Bin ich kurz vor einer Magersucht?

Guten abend an alle, ich weiß zwar das schon öfters Fragen über Magersucht gestellt wurden aber irgendwie finde ich keine die auf mich zu trifft! Also ich bin eine junge Frau im alter von 22 Jahren. Körpergröße: 167,5cm und Körpergewicht: 52kg. Mein BMI ist noch im Normal bereich. Ich sehe mich auch nicht als zu dünn! Eher würde ich sagen das das noch ein paar speckröllchen am Bauch verschwinden könnten! Vor ein paar Wochen hat mich meine Lehrerin frontal auf das Thema Magersucht angesprochen. sie wollte mir auch gleich Adressen von Einrichtungen geben. Ich war so erschrocken als sie mich drauf angesprochen hat. Ich fing auch gleich an zu weinen und stand voll neben mir! Ich war ihr auch ein bisschen sauer deswegen aber nur weil das alles für mich ein riesen Schock war! Es kam jetzt auch schon des öfteren vor, das mich einige Mitschüler drauf angesprochen haben. Sie meinten ich hätte ganz schön abgenommen und es würde als mehr werden. Vorallem an den Armen. Heute mussten wir auch unsere Körpermaße messen (gehört zu der Ausbildung) Da hatte ich bei der Talie 65cm Umpfang! Models müssen 60cm haben! Vondaher sehe ich da jetzt kein großes Problem bei mir! Wie gesagt, ich kann den ihre Aussage nicht bestätigen weil ich mich als normal ansehe und mein BMI auch im Normal bereich ist! Während der schulzeit esse ich nichts und trinke nur Wasser. Am abend gegen 17Uhr gibts dann ein Abendessen. wenn zwischendurch nochmal ein bisschen hunger habe dann esse ich noch einen Apfel! Aber ansonsten brauch ich den ganzen Tag nichts. Warum sollte ich auch was essen, wenn mein Magen nicht nach Nahrung ruft?!? Alle zwei wochen bekomme ich dann auch mal eine Heißhungerattacke, die ich dann mit einer Tafel Schokolade stille! Danach habe ich dann zwar ein Schuldgefühl aber das wird normal sein, oder?!? Aber seit tagen denk ich über das Gespräch mit meiner Lehrerin nach! Hat sie vielleicht doch nicht ganz so unrecht?!? Hat sie in mir was aufgewühlt woran ich vorher noch nie gedacht habe?!? Könnte es passieren, das ich in eine Magersucht falle?!?Langsam mach ich mir doch ein paar Sorgen ob das alles so normal ist was ich da mache! Ich danke euch für eure Antworten und wünsche euch noch einen schönen erholsamen abend.
Viele Liebe Grüße

Ich würde mal zu deinem Hausarzt gehen und ihm deine Gesichte erzhählen

Hallo,
Zuerst einmal finde ich es super, daß du dich trotz Zweifel der (möglichen) Konfrontation stellst.
So wie du dich geschildert hast, befürchte ich, du stehst kurz vor einer Magersucht. Auch daß du dich mit Modelmaßen in Zusammenhang bringst, spricht dafür. Warum du keinen Hunger hast? Dein Körper ist in einem fastenähnlichen Zustand, bei dem übrigens Glückshormone ausgeschüttet werden. Ich würde dir raten, am (Schul-)Tage mindestens eine, eher 2 Portionen Obst zu dir zu nehmen. So bekommst du keine Unmengen an Kalorien und sorgst auch für die Vitamine, dir dir garantiert auch fehlen bei deiner Ernährung (trotz des Apfels). Ein weiteres Indiz kann das schnelle Weinen sein, wenn Probleme auftreten. Es ist eben kein seelisches Schutzschild mehr da.
Die gute Nachricht: noch bist du nur vor, aber nicht in der Magersucht. Zu der käme es erst, wenn deine Portion am Abend immer kleiner ausfällt (ehrlich sein!). NOCH kannst du handeln, und dazu brauchst du nicht Unmengen zu essen, aber gestatte dir Obst!
Ich wüsch dir alles Gute und genügend Kraft, aus der Spirale herauszukommen!

Magersüchtig bist du laut BMI noch nicht, aber du hast eine heftige Essstörung. Es ist nicht normal, nur einmal am Tag zu essen. Ist doch klar, dass dein Körper dann irgendwann rebelliert und du einen Fressanfall bekommst. Ich würde an deiner Stelle in Therapie gehen. Du zeigst nämlcih sehr viele Merkmale einer Anorexie. Da muss das Gewicht noch nicht lebensgefährlich sein

Hallo keksbluemchen,
Ich kann natürlich keine Ferndiagnose machen und sagen ob sie nun eine Magersucht entwickeln oder auch nicht.

Dennoch finde ich einiges an ihren Aussagen bemerkenswert. Eine Tafel Schokolade in 14 Tagen mit Schuldgefühlen zu quittieren, erscheint mir schon merkwürdig. Noch wichtiger finde ich jedoch, wie stark sie anscheinend auf die Äußerungen reagieren. Was ist das, dass sie so aufwühlt? Welche Gefühle werden dadurch bei Ihnen angestoßen? Welche Ängste entstehen, oder sind schon vorhanden? Wie viele Gedanken machen sie sich über ihre Figur, ihr Gewicht und ihr Essen? in der Antwort zur letzten Frage könnte unter Umständen ein Hinweis auf eine sich anbahnende Essstörung sein.

Ich hoffe Ihnen mit meinen wenigen Worten etwas geholfen zu haben. Wenn Sie noch weitere Fragen oder Gedanken dazu haben, bin ich gerne zu einem weiteren Kontakt bereit und würde mich darüber freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Kühn

Hallo keksbluemchen, es handelt sich in Ihrem beschriebenen Fall definitiv um eine Essstörung, wenn auch nur eine beginnende. Bei Ihrem Körpergewicht dürften Sie keine „Speckröllchen“ mehr haben. Sie haben eine falsche Selbstwahrnehmung. Mir ging das vor vielen Jahren mal ähnlich. Immer habe ich auf meinen Bauch geschaut. Ich glaube Ihnen, dass Sie keinen Hunger haben, jedoch müssen Sie zugeben, dass es ungewöhnlich ist, den ganzen Tag nichts zu essen. Gesund sind eher mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt.
Allerdings ist eine Essstörung meistens nur ein Ventil für andere Problem im persönlichen Umfeld. Es kann auch mit einer Depression oder Angstzuständen einhergehen. Sie sollten unbedingt mit einem Verhaltenstherapeuten sprechen, um ihr Verhalten schritt für schritt zu verbessern.
Wie sieht es mit Ihrem „inneren Antrieb“ aus ? Wieviel Gedanken machen Sie sich über das Essen bzw. nicht essen am Tag ? Das wären auch Fragen, die Sie sich stellen sollten/könnten.

Jetzt wünsche ich Ihnen schöne Pfingsten und einen guten Appetit :smile:

MfG, Oliver

Hallo!

Du nutzt in Deiner Anfrage Worte wie Heisshungerattacke, Schuldgefühl nach dem Essen und Du siehst bei einem BMI von 18 Speckröllchen an Dir, die verschwinden lassen willst!
Aus meiner Sicht hört sich das nach einer Essstörung an. Kennst Du die genauen Gründe für diese Störung? Kannst Du mit einer Person Deines Vertrauens darüber reden?
Wenn ich Dir einen ernst gemeinten Rat geben darf: Suche professionelle Hilfe (Therapeuten) zu dem Du Vertrauen hast. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: Dieser Weg ist lang und steinig, aber der einzige Weg, der Dich aus dieser Zwangswelt befreit.
Viele Grüße
Karsten