Hi,
habt ihr ein paar tips für mich:
Weiblich, 33, 2 Kids (9 & 6), beide in der schule incl. Hort
bis 17 Uhr.
Also massenhaft Zeit, etwas vernünftiges anzustellen!
Das beginnt mit einer Neuorientierung, welche schliesslich in
eine Fortbildung mündet.
Klar habe ich Zeit, das Problem ist nur das Fortbildungen auf einen Grundberuf aufgebaut sind, welcher bei mir ja nicht mehr existiert…
Ich bekomme ALG I und rutsche im Januar 2007 ins ALG II
Ich habe Eigentum, das laut meinen Infos ca. 15 qm zu groß
ist.
Also taucht die finanzielle Frage gar nicht auf. Sowohl Geld
als auch Zeit scheinen da zu sein, letzteres sogar reichlich.
Moment, das verstehe ich nicht so ganz. Im ALG II wird mir von dem bißchen noch wieder etwas abgezogen wegen zuviel qm und von dem was über bleibt kann ich warscheinlich nicht leben…
Beim Amt gelte ich als ungelernt, da ich 14 Jahre aus meinem
erlernten Beruf raus bin.
DAS ist dein Hauptproblem. Du hast 14 Jahre lang nichts getan,
um für den Arbeitsmarkt gerüstet zu sein. Aber mit 33 ist es
noch lange nicht zu spät.
Das es nicht zu spät ist weiß ich, deshalb möchte ich gern neu starten
(…)
Nun hatte ich mir überlegt einen totalen Neustart zu machen,
wollte wieder zur Schule gehen, neue Ausbildung u.s.w.
Genau.
Ist es wirklich so das ich in dieser Zeit keinen Anspruch auf
irgendetwas habe ???
Diese Anspruchsgedanken kannst du gleich mal aus deinem
Gedächtnis löschen. Die behindern dich nur, und ich kann nicht
ausschliessen, dass diese sich auch in anderer Weise bei dir
äussern, schlimmstenfalls in einem Vorstellungsgespräch.
Auch wenn es nur aus Frust rausrutscht, es macht einen
schlechten Eindruck.
??? Wenn es so einfach wäre, hätte ich im August direkt mit der Schule anfangen können, allerdings wurde mir gesagt das ich als Schülerin keinerlei finanzielle Unterstützung bekommen würde.
Das sind doch keine Anspruchsgedanken, das ist meine kleine Existenz incl. zwei toller Kinder, die mir sogar sagen das sie nicht unbedingt zum Schulausflug müssen wenns zu teuer sein sollte…
Ich schreibe jede Woche mindesten 5 Bewerbungen auch auf
Ausbildungsplätze und sammle die Absagen…
Ich sehe darin eher eine schlechte Strategie.
Auch das verstehe ich nicht, ich bemühe mich um Arbeit, wo ist das eine schlechte Strategie ?
Ich weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll.
Vor allen weil ich den Kids nichts mehr bieten kann, jeder
cent ist vergeben
„Nichts mehr bieten“?
Dann ist es an der Zeit, dass sie erfahren lernen, wie gut es
ihnen geht. Schonmal daran gedacht, den Fernseher
abzuschaffen?
s.o. meine Kinder sind weder verwöhnt noch sonst irgendetwas.
Der Fernseher ist nur eine Stunde die Woche an für die Beiden.
Und wenn ich den jetzt verkaufe wäre das auch nicht schlimm, nur bringt er höchstens 50 Euro…
Bitte unterstelle mir keinen Luxus den ich mir eh nicht leisten kann.
Ich kaufe sehr sparsam ein und auch das kennen die Kinder und machen prima mit, ich bin sehr stolz auf die Beiden, wenn ich sehe was deren Freunde so alles haben oder bekommen finde ich es schön wenn sie darauf ganz locker reagieren und einfach sagen „da haben wir kein Geld für“ und wirklich hinter mir stehen.
Und in Sachen abschaffen: Ich habe schon einmal überlegt vieles abzuschaffen, da ich aber keinen Luxus lebe habe ich nicht das wirklich etwas Geld bringen würde.
Was ich habe das habe ich und weshalb sollte ich nen Schrank verkaufen wenn ich dann nicht mehr wüßte wohin mit unseren Klamotten ?
Und vor allem wenn der Schrank noch nicht mal nen Einkauf wert ist…
(…)
Ich denk, „sich an der eigenen Nase fassen“ beschreibt die
Situation hinreichend, und ich meine, dass du das schon fast
begriffen hast.
Gruss,