Genaue Beschreibung/ Birnengitterrost
Das ist ein Pilz, heisst „Birnengitterrost“ die Sporen
überwintern an Wachholder, (orangiger Schleim)
ist für Birnen nicht lebensgefährlich, ca.2% Blattschaden.
Hallo Fritz,
Das halte auch ich für einigermaßen untertrieben.Ich habe schon so einige Birnenbäume dran eingehen sehen nachdem sie einige Jahre immer wieder einen großen Haufen Blätter verloren haben.
Damit meine Aussage auch hieb und stichfest ist,folgender Auszug der Weihenstefaner Lehr-und Versuchsanstalt.Leider klappt das mit dem linken bei mir noch nicht,ein link wäre natürlich eleganter…:
Informationsdienst Weihenstephan
Informationspool der Versuchsanstalt
Merkblätter Thomas Lohrer
Institut für Botanik und Pflanzenschutz
Zum Thema : Krankheiten
Merkblätter des Institutes für Botanik und Pflanzenschutz
Birnengitterrost
Früher Befall
an Birne
Blattflecken an Birne
(Oberseite nah) Sporenlager an Wachholder Gitterstruktur an Birne Fruchtbefall Symptom am Wachholder
(Frühjahr) Symptom am Wachholder
(Sommer)
Erreger - Namensgebung - Wirtspflanzen - Krankheitsbild - Bedeutung - Biologie - Vorbeugung und Bekämpfung - Hinweis
Erreger
Es handelt sich hierbei um einen wirtswechselnden Rostpilz (Gymnosporangium sabinae), d.h. dieser benötigt für seinen vollständigen Entwicklungszyklus zwei Pflanzenarten, den Wacholder und die Birne; der vollständige Wirtswechsel wurde erst im Jahre 1865 aufgeklärt.
Wirtspflanzen
Es liegt ein obligater, d.h. unabdingbarer Wirtswechsel zwischen Wacholder und Birne vor. Bei den Wacholderarten ist eine Arten- und Sortenbetrachtung erforderlich. So zeigt sich Juniperus chinensis Pfitzeriana´oder J. sabina Tamariscifolia´ als stark anfällig gegenüber dem Pilz, wogegen kein Befall bei J. communis oder verschiedenen J. squamata-Arten auftritt (ausführliche Aufstellung hier). Bei den Birnbäumen liegen keine einschneidenden Sortenunterschiede in der Praxis vor (ausführliche Liste hier).
Krankheitsbild
Wacholder (Juniperus spp.): Spindelartige Trieb-Verdickungen, die im Frühjahr (März/April) unter feuchten Bedingungen zu gallertartigen Zapfen (rostrot-orange) aufquellen. Birne (Pyrus communis): Zeitlich versetzt auftretende Blattverfärbung/-flecke auf der Blattober- und unterseite, d.h. zuerst auf der Blattoberseite (orangerot, bis zu 10 mm - Mitte Mai) und dann auf der Blattunterseite (längsgerissene, bis zu 5 mm helle Warzen - erst im Juli/August). Seltener auch an Trieben, Blattstielen oder sogar Früchten zu finden.
Bedeutung
Wacholder (Juniperus spp.): Auf längere Sicht Absterben der betroffenen Zweige, evt. auch ganzer Pflanzen (insbesonder junge). Birne (Pyrus communis): Bei starker Infektion erhöhter, vorzeitiger Blattfall, Wuchsbeeinträchtigungen, Ertragseinbußen.
Vorbeugung und Bekämpfung
Wichtigste Maßnahme ist und bleibt die Entfernung einer der beiden Wirte; also Wacholder (Art und Sorte beachten; s.o.) oder Birne. Bei einer schwachen Infektion der Birnenblätter sind diese zu entfernen, bevor die Warzen gebildet werden. Stark gefährdete Wacholderbüsche können im August/September 3-4mal mit handelsüblichen Schorffungiziden als vorbeugende Maßnahme behandelt werden; nach einer Infektion ist auch mit systemischen Mitteln dem Pilz nicht Herr zu werden. Betroffene Wacholderzweige sind zu entfernen (ins gesunde Holz hinein) und zu verbrennen. Ab einer sichtbaren Infektion der Birnenblätter (etwa Mai/Juni) sind jeweils drei Behandlungen im Abstand von 10-14 Tagen anzuraten; sehr gut wirkt BAYCOR (Bitertanol), gut SAPROL (Triforin), deutlich schlechter jedoch POLYRAM-COMBI (Metiram), DITHANE ULTRA (Mancozeb) oder ANTRACOL (Propineb). Die Schadensschwelle, ab der bekämpft werden soll liegt bei etwa 30-50 % (!) befallene Blätter, d.h. bei einem geringen bis mittlerem Befall ist eine chemische Bekämpfung nicht erforderlich.
Hinweis
Neben dem angesprochenen Birnengitterrost existieren noch eine Reihe weitere Gymnosporangium-Arten, die an Wacholder - wenngleich seltener - ähnliche Symptome hervorrufen. Diese Arten durchlaufen auch eine Wirtswechsel, jedoch mit anderen Pflanzen, z.B. mit Weißdorn, Felsenbirne, Quitte oder Eberesche; Birnen sind hier nicht gefährdet.
Stand: März 1995
Merkblätter, Zum Thema : Krankheiten
Der Grund,warum ich mir die Mühe mache ist,daß Dein oberlehrerhafter Ton mich bei allem Respekt vor Deiner Erfahrung als Hobbygärtner nervt, und ich Deborahs Einwände durchaus bestätigen kann.
Nix für ungut,aber Du bist nicht der einzige Fachmann…
Mina