Bio Projekt über die Schwangerschaft

Hi. Ich mache mit meinem Tischnachbarn ein Projekt in Biologie um eine bessere Note zu bekommen und wir haben ein Text bekommen wo drin stand wir sollen zwischen ‚Drogen‘ und ’ Schwangerschaft’ wählen und wir wollen Schwangerschaft nehmen und wir haben schon wie es dazu kommt und das man auch durch lusttropfchen vom Mann schwanger werden kann und deshalb sich schützen sollte und Natürlich alles über Aids und Krankheiten :smile:

Ich wollte fragen " gibt es gefahren bei der Schwangerschaft ? und was ist wenn man in der Schwangerschaft drogen, alkoholische Getränke zu sich nimmt etc.kann das kind im bauch absterben ? Er sagte mir das es nur bei der Geburt gestörte anzeichen wieder gibt und was ist wenn man in der 2 woche ist und sich betrinkt wenn man das kind nicht will wie viele Mütter ? Gibt es wirklich dinge wo man sagt bittr tut das nicht das kann das kind sofort im bauch sterben lassen ? Und was ist wirklich eine Fehlgeburt also was passiert da genau? Danke

Hallo,

also ich würde Euch dringend empfehlen die Themen zu googlen (oder Wikipedia befragen), da es den Rahmen sprengen würde, wenn Ihr hier ausgiebige Antworten erwartet.

Nur kurz:
Alkohol ist in der Schwangerschaft ein absolutes No Go! Schädlich sind auch Zigaretten und andere Drogen, deren Folgen aber meist nicht so massiv sind, sondern sich eher z.B. als Asthma manifestieren.

Fehlgeburten treten zu 20% auf, das heißt, daß jede 5. Schwangerschaft in einer Fehlgeburt enden kann. Zigaretten- oder anderer Drogenkonsum - kann das Risiko deutlich erhöhen. Der Embryo stirbt ab und wird irgendwann vom Körper der Mutter abgestoßen, was sich meist mit Blutungen bemerkbar macht.

Hallo thousandhugs,

na, ihr habt ja Nerven (vorausgesetzt die Sache mit dem Projekt stimmt wirklich)… Sollen wir jetzt hier euer Referat machen und ihr müsst nur noch abschreiben?? Nix für ungut, aber für so was ist diese Seite eigentlich nicht gedacht, dafür gibt es Google :wink:

Ich war mal trotzdem so nett und habe euch drei Links herausgesucht, in denen ihr alle Infos finden könnt:

http://www.9monate.de/schwangerschaft-geburt/gesund-…

http://www.babyburg.de/baby-ratgeber/schwangerschaft…

http://www.chirurgie-portal.de/gynaekologie/fehlgebu…

Viele Grüße
Anja

Guten Morgen,
ich finde euer Bio-Projekt sehr sinnvoll, denn das bewahrt bestimmt einige von euch davor, früh ein Kind zu zeugen bzw. zu bekommen. Gefährlich ist eine Schwangerschaft eigentlich nur selten, wenn eine Frau z. einen Herzfehler, ein Spenderorgan oder eine Blutgerinnungsstörung hat oder noch nicht ausgewachsen ist (also sehr junge Mädchen). Auch bei der Geburt kann einiges schief gehen, aber mit guten Ärzten kriegt man fast alles hin und so sterben in Deutschland auf 100.000 Lebendgeburten nur 5 Frauen direkt bei oder in den 42 Tagen nach einer Entbindung. Drogen und Alk sind während der Kugelzeit nicht erlaubt! Dazu muss man wissen: Man rechnet eine Schwangerschaft ab dem 1. Tag der letzten Periode der Frau, wenn der Eisprung 2 Wochen später erfolgt, ist sie also rechnerisch schon in der 3. Woche (daher auch: 40 Schwangerschaftswochen). Bis die Regel ausbleibt, ist sie schon am Beginn der 5. Woche. Sich nun zu besaufen, um abzutreiben, geht meistens schief – erstens sterben die meisten Kinder durch den Suff nicht ab, zweitens kann man nie sagen, wann genau ein Rausch wie schädlich fürs Baby ist. Wer zu Beginn der Schwangerschaft blau ist, kann Glück haben und das Baby entwickelt sich normal (weil es noch nicht mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden ist). Wer immer wieder trinkt, kann auch ein gesundes Baby zur Welt bringen – oft werden solche Kinder aber kränklich und geistig, manchmal auch körperlich behindert geboren. Die leiden ihr ganzes Leben unter der Sauferei ihrer Mutter. Starkes Rauchen hat übrigens ganz ähnliche Folgen. Kiffen erst recht.
Eine Fehlgeburt kann ganz unterschiedliche Ursachen haben; mal ist der Embryo nicht richtig eingenistet oder nicht gesund, von den Chromosomen her, und wächst gleich in den ersten Wochen nicht weiter. Bis zur 12. Woche kommt es zu relativ vielen Fehlgeburten – entweder entwickelt das Baby sich einfach nicht weiter und im Ultraschall zeigt sich dann, dass es tot ist (eine sogenannte Missed Abortion) – oder es kommt zu starken Blutungen und das Krümelchen geht ab (ist wie eine starke Periode). Die Frau muss zum Arzt und der klärt, ob eine Behandlung im Krankenhaus nötig ist. Spätere Fehlgeburten sind selten, kommen aber vor: bei behinderten Kindern, wenn die Plazenta falsch liegt oder nicht richtig funktioniert, wenn die Frau schwer erkrankt, wenn ihr Körper zu vorzeitigen Wehen oder einer Schwangerschaftsvergiftung neigt, wenn das Baby sich die Nabelschnur um den Hals wickelt, wenn das Herz zu schwach ist … entweder das Kind kommt dann wie bei einer normalen Geburt, mit Wehen, nur einfach viel zu früh und nicht lebensfähig auf die Welt – oder es stirbt ab und die Geburt des toten Kindes muss eingeleitet werden.
In den ersten Wochen der Schwangerschaft liegt das Fehlgeburtsrisiko noch relativ hoch (ca. 30 Prozent). Schlägt das Herz erst mal, sinkt dieses Risiko auf 3 %. 2 % aller Kinder sind behindert - 2 % geistig hochbegabt, die große Mehrheit kommt einfach so gesund und normal intelligent zur Welt :wink:
Schwangere sollten nicht schwer heben, nicht rauchen, nicht trinken, keine Rohmilchprodukte essen (die Bakterien könnten zu Komplikationen führen), bestimmte Medikamente nicht nehmen und bei jeder Frage ihre Frauenärztin konsultieren. Schaut mal in Schwangerschaftsforen - bei ELTERN, 9monate.de, urbia --, da bekommt ihr Listen, wie man Schwangerschaftswochen und Entbindungstermine ausrechnet und was man alles nicht essen sollte. Alles in allem ist eine Schwangerschaft aber etwas Schönes, wenn man sie zur richtigen Zeit erlebt (mit stabiler Partnerschaft und Einkommen, wenn möglich). Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, sondern eine besondere Phase im Leben einer Frau (und manchmal auch des Mannes). Und nie hatte man so viele Chancen wie heute, gesund da durch zu gehen und ein gesundes Kind zu bekommen.
Wenn ihr noch konkrete Fragen habt, mailt mich gern noch mal an.
Viel Erfolg, LG Pamelie

hi zurück,

viele Fragen und natürlich viele Antworten:
1- Gefahren in der Schwangerschaft(SS):
die SS läuft in drei Phasen: Entstehung- Entwicklungs- und Reifungsphase( immer drei Monate).
Die gefährlichste Phase ist die Entstehungs- und Entwicklungsphase. Also wenn eine Frau Medikamente, Drogen oder Alkohol in diesen Phasen zu sich einnimmt, kann es dazu kommen( mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit) dass das Kind behindert, missgebildet oder geistig unterentwickelt auf die Welt kommt. Bei Alkohol und Drogen ist es Wissenschaftlich belegt und es gibt die Kinder die unter dem Syndrom Alkoholembryopathie fallen( dünne Lippen, Haare auf die Ohren, auffällige Gesichtsmimik und mentale(geistige) Retardierung(Dummheit) und vieles mehr. Bei Drogen weiß man, dass die Gehirnreifung darunter leidet, je nach DROGE Organfehlbildung und dass die Kinder eine bestimmte Drogenabhängigkeitstendenz entwickeln.
Aids kann wenn der Partner die Krankheit hat natürlich die Partnerin anstecken vor allem wenn Verletzungen oder sonstige Sex-Praktiken im Spiel sind. Wenn die Mutter Aids hat ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass das Kind die Krankheit bekommt. Mit Kondome kann man sich gegen Aids, Chalmydien und viel Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft schützen, nicht aber gegen HPV(Gebermutterhalskrebs Virus), da der Virus auch auf die Haut neben dem Penis sitzt, und hier schützt nur die Impfung vor dem Geschlechtsverkehr.
Nikotin macht bei den Neugebornen eine Empfindlichkeit der Lunge und der Atemwege gegenüber Husten, Asthma und Infektionen der oberen Luftwege.
In der letzten Phase der SS kommt es zu Unterentwicklung der Organe, wie Kleinwuchs(kleine Kinder),untergewicht, Abhängigkeits-Syndrome, wo die Kinder dann wie die Eltern Alkohol- oder Drogensucht entwickeln und im Krankenhaus entwöhnt werden müssen( direkt nach der Geburt, da die Kinder Schreiatakken und Unwohlsein entwickeln). Außerdem ist die Gefahr an Infektionen in der Geburtsphase dann sehr groß, wenn sich Mütter in der letzten Phase eine Infektionskrankheit durch Geschlechtsverkehr holen.

Abtreibung: da muss sich jede Mutter für sich selbst entscheiden, jedoch man muss immer bedenken dass das ein Lebewesen ist und wenn es ausgereift ist, die Frau vor Ihrem Gewissen und vor Ihrem Gott verantworten ob sie so was fertig bringt.
Wenn Frauen vergewaltigt, missbraucht worden sind oder ein behindertes Kind tragen, dann ist keine Frage wie sie sich entscheiden.

Viel Glück

Der Superprinz (Pal)

Hallo,

zuerst mal möchte ich euch gerne ein paar grundlegende Dinge rund um die Schwangerschaft erklären: Eine Schwangerschaft dauert in der Regel 40 Wochen. Die meisten Kinder kommen in einem Zeitraum von zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem errechneten Termin auf die Welt. Dann spricht man von „zeitgerecht“. Kinder, die mehr als 3 Wochen vor dem errechneten Termin zur Welt kommen und/oder weniger als 2.500g wiegen, gelten als Frühchen bzw. Frühgeburten. Bislang gilt ein Gewicht von 500g als Minimum, damit das Kind eine Überlebenschance hat. Dieses Gewicht hat der Fötus etwa ab der 22. Woche erreicht.

In den ersten 12 Schwangerschaftswochen spricht man von einem Embryo, erst danach wird das ungeborene Kind „Fötus“ genannt. In diesen ersten 12 Wochen werden sämtliche Organe und Gliedmaßen des ungeborenen Kindes entwickelt. Ein 12 Wochen alter Fötus hat bereit eigene, ganz individuelle Fingerabdrücke und sogar Wimpern. Ab der 13. Woche muss der Fötus dann im Prinzip nur noch wachsen und kräftig genug werden für ein Leben außerhalb des Mutterleibes.

Man berechnet den Schwangerschaftsverlauf ab dem ersten Tag der letzten Menstruation, auch wenn zu diesem Zeitpunkt faktisch noch gar keine Schwangerschaft besteht. Der weibliche Zyklus dauert üblicherweise etwa 28 Tage (individuelle Abweichungen sind natürlich möglich). Etwa 14 Tage nach Eintreten der Menstruation kommt es zum Eisprung. Dann beginnt rechnerisch schon die dritte Schwangerschaftswoche (die ersten beiden Wochen von der Menstruation bis zum Eisprung sind ja schon rum). Die reife Eizelle wandert dann vom Eierstock in die Gebärmutter. Das dauert ein paar Tage und in dieser Zeit ist die Eizelle auch befruchtbar. Die männlichen Spermien können übrigens in der weiblichen Gebärmutter ebenfalls einige Tage überleben und dort auf die Eizelle „warten“. Dadurch ist der Zeitraum einer möglichen Befruchtung relativ lange. Erst wenn die Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle erfolgreich stattgefunden hat, kann sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnisten. Man vermutet, dass in knapp 50% aller Fälle die Einnsitung misslingt, die Eizelle sich an einer falschen Stelle einnistet oder nicht ausreichend Kontakt zur Gebärmutterwand bekommt und dann abgeht. Man spricht dann umgangssprachlich von einem „Windei“ oder einer sehr frühen Fehlgeburt. Häufig bekommt die Frau davon aber gar nichts mit, weil die darauffolgende Monatsblutung ganz normal eintritt oder sich höchstens ein paar Tage verspätet.

Verhütungsmethoden wie etwa die Spirale arbeiten genau nach diesem Prinzip. Anders als bei der Pille wird hier der Eisprung nicht unterdrückt, so dass es trotzdem zu einer Befruchtung kommen kann. Die Spirale behindert aber den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut bzw. verhindert die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter, so dass es im Falle einer Befruchtung zu einer unbemerkten, frühen Fehlgeburt kommt. Zwar ist diese Verhütungsmethode ähnlich zuverlässig wie die Pille, viele Menschen streiten aber darüber, ab wann das menschliche Leben beginnt und geschützt werden muss: Schon ab dem Zeitpunkt der Zeugung? Dann dürfte man aber auch die Einnistung der Eizelle nicht behindern. Oder gilt das Kind erst als schützenswertes Leben, wenn die Einnistung in die Gebärmutterwand erfolgreich stattgefunden hat?

Die Einnistung passiert übrigens etwa in der 3. bis 4. Schwangerschaftswoche. War sie erfolgreich, bleibt die nächste Menstruation normalerweise aus. Erst jetzt - nach Abschluss der rechnerisch 4. Schwangerschaftswoche und frühestens ab dem ersten Tag des Ausbleibens der nächsten Regelblutung - kann eine Schwangerschaft mit einem Urintest vom Arzt oder aus der Apotheke festgestellt werden. Wenn die werdende Mutter also von der Schwangerschaft erfährt, ist sie meist schon in der 5. Woche. Ab der 6. Woche fängt das Herz des ungeborenen Babys an zu schlagen.

Ich habe weiter oben ja bereits erklärt, dass in den ersten 12 Wochen eigentlich die wichtigsten Prozesse stattfinden und alle lebensnotwendigen Anlagen und Organe gebildet werden. So winzig ein 12 Wochen alter Fötus auch sein mag, aber „technisch“ gesehen ist er bereits vollständig und funktionsfähig. Gerade weil in diesen ersten 12 Wochen aber so viel passiert, kann es auch immer wieder zu naturbedingten „Fehlern“ kommen. Der Körper unterzieht die Schwangerschaft praktisch einem permanenten Selbstcheck. Entdeckt er dabei Mängel, mit denen der Embryo später womöglich nicht lebensfähig wäre - etwa zufällige oder auch erblich bedingte Gendefekte, fehlende Organe oder andere Missstände - dann wird die Schwangerschaft häufig vom Körper selbst beendet. Der Fötus ist nicht lebensfähig, er hört auf zu wachsen, es kommt zu einer Fehlgeburt. Das passiert sogar relativ häufig, man geht davon aus, dass etwa 15 - 20% aller Schwangerschaften in den ersten 12 Wochen durch eine Fehlgeburt enden.

Aus diesem Grund ist auch eine Abtreibung - also ein Schwangerschaftsabbruch - in Deutschland bis zur vollendeten 12. Schwangerschaftswoche straffrei möglich, selbst wenn der Embryo eigentlich gesund und lebensfähig entwickelt ist. Eine Abtreibung in den ersten 12 Wochen ist zwar straffrei aber dennoch illegal! Ihr geht immer ein verpflichtendes Beratungsgespräch voraus. Die - medizinische, soziale oder psychologische Notwendigkeit einer Abtreibung muss von einem Arzt oder einer befugten Beratungsstelle schriftlich bestätigt werden, ehe der Eingriff straffrei vorgenommen werden kann.

Aber auch bei einer gewollten Schwangerschaft kann es zu einer Fehlgeburt gerade in den ersten 12 Wochen kommen. Diese wird dann meist vom Arzt entdeckt, weil er auf dem Ultraschall erkennt, dass der Fötus nicht weiter gewachsen ist bzw. dass das Herz nicht mehr schlägt. Dann wird die werdende Mutter meist an eine Klinik zur Ausschabung überwiesen. Eine Ausschabung ist im Prinzip das gleiche Verfahren wie bei einer Abtreibung. Die Mutter bekommt im Normalfall eine Vollnarkose und bekommt von dem Eingriff nichts mit. Der Embryo wird mitsamt der Plazenta und der Schleimhaut aus der Gebärmutter entfernt (ausgeschabt). Im Unterschied zu einer Fehlgeburt ist der Embryo bei einer Abtreibung zu diesem Zeitpunkt aber noch am Leben …

Eine Ausschabung ist ein Routineeingriff in deutschen Kliniken. Statistisch betrachtet gehen etwa die Hälfte aller Ausschabungen auf das Konto ungewollter Fehlgeburten, die andere Hälfte sind gewollte Abtreibungen.

Der Mutter selbst passiert dabei im Normalfall nichts. Sie hat oft noch eine Weile Blutungen, auch kann es einige Wochen dauern, ehe die nächste Menstruation wieder eintritt und der Zyklus sich wieder normalisiert.

In manchen Fällen kommt es bei einer Fehlgeburt von alleine zu Blutungen, dann beginnt der Körper von selbst den abgestorbenen Embryo abzustoßen. Blutungen im Verlauf der Schwangerschaft sind immer ein Warnsignal und man sollte umgehend einen Arzt aufsuchen.

Bis zur 12. Woche spricht man von einer frühen Fehlgeburt. Aber auch danach kann es vereinzelt noch zu einer Fehlgeburt kommen, die dann als späte Fehlgeburt bezeichnet wird. Ab einem Gewicht von 500g spricht man von einer Totgeburt.

Bei einer intakten Schwangerschaft ist eine Abtreibung nach der 12. Woche nur noch bei entsprechender medizinischer Indikation möglich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten - etwa eine Fruchtwasseruntersuchung - um einen möglichen genetischen Defekt im Vorfeld zu erkennen. Die Untersuchungen zielen meist auf die recht häufig vorkommende Trisomi 21 ab, dem sogenannten „Down-Syndrom“. Menschen, die mit dieser Trisomi geboren werden, sind durchaus lebensfähig, häufig aber geistig behindert oder stark entwicklungsverzögert. Auch Herzfehler und eine höhere Krankheitsanfälligkeit sind typisch für diese Behinderung. Trisomi 21 ist nicht heilbar. Wenn also ein genetischer Defekt in der Schwangerschaft festgestellt wird, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Das Kind trotzdem annehmen so wie es ist, oder die Schwangerschaft beenden. Dazu muss der Fötus im Mutterleib mit einer Spritze ins Herz getötet werden. Bei Schwangerschaften nach der 12. Woche wird meist auch keine Ausschabung mehr gemacht, sondern mit wehenfördernden Mitteln die Geburt eingeleitet. Die Mutter muss das tote Kind auf normalem Wege zur Welt bringen.

Im Übrigen können auch Alkohol und Drogen-Konsum in der Schwangerschaft erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Ich möchte noch mal darauf hinweisen, wie wichtig gerade die ersten 12 Schwangerschaftswochen sind. Wenn in dieser Zeit alle Organe gebildet werden, kann man sich gut ausrechnen, welchen Schaden man durch etwa Alkohol oder Drogen anrichten kann. Es kann tatsächlich zu Missbildungen oder Fehlentwicklungen kommen. Eine Garantie für eine dadurch ausgelöste Fehlgeburt ist das aber noch lange nicht. Das Risiko, dass man nach exzessivem Alkohol- oder Drogenkonsum ein behindertes oder krankes Kind zur Welt bringt, ist im ein Vielfaches größer. Nicht jede Fehlentwicklung wird von der Natur selbst aussortiert. Im Gegenteil: Kinder von Drogen- oder Zigaretten-abhängigen Müttern kommen häufig mit starken Entzugserscheinungen auf die Welt. Schon der Säugling ist dann „abhängig“ und muss mit medizinscher Hilfe entwöhnt werden. Ein für so ein kleines Wesen mehr als belastender Prozess - Atembeschwerden, Verdauungsprobleme, Schmerzen bis hin zu Herz-Ryhtmus-Störungen sind dann die Regel. Kein Baby hat es verdient so leiden zu müssen. Deshalb sind Alkohol, Drogen oder Zigaretten in der Schwangerschaft strengsten tabu!

Es gibt keine wirklich effektive und vor allem risikofrei Möglichkeit, eine ungewollte Schwangerschaft selbst zu beenden. Das geht nur wie oben beschrieben mit einer Abtreibung in den ersten 12 Wochen. Sinnvoller und wirkungsvoller ist es, eine ungewollte Schwangerschaft von vorneherein zuverlässig zu verhindern, etwa durch Kondome oder die Pille.

Im Übrigen möchte ich euch gerne ein wenig die Angst vor einem Kind nehmen. Natürlich ist es nicht empfehlenswert, schon mit 15 oder 16 Jahren Mutter zu werden. Aber auch eine Abtreibung ist nicht unbedingt immer notwendig. Klar hat man im ersten Moment Panik, wie man das schaffen soll mit einem Baby und was wird aus meinem eigenen Leben? Aber entgegen einer weit verbreiteten Annahme ist es keineswegs so, dass das eigene Leben mit einem Kind plötzlich aufhört. Es ist bestenfalls ein anderes Leben. Es gibt viele Hilfsangebote, die gerade sehr junge Mütter in Anspruch nehmen können, um entlastet zu werden oder beispielsweise auch die Schule abschließen zu können. Mit einem Kind steht man nicht automatisch alleine da. Und es ist wie mit allen neuen Situationen im Leben: Auch vor der neuen Schule und den fremden Mitschülern, dem neuen Job, dem Praktikum oder der Prüfung hat man erst mal Angst, hat Bauchschmerzen und Schlaflose Nächte. Um hinterher festzustellen, dass es ja doch ganz gut geklappt hat, dass man an der neuen Schule schnell neue Freunde findet und der neue Job eigentlich gar nicht so schlecht ist. Der Mensch ist und bleibt nun mal ein Gewohnheitstier, und auch ans Mutter-Sein kann man sich gewöhnen. :wink:

Zumindest hat man nach dem ersten Schock ja auch noch fast 9 Monate Zeit, um sich an den Gedanken ein Kind zu bekommen zu gewöhnen und sich auf das neue Leben einzustellen. Das ist eigentlich ziemlich fair, findet ihr nicht auch? Für die Entscheidung, ob dieses Menschlein leben darf oder ob man es abtreiben lässt hat man hingegen nur wenige Wochen Zeit. Und Kurzschlusshandlungen waren noch nie besonders empfehlenswert …

Nun hoffe ich, dass ich euch einige nützliche Infos rund um Schwangerschaft, Fehlgeburten und Abtreibungen geben konnte. Wenn ihr noch mehr Input braucht oder Fragen habt, dürft ihr gerne noch mal auf mich zukommen.

Viel Erfolg!
Anke Merau

Hallo ihr Tischnachbarn!

Schön, dass ihr Euch bei der Wahl für Schwangerschaft statt Drogen entschieden habt.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Biolehrer meine Stellungnahme erwartet…

Ihr habt da die euch interessierenden Fragen schön aufgelistet. Benutzt diese Liste doch als Überschrift und sucht Euch die Antworten aus seriösen Internetseiten.
So ist das Ergebnis dann wirklich von Euch erstellt - ünd ich bin sicher, ihr werdet meine Menge dabei lernen!

Viel Erfolg und auch viel Spaß bei der Arbeit!!!

Ayla

Hallo,

Gefahren gibt es-nach 9 Monaten sind meistens Kind(er) da.. :wink:
Drogen,Alkohol etc. führen meistens nicht zum Tode (es sei denn du bist jeden Tag Dauerbreit) allerdings können auch schon geringste Mengen (nach neuesten Erkenntnissen sogar nur ein halbes Gläschen Sekt/Bier zum anstoßen) zu erheblichen Entwicklungsstörungen führen. Meist sind diese dann im Gehirn zu verzeichnen-der Nachwuchs kann schlichtweg „blöd“ (Ethisch nicht korrekt) gebohren werden.Bzw. unterentwickelt-zu klein für sein alter, Frühgeburten,Behinderungen etc.
Mütter haben eine „Gnadenfrist“ von den besagten ersten 1-2 Monaten in dehnen das Kind noch nicht vollständig mit der Mutter verwachsen ist und demnach auch nicht von Ihr komplette ernährt wird.Das heißt würde die Mutter hier noch rauchen,trinken etc. würde das Kind zwar nicht direkt etwas davon mitbekommen,jedoch würde dies auch den „Anbindungsprozess“ an die Mutter behindern (Verwachsung des gesamten „Eies“ in dem das Kind heran wächst mit der Gebährmutter)
Es ist nicht unüblich das schwangere innerhalb der ersten 3 Monate auch Fehlgeburten haben. Das kann vielerlei Gründe haben. Deshalb raten Ärzte auch dazu nicht direkt in Euphorie auszubrechen wenn man in der 2en Woche Schwanger ist.Eine Fehlgeburt ist nichts anderes als das der Embrio/Fötus stirbt. Dann muss dieser meistens ausgeschält werden vom Arzt (Krankenhaus, durch Scheide per speziellem Werkzeug Gebährmutter ausräumen/ausschälen) da es ansonsten zu Blutvergiftungen etc kommen kann. Das tote Lebewesen kommt nicht von alleine raus.
Nach den 3 Monaten ist der Drops meisten gelutscht und das Kind wird quasi „nur noch“ größer. Allerdings sind auch dann tunlichst die Finger von Drogen,Alkohol,Zigaretten zu lassen.

Macht was draus.

Gruß