Bin ich hier richtig?

ich finde es relativ eindeutig daß die größere Gefahr
selbstverständlich von Dränglern ausgeht. …
Insofern finde ich es auch völlig korrekt wenn man die Strafen
für solches Verhalten empfindlich verschärft.

Da widerspreche ich:
Die Strafen sind hart genug, aber was bringen die härtesten Strafen, wenn nicht kontrolliert wird?

In meiner Stadt lungern tagtäglich teilweise mehrere Blitzer an vierspurigen Straßen rum. Da wird richtig Geld verdient.
Ich kann mich dagegen nicht erinnern, wann ich zuletzt eine Abstandskontrolle auf einer Autobahn oder Schnellstraße gesehen habe … vor fünf, 8, 10 Jahren mal…??

Gruß,
Peter

PS: Auffahrunfälle passieren auf den hier kontrollierten Straßen trotzdem dauernd, letztens hab’ ich zwei am selben Vormittag erlebt - woher das wohl kommt? :wink:

Hi!

naja - ich versuchs mal - hatte heut frueh n gespraech von
wegen wer ist schuld an unfaellen (also allgemein)

und zwar ist meine meinung das der raser den grossteil der
unfaelle verursacht (sei es keine winterreifen auf schnee sei
es draenglen -> siehe der unfall als die junge mutter und
das kind starben - sei es gefaehrliches ueberholen auf
landstrassen) mein gegenueber meint - es waeren die

Ich meine, dass der Großteil der Unfälle durch unaufmerksames oder rücksichtsloses Fahren verursacht wird.
Drängeln sowie notorisches links Fahren sind rücksichtslos und beide Vergehen werden in Zukunft wohl auch stärker geahndet werden, wie ich gestern im Radio hörte.

Grüße,

Mathias

Hi!

Könnte das nicht daran liegen, dass die Spezies Vertreter und
Co. vor allem derartige Autos fährt und weniger Jaguar und
Porsche …? Und eben jeder der Sorte glaubt, dass sein
nächster Termin nun superwichtig ist und alle anderen Platz
machen müssen?

Kann wohl sein… Kann auch sein daß solche Leute sich über
ihr Auto definieren, frei nach dem Motto „Schwanz zu klein,
dafür aber wenigstens ein großes Auto…“ :smile:

Ich habe einen großen Schwanz UND ein kleines, aber schnelles Auto. Wie passt das in Dein Bild…? :wink:

Fahren Vertreter nicht oft auch Passat Kombi? :smile:

Ja. Und das sind oft die wirklich Wilden.

Ich find’s eben nur bemerkenswert daß als Raser und Drängler
auffallend häufig Fahrer von 3 bestimmten Fabrikaten
auffallen.

Der Grund liegt, wie schon beschrieben, darin, dass Audi, BMW und Mercedes die typischen Firmanwagen sind, also die Fortbewegungsmittel der Leute, die viel auf der Straße arbeiten.
Die genannten Porsche, Jaguar und Ferrari werden in den allerseltensten Fällen von echten Vielfahrern eingesetzt. Oft sind die Fahrer ältere Herrschaften, die einfach mehr Zeit haben. Viele sind Freiberufler, die ihre Termine vielleicht etwas freier gestalten können, als der Canon-Vetreter, der OTIS-Servicemann oder der ALDI-Gebietsleiter und es daher nicht ganz so eilig haben.
Im Falle des Porsche nehme ich zudem an, dass man durch das Fahren unterhalb der 200er Marke die Reichweite von 250 auf 310 Km pro Tankfüllung ausdehnen kann…

Dann gibt es die VW T4,Renault Scenic u.s.w. von Leuten, die überhaupt nicht arbeiten.

Diese drei Gruppen kommen sich nun einmal oft ins Gehege, wobei die Sportwagenfraktion aufgrund ihrer geringen Ausbreitung eigentlich vernachlässigbar ist.

Gestern fuhr ich mal wieder von Zürich nach München und ich gebe Euch meine Erfahrungen in Stichworten wieder. Zudem sei erwähnt, dass ich gerade ein „Übergangsauto“ fahre, einen recht lahmen Mercedes CL 220 CDI.
In der Schweiz fährt man 120 und es sind ausschließlich Deutsche, die hinten mit 130-140 ankommen und dann neben einem auf 121 heruntergehen (aus welchem Grund auch immer), so dass man dann hinter einem Laster bremsen muss.
Die Schweizer fahren locker und höflich, allerdings machen einen die 120 Km/h krank.
In Deutschland dann fahre ich üblicherwiese 180 - 210, je nach Wetter- und Verkehrslage. Damit liegt man dann knapp unter den Möglichkeiten eines A4 2.5 TDI und trotzdem über dem Durchschnitt.
Man kriegt also alles ab, die Drängler (3 mal), die Penner (ca. 25 mal) und die Schlimmsten, nämlich die Leute, die einfach auf die linke Spur wechseln und einen zu massiven Vollbremsungen nötigen (ca. 10 mal). Blinkt man dann auf, steigen sie voll in die Bremse (2 von den o.g. 10).

Fazit:
1.) die Deutschen sind auf der Autobahn einfach Maniacs.
2.) kein Raser ohne Penner
3.) die Überlsten Verkehrsgefährder sind die Rentner, denn zu dieser Gruppe gehörten die Letztgenannten aus obigem Besipiel hauptsächlich.
4.) silberne E-Klassen Baujahr 1996 sollte man weiträumig umfahren…

Grüße,

Mathias

Hi!

Was soll eigentlich diese Anzeigerei?

Nur gut, dass so ein Unsinn in den meisten Fällen eingestellt wird.
Wenn die Sache nicht wirklich übel war, sollte man sich die Nerven sparen und loieber mal rechts rüber fahren, denn oft „geht“ viel mehr, als man denkt. V.a. wenn noch eine gewisse Geschwindigkeitsdifferenz vorhanden ist, kann man einen schnelleren Wgaen ganz locker auch bei 180 in einer 30 m Lücke vorbei lassen.

Grüße,

Mathias

Hi Peter,

Die Strafen sind hart genug, aber was bringen die härtesten
Strafen, wenn nicht kontrolliert wird?

Dem kann ich nur zustimmen. Harte Strafen gibt es bereits, nur wird deutlich zuwenig kontrolliert und selbst dann werden die harten Strafen nur in absoluten Extremfällen verhängt.
Die Abschreckung ist gleich null.

Und das gilt für alle. Drängler, Schleicher, Linksfahrer.
Jedes dieser Verhalten ist Rücksichtslos. Aber ohne Rücksicht geht es in unserem dichten Strassennetz nunmal nicht.

Gruss Sebastian

Hi Mathias,

Fazit:
1.) die Deutschen sind auf der Autobahn einfach Maniacs.

Das stimmt eindeutig. Obwohl ich auch die Holländer…

2.) kein Raser ohne Penner

Das hat aber nicht immer einen Zusammenhang.
Rasen kann ich ohne zu gefährden, auch langsam fahren.
Nur wenn jeder auf seinem Standpunkt beharrt gibts Zoff (oder Unfälle).

3.) die Überlsten Verkehrsgefährder sind die Rentner, denn zu
dieser Gruppe gehörten die Letztgenannten aus obigem Besipiel
hauptsächlich.

Autsch. Da hast Du wieder in ein Wespennest gestochen :wink:
Ich teile zwar Deine Ansicht, beziehe aber regelmässig verbale Prügel dafür. Die Rentner kommen dann immer mit der Statistik, das Rentner am wenigsten in Unfälle verwickelt sind.
Das hat aber meiner Meinung nach zwei Gründe, die die Statistik wertlos machen:
Die jährliche Fahrleistung ist um ein vielfaches geringer. Wer weniger fährt hat schon allein weniger Möglichkeiten in einen Unfall verwickelt zu sein als ein Vielfahrer.
Und dann kommt noch dazu, das viele Rentner Unfälle verursachen (durch planlosen Spurwechsel, abrupte Fahrmanöver etc.).
Nur sind die bei der Aufnahme des Unfalles schon längst weg, weil sie es garnicht gepeilt haben das ihretwegen hinter ihnen 10 Autos in einen Crash verwickelt wurden.

4.) silberne E-Klassen Baujahr 1996 sollte man weiträumig
umfahren…

Erfahrungsgemäss sind es fast immer die Fahrer der kleinsten Fahrzeuge von den Herstellern, die so drauf sind. Fahrer von S-Klasse oder A8 fallen deutlich weniger auf als z.B. C-Klasse oder A4. Ausnahmen bilden z.T. die BMW-Fahrer (nicht persönlich nehmen). Obwohl mir hier am meisten die 5er-Fahrer auffallen.
Gruss Sebastian

Hi Mathias,

Was soll eigentlich diese Anzeigerei?

Bei mir war es wirklich ein Extremfall. Drängeln, heftigst ausbremsen und am überholen hindern. Ich bin ein friedlicher Mensch und nehme sowas auch meist gelassen. Aber was zuviel ist, ist zuviel. Es geht dabei weniger um mich. Solche Leute haben sich nicht im Griff und gefährden andere. Was meinst Du was passiert, wenn so jemand auf der Autobahn auf seinen Gegenpart trifft und Du wirst unschuldig durch so einen „Machtkampf“ in einen Unfall verwickelt?

Nur gut, dass so ein Unsinn in den meisten Fällen eingestellt
wird.

Nein. Definitiv nicht. Wer so autofährt, der hat bewiesenermassen nicht die sittliche Reife dafür. Wer seine psychischen Probleme wie Minderwertigkeitsgefühle oder Agressionen auf der Strasse auslebt, gehört im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr gezogen.
Ich verurteile sicherlich Denunziantentum, aber alles hat eine Grenze.
Solche „Hoppla, jetzt komm ich“-Typen habe ich wirklich gefressen.
Unkontrolliertheit im Auto steht für mich dem besoffen fahren in nichts nach. Im Gegenteil, beide Typen fahren ohne sich unter Kontrolle zu haben. Und Kontrolle über sich und das Fahrzeug ist im Strassenverkehr ein absolutes „muss“.
Gruss Sebastian

Hi!

Fazit:
1.) die Deutschen sind auf der Autobahn einfach Maniacs.

Das stimmt eindeutig. Obwohl ich auch die Holländer…

…die fahren halt einfach nur langsam. Die sind es nicht gewöhnt, dass einer von hinten mit über 140 ankommt…
Dennoch machen einen die Jungs ab und an fertig, das sehe ich auch so.

2.) kein Raser ohne Penner

Das hat aber nicht immer einen Zusammenhang.

In den allermeisten Fällen gibt es diesen Zusammenhang.

Rasen kann ich ohne zu gefährden, auch langsam fahren.

Das ist genau der Trugschluß.
Wer zu langsam fährt, provoziert große Differenzgeschwindigkeiten und somit gefährliche Situationen.
Die Frage ist nur, was „zu langsam“ ist. Ich meine, dass, entsprechende Witterungsverhältnisse, Motorleistung und Verkehrsaufkommen vorausgesetzt, 160 Km/h auf der linken Spur das Minimum darstellen.
Wer zum Überholen nach links wechselt, sollte dies mit Vollgas tun, sofern sein Wagen unter 150 PS hat.
Genrell sollte man wenigstens versuchen, 130 - 140 zu fahren, wenn man auf der Autobahn überholt.
110-120 ohne für den Überholvorgang auch nur zu beschleunigen und sich dabei noch über den schön niedrigen Durcschnittsverbrauch freuen, während hinten die anderen Autofahrer Vollbremsungen hinlegen müssen, sind einfach nicht akzeptabel.

Nur wenn jeder auf seinem Standpunkt beharrt gibts Zoff (oder
Unfälle).

Das ist klar.

3.) die Übelsten Verkehrsgefährder sind die Rentner, denn zu
dieser Gruppe gehörten die Letztgenannten aus obigem Besipiel
hauptsächlich.

Autsch. Da hast Du wieder in ein Wespennest gestochen :wink:

Ich habe in den letzten 15 Jahren so viel Zeit auf der Autobahn verbracht, dass ich meine Aussage getrost als empirisch belegt bewerten kann… :wink:

Ich teile zwar Deine Ansicht, beziehe aber regelmässig verbale
Prügel dafür. Die Rentner kommen dann immer mit der Statistik,
das Rentner am wenigsten in Unfälle verwickelt sind.

50 Jahre unfallfrei, hinter sich 500 Tote…

Das hat aber meiner Meinung nach zwei Gründe, die die
Statistik wertlos machen:
Die jährliche Fahrleistung ist um ein vielfaches geringer. Wer
weniger fährt hat schon allein weniger Möglichkeiten in einen
Unfall verwickelt zu sein als ein Vielfahrer.
Und dann kommt noch dazu, das viele Rentner Unfälle
verursachen (durch planlosen Spurwechsel, abrupte Fahrmanöver
etc.).
Nur sind die bei der Aufnahme des Unfalles schon längst weg,
weil sie es garnicht gepeilt haben das ihretwegen hinter ihnen
10 Autos in einen Crash verwickelt wurden.

Genau so ist es.

4.) silberne E-Klassen Baujahr 1996 sollte man weiträumig
umfahren…

Erfahrungsgemäss sind es fast immer die Fahrer der kleinsten
Fahrzeuge von den Herstellern, die so drauf sind. Fahrer von
S-Klasse oder A8 fallen deutlich weniger auf als z.B. C-Klasse
oder A4. Ausnahmen bilden z.T. die BMW-Fahrer (nicht
persönlich nehmen). Obwohl mir hier am meisten die 5er-Fahrer
auffallen.

Meine aktuellen Erfahrungen sind ähnlich. Zu den Rasern gehören in der Tat hauptsächlich die Genannten.
Zu den Pennern jedoch gehören in den meisten Fällen die typischen Rentnerkutschen, wie Opel Omega, Mercedes E, VW Jetta/Vento/Bus.
Und: die Leute, die wirklich auf übelste Weise ihren Fahrstil durchsetzen egal was hinten bzw. vorne passiert, sind zu 99% Männer.
Frauen schlafen ab und an vor sich hin und pennen in der Mittelspur, fahren aber nach kurzer Lichthupe rechts rüber. Männer, v.a. die älteren, bleiben häufig erst mal stur auf ihrer Spur oder gehen noch zusätzlich in die Eisen.

Gestern abend gab es dazu eine nette Sendung, ich glaube bei Kabel 1. Das TV-Team war zu einer „Aufklärungsaktion“ mit der Polizei FFB unterwegs. Es wurden die typischen, superärgerlichen Nachlässigkeiten wie Mittelspur-Pennen, Nicht-Blinken im Kreisel, Nichteinhalten des Reißverschlußprinzips bei endender Fahrspur u.s.w. überwacht und die Leute freundlich über ihre Fehler informiert.
War sehr interessant, denn alle zeigten sich einsichtig. Vielleicht hat´s ja geholfen, denn, und das möchte ich hier auch noch einmal ganz klar herausstellen, in Zukunft werden auch Blockierer und Mittelspur-Schnarcher stärker verfolgt werden.

Grüße,

Mathias

Hallo Sebastian,

Was soll eigentlich diese Anzeigerei?

Bei mir war es wirklich ein Extremfall. Drängeln, heftigst
ausbremsen und am überholen hindern.

Lass´ das Drängeln weg und Du bist im automobilen Alltag in D. Würde ich jeden anzeigen, der mich im Laufe des Tages nötigt, ich wäre nur noch vor Gericht.

Ich bin ein friedlicher
Mensch und nehme sowas auch meist gelassen. Aber was zuviel
ist, ist zuviel. Es geht dabei weniger um mich. Solche Leute
haben sich nicht im Griff und gefährden andere. Was meinst Du
was passiert, wenn so jemand auf der Autobahn auf seinen
Gegenpart trifft und Du wirst unschuldig durch so einen
„Machtkampf“ in einen Unfall verwickelt?

Das ist natürlich immer die landläufige Erklärung: der Mensch ist gefährlich.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in den meisten Fällen beide an der Eskalation der Situation schuld sind.
Besser man fährt an der nächsten Abfahrt raus, haut sich männermässig auf die Fresse und fährt dann weiter… :wink:
Von existenzvernichtender Anzeigerei auf der Autobahn halte ich nichts, zumal es niemals(!!!) absolut schwarz-weiss ist, was bei derartigen Rangeleien passiert und sich somit beide besser an die eigene Nase fassen, bevor sie in typisch deutscher, rechthaberischer Manier mit so einem Unsinn die Gerichte belasten.

Zu Deinem Beipspiel heisst das konkret: weshalb hast Du Dich nicht einfach zurückfallen lassen oder hast eine kurze Pause an der nächsten Abfahrt eingelegt?

Nur gut, dass so ein Unsinn in den meisten Fällen eingestellt
wird.

Nein. Definitiv nicht. Wer so autofährt, der hat
bewiesenermassen nicht die sittliche Reife dafür.

Diese Beurteilung überlasse ich in meinem Fall sicherlich nicht dem Typen, der mit 110 auf der linken Spur vor mir herpennt und bei Lichthupe in die Eisen steigt oder dem, der mir bei 210 in den Kofferraum kriecht und schon gar nicht dem, der nach fahrtechnischen Differenzen in schon fast manischer Art und Weise 200 Km hinter mir herfährt, um einen auf „jetzt spiele ich Polizei und stelle Dich, sobald Du anhältst“ macht…

Wer seine
psychischen Probleme wie Minderwertigkeitsgefühle oder
Agressionen auf der Strasse auslebt, gehört im wahrsten Sinne
des Wortes aus dem Verkehr gezogen.

Dann wären die Straßen leer. Jeder nimmt sich selbst überall hin mit.

Ich verurteile sicherlich Denunziantentum, aber alles hat eine
Grenze.

Klar. Wer einen anderen berührt oder mit der Waffe bedroht, sollte angezeigt werden.

Solche „Hoppla, jetzt komm ich“-Typen habe ich wirklich
gefressen.

So einer bin ich auch manchmal. Ab und an penne ich auch. Und dann ist es mir ganz recht, wenn nicht sofort jeder kleine Fehler auf die Goldwaage gelegt wird.
Bei anderen mache ich das auch nicht und zeige wenigstens ein bisschen Geduld.

Unkontrolliertheit im Auto steht für mich dem besoffen fahren
in nichts nach. Im Gegenteil, beide Typen fahren ohne sich
unter Kontrolle zu haben. Und Kontrolle über sich und das
Fahrzeug ist im Strassenverkehr ein absolutes „muss“.

Schöne Theorie.
Im Suff bist Du ein paar Stunden blau. Im Streß bist Du vielleicht nur ein paar Sekunden zu hart am Wind. Und das kann jedem passieren, auch Dir. Sonst hättest Du o.g. Situation wie von mir abgefragt behandelt, nicht wahr…?

Grüße,

Mathias

Versuch einer Erklärung
Hi Mathias,

im Grunde sind wir ja einer Meinung. Nur schildere ich Dir jetzt kurz was passierte:
Ich fuhr auf einer zweispurigen Autobahn mit Tempo ca. 160 an einer ziemlich langen LKW-Kolonne vorbei, als mir der Kerl auf die Pelle rückte. Nach rechts ging nicht, weil LKWs dicht an dicht. Hätte ich gebremst um eine winzige Lücke zwischen den LKW zu nutzen wäre mir der Typ hinten drauf gefahren. Ausserdem hätte ich wahrscheinlich auch den LKW zu einer harten Bremsung genötigt.

Schneller ging auch nicht, da vor mir auch einige PKW waren.
In dieser Situation mit Lichthupe und wilder Gestik zu drängeln ist ja nun wirklich Schwachsinn im Quadrat. Wo sollte ich denn hin? Und was hätte es ihm genutzt? Die Autos vor mir waren auch nicht schneller.

Bei der nächsten Gelegenheit bin ich nach rechts und liess ihn überholen. Als er vorbei war scherte ich wieder nach links um den nächsten LKW zu überholen. Als der Typ mich hinter sich bemerkte stieg er grundlos voll in die Eisen und nötigte somit auch mich zu einer Vollbremsung. Ich scherte dann hinter dem LKW wieder nach rechts und zockelte gemütlich mit LKW-Tempo weiter, in der Hoffnung das der Kerl bei dem Fahrstil relativ schnell einen grösseren Vorsprung haben würde und ich meine Ruhe hätte. Denkste.

Scheinbar hat der Typ eine Pause gemacht, denn kurz vor Hamburg, als ich wieder einen LKW überholen wollte entdeckte ich den Typen wieder neben mir. Er hielt genau meine Geschwindigkeit, so das ich nicht überholen konnte. Langsamer werden war auch nicht drin, da bereits der nächste LKW von hinten drängte. Der Knilch grinste mich nur überheblich an und nach ungefähr 500m verschwand er endlich.

So, und nun kommst Du. Solche Leute haben nicht mehr alle Tassen im Schrank. Das sind genau die Typen, die in den USA auf dem Highway die Wumme ziehen.
Jeder macht mal einen Fehler und von der Anzeigerei wegen irgendwelchem Kappes halte ich genausowenig wie Du. Aber es gibt Grenzen. Solchen Leuten muss gezeigt werden, dass es so nicht geht.

Sicher hast Du Recht. Auch ich bin mal im Stress, ungeduldig oder sonstwas. Aber der Typ hatte echt ein Rad ab. Auf BBC gab es letztens eine interessante Dokumentation über Leute, die ihre Agressivität beim Autofahren nicht unter Kontrolle haben. Solche Leute steigen im Stadtverkehr aus und hauen Dir aufs Maul, obwohl sie selbst diejenigen sind, die Mist bauen.
Gruss Sebastian

Hi Sepp! :wink:

im Grunde sind wir ja einer Meinung. Nur schildere ich Dir
jetzt kurz was passierte:
Ich fuhr auf einer zweispurigen Autobahn mit Tempo ca. 160 an
einer ziemlich langen LKW-Kolonne vorbei, als mir der Kerl auf
die Pelle rückte. Nach rechts ging nicht, weil LKWs dicht an
dicht. Hätte ich gebremst um eine winzige Lücke zwischen den
LKW zu nutzen wäre mir der Typ hinten drauf gefahren.
Ausserdem hätte ich wahrscheinlich auch den LKW zu einer
harten Bremsung genötigt.

Schneller ging auch nicht, da vor mir auch einige PKW waren.

160 ist auch o.k., finde ich.

In dieser Situation mit Lichthupe und wilder Gestik zu
drängeln ist ja nun wirklich Schwachsinn im Quadrat.

Ja.

Wo sollte
ich denn hin? Und was hätte es ihm genutzt? Die Autos vor mir
waren auch nicht schneller.

War halt ein Depp.

Bei der nächsten Gelegenheit bin ich nach rechts und liess ihn
überholen. Als er vorbei war scherte ich wieder nach links um
den nächsten LKW zu überholen. Als der Typ mich hinter sich
bemerkte stieg er grundlos voll in die Eisen und nötigte somit
auch mich zu einer Vollbremsung.

So ein Trottel. Solche Typen sind gefährlich, da hast Du wohl recht.

Ich scherte dann hinter dem
LKW wieder nach rechts und zockelte gemütlich mit LKW-Tempo
weiter, in der Hoffnung das der Kerl bei dem Fahrstil relativ
schnell einen grösseren Vorsprung haben würde und ich meine
Ruhe hätte. Denkste.

Scheinbar hat der Typ eine Pause gemacht, denn kurz vor
Hamburg, als ich wieder einen LKW überholen wollte entdeckte
ich den Typen wieder neben mir. Er hielt genau meine
Geschwindigkeit, so das ich nicht überholen konnte. Langsamer
werden war auch nicht drin, da bereits der nächste LKW von
hinten drängte. Der Knilch grinste mich nur überheblich an und
nach ungefähr 500m verschwand er endlich.

O.K., ich schätze Du bist hier deutlich cooler als ich.
Ich beschleunige in solchen Fällen und ziehe knallhart rüber.

So, und nun kommst Du. Solche Leute haben nicht mehr alle
Tassen im Schrank.

Korrekt.

Das sind genau die Typen, die in den USA
auf dem Highway die Wumme ziehen.

Möglicherweise.

Jeder macht mal einen Fehler und von der Anzeigerei wegen
irgendwelchem Kappes halte ich genausowenig wie Du. Aber es
gibt Grenzen. Solchen Leuten muss gezeigt werden, dass es so
nicht geht.

Richtig.

Sicher hast Du Recht. Auch ich bin mal im Stress, ungeduldig
oder sonstwas. Aber der Typ hatte echt ein Rad ab. Auf BBC gab
es letztens eine interessante Dokumentation über Leute, die
ihre Agressivität beim Autofahren nicht unter Kontrolle haben.
Solche Leute steigen im Stadtverkehr aus und hauen Dir aufs
Maul, obwohl sie selbst diejenigen sind, die Mist bauen.

Habe ich auch schon erlebt. Ich fuhr mit dem Panda in der Stadt und hupte einen alten Passat an, der vor mir eine Vollbremsung einlegte, um in ein Geschäft zu gehen. Blinker natürlich Fehlanzeige.
Er gab dann mit quietschenden Reifen Vollgas und fuhr auf vielleicht 30 cm bei 50-60 Km/h (!!!) auf meinen Panda auf. Lichthupe, Hupe, das volle Programm. An der nächsten Ampel stieg er dann aus und schlug auf das (ohnehin schon altersschwache) Faltdach. Ich stieg dann auch aus, nicht ohne vorher hinter mich in den Kofferraum gegriffen und das Warndreieck in die Hand genommen zu haben. Was soll ich sagen? Ein nervöser kleiner Mann stand vor mir und droht mir mit „Ich geb dir auf Fresse“. Ich hob das zusammengefaltete, stählerne Warndreieck und antwortete „denk noch mal drüber nach“. Er stand dann 5 Sekunden vor mir, wir spielten das "wer blinzelt zu erst Spiel und dann ging er zurück zu seinem Wagen. Beim Einsteigen beschimpfte er mich dann als „Scheiß-Nazi“, woraufhin ich ihn aus dem Auto zo´g und seine Personalien verlangt habe. Die Polizei war gleich zugegen, fragte was los wäre und erstattete Anzeige gegen den jungen Mann wegen Verkehrsbehinderung. Schließlich standen wir ja mitten auf der STraße. Ich durfte fahren…

Grüße,

Mathias