Lieber Experte!
Ich habe vor kurzen einige Reben gepflanzt und würde gerne wissen, wie ich diese auf biologische und ökologische Weise vor Schädlingsbefall und Krankheiten schützen kann. Vor allem interessiert mich, welche Maßnahmen ich in den nächsten Tagen und Wochen tätigen sollte, um ein gesundes Wachstum der Reben zu gewährleisten.
Es handelt sich um folgende Rebsorten:
- Syrah: Propfreben, wurden dieses Wochenende gepflanzt, noch nicht ausgetrieben.
- Rondo (Teilweise Pilzwiderstandsfähige Sorte): Propfreben, wurden dieses Wochenende gepflanzt, noch nicht ausgetrieben.
- Isabella: Vor 3 Wochen gepflanzt, im Blumentopf gekauft, bereits ein paar Blätter vorhanden
- weiters exisiteren auf dem Grundstück stark verwilderte alte Reben einer mir nicht bekannten weißen Sorte, die bereits teilweise von Pockenmilben oder einem Schädling, der ähnliche Symptome hervorruft, befallen sind. Diese Reben wachsen derzeit unkontrolliert und haben bereits meterlange Triebe. Ich möchte sie nicht entfernen, da sie noch sehr vital aussehen, aber möchte eine Krankheitsübertragung von den alten auf die neuen Reben vermeiden.
Die Reben stehen in einem Weinbaugebiet der Südsteiermark (Österreich), der Krankheitsdruck scheint dort recht hoch zu sein.
Was ich nun wissen möchte ist, wie ich die sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befindenden Reben mit ökologischen, für Normalverbraucher zugängliche Mittel schützen kann. Da es sich um eine äußerst kleine Anlage handelt (15 junge und etwa 30 alte Rebstöcke) sollten die zu verwendenden Mittel auch in kleineren Mengen erhältlich sein. Auch würde ich mich sehr über Literaturtips betreffend biologische und ökologische Schädlingsbekämpfung freuen!
mfg, blumentopferde
soo viele Frage und noch mehr Antworten.
Also, für die noch nich ausgetriebene Rebe sich in Geduld ausüben, mit den alten Stöcke würde ich so vorgehen:
Erst mal zwieschen den Zeilen schön sauber machen und Unkraut entfernen.
Dann musste Mann die Stöcke auf zwei Triebe mit jeweils 10 bis 15 Augen, je nach Internodienlänge, zurückschneiden.
Zum Schluß sollte mann sie mit einer Mischung von Schwefel und Kupfer spritzen, obwohl jetzt schon ziemlich Spät ist; Wir sind Gestern schon dass zweite Mal mit Fungizid gefahren.
Außer Kupfer und Schwefel gibt es noch KaliumWasserGlas, und Vitisan im Verbindung mit Prev-B2,aber ich denke dass die Präparate für dich kaum zu erwerben sind.
Sollte aber dies der Fall sein dann melde dich und schauen wir, ob es sich was machen lässt.
Bis dahin viel Erfolg
Doriano
Lieber Rebenliebhaber,
da ich nicht biologisch arbeite, kann ich dazu wenig sagen. Deshalb würde ich folgende Adresse vorschlagen, an den Sie sich wenden können:
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Neustadt
E-Mail Adresse: [email protected]
Gruß
H. Grünewald
Danke für die Antwort!
Ich habe einen Lieferanten für biologische Pflanzenschutzmittel gefunden und denke (hoffe), dass ich auf die volle Palette biologischer Pflanzenschutzmittel und Nützlinge Zugriff haben werde. Wichtig ist mir vor allem der Schutz der neugepflanzten Reben, die alten wurden schon seit über 10 Jahren nicht mehr gespritzt oder gepflegt und stehen immer noch, sie werden wohl auch ein weiteres Jahr ohne Pflege überstehen.
Würden Sie dennoch Kupfer und Schwefel empfehlen, oder kann ich die Reben auch ohne diese Stoffe schützen (habe gelesen, dass diese Stoffe auch schädlich für Nützlinge sind)?
Derzeitiger Stand: Die alten Reben sind bereits in der Blüte, Isabella hat bereits 4-5 Blätter, Rondo treibt bereits aus, Syrah ist noch nicht ausgetrieben.
Zum Rebschnitt: Wenn ich die Triebe der alten Reben auf 10-15 Augen zurückschneide, dann sind nicht mehr viele Blätter übrig - die alten Reben haben 1-3 mitunter sehr lange, unverzweigte Triebe . Laufe ich nicht in Gefahr, die Reben kaputt zu machen, wenn ich sie jetzt so rigoros zusammenstutze?
mfg, blumentopferde
Danke dennoch für die Antwort!
mfg, blumentopferde
Update:
Habe mich jetzt mit einem Händler biologischer Pflanzschutzmittel in Kontakt gesetzt. Dieser meinte, ich sollte alle 3 Wochen Blattdünger, Brennesseljauche, Ackerschachtelhalm sowie Backpulver spritzen. Die anderen Pflanzenschutzmittel müssten sehr viel öfter und wetterabhängig ausgebracht werden und wären - abgesehen davon, dass es sie nur in großen Mengen erhältlich sind - für den Hobbyweinbau nicht praktikabel.
Können Sie sich dieser Meinung anschließen oder meinen Sie, dass es einen besseren Weg gibt, die Reben zu schützen?