Kann jemand mir sagen, warum eine Birke „aus Sicherheitsgründen“ stark gestutzt werden sollte? Wir haben eine Birke auf unserem Grundstück, welche ca 3 normale Stockwerke groß ist. Durchmesser - ca 30 - 35 cm. ausser Pollen, sehe ich kein Problem.
Biken ziehen sehr viel Wasser aus dem Boden. Eventuell wächst dort im Umfeld etwas, was nach der Meinung dessjenigen der meint man solle sie arg stutzen, sonst zu kurz kommt. Manchen Leuten sind auch die Überreste der Blüten ein Dorn im Auge. Sie sind recht klein und setzen sich überall rein und können unter Umständen auch Dachrinnen und Drainagen verstopfen.
Was auch sein kann: weil Birken viel Wasser ziehen ist deren Holz stark mit Wasser durchsetzt - zieht Blitze an (wenn denn welche kommen). Vielleicht hat da wer Angst vor?
Wir gehen davon aus, dass es Leute im Hause sind, die überhaupt Bäume nicht mag. Jedes jahr kommt ein Baum dran. Durch Foren wie unsere hier, bekomme ich Information welche uns anderen hilft, die Pflanzen zu behalten. Wir müssten fast alle Bäume, die wir haben, fällen wegen Blitz…Und Heuschnupfen ist keine Sicherheitsgrund. Sonst wächst nichts in der Nähe was Wasser bräuchte.
Birken leben nicht ewig, nach 40 bis 50 Jahren werden manche von ihnen marode. Das sieht man an den oberen Ästen, die oft nicht abbrechen, sondern abknicken, als wären sie weich. Irgendwann kommen solche Äste letztlich herunter.
Hallo,
ein grundsätzliches Problem sind immer größer werdende Bäume in der Nähe von Gebäuden. Je älter und größer die werden, desto anfälliger sind sie bei Sturm. D.h. irgendwann einmal muss das Ding weg.
Nur ist einfaches Fällen in bebauten Gebieten dann idR nicht mehr möglich.
In dem Sinne vermeidet zeitiges Kurzhalten den späteren Riesenaufwand, solch einen Baum stückweise abtragen zu müssen.
Gruß
Karl
P.S.: Schwiegervater hat vor einem halben Jahrhundert einen kleinen Weihnachtsbaum hinterm Haus gepflanzt. Nie hat sich jemand um den gekümmert, nur immer gefreut, wie schön der wächst (und wächst und wächst).
Jetzt mag gich gar nicht an die Kosten denken, wenn dieses mittlerweile geschätzte 20 Meter hohe „Prachtstück“ aus ganz aktuellen Sicherheitsgründen wirklich weg muss.
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Kann jemand mir sagen, warum eine Birke „aus
Sicherheitsgründen“ stark gestutzt werden sollte? Wir haben
eine Birke auf unserem Grundstück, welche ca 3 normale
Stockwerke groß ist. Durchmesser - ca 30 - 35 cm. ausser
Pollen, sehe ich kein Problem.
Danke für die Antwort!
schade, dass Du uns nicht verrätst, in welcher Gegend Du wohnst.
In der mir nächsten Stadt zum Beispiel gibt es eine Baumschutzverordnung.
Lebte ich dort, dürfte ich ohne Genehmigung keinerlei Abholzaktionen an Bäumen durchführen, auch wenn sie mir eigentlich gehören, weil sie auf meinem Grund wachsen.
Außerdem - stark stutzen heißt für jede Birke: stark wieder austreiben.
Dies ist also kein Ratschlag, der zu einer praktikablen Lösung führen wird.
Entweder ganz weg, oder gar nicht.
btw muss man in der von mir erwähnten Stadt für jeden gefällten Baum einen neuen pflanzen …
Hallo, möglicherweise hilft Dir folgende Erfahrung:
Eine Blautanne wurde vom örtlichen Tierpark kostenlos abgeholt.
Weihnachstbaum und danach und Tierfutter.
Jetzt mag gich gar nicht an die Kosten denken, wenn dieses
mittlerweile geschätzte 20 Meter hohe „Prachtstück“ aus ganz
aktuellen Sicherheitsgründen wirklich weg muss.
Hallo,
da hast du ja richtig Glück gehabt.
Kam der Tierpark auch mit den Gerätschaften für das Abtragen des Baumes angerückt ? Kletterten deren Mannen in den Baum und sägten - oben anfangend und sich nach unten durcharbeitend - Stück für Stück ab ?
Würde ich zB den hiesigen Zoo fragen, ob die für die Fichte Verwendung hätten und ob sie die mir abtragen würden, erntete ich gewiss nur ein mitleidiges Lächeln. Wenn die für einen 20-m-Baum Verwendung hätten, dann bekämen die den anderweitig für ein Zehntel des Aufwandes.
Schließlich finden genügend Betriebe ihr Betätigungsfeld in der Beseitigung von (in der Nähe von Gebäuden) zu groß gewordenen Bäumen, deren Besitzer versäumt haben, zeitig genug die Säge anzusetzen.
Ach, und da gibt’s ja noch unselige Baumschutzsatzungen. Die bei Kapp-Genehmigungen häufig sehr zögerlichen Behörden reagieren auf einmal erstaunlich kooperativ, wenn man sich von denen bestätigen lassen will, dass sie - bei Nicht-Erteilung der (zeitigen) Genehmigung - dann selber für Folgeschäden und Folgekosten eintreten werden.
Gruß
Karl
P.S.: Spätestens wenn sie die 7m-Marke überschritten hat, kappe ich meine Scheinzypresse (in einer Atriumbungalow-Siedlung). Habe nämlich gesehen, was für eine aufwendige Aktion das Abtragen eines 12m-Baumes beim Nachbarn war.
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Hallo Arvi.
Birken sind Zeitbomben.
Es handelt sich bei ihnen um sogenannte Pionierpflanzen. Sie sind mit die ersten, die ein unbewachsenes Gebiet besiedeln. Diese rasche Verbreitung hat evolutionär leider den Nachteil gebracht, daß sie nicht allzu fest im Boden stehen. Ausserdem lässt die Festigkeit der Wurzelsubstanz nach und nach immer mehr zu wünschen übrig. Da kann es dann sein, daß eine Birke auch ohne Windeinwirkung umfällt. Da reicht dann das eigene Gewicht im Bezug auf die Größe. Newtonsche Hebelgesetze eben.
Deshalb gibt es bei manchen Städten auch spezielle Verordnungen bzgl. Birken, die verlangen, daß die Bäumkrone regelmässig gestutzt wird. Manchmal werden Birken auch komplett aus der Baumschutzverordnung rausgenommen, können also ohne Genehmigung gefällt werden.
Genaue Infos bekommst du beim Ordnungs-, Bau- oder Grünfläächenamt deiner Stadt.
Lieber Gruß
Anja