Ich bin nicht sicher, wie man die Endung „en“ bei unterschiedlichen Wörtern
beim flüssigen Sprechen oder Lesen korrekt ausspricht.
-
bei „hören“ wird (glaube ich) das „e“ ziemlich deutlich ausgesprochen.
-
bei „werden“ wird ( " ") das „e“ so gut wie verschluckt. Also „werdn“. Wenn
man das „e“ bei „werden“ deutlich aussprechen, klingt das komisch in der
flüssigen Aussprache.
Gibt es irgendwelche Regeln diesbezüglich in der deutschen Sprache?
Gunnar Reimann
Lieber Gunnar, ich kann diese Frage nicht beantworten, ich bin darin keine Expertin. Ich denke die Ausprache und Deutlichkeit ist sehr dialektgebunden. Ich verschlucke z.B. die e in beiden Wörtern…
Viele Grüße Sylvi
Ich bin nicht sicher, wie man die Endung „en“ bei
unterschiedlichen Wörtern
beim flüssigen Sprechen oder Lesen korrekt ausspricht.
-
bei „hören“ wird (glaube ich) das „e“ ziemlich deutlich
ausgesprochen.
-
bei „werden“ wird ( " ") das „e“ so gut wie verschluckt.
Also „werdn“. Wenn
man das „e“ bei „werden“ deutlich aussprechen, klingt
komisch in der
flüssigen Aussprache.
Gibt es irgendwelche Regeln diesbezüglich in der deutschen
Sprache?
Gunnar Reimann
Hallo Gunnar,
es gibt gewisse Regularitäten für die Schwächung von Vokalen in unbetonten Silben. Dabei ist ›e‹ zwischen Plosiven (wie [p], [t], [k] usw.) und Nasalen oder Lateralen (wie [n], [m], [l] usw.) besonders anfällig dafür, schwach ausgesprochen zu werden. Diese Tendenz ist geringer, wenn dem ›e‹ etwas anderes als ein Plosiv vorausgeht (etwa ein [r]). Es ist kein Fehler und auch keine übermäßige Nachlässigkeit, das ›e‹ in ›werden‹ weniger deutlich zu sprechen als in ›hören‹.
Ich hoffe, das hilft dir weiter.
Gruß
Christopher
Hallo Sylvi,
Vielen Dank für Deine Antwort. Wenn Du professionellen Vorlesern zuhörst, kannst Du Unterschiede in der Aussprache der „en“-Endungen feststellen. Trotzdem vielen Dank für Deine Bemühung.
Gunnar
Hallo Christopher,
Deine Antwort hat mir sehr weitergeholfen. Muss allerdings schauen, wie das wirklich in Praxis anzuwenden ist. Vielen Dank nochmals!
Gunnar
Die „Regel“ in der deutschen Sprache lautet:
In unbetonten geschlossenen Silben nach der betonten Silbe kann e (/ɛ/) ebenfalls als [ə] (neben [ɛ]) gesprochen werden, und zwar vor allem in den Kombinationen el, em, en, er, es, et (mindestens). el, em, en werden dabei üblicherweise als silbische Konsonanten [l̩, m̩, n̩] realisiert, bei deutlicherem Sprechen aber auch als [əl, əm, ən] (Apfel, großem, essen). en [n̩] wird dabei ggf. an die Artikulationsstelle des vorangehenden plosiven Konsonanten angeglichen (also nach b/p bzw. g/k als [m̩] bzw. [ŋ̩] realisiert: leben, wecken). er wird in vielen Varietäten als [ɐ] realisiert, das in manchen Regionen einem kurzen [a] sehr nahe kommt, in anderen Varietäten aber ebenfalls als silbischer Konsonant [r̩] oder als [ər] (Vater).