Biodiesel beim Escort BJ 96

Hallo!

Ich habe mir einen gebrauchten Ford Escort Diesel gekauft (Baujahr 1996). Ich möchte nun gerne Biodiesel tanken, weil es billiger ist und die Umwelt schont.
Als ich bei Ford in Köln beim Kundenservice nachgefragt habe, ob mein Auto nun mit Biodiesel fahren könne (das Problem ist, daß Biodiesel unter Umständen wohl einige Leitungen und Dichtungen zersetzten kann) bekam ich die Antwort, daß man die Biodiesel-Verträglichkeit nicht erforscht hat, und deshalb Ford seine Fahrzeuge für Biodiesel nicht offiziel freigibt. Mir wurde aber auch gesagt, daß man wisse, daß durchaus Ford-Fahrer trotzdem mit Biodiesel fahren. Ob bislang bei diesen Fahrern schon mal irgendwelche Probleme aufgetaucht sind, konnte man mir nicht sagen.

Nun meine Frage:

Hat jemand Erfahrung mit Biodiesel bei Ford-Fahrzeugen, speziel Escort BJ 96?
Weiß jemand, von Problemen die bei Ford-Fahrzeugen durch Biodiesel verursacht wurden?

IM Voraus vielen Dank für eure Antworten

Gruß Andreas

hi,

ich habe von oktober 99 bis märz 00 biodiesel mit mondeo td gefahren.
das fahrzeug war damals (bis 12.99) explizit und uneingeschraenkt von ford fuer den betrieb mit biodiesel
freigeben. im januar 00 hat ford (die tun was) alle freigaben (für praktisch alle ford diesel motoren)
zurueckgezogen, dieses aber niemanden mitgeteilt.

bei meinem fahrzeug hat sich die handpumpe (dieselpumpe / entlüftung) zerlegt. im januar ist der
zahnriemen gerissen. ob dem reissenden zahnriemen ein klemmendes ventil vorausging ist offen
(die biodiesel verbrennung fuehrt zu einer thermik im zylinderkopf und veraendert gleichzeitig
die ablagerungen auch an den ventilen, was z.b. bei vag-turboladern zu problem fuehren kann)
wird geklärt. erst im maerz habe ich durch nachfrage bei www.biodiesel.de erfahren, dass ford
die freigaben zurueckgezogen hat, was man mir selbst bei der zylinderkopfreparatur nicht gesagt hat.

der verbrauch des motors stieg auf deutlich mehr als 10 % an, er lag zeitweise ueber 8 ltr (statt 6.6 ltr).

ich kann prinzipiell bei einer nicht eindeutigen rechtslage (ford: keine freigabe, ford: keine kulanz
bei fahrzeugen aelter als 3 jahre als > 100.000 km u n d ford: niemals etwas schriftlich fixieren,
selbst wenn es am telefon ausdruecklich zugesichert wird!!!) von dem betrieb mit biodiesel bei einem
nicht vag-fahrzeug nur abraten. die oekobilanz (unter einbeziehung der raps-monokultur) schaut vom
co2 und dem russ abgesehen, auch nicht super aus, insbesondere die n2o bilanz ist negativ.

schade eigentlich. schade auch fuer ford, die angeblich ja soviel fuer den umweltschutz tun.

joedi, inzwischen nicht mehr sauer sondern schlauer

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Hallo Joedi!

Danke für die gute und ausführliche Antwort. Da werde ich doch lieber beim normalen Diesel bleiben.

Gruß Andreas

Hi

Wir haben in unserem Transportunternehmen eine eigene Tankstelle und dort wird zum normalen Diesel auch Biodiesel hinzugemengt. Das bewegt sich bei ca. 1-2% und läuft so problemlos. Beim Biodiesel kommt es auch drauf an ob er aus Altspeiseöl oder Rapsöl gemacht wurde.

hallo,

ich denke, dass ist auch der richtige weg.
wenn man sich die freigaben fuer franzoesische, italienische etc. fahrzeuge anschaut (gibts irgendwo im netz, nicht aber bei www.biodiesel.de) dann sieht man, das diese fast ausschliesslich fuer neuere baujahre und beimischungen bis
2/5/10 prozent gelten.

auf diese weise ist wahrscheinlich biodiesel (und damit der raps anbau der landwirtschaft auf stillgelegten flaechen) auch besser integrierbar als der singulaere verkauf und damit wird der subventionszuschuss quer zu den agrarerzeugern gegeben.

warten wir mal die naechsten jahre ab.

joedi

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