Bildverkauf->Transportschaden->Haftung?Versi

Hallo,

verkaufte kürzlich ein von mir selbst gemaltes Bild als PRIVATMANN nach Österreich über EBAY.

Nun mailte der Empfänger incl. Digitalbilder, dass das Bild incl. Verpackung beschädigt ist: der Keilrahmen ist in der Mitte angebrochen, Bild biegt sich leicht in der Mitte durch.

Das wiederum muss eine irrsinnige Einwirkung bewirkt haben, denn erstens war das Bild in Wellkarton und Luftpolster verpackt und zweitens ist das Holz des Keilrahmens, wie ich sie verwende, so irre stark, dass man schon mit einem Lkw drüber fahren müsste, bis der bricht. Ich komme hier nicht mal mit dem Bohrer richtig durch das Holz durch, als ich mal Alustangen dran befestigen wollte, so hart ist es.

Jetzt fragt mich der Empfänger, wie das weitere Procedere nun meiner Ansicht nach sei.

Ich hab ihm gemailt, er solle, da das Paket versichert sei, bei seiner Post reklamieren.

Ich hab meinerseits bei DHL angerufen, wie das vor sich gehe und sie meinten, der Empfänger müsse das in Österreich reklamieren. Die österr. Post gebe das dann an die Dt. Post/DHL weiter, die das Paket ja auf den Weg gegeben habe.
Der Absender würde dann, wenn, als Versicherungsbetrag 57,59 Euro erhalten, weil es bei einem nicht mit Luftpost verschickten Paket nach Österreich sich die Versicherungssumme nach Gewicht bemesse, das laut Paketschein 1,2 kg ist.

Bezahlt hatte der Empfänger seinerseits mir einen Gesamtbetrag von 107 Euro.

Wie verhält es sich nun?

Reicht es, wenn ich dem Empfänger, falls ich die Versicherungssumme von 57,59 Euro erhalte, dieses Geld überweise oder hat er Anspruch auf die volle Summe?

Wenn man die Digitalbilder von dem Schaden ansieht, ist die Leinwand, die auf den Keilrahmen gespannt ist, nicht beschädigt, wohl aber rückseitig der Keilrahmen in der Mitten angebrochen. Sprich, wenn er die Leinwand löst, kann er sie durchaus auf einen neuen Keilrahmen (Standardgröße) spannen und für 57,59 Euro kriegt er locker einen.

Ist das von meiner Seite her mit quasi der Hälfte des Betrages (also der Versicherungssumme von 57,59 Euro) Entgegenkommen genug, zumal ich das Paket ja ordentlich verpackt habe, ich kann es ja nicht in Stahl packen, und ich am Schaden keine Schuld habe?

Oder kann der Empfänger den Komplettbetrag von 107 Euro zurückverlangen?

Oder wie geht man nun am besten vor?

Danke.
Holger

Hi
Wenn das Bild in einem Festen enganligenden Karton und der wiederum in einem in alle Richtungen 15cm grösseren Karton verpackt gewesen wäre und in diesem über die den Ecken zentriert fixiert gewesen, wäre ihm sicher nichts passiert. Zudem muss ein Bild gegen Einschläge von spitzen Gegenständen gesichert sein, da der grösste Schaden durch Beschädigung der Leinwand entstehen würde. Ich würde Bilder als innere Verpackung sogar in massgefertigte Holz/Hartfaserkisten verpacken. Wenn ein Gegenstand beim Transport beschädigt wird ist er in der mehrzahl der Fälle ungenügend verpackt. Sehr selten schaffen die Paketdienste es, sicher verpackte Ware zu zerstören.
HH

Hi

Wenn er aber die Versicherungssumme bekommt (die ja wohl voll der Witz ist) dann ist das ja ein Eingeständnis des Spediteurs und somit ist der VK nicht schadensersatzpflichtig WENN der Verkauf privat war.
Gewerblich haftet so oder so.

Die Versicherungssumme selbst bekommt der Geschädigte, also in dem Fall sollten sie sie dem K überweisen wenn se bei ihnen eintrudelt.

Hi
eventuell aber auch nur das Eingeständnis dass es ihm zu blöd ist sich deswegen zu streiten. Nach meiner Erfahrung ist kaum jemand (scheinbar) in der Lage sachgerecht zu verpacken. Ich hab im letzten Jahr 27 Pakete bekommen bei denen ich am Verstand des Verpackers gezweifelt habe (Beispiel: 5 Kilo Trafo lose in etwas Zeitungsknüll in nem 30x40x40 Karton).
HH

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Hi Helge

Nach meiner Erfahrung ist kaum
jemand (scheinbar) in der Lage sachgerecht zu verpacken. Ich
hab im letzten Jahr 27 Pakete bekommen bei denen ich am
Verstand des Verpackers gezweifelt habe

Davon kann ich auch ein Lied singen auch bei gewerblichen VKs und wenn ich mich beschwere weil durch die schlechte Verpackung meine Ware kaputt angekommen ist heißt es manchmal das sowas vielleicht bei 2-5% ihrer Pakete passiert etc und bla… ja schön… bin ja nur ich die dann 4 weitere Wochen auf Ersatz warten darf >:frowning:
Gehör’ damit aber halt nur zu ner 2% Minderheit, die fegt man ja unterm Tisch wie die meisten Minderheiten :wink:

Ne Festplatze in nem normalen Luftpolsterumschlag bekam ich auch schonmal :o (Noch damals bei Yahoo-Auktionen ersteigert)Waren nichtmal Warnaufkleber dran.
Witzigerweise funktioniert die heute noch.

Ist heutzutage schon soweit gekommen das ich, wenn ich sehr gut verpackte Ware krieg, dies auch in die Bewertung schreib.
Sowas sollte ja eigentlich selbstverständlich sein.

MfG
Lilly

Hi Lillian

Ne Festplatze in nem normalen Luftpolsterumschlag bekam ich
auch schonmal :o (Noch damals bei Yahoo-Auktionen
ersteigert)Waren nichtmal Warnaufkleber dran.
Witzigerweise funktioniert die heute noch.

Den Hersteller sollte man sich merken :smile:
und ich verschicke die in Festplattenversandkartons…

Ist heutzutage schon soweit gekommen das ich, wenn ich sehr
gut verpackte Ware krieg, dies auch in die Bewertung schreib.
Sowas sollte ja eigentlich selbstverständlich sein.

eigentlich ja. wenn ich meine Bewertungen anschau steht das in den meisten, als würden die Käufer das als besonders erwähnenswerte Ausnahme ansehen. Ich verschicke meist Kameras, Objektive oder Hifi - und das dann oft im Bereich von 16-25 Kilo, da muss ich auch manchmal ein wenig gewicht sparen um unter 20 zu kommen, aber SICHER muss es immer sein. So sicher dass es unbeschädigt in Rumänien ankommt und auch mal in nem offenen Container ne Stunde Regen abbekommen kann. in den seltensten Fällen verpacken Versender gegen Feuchtigkeit geschützt.

MfG
Helge

MfG
Lilly