Hallo,
wie soll man es sagen, ohne verletztend zu klingen: Irgendwie habe ich das Gefühl, Du bist einfach noch nicht so weit auch nur in die Nähe einer qualifizierten Kaufentscheidung für ein konkretes Grundstück zu kommen. Verliebtheit ist toll, aber hier geht es um handfeste Fakten, und wenn die nicht klar definiert sind und passen, dann kann und wird die Sache schnell nach hinten los gehen.
hallo,
ich habe mich in ein Grundstück verliebt, ich kann mich aber
nicht so genau entscheiden, weil ich nicht weiss, welche
schritte man zuerst machen soll .
Es ist nämlich so :
Wir wohnen zur Zeit in unsere Eigentumswohnung ( 115 qm ),
möchten aber gerne ein Einfamilienhaus Bauen, mit Garten ,
Spielgelegenheit für die Kinder und eine Wohnfläche von
ca. 160 - 180 qm haben .
OK, ihr habt also eigentlich keine Not. Sprich, ihr müsst zeitlich die Sache nicht übers Knie brechen und seid in der Lage zunächst die harten Fakten zu klären.
jetzt haben wir ein Grundstück gesehen,
was wir gerne erwerben möchten,
das Grundstück ist aber meiner Meinung nach Teuer für die
gegend .
Vergiss erst mal das Grundstück. Davon findet man immer wieder welche. Und vergiss auch den Preis. Teuer ist immer was man sich nicht leisten kann/will. Gibt es jemand, der bereit ist, den geforderten Preis zu zahlen, ist das Grundstück nicht zu teuer. Gibt es ihn nicht, kommt man irgendwann zu einem vertretbaren Preis.
Trotzdem besteht interesse, wir haben aber einpaar fragen
bitte :
Wie Teuer sollte ein Grundstück höchstens sein, wenn man ein
EFH darauf Bauen möchte ?
Dies lässt sich einfach nicht beantworten. In Gegenden wo Grundstücke teuer sind, wird der Grundstücksanteil am Gesamtprojekt höher sein als in gegenden in denen einem das Bauland nachgeschmissen wird.
Wieviel qm Garten sollte man haben um nicht später sagen zu
müssen,
man hätten wir doch noch 30 qm mehr Garten ?
( Spielgelegenheit, Grillen, Pflanzen usw. )
Die Frage erledigt sich aus obiger Thematik zu den Grundstückskosten automatisch. D.h. Interessant ist eigentlich nur die Frage, was man monatlich und mit vorhandenem Eigenkapital finanzieren kann/will und über die Laufzeit (ohne besondere Umstände nicht über den Renteneintritt hinaus) ergibt sich dann schnell eine Maximalsumme für das Gesamtprojekt. Dann stellt man die Anforderungen an die Hütte zusammen (Größe, Ausstattung) und lässt sich hierfür einen Preis nennen. Übrig bleibt, was man für das Grundstück ausgeben kann und dann sieht man schnell, bei welchen Quadratmeterpreisen man welche Grundstücksgröße finanzieren kann. Ist das Ergebnis nicht befriedigend, muss man mehr finanzieren, Abstriche am Haus machen, oder doch mit dem kleinen Grundstück vorlieb nehmen. Wer nicht gerade einen privaten Geldspeicher sein eigen nennt, lernt hier schnell, was es heißt Kompromisse machen zu müssen. D.h. es ist ganz normal, dass man sich schnell von „mindestens x-m²“, Sauna, … verabschiedet. Wenn alle Zahlen dann auf das momentane Traumgrundstück passen, wunderbar. Wenn nicht, kein Beinbruch.
Was bedeutt genau GRZ 0,6 - GFZ 1,2 ( so steht es im Angebot )
Um ein wie oben beschr. EFH zu Bauen, welche Werte oder zahlen
sollten hinter diese Buchstaben sein ?
Darüber solltest Du dir erst einmal gar keine Gedanken machen. Diese Angaben stehen einem durchschnittlichen Einfamilienhaus eigentlich nie im Wege. Eher schon sollte man sich bei eng geschnittenen Grundstücken um die Baugrenzen kümmern.
Wie Teuer ist es wirklich einen EFH zu Bauen ?
S.o. kommt ganz drauf an. Aus der Vermarktung eines Neubaugebietes ist mir aber geläufig, dass man momentan wohl so ganz grob pauschal sagt, dass Gesamtprojekte (Haus+Grundstück) nicht über € 300.000,-- liegen dürfen, wenn man an den Markt der durchschnittlichen Häuslebauer denkt. Daraus ergeben sich dann z.B. bei nicht ganz billigen Grundstücken automatisch die 2,5 geschossigen Reihen-Pultdach-Häuser auf den Manta-Grundstücken mit Kellerersatzhaus.
Ist es besser einen Keller zu Bauen, oder lieber eine Etage
Höher und dafür das EG als Lager nutzen ?
Lager klingt irgendwie so gar nicht nach privaten EFH. Klar ist aber, einen Keller kann man nur einmal bauen, und wer einen hat wird den Platz nie mehr missen wollen. Die Häuser nach obigem Muster müssen aber aus Kostengründen hierauf oft verzichten. Persönlich kämen solche Häuser daher für mich nicht in Frage. BTW: Keller und seine Kosten sind auch immer eine Frage des Baugrunds (z.B. Umgang mit Wasser).
Wieviel qm werden vom Grundstück Bebaut, wenn man ca. 160 -
180 qm
Wohnfläche Bauen möchte ?
Kommt ganz auf den Haustyp an. Ein Vollgeschoss mit augebautem Dach, dürfte so mit etwas mehr als der Hälfte der Wohnfläche anzusetzen sein, da nach DIN die Wohnfläche unter Schrägen mit Abschlägen gerechnet wird. Hast Du zwei Vollgeschosse, liegst Du bei der Hälfte (alles grob gerechnet, schließlich gibt es auch noch Nutzflächen).
Gruß vom Wiz