Hallo.
Bitte, bitte: Billard, nicht Billiard.
Danke
[Ich hatte einmal einen Vorgesetzten, der nur mit ispell gefilterte Texte entgegennahm. Dass man so etwas nicht in Foren implementieren kann?]
Eine Abhandlung über die verschiedenen Kräfte und deren
Verteilung beim Billard zu verfassen, wird am ehesten einem
Chaosteoretiker gelingen. Warum?
Wir haben - beim normalen, geraden Stoß! - zu berücksichtigen:
Form der Queuespitze, Gewicht des Queues, Aufprallwinkel der
Queuespitze, Reibungskoeffizient der Queuespitze (Kreide) …
von Filz und Bande will ich gar nicht erst anfangen,
ebensowenig von der Effetgabe.
Um das Ganze mathematisch auch nur einigermaßen in den Griff
zu bekommen, muss man eine ideale Kugel auf idealem Untergrund
mit idealem Queue, das in idealem Winkel mit idealer Kraft
geführt wird, definieren. Der praktische Nuckel bleibt daher
begrenzt.
Schauen wir noch kurz die Bande an. Diese ist bei langsamem
Spiel hochelastisch, gibt also die Kugel - sofern kein Effet
beteiligt ist! - annähernd ideal zurück. Wird dagegen der Stoß
mit einiger Kraft ausgeführt, verformt sich die Bande und
nimmt dadurch Einfluss auf den Ausfallwinkel. Dummerweise
hängt die Elastizität der Bande von der einjustierten Spannung
ab und ist über deren gesamte Länge auch mitnichten völlig
gleich.
Du kannst Dir jetzt ausmalen, was passiert, wenn Du noch
Zentrumswinkel der getroffenen Kugel, Anhaltewinkel des Queues
und andere Feinheiten zu berücksichtigen versuchst: Du
bekommst ein System von vielleicht 12 oder 15 Variablen, deren
aktuelle Größe auch noch einer Streuung durch äußere Einflüsse
unterliegt und die miteinander wechselwirken. Das
nachvollziehbar, also auch reproduzierbar bspw. für andere
Parameter, zu berechnen, halte ich für unmöglich.
Und nun wissen wir auch, weshalb alle Computer"simulationen"
für Billard so wenig mit dem realen Spiel zu tun haben, zumal
es sich um mehrere chaotische Systeme handelt (jede Kugel ist
ein solches!).
Gruß Eillicht zu Vensre
Chaos ist wahrscheinlich nicht der richtige Ansatz (bei EINER Kugel). Chaos beschreibt, wie weit ein Endzustand bei kleiner Veränderung der Anfangsbedingung vom neuen Endzustand entfernt ist.
Ich kann aber gewisse Effekte mit EINER Billardkugel unendlich oft wiederholen - genau das Gegenteil von Chaos.
Ich will ja auch nicht ein ganzes Spiel mit allen Kugeln beschrieben wissen, sondern nur den einen und anderen Effekt.
Und selbst wenn man es numerisch exakt nicht in den Griff bekommt, wäre es schon interessant zu wissen, welche Kräfte für das eine und andere beobachtete Phänomen verantwortlich sind.
Ich bin aber felsenfest davon überzeugt, dass sich alle Figuren einer Billardkugel phänomenologisch beschreiben lassen.
P.S. Ich werde meine vergebliche „Billiard“ Google Suche, die mich zu diesem Thread veranlasste, mit „Billard“ wiederholen.
Gruß