Hallo Michl,
ein Bekannter von mir hat fast vierzig Jahre sehr erfolgreich
und sehr bekannt in seinem Beruf gearbeitet und hat mich
gestern gefragt, was ich davon halte, dass er ein Buch darüber
schreibt. Er wurde da schon von mehreren Seiten her darauf
angesprochen.
daraus berechnet sich die die Anzahl möglicher Leser/Käufer = für den engsten anzunehmenden Fall
So etwa wie Reinhold Messner über seine Bergtouren.
Also keine großartigen Erklärungen über den Beruf oder die
Organisation an sich, das läst sich im Internet finden.
Viel Erzählen, Erlebnisberichte und auch nette Anekdoten über
Interna
bei allen solchen Vorhaben lohnt es sich im Netz nachzusehen, ob bereits Andere ähnliche „Firmen-Erlebnisberichte“ veröffentlicht haben.
Wobei Interna immer eine gefährliche Sache sind.
Extremfallbeispiel: wer bis jetzt bei einer bekannten deutschen Automarke noch nicht als Gast bestimmter Etablissements in Südamerika von den Medien geoutet wurde, dürfte sich nicht freuen, sich in einem Buch wiederzuerkennen …
Eine Interessenkreis wäre m.M weltweit, v.a. aber in D und
evtl auch USA zu finden.
Jetzt möchte ich wissen, inwieweit man Beteiligte, die in
diesen Geschichten vorkommen fragen muß, ob man sie erwähnen
darf.
damit bist Du genau am wundesten Punkt:
Personen und Ereignisse, die diese Personen betreffen, sollten und dürfen nur mit dem Einverständnis dieser Personen veröffentlicht werden.
Fragen, schriftliches Einverständis einholen spart Prozesskosten.
Zu vielen besteht kaum bis gar kein Kontakt mehr.
das ist Punkt 1 einer Recherche.
Ihr werdet beteiligte Personen „ausgraben“ müssen.
Ebenso bei Fotos, was ist hier nur „Beiwerk“ (wie es die
Bildzeitung diese Woch berichtet hat)
jedes Foto hat einen Fotografen.
Dieser hat die Urheberrecht auf sein Werk.
Eine Veröffentlichung ist auch hier nur mit Einverständnis möglich.
Dieses Einverständis kostet manchmal Geld.
Wie findet man einen Verlag dafür, wie gestalten sich die
Urheber- uns sonstige Rechte oder auch Pflichten.
Jeder Autor hat zunächst einmal die Urheberrechte an seinem Werk.
Was und wie und in welchem Umfang dieses an einen Verlag abgetreten wird, steht im sogenannten „Verlagsvertrag“.
Davon kann man Muster beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels finden.
Sonst kann man auch (fast) jeden Rechtsanwalt fragen.
Einen Verlag findet man, indem man nach ähnlichen Büchern sucht und sich dann an den Verlag wendet, der derartiges im Programm hat.
Da muss im Fall einer Autobiografie nicht unbedingt ein Fachverlag sein - außer der Schwerpunkt liegt sehr deutlich auf dem Beruf.
Ab welche Auflage rechnet sich ein Buch, zumindest um die
Unkosten reinzukriegen - Geld muß damit nicht verdient werden,
es gibt ein festen Ruhestandseinkommen.
wenn das Buch im Selbstverlag mit Hilfe eines der bekannten Druckerdienstleister erstellt wird, bestimmt der Autor selbst Auflage und Preis.
Darf sich aber auch um die komplette Vermarktung selbst kümmern.
Sonst - im Idealfall - übernimmt und bestimmt diese Dinge der Verlag.
Verlage zahlen aber ihre Autoren auch.
Nicht immer üppig, aber das war ja auch nicht die Frage.
viele grüße
geli
g