Tatort, am Sonntag abend. Ein SUV wird aus einem Fluss gehievt, die Türe offen, Abblendlicht und Warnblinkanlge leuchten. Aus dem Wagen strömt Wasser raus.
Könnte sowas real sein?
Tatort, am Sonntag abend. Ein SUV wird aus einem Fluss gehievt, die Türe offen, Abblendlicht und Warnblinkanlge leuchten. Aus dem Wagen strömt Wasser raus.
Könnte sowas real sein?
Im Prinzip ja, wenn die Bergung sehr kurz nach Versinken des Fahrzeugs erfolgt. Längere Unterwasserzeit würde vermutlich Kurzschlüsse und Batterieentladung, ergo weder Beleuchtung noch Warnblinker in Funktion, verursachen.
LG
SL99
In der Regel sind alle elektrischen Komponenten wassergeschützt (aber nicht wasserdicht). Bei 12V Bordspannung gibt es auch keine Kurzschlüsse, die eine Sicherung auslösen könnten. Offen liegende Kontakte (Batterie, Sicherungen…) lassen eine Strom fließen, der von der Leitfähigkeit des Wassers abhängt.
Ein klarer Bergbach lässt die Funzeln also länger leuchten als ein stark belastetes Gewässer.
real? Ja, absolut:
https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/gefahrensituation/auto-unter-wasser/
Beispiel hier: Elektroauto
„Wenn das Auto im Wasser versinkt:“
„Ergebnis: Die Fensterheber bleiben über den gesamten Versuch hinweg funktionsfähig. Selbst am Grund des Beckens lassen sich die Fensterheber bedienen“
VG
J~
“Die Fensterheber des getesteten Citroën ë-C4 funktionierten noch bis etwa 10 Minuten nach dem Versenken einwandfrei.”
Das Fahrzeug im Film war vielen Stunden lang unter Wasser.
Na gut, ich bin halt ein Korinthenkacker, der auf Einzelheiten guckt… (Mea culpa)
Das mag im Einzelfall bzw. am getesteten Model funktionieren, verlassen würde ich mich da nicht drauf und das Fenster lieber bereits vor dem endgültigen Tauchgang öffnen.
Es genügt, wenn über undichte Kabeleinführungen Steuergeräte absaufen.
Einem Schalter mit Motor macht das nichts aus, aber die Elektronik kann schon ein Tropfen Wasser an der richtigen Stelle lahm legen.
Danke Bernd, werde ich beherzigen, wenn ich das nächste Mal mit einem Auto im Wasser untertauche.
Moin,
die sind nicht blöd, sondern arm. Für Recherche oder Beratung ist wie bei Printmedien kein Geld da.
Beispiel: in „Helen Dorn“ lässt man den Chef einer Motorradschule(!) sagen "„Letztens hatte ich einen Ventilschaden, hörst du ja“. Beim Ventilschaden ist die Kompression weg, da fährt der Bock keinen Meter mehr.
Gruß
Ralf
Es soll sogar Motoren mit mehr als 2 Ventilen geben (nein, nicht die am Reifen).
Klar, gern auch bis zu 4. Ein kaputtes langt aber.
Solltest Du Zylinder gemeint haben, dann kann der Motor durchaus noch drehen, nur mit dem Beschleunigen wird’s nix mehr.
Gruß
Ralf
Servus, ich würde sagen es liegt an mangelnder Recherche. Sie dir doch US Serien an. Da fliegen sie in 2 Stunden von Washington in die Ukraine und funken (nicht telefonieren) in echtzeit über den halben Globus hinweg. Gut, dem US Publikum fällt sowas nicht auf. Ukraine ist wohl nur ein Vorort von Cleveland oder so.
Aber als nichttechniker kann ich nicht ausschließen, das die Elektronik durchhalten könnte. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die ein teures neues Auto verwendet haben.
Lg