Ich bin anfang 20 und studiere. Mir macht das auch richtig Spass,
nur das Problem ist, dass es mir trotz allem an Selbstmotivation fehlt, bzw. ich bin sogar recht motiviert und würd gern gute Noten schreiben und mache mir auch sehr viele Gedanken darüber mein Leben allegemein optimaler und effizienter und sinvoller anzugehen.
Aber anstatt mein Potential auszuschöpfen, lerne ich immer so viel, wie gerade nötig ist, um Klausuren zu bestehen (oder manchmal reichts auch nicht.) Auch so schaffe ich vieles, was ich mir vorgenommen habe, nicht.
Hab schon einiges versucht und in einem genauen Terminplaner meinen nächsten Tag geplant, was aber irgendwie nicht aufgegangen ist.
Am Ende sehe ich doch meistens fern oder mache eher „sinnloses“.
Jetzt würd mich interessieren, ob man dagegen etwas tun kann, also ein gutes Buch oder ob ich sogar ein Fall für die Couch bin.
Ja
Nein, war nur n kleiner Scherz.
Du scheinst mir das durchschnittliche Studentenproblem zu haben, kommst aber anscheinend ja doch ganz gut zurecht
Weiter so!
wünscht
Branden
Wenn du ein Fall für den Psychiater bist, dann…
…sind es ca. 90 Prozent in Deutschland. Du beschreibst nämlich Dinge, die sehr typisch für die menschliche Psyche sind. Ein kleiner positiver Aspekt ist bei dir, dass du es selber siehst.
Du solltest dich zwar nicht verrückt damit machen, aber weiter den Anspruch an dich haben, dich in kleinen Schritten zu ändern.
Gruß!
Christian
P.S.: Wenn du dich geändert hast sag mir bitte Bescheid, wie der Trick geht…!
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würdest du immer alles perfekt machen wollen und es tun plus die unangenehmen dinge stets zuerst erledigen, würde ich mir eher gedanken machen ob da was nicht stimmt…
so biste aber sicher total normal - sagten ja die anderen schon.
wenns dich selbst aber nervt fällt mir nur ein sich auf die suche nach
einem buch zu machen das dir hilfreich wäre. nur weiss ich da keines.
bei sowas würde ich mich wenn mit viel zeit in den buchhandel begeben und themennahe bücher schnappen und anlesen, schauen welches mich anspricht…
ob das aber „nötig“ ist, musst du entscheiden.
wenn du das haar in der suppe nicht einfach rausnehmen kannst und
weiteressen, gibts noch div. möglichkeiten.
evtl suchst du aber auch einfach mal im netz nach ner seite wo es hilfreiche tips gibt in sachen lernen - den inneren schweinehund zu überwinden meine ich*g - oder alternativ einfach hinzunehmen, das der
mensch eben auch gerne faul ist und sich ablenkt indem er unwichtiges lieber macht als wichtiges. dann würde es um mehr gelassenheit gehen und nicht darum den faulen sack in sich zu gängeln:wink:
was hier wichtiger für dich ist kannst auch nur du wissen. - kennste es von daheim eher pflichtbewusst würde ich an mehr gelassenheit arbeiten, weil das ja dann neu wäre als gefühl und evtl nicht dringend aber doch wichtig - ists entgegengesetzt - naja…verstehst schon…
zwar glaube ich in der tat, 90% aller menschen „gehören eigentlich auf die couch“ aber dann doch aus gaaaanz anderen gründen.
ich kenne es von früher das mir der grösste innere stress von dem gefühl kam, dass ich bestimmte dinge nicht so angehe wie ich es ge-
konnt hätte…bzw. meinte angehen zu müssen.
damit habe ich mir das leben oft unnötig schwer gemacht - also mit dem eigendruck, weniger mit der tatsache eben ein normaler mensch mittlerer faulheit zu sein.
du bist also herrlich normal - machst dir nur stress das du es bist
Ich bin anfang 20 und studiere. Mir macht das auch richtig
Spass,
nur das Problem ist, dass es mir trotz allem an
Selbstmotivation fehlt, bzw. ich bin sogar recht motiviert und
würd gern gute Noten schreiben und mache mir auch sehr viele
Gedanken darüber mein Leben allegemein optimaler und
effizienter und sinvoller anzugehen.
Hallo Bacs,
Warum muss denn studiert werden ? Ausserdem verdienst Du nach Deinem Studium nicht so plötzlich Geld. Es gibt doch sehr ausichtsreiche handwerkliche Berufe !!
Gruss: hardy
an sich ist das nun wirklich kein Bild, das mir als Student so fremd ist. Kenne auch andere Studenten, die das auch durchmachen. Allerdings gehe ich persönlich an das Lernen auch nicht so ran, dass ich mir vornehme etwas reinzuprügeln. Ich lese meine Bücher und schaue eben, was hengen bleibt. Das klappt ganz gut, auch wenn ich das Rad nicht neuerfinde und letztens sogar das erste mal durch eine Klausur gerasselt bin.
Bei dir kommt es mir vor, als kämpfst du schon mit Versagensängsten, bevor du damit angefangen hast auf etwas hinzuarbeiten. Scheitern tut jeder mal, aber zu glauben, dass es weniger weh tut, wenn man die Arbeit umgeht, halte ich für einen Trugschluss. Wenn man nichts macht und scheitert, dann tut es genuso weh. Ob dir eine Couch dabei behilflich sein könnte, kann ich dir nicht sagen.
Erst mal Danke für euren vielen Stellungnahmen.
Ich dachte auch dachte auch schon an die Möglichkeit eines guten Buches (neben der Couch)
Mein Problem ist nicht, dass ich nicht studieren will oder es mir keinen Spaß macht, ich kann mich bloß nicht vor Klausuren oder auch während der Vorlesungszeit hinsetzen und das Zeug lernen/lesen, was auch immer und bei mir ist das nicht der Durchschnittsschweinehund, sondern schon irgendwie mehr.
So lernen beispielsweise Kommilitonen von mir 2 Wochen für ne Klausur,
wo ich dann erst 2 Tage vorher anfange (und keineswegs annähernd 16Std. lerne).
Ich kämpfe auch nicht gegen Versagensängsten und hab auch nix gegen Schule und Bildung.
Unter Druck kann ich durchaus Leistung bringen, dass stimmt, Ralf, aber das hat oft mit allgemeinen Teilen des Lebens zu tun und jetzt nicht mal mit dem Studium.
Wenns mir egal wär, dass ich nix tue, dann würds wenigstens passen, aber dieses Thema beschäftigt mich irgendwie ständig.
Und ein durchschnittlich fauler Student bin ich nicht, ich seh nämlich was die anderen machen
Es würde dir sicher helfen, wenn du an Lerngruppen teilnähmst. Damit wäre gesichert, dass du genauso viel und zu den gleichen Zeiten lernst, wie die anderen in deiner Gruppe. An den Gruppentreffen teilzunhemen und dich auf sie vorzubereiten (wenn auch nur in letzter Minute) wird dir deutlich leichter fallen als ohne direkten Zeitdruck- Wochen vorher- damit zu beginnen dich auf eine Klausur vorzubereiten.
hi
nimm dir doch für jeden tag und für jede woche ein bestimmte stundenzahl vor, fang unten an und steiger dich von woche zu woche…
miss die zeit mit ner stoppuhr, schreib jeden tag auf, rechne nach jeder woche alles zusammen und errechne den durchschnitt…
man hat so kleine zwischenziele die man gut im griff und blick hat, kann sich bei den kleinen zwischenerfolgen freuen und sein selbstbewusstsein stärken…
und wenn du dir noch einen anreiz geben willst, dann denk dir doch noch belohnungen für bestimmte erfolge aus… zb nächste woche 7 stunden mehr arbeiten = ??
lg
jj
und wenn er da jeweils fertig ist, hat er frei - sein soll erfüllt jeweils und den kopf frei und kein mieses gewissen mehr kann ich mir vorstellen. - finde die idee sehr gut!!!
Hallo Bacs,
Warum muss denn studiert werden ? Ausserdem verdienst Du nach
Deinem Studium nicht so plötzlich Geld. Es gibt doch sehr
ausichtsreiche handwerkliche Berufe !!
Gruss: hardy
hi hardy,
mal ne frage - wieso kommst du mit so einer ansage?
er hat doch gar nicht gefragt ob er studieren soll oder nicht.
was ist das nun für eine merkwürdige empfehlung?
wer redet weder von geldmangel noch von zweifeln am studium selbst
er fragt auch nicht nach alternativen berufen. und müssen muss er
wohl auch nüscht.
sein anliegen ist ziemlich konkret und ich finde deshalb diese antwort
sehr ungut, im schlechtesten falle verunsicherst du ihn zusätzlich.
das braucht er so dringen wie einen kropf - ausserdem gehst du auf seine frage nicht ein.
ich denke, Du postest im falschen Brett, weshalb Dich der Natur der Sache gemäß die korrekten Antworten wenig weiterbringen.
Aus meiner Sicht solltest Du nicht auf die Couch, sondern in die Bibliothek, um Dir ein paar Lernstrategien anzueignen.
Wenn Du nämlich weißt, wie Du Dich am geschicktesten an die Lernaufgaben anschleichen kannst, ohne Dich dabei vor einen unüberschaubaren Berg zu verirren, dann wird sich Deine scheinbar vorhandene Grundmotivation auch in konkrete Motivation niederschlagen, weil sie so nicht so leicht vor der „Unbewältigbarkeit“ der Aufgabe den Schwanz einziehen und traurig von dannen ziehen wird.
Viele Grüße
franz
P.S.: Im Archiv „Universität&Schule“ dürfte einiges zum „Lernen“ zu finden sein.
mal ne frage - wieso kommst du mit so einer ansage?
so schlimm ist doch seine Frage gar nicht; gerade im Psychologie-Brett (wird sind hier ja nicht bei „Jobs &Karriere“!) ist doch ein Rat wie „Schau einfach gerne fern und mache mit Genuss Sinnloses, ohne Dir dabei das Leben mit dem Nachtrauern über Dein eigentliches POTENTIAL zu versauen“ mal ein ganz anderer und, aus meiner Sicht, auch mal ein origineller.
Ein Plädoyer für ein wenig mehr Wille zum Nichts-Werden (zum nicht sein POTENTIAL-AUSSCHÖPFEN - bei diesem Wort muss man einfach stramm stehen und schreien), für Widerstand im Namen der Faulheit, oh, wie ist das unzeitgemäß, und ach gar schööön.
(auch wenn Hardy das wohl ein wenig anders gemeint hatte)
genau dasselbe Problem habe ich auch. Im Moment bin ich gerade dabei, ein paar Strategien dagegen zu entwickeln.
Gleich nach den Vorlesungen geht’s ab in die Uni-Bibliothek und es wird der Vorlesungsstoff des Tages nachgearbeitet oder halt irgendwas anderes gelernt, was ich gerade lernen muss (Plan aufstellen!). In der Bibliothek wirst du durch nichts abgelenkt und bist quasi gezwungen zu lernen. Nur, wie gesagt, bloß nicht vorher zu Hause vorbeischauen, sonst bleibst du gleich dort! *g*
Eine regelmäßige Lerngruppe mit klar aufgestellten Etappenzielen (wiederum Plan erarbeiten!) schafft den notwendigen Druck während des gesamten Semesters und nicht erst kurz vor der Klausur.
Wir (sprich: die Lerngruppenteilnehmer) haben uns fürs kommende Semester überlegt, dass vielleicht jeder für den Lerngruppentag den Wochenstoff für ein Fach aufbereitet (die Fächer wechselt man dann Woche für Woche) und den anderen in gut zugänglicher Form vorstellt (evtl. als ausgearbeitete schriftliche Zusammenfassung oder PowerPoint-Präsentation, auf jeden Fall aber wird der Stoff mündlich vorgestellt und erläutert). Danach werden gemeinsam Übungsaufgaben aus Lehrbüchern gelöst.
Ob’s klappt, weiß ich noch nicht, denn - wie gesagt - das ist erst fürs kommende Semester geplant.
Hoffe, es waren für dich ein paar sinnvolle Anregungen dabei.
nun, deine antwort ist eine wie du selbst schreibst ganz andere schiene als jemanden der unsicher ist beim lernen, der aber seine grundsätzliche entscheidung nicht in frage stellt, zu verunsichern mit aussagen wie.
lass doch das studieren sein…
ich kann deinen inhalten zustimmen - wäre das thema gewesen karriere oder nicht oder ähnliches sowieso…
aber wenn ich z.b. frage - wie pflanze ich einen baum - will ich doch keine antwort hören wie ich einen bach anlege wei lder baum doch eh unsinn ist - ohne irgendwas über meinen garten zu wissen oder über mich:wink:. und da ich die antwort so wahrgenommen habe, sah meine reaktion auch so aus.
aber mag sein, der sender hat es wie du gemeint, dass ist der empfänger hier etwas eigen*g - oder umgekehrt*g
eher ein Prokrastinator!
…so heißt das „Aufschiebephänomen“ nämlich auf „Psychologisch“. Solange Du damit Erfolg hast, also nicht durch die Klausuren rasselst, ist das noch kein Problem. Aber Du willst ja was dran ändern, oder?
Wie hier schon gesagt: Buch über Lernstrategien besorgen! Es gibt auch Tests, in denen man rausfinden kann, was für ein „Lerntyp“ man ist (also, ob man besser mit schriftlichen Zusammenfassungen, Fließtext, Grafiken…lernt); das könnte als Ausgangspunkt für das Planen Deines Lernens hilfreich sein.
Ich kenne das Phänomen nur zu gut, mit ein bißchen SelbstAustrickserei ist das aber gut in den Griff zu bekommen. Lerngruppen sind auf jeden Fall ein guter Anfang, um einen Rhythmus ins Lernen zu kriegen, aber es gibt auch Leute, die lieber alleine lernen!
Bei mir ist das so, daß ich mich lieber alleine vorbereite, aber ein paar Tage vor der Klausur gerne Unklarheiten mit anderen bespreche, ein „ProblemDiskussionsKreis“ sozusagen.
Ein Mitstudent von mir hat mal gesagt: „Ein Studium besteht zu 10 Prozent aus Arbeit und zu 90 Prozent aus schlechtem Gewissen.“ Und genauso isses…