vergleichst und schlußfolgerst somit an und über eingetaktete Strukturen, die den unseren drei Jahrzehnte voraus sind, ohne die Zeitkonstante zu berücksichtigen. Als Technikerin ein ganz schöner Schnitzer bei der allgemeinen Systembetrachtung.

Wenn die Finnen der Meinung sind, die Oberstufe von zwei bis vier Jahre zu gestalten, ist das organisch zu gewachsen. Dagegen steht nun der Punkt: Warum dreijährige Oberstufe, wenn es besser in zwei gehen kann? Hier schießt sich das dritte Jahr einfach aus Gründen der Optimierung ins Abseits.

Es ist also „Kleinbürgerlich“ zu fordern das die Grundschule
von der ersten bis zur sechsten Klasse geht und erst dann eine
entsprechende Aufteilung erfolgt ohne Orientierungsstufe?
Und das nur weil man glaubt das unser dreigliedriges System in
einem bestimmten abgesteckten Rahmen genau richtig ist für die
Klientel die dort zur Schule gehen und lernen soll. Weil man
fordert das Lehrer entsprechend Erziehungspädagogisch Aus- bzw
Fortgebildet werden?

Das nächste Mal mußt Du mehr zitieren, da das eindeutig aus dem Zusammenhang gerissen ist. Falls es Dir noch nicht klargeworden ist: Meine Kommentare sind meist mit mehreren roten Fäden durchgehend geschrieben, auf die ich je nach Zusammenhang zurückkomme oder zurückgreife. Das hat den Vorteil, daß man geschlossene Aussagen erreichen kann und Dinge von mehreren Seiten zu betrachten vermag.
Ich antworte nicht nur „einfach so“ absatzhaft. Vielleicht hilft Dir das in Zukunft.

Die Dreigliedrigkeit kann entfallen, die Orientierungsstufe kann entfallen - Du vergißt darüber hinaus, daß die Orientierungsstufe in manchen Bundesländern *keine* Schulform ist, sondern einen bloßen Begriff darstellt.

Vier Jahre Unterstufe sind absolut ausreichend, dann geht es in die Mittelstufe. Und hier könnte man problemlos effektive Riegel zum Gymnasium vorschieben. Für leistungsstarke Schüler kann der Übergang ab Klasse 8 oder 9 ermöglicht werden. Sowohl aus leistungstechnischen als auch auf Grund von charakterlichen Aspekten, wäre der Übergang in die zweijährige Oberstufe ideal. Da ich damit gute Erfahrung habe vielelicht auch der Übergang in eine dreijährige fachorientierte Oberstufe, die jedoch auch eine Allgemeine Hochschulreife erteilt.

Mit kleinbürgerlich meinte ich einfach, daß Du immer noch an solchen steinzeitlichen Strukturen festhältst, die eben gerade mitverantwortlich für die heutigen Probleme der Schüler sind.
Die Realität hat (ausgerechnet) Dich in Sachen Frühselektion längst überholt.

Aber all diese Länder haben auch ihre Krisenbevölkerung und
ich finde die Strategien von Wachleuten und Zäunen
(Frankreich, Amerika) nicht gerade ansprechend oder gar
richtig.

Das Umfeld wird deshalb nicht besser eher schlechter. Trotzdem
steht Frankreich besser da als wir, warum? Doch nicht weil die
Erziehung besser ist. Dies zeigt doch nur das schulische
Ausbildung Qualitativ hochwertig sein kann, auch wenn es viele
soziale Brennpunkte gibt.

Ach, plötzlich? Plötzlich leistet das Schulsystem doch mehr, als Du in vielen Kommentaren bereit warst, einzugestehen.
Hier widersprichst Du Dir einerseits - andererseits hast Du „frühkindliches Umfeld“ mißverstanden.

Es ging um den sozialen Faktor vorallem auf die staatlichen Erziehungs- und Betreuungsanstalten bezogen. Siehe die aktuelle Kindergartendiskussion.

Es hat doch gar keiner bestritten, daß es soziale Brennpunkte gibt - doch nur weil es niemand erwähnt hat, kannst Du das nicht als Gegenargument anbringen. Übrigens eine Marotte, die gerne unsere Politiker benutzen, um eine Diskussion immer wieder so zu verwinkeln, daß das typische Rumgeseier à la Christiansen oder dergleichen herauskommt.

Gerade in solchen sozialen Brennpunkten sind staatliche Erziehungsanstalten *der* Weg zur Einflußnahme. Kindergarten, Schule - alles perfekt geeignet, um Kindern einen stabilen Tagesablauf zu bieten, Normen und Regeln einzubläuen, sozialen Kontakt zu gewährleisten. Auch Sprachprobleme sind thematisierbar.

Nicht ich bin der Trotzkopf, sondern Du, weil Du Dich einfach konsequent weigerst, einen Schritt zurückzutreten, um den Blickwinkel zu erweitern. Du färbst jede Aussage sofort mit einer Wertung ein - Deiner persönlichen Wertung - anstatt erst einmal nüchtern darüber nachzudenken.

Das zeigt schon Dein Hinsweis auf den Artikel zu Finnland weiter oben. Es ist nur ein Artikel, der auch genauso gelesen werden muß. Betonung auf *ein* und *Artikel*.
Dort ist kein Stempel drunter mit der Inschrift „Von Gott als echte Wahrheit zertifiziert.“.

Und da wir schon schätzungsweise ein Dutzend Kommentare besprochen haben zu diesem Thema, war es das auch von mir. Was Du jetzt wieder aus diesem Kommentar basteln wirst, soll mich nicht weiter kümmern.

Statt herumzustreiten, solltest Du Deine Lektionen über Erörterung nachholen.

MfG

Wo sind die Bezüge/Belege zum nachlesen?

Ich habe in dem ganzen Threat meine Meinung vertreten, die ich nicht belegen muss. Du jedoch argumentierst mit empirischen Untersuchungen usw. und gibst keinerlei nachlesbare Belege deiner angeführten Argumente.

Wenn du überzeugen willst dann, liefer diese?

MFG
Andrea

also primär geht dieser Artikel eigentlich an Studing ich
möchte aber das sich auch noch andere an der Diskussion
beteiligen.

Hallo,
leider bin ich nicht in der Lage zu verstehen, welchen Standpunkt jetzt wer einnimmt und worum es konkret geht.

Zur Überschrift:
Ich bin der Meinung, dass die Grundübel in D sind:

  1. föderalistische Struktur im Bildungssystem
  2. Geldmangel in Bezug auf das Bildungssystem

Dazu könnte man jetzt Romane schreiben…

Beatrix

Moin,

Ich bin der Meinung, dass die Grundübel in D sind:

  1. föderalistische Struktur im Bildungssystem

Da stimme ich zu.

  1. Geldmangel in Bezug auf das Bildungssystem

Hier nicht. Ich denke, das Problem ist eher die Verteilung der Mittel als ihre Menge.

Dazu könnte man jetzt Romane schreiben…

Hat man schon :smile:

Gruß

Kubi

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hallo Andrea,

ich habe das Gleiche wie Du erlebt. Verschwende nicht Deine Zeit, Kraft und Streitkultur! Gruß, I.