Bin ich wirklich krank?

Hallo,

damit Ihr versteht, um was es mir geht, kann ich meine Vorgeschichte nicht weggelassen.
Ich bin jetzt 18 Jahre alt und Schülerin.
Als ich 15 war, sind wir wegen dem neuen Arbeitsplatz meines Vaters umgezogen. Hier hatte ich lange keine Freunde, war einsam und hatte nichts zu tun. Nach einem halben Jahr kam ich mit M. zusammen, der auf die gleiche Schule ging. Wir waren insgesamt zwei Jahre lang zusammen - während dieser Zeit hat er mich betrogen, was ich ihm aber verzieh. Schließlich machte er letzten Sommer Schluss.
Ich war am Boden zerstört, was, meiner Meinung nach, nach einer relativ langen Beziehung auch normal ist. Wenn ich heute zurückblicke, dann glaube ich, dass ich nicht traurig war, weil ich ihn so sehr geliebt habe (nein … ich war während der Beziehung oft traurig, habe sehr viel geweint, weil er mir einiges versprochen und nie gehalten hat), sondern weil ich danach einfach allein war. Ich hatte mich auf ihn konzentriert und immer noch so gut wie keine anderen Freunde.
Ein Monat später habe ich meinen jetzigen Freund S. im Internet kennengelernt. Weil uns beiden langweilig war, kam er für ein Wochenende vorbei (er wohnt 180 km entfernt). Ich habe mich sofort in ihn verliebt und wir sind auch dieses Wochenende noch zusammen gekommen und inzwischen seit mehr als einem halben Jahr sehr glücklich.
Nun meint meine beste Freundin, dass ich krank bin und eine abhängige Persönlichkeitsstörung habe. Sie meint, ich bin zu sehr auf meinen Freund fixiert, stelle meine eigenen Bedürfnisse gegenüber seinen zurück und stelle ihn über alles.
Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Ich sehe mich nicht als krankhaft. Sie meint, das Problem ist, dass ich nicht allein sein kann (weil ich im Sommer eben so schnell wieder einen neuen Freund hatte).
Ich bin eben glücklich mit ihm … ich bin froh, wenn ich ihm eine Freude machen kann …
Meine Freundin meinte, ich soll zum Psychologen gehen.
Nun hätte ich gern Eure objektive Meinung dazu gehört.
Wenn Ihr noch Fragen habt, die für Euch zur Beantwortung der Frage wichtig sind, dann stellt sie bitte.
Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen - bin ich wirklich krank?

Liebe Grüße
Mirjam

Ich bin jetzt 18 Jahre alt und Schülerin.

du bist 18, du musstest dich in einer neuen Umgebung zu recht finden, du hattest Probleme Freunde zu finden…erstmal alles völlig verständlich.

Ich war am Boden zerstört, was, meiner Meinung nach, nach
einer relativ langen Beziehung auch normal ist. Wenn ich heute
zurückblicke, dann glaube ich, dass ich nicht traurig war,
weil ich ihn so sehr geliebt habe (nein … ich war während
der Beziehung oft traurig, habe sehr viel geweint, weil er mir
einiges versprochen und nie gehalten hat), sondern weil ich
danach einfach allein war. Ich hatte mich auf ihn konzentriert
und immer noch so gut wie keine anderen Freunde.

das ist auch nicht ungewöhnlich, wenn man sonst „niemanden hat“.

Nun meint meine beste Freundin, dass ich krank bin und eine
abhängige Persönlichkeitsstörung habe. Sie meint, ich bin zu
sehr auf meinen Freund fixiert, stelle meine eigenen
Bedürfnisse gegenüber seinen zurück und stelle ihn über alles.
Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Ich sehe mich
nicht als krankhaft. Sie meint, das Problem ist, dass ich
nicht allein sein kann (weil ich im Sommer eben so schnell
wieder einen neuen Freund hatte).
Ich bin eben glücklich mit ihm … ich bin froh, wenn ich ihm
eine Freude machen kann …

Der Punkt warum ich persönlich sagen würde "nein, das ist keine depedente Persönlichkeitsstörung2 ist der das du ersteinmal sagst du bist glücklich - ein Kennzeichen einer depedenten Pers.störung ist eien depressive Grundeinstellung.

Meine Freundin meinte, ich soll zum Psychologen gehen.

Ganz falsch ist das nicht, denn eine wirklich kompetente Antwort kann dir ausschlißelich ein Therapeut nach einer persönlichen Unterredung geben.

Nun hätte ich gern Eure objektive Meinung dazu gehört.

s.o. :smile:

Wenn Ihr noch Fragen habt, die für Euch zur Beantwortung der
Frage wichtig sind, dann stellt sie bitte.

Ja, da gibt es Fragen: Fühlst du dich generell gut? Hast du manchmal Konzentrationsprobleme? Bist oft sehr müde?

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen - bin ich wirklich
krank?

Ob du wirklich krank bist, kann dir hier keiner aus dem Stehgreif sagen, lediglich Empfehlungen geben

Liebe Grüße
Mirjam

Liebe Grüße zurück
Kitty

Hallo Mirjam,

Nun hätte ich gern Eure objektive Meinung dazu gehört.

das wird schwierig, weil du wenig zu den Umgang in eurer Beziehung schreibst.

Nun meint meine beste Freundin, dass ich krank bin und eine
abhängige Persönlichkeitsstörung habe. Sie meint, ich bin zu
sehr auf meinen Freund fixiert, stelle meine eigenen
Bedürfnisse gegenüber seinen zurück und stelle ihn über alles.
Ich bin eben glücklich mit ihm … ich bin froh, wenn ich ihm
eine Freude machen kann …

und deine eigenen Interessen und Bedürfnisse ? Was ist, wenn du etwas machen willst, wozu er keine Lust hat: Konzert, anderer urlaubsort, andere Aufteilung der Pflichten im Haushalt ?

Sie meint, das Problem ist, dass ich nicht allein sein kann (weil
ich im Sommer eben so schnell wieder einen neuen Freund hatte).

Das muss nix zu bedeuten haben.

Meine Freundin meinte, ich soll zum Psychologen gehen.
Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen - bin ich wirklich
krank?

Antwort: wahrscheinlich zweuimal nein

Ciao maxet.

Der Punkt warum ich persönlich sagen würde "nein, das ist
keine depedente Persönlichkeitsstörung2 ist der das du
ersteinmal sagst du bist glücklich - ein Kennzeichen einer
depedenten Pers.störung ist eien depressive Grundeinstellung.

das hab ich auch gelesen, und es hat mich gewundert. Denn das ist bei mir wirklich nicht so. Ich mache mir zwar viele Gedanken, bin aber im Moment so glücklich wie lange nicht.

Wenn Ihr noch Fragen habt, die für Euch zur Beantwortung der
Frage wichtig sind, dann stellt sie bitte.

Ja, da gibt es Fragen: Fühlst du dich generell gut? Hast du
manchmal Konzentrationsprobleme? Bist oft sehr müde?

Generell gut? Ja.
Konzentrationsprobleme? Nein, eigentlich nicht. Öfters mal keine Lust auf Lernen, aber das ist ja normal, denke ich.
Das mit der Müdigkeit kann ich schon eher bejahen. Fühle mich oft zerschlagen, wenn ich von der Schule nach Hause komme. Aber ich denke, das liegt daran, dass ich mich a) zu wenig an der frischen Luft bewege und b) einen relativ stressigen Tagesablauf (Schule + dann noch Arbeit bis 18.00) habe

Vielen Dank für die Antwort!

Hallo (-:

Wenn dir die Vorstellung, mehrere Monate allein sein zu müssen,
Angst macht, bist du vielleicht co-abhängig. Einfach mal Googeln…

Nur wenn drunter leidest , sollte man es evtl behandeln. Kein Leid,
keine Krankheit.

Gruß,

Oliver

Hi,

Ich mache mir zwar viele
Gedanken, bin aber im Moment so glücklich wie lange nicht.

Dann leb’ das doch aus!
Denk’ vielmehr über Dein Verhältnis zu Deiner Freundin nach. Neidet sie Dir Dein Glück?

Nur so’n Denkanstoß
von Anja

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Hi,

Ich mache mir zwar viele
Gedanken, bin aber im Moment so glücklich wie lange nicht.

Dann leb’ das doch aus!
Denk’ vielmehr über Dein Verhältnis zu Deiner Freundin nach.
Neidet sie Dir Dein Glück?

Ich glaube kaum … sie lebt seit 4 Jahren in einer sehr stabilen und glücklichen Beziehung.
Ich glaube, sie will mir wirklich nur helfen.
Das Problem ist eben auch … mein Freund wohnt 180 km von mir weg und meine beste Freundin wohnt ebenfalls 2 Autostunden entfernt. Das heißt, ich muss meine Wochenenden unter ihnen aufteilen. Weil der Freund nun mal an erster Stelle steht, und es mir schon schwer fällt, ihn unter der Woche nicht zu sehen, fällt die Wahl eben öfters auf ihn. Ich denke, das macht ihr auch zu schaffen.