Ich habe in letzter Zeit (Auto)Biographien oder Lebensportraits entdeckt und will meeeeeeeeeeeehr *g*
Welche sind es eurer Meinung nach wert, gelesen zu werden? Bisher habe ich querbeet gelesen: z.B. Martin Luther King, Sophie Scholl, Walt Disney, Dr. Oetker, Marcia Haydee, August Macke …
ich schätze Biographien für gewöhnlich NICHT, aber Margaret Georges Pseudo-Autobiographie von Henry VIII. hat mich sehr gefesselt. Es war das offenbar sehr gut recherchierte Hineindenken in eine Persönlichkeit hinter der Handvoll historischer Anekdoten („Heinrich VIII.? Das war der mit den sechs Frauen, nicht?“). Wer war der Mensch, der so und so gehandelt hat? Wie war seine Epoche? usw…
Leider hat George mit ihrem Nachfolgebuch über Maria Stuart meine Erwartungen sehr enttäuscht, aber der Wälzer „Heinrich VIII.: Mein Leben - Mit Anmerkungen des Hofnarren Will Somers“ ist einer meiner liebsten historischen.
Hängt wohl sehr von deinen Grundinteressen ab und kann wohl so pauschal nicht gesagt werden. Biografien gibt es wie Sand am Meer. Angefangen von Jesus, Julius Cäsar bis hin zu Donald Trumpp und Joschka Fischer.
Habe gerade die Bio von „John Nash“ gelesen, die als „Beautifull Mind“ verfilmt wurde. Wirklich gut und aufschlußreich, wenn man den Film gesehen hat.
Ich lese derzeit mit kleinen und größeren Pausen, Biografien von Frauen. Z. T. von solchen, über die ich mich auch richtig ärgern kann. Also etwa Alma Mahler-Werfel, Lou Andreas-Salome.
Von denen gibt es autobiografische Bücher und auch von anderen geschrieben Biografien:
Lou Andreas-Salome, Lebensrückblick Hrsg von Ernst Pfeifer,
H. F. Peters, Lou Andreas-Salome Das Leben einer außergewöhnlichen Frau.
Alma Mahler-Werfel, Mein Leben,
dieselbe, Tagebuch-Suiten;
über die Mahler-Werfel gibt es eine Menge von Büchern, darum nenne ich keins.
Dann:
Malwida von Meysenbug, Memoiren einer Idealistin;
und wirklich faszinierend:
Régine Pernoud: Christine de Pizan,
von der Pizan selber sehr empfehlenswert:
Das Buch der Stadt der Frauen,
Um noch weiter zurückzugehen und auch Männer zu nennen:
Gerd Althoff, Otto III.
Michel T. Clanchy, Abaelard;
Die beiden sind aber richtig historisch-wissenschaftlich Arbeiten, also harte Kost. Sie sind bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt erschienen in der Reihe: Gestalten des Mittelalters und der Renaissence.
Aus dieser Reihe habe ich noch kein Buch ohne Gewinn und einige mit Genuss gelesen.
Ich lese derzeit mit kleinen und größeren Pausen, Biografien
von Frauen. Z. T. von solchen, über die ich mich auch richtig
ärgern kann. Also etwa Alma Mahler-Werfel, Lou Andreas-Salome.
*huch* Jetzt muss ich mich outen - wer waren denn diese beiden?
Letzterer Name kommt mir immerhin bekannt vor …
Von denen gibt es autobiografische Bücher und auch von anderen
geschrieben Biografien:
Muss ich doch glatt mal gucken!
Die beiden sind aber richtig historisch-wissenschaftlich
Arbeiten, also harte Kost.
Och, naja… also … hart?
Was ich nicht so unbedingt möchte ist eine Ansammlung von Daten mit kurzen infos dazu. Aber das meinst du bestimmt auch nicht, oder?
„Camille Claudel“ (Bildhauerin, Geliebte von Rodin) Reine-Marie Paris
Goethes Mutter" Dagmar von Gersdorff
„Mein Weg aus dem Dunkel“ Helen Keller (blind u. gehörlos) Autob.
„Das Leben von Clara Schumann, geb. Wieck“ (Pianistin und Frau von Robert Schumann) Karla Höcker
„Beethoven“ Maynard Solomon
„Mein Leben“ Marcel Reich-Ranicki
Das sind ein paar Titel mal eben aus dem Bücherregal gegriffen.
Vielleicht sagt dir ja etwas davon zu.
Viel Freude weiterhin beim Lesen
Anita
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Tarik Ali: Saladin
Man erfährt sehr viel über Wechselwirkungen jüdische Kultur - arabische Kultur und wie traumatisiert Muslime durch die Kreuzzüge sind
Mona Yahia: Durch Bagdad fließt ein dunkler Strom
Eichborn-Verlag
erzählt die Lebensgeschichte einer in den 50iger Jahren geborenen irakischen Jüdin, die später nach Israel floh und heute in deutschland lebt http://buecher.judentum.de/eichborn/yahia.htm
exzellente, die jeweilige Zeit sehr gut erläuternde Bios verfaßt Brigitte Hammann, so z.B.
Elisabeth. Kaiserin wider Willen.
ISBN 3492229905 Buch anschauen
Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators.
ISBN 3492226531 Buch anschauen
Ebenfalls zu empfehlen ist diese Bio von Donald Spoto (der Mann ist eine Maschine, was die Produktion von Biographien betrifft):
Jackie O. Das Leben der Jacqueline Bouvier Kennedy Onassis.
ISBN 3203820455 Buch anschauen
Äußerst skurril und Lust auf mehr machend sind Arno Schmidts Dialoge, die als Hörfunkprogramme gesendet wurden - geistreiche biographische amuse gueules zu u.a. den Brontes, Dickens, Joyce etc. Nachrichten aus dem Leben eines Lords. Sechs Nachtprogramme.
ISBN 359629116X Buch anschauen
Aus der Rubrik Autobiographie empfehle ich uneingeschränkt Nabokovs Erinnerung, sprich. Wiedersehen mit einer Autobiographie.
ISBN 3499225476 Buch anschauen
und den Roman
Der Mann, der seine Kinder liebte. von Christina Stead
ISBN 3423128550 Buch anschauen
wenn ich mich mit einem Schriftsteller bzw. Künstler ach was sag ich allgemein interessanten Menschen näher beschäftige, such ich mir erst mal eine (gute) (Auto)biographie und leß sie mir durch.
Im Laufe der Zeit sind das ettliche Dutzend (Auto)biographien zusamengekommen.
Besonders interessant fand ich die Biographie über Tolkien (Tolkien eine Biographie) (nicht wegen meines Niks, als ich die gelesen hab, gabs das Internet noch nicht mal in den Köpfen von Visionären), sie ist gut geschrieben und beschreibt den Menschen Tolkien gut und unspektakulär.
Dann hat mich die Biographie über Graf Dürkheim fasziniert (‚Leben im Zeichen der Wandlung‘)
‚Leben und Werk M.C. Escher‘, das seine Wandlungen und intuitive Herangehensweise an mathematisch höchst komplexe Themen beschreibt
wie ist es denn mit Musiker- bzw. Komponistenbiographien, etwa zu Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann etc. oder auch zu ausführenden Musikern wie Menuhin, Gould oder so?
wie ist es denn mit Musiker- bzw. Komponistenbiographien, etwa
zu Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann etc. oder auch
zu ausführenden Musikern wie Menuhin, Gould oder so?
Auch gut *g*
Über Karajan habe ich mal ein Buch gelesen (ist bloss schon 15 Jahre her).
Stefan Zweig hat Biographien u.a. über
Maria Stuart, Marie Antoinette, Magellan und Erasmus von Rotterdam geschrieben. Toll zu lesen, noch dazu Literatur
und in seinen ‚Sternstunden der Menschheit‘ historische
Miniaturen der Meisterklasse.