Bitte Hilfe mit Diagnose!

Hallo!

Ich habe mal etwas konkreter über jemanden nachgedacht und würde gern erfahren, was es für Fachbegriffe gibt, die dessen Empfindungen beschreiben (z.B. Narzist oder so).

Also im Groben:

Er liebt nur seine Frau auf dieser Welt und seine Tochter. Außer weiteren Kindern, die dazu kommen könnten, kann er sich nicht vorstellen jemals jemand anderen noch zu lieben.

Als weiteren Kreis sieht er seine Eltern und Geschwister zu denen er eine familiäre Gebundenheit fühlt (mehr noch zu den Eltern), die ihm aber wenig „Kraft“ gibt. Alle anderen Verwandten sind „unbedeutend“.

Darüber hinaus kommunziert er wenn schon dann eigentlich nur gern mit Frauen.

Wenn er mal mit Männern „nett“ redet, dann ist das zufällig, aber nicht gewählt. Männer braucht er nicht.

Zu Frauen hat er ein ambivalentes Verhältnis. Vordergründig behandlt er die meisten wie Prinzessinen, gedanklich verspürt er dagegen manchmal Hass. Was er gedanklich manchmal verspürt lebt er jedoch „noch“ nicht aus.

Er ist nicht religiös aber auch kein Atheist. Prinzipiell hat er immer an die große Liebe geglaubt, danach lange gesucht und sie gefunden, was ihm seine Lebenskraft gibt.

Das also im Groben:

Ich hoffe Ihr wisst den einzuordnen.

Lieben Gruß
Skyver

Hi,

ich würde sagen: eindeutig ein männlicher Mensch. evtl sehr monogam veranlagt.

gruss

local: SPITZE!
siehe local!

220 Mal wurde mein Hilferuf schon gelesen und die erste Diagnose (von local) scheint keinen Aufschrei verursacht zu haben.

Also kann ich Ihm mitteilen, dass er lediglich eine männlicher Mensch ist.

Da wird er sich freuen. Dass er wohl ab und zu mit anderen Frauen schläft ändert an seinem monogamistischen Liebesanspruch nichts, und wird daher wohl die Diagnose nicht verändern.

Besten Dank
Skyver

220 Mal wurde mein Hilferuf schon gelesen und die erste
Diagnose (von local) scheint keinen Aufschrei verursacht zu
haben.

nun es wird wohl daran liegen, daß hier niemand Ferndiagnosen stellen will. Mein Beitrag sollte dir auch zeigen, daß an diesem Verhalten nicht unbedingt etwas „Krankhaftes“ zu erkennen ist. Zumal mit diesen spärlichen Beschreibungen sich wirklich nicht vermuten läßt, daß da etwas außer dem normalen liegen könnte.

gruss

Hi Skyver,

da Du hier (nach eigener Aussage) über einen anderen Menschen schreibst, also die Dinge mind. zwei Mal "gefiltert sind, würde ich mich dazu inhaltlich auch nicht äussern: Hat er Dir wirklich ALLES UMFASSEND und EHRLICH gesagt? Hast Du ALLES richtig verstanden? Gibt Dein Posting ALLE notwändigen (Hintergrund-) Informationen zur Person und zum Sachverhalt wieder?

Ich denke, dass kaum eine der drei Fragen eindeutig mit JA zu beantworten ist und daher JEDE inhaltliche Antwort auf Deine Frage(n) auch nur Teilaspekte ansatzweise berühren könnten.

Nun ja, ich hatte halt gehofft, man kann nach der Beschreibung gleich eine gewisse Schublade finden, die eben auf ihn passt. Dass man alles noch mehr ins Detail ziehen kann, z.B. ob er sich klar ist, warum er Frauen manchmal haßt oder ob er sich irgenwas davon sich nur einbildet, wollte ich halt aussen vor lassen.

Nach dem Motto:

Er schaut sich gern den ganzen Tag im Spiegel an…ergo Narzist.

Dass, das auch andere Gründe haben kann (z.B. weil er ein Tattoo mit einer nackten Frau auf der Brust hat) ist doch nicht der Fehler des Analysten, der eben nur die Kurzinformation erhalten hat.

Keine Sorgen!
Skyver

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Nun ja, ich hatte halt gehofft, man kann nach der Beschreibung
gleich eine gewisse Schublade finden, die eben auf ihn passt.

dann schau mal weiter unten, wie vehement sich da jemand gewährt hat gegen dieses Schubladen-Diagnose-System. Das hilft keinem, weder dem Diagnostiker, noch dem Umfeld, noch dem Kranken (so er überhaupt einer ist) selbst.

Lass mich doch mal provokativ fragen, was dir so sehr daran liegt, den Bekannten in eine " Schublade" zu kriegen? Geht es dir dann besser?

gruss

Lass mich doch mal provokativ fragen, was dir so sehr daran
liegt, den Bekannten in eine " Schublade" zu kriegen? Geht es
dir dann besser?

Klar geht es mir dann besser?! Dann kann ich gegebenenfalls mit ihm die Schublade genauer anschauen und besser erkennen, ob die passt und folglich daraus interessante Konsequenzen zu ziehen sind oder eben ob sie nicht paßt und es vielleicht keine Schublade gibt (Einzelfall).

Ist doch alles interessant.

Weiter unten habe ich nicht gelesen! Kannst auch gerne mich schubladisieren. Liegt doch an mir, ob ich das annehme oder nicht. Aufregen tut mich nix.

Lieben Gruß
Skyver

Hallo Skyver!

Ich kann dir ein Buch empfehlen. Es trägt den Titel „Grundformen der Angst“ von Fritz Riemann Reinhardt. In diesem Buch entwirft der Autor, ausgehend von den Grundängsten der menschlichen Existenz, eine Charakterkunde, die den fachgebundenen Rahmen sprengt und Lesern aller Schichten Einsicht in die psychoanalytische Praxis gewährt. Seine „Grundformen“ - schizoide, depressive, zwanghafte und hysterische Persönlichkeiten - sind fester Bestandteil der Psychologie geworden.

Der Titel ist vielleicht erstmal etwas verwirrend, wird aber klar, wenn man das Buch liest. Wie schon gesagt wird in der Psychologie zwischen vier grundlegenden Charakeren unterschieden. Deinen Bekannten würde ich nach deiner relativ knappen Beschreibung als schizoiden Charakter einordnen.

Ich gebe dir den Tipp dir einmal das Buch und besonders das Kapitel über diesen Charaktertypen durchzulesen. Dann wird dir bestimmt sein Verhalten sowie die Ursachen etwas klarer.

Ich muss hinzufügen, dass es sich nur um eine Vermutung von mir handelt, da deine Beschreibung doch sehr knapp war. Bilde dir anhand des Buches ein eigenes Urteil.

Mit der Hoffnung dir ein wenig geholfen zu haben.

Gruß,
Sandrin

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Schublade
Hi Skyver,

Aufregen tut mich nix.

Dann bist Du ein Lethargiker. So einfach ist das mit den Diagnosen. :stuck_out_tongue:

Liebe Grüße,
Nike