Bitte Hilfe - schlechtes Arbeitszeugnis ?

Hallo zusammen,

ich habe nach meiner Ausbildung dieses Arbeitszeugnis mit einer Verspätung von rund 4 Wochen erhalten:

Herr XX, geboren am…wurde als Werbekaufmann in unserem Unternehmen, der XXXXX, ausgebildet.

Während der Ausbildung wurde Herr XXX in folgenden Bereichen eingearbeitet:

Aufzählung aller Bereiche…

Herr XXX identifizierte sich absolut mit seiner Aufgabe und zeigte eine überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft und Einsatzfreude. Er arbeitete sich aufgrund seiner guten Auffassungsgabe jederzeit schnell, unter kritischer Würdigung der Umstände in neue Aufgaben ein. Er verfügt über sehr hohe Kompetenzen und beherrscht seinen Arbeitsbereich stets umfassend sicher und vollkommen. Das Verhalten von Herrn XXX gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten war in der Regel einwandfrei. Auch sein Verhalten gegenüber unseren Kunden und Geschäftspartnern war vorbildlich. Herr XXX hat seine Ausbildung in unserem Hause zum Xx.Xx.XX bendet, das Ausbildungsverhältnis wurde einvernehmlich aufgelöst. Wir danken ihm für seine Leistungen und wünschen für die Zukunft viel Glück!

Bitte teilt mir eure Meinungen zu diesem Zeugnis mit. Ich persönlich erwäge bereits eine Klage beim Arbeitsgericht.

Hallo Ron,

Aufzählung aller Bereiche…

Auch wenn wir sonst immer gern alles wissen wollen, dürfte es hier wohl nicht so relevant sein, was du da alles gelernt hast. Ist die Aufzählung wenigsten vollständig?

Herr XXX identifizierte sich absolut mit seiner Aufgabe und
zeigte eine überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft und
Einsatzfreude. Er arbeitete sich aufgrund seiner guten
Auffassungsgabe jederzeit schnell, unter kritischer Würdigung
der Umstände in neue Aufgaben ein. Er verfügt über sehr hohe
Kompetenzen und beherrscht seinen Arbeitsbereich stets
umfassend sicher und vollkommen.

Was gibts denn da auszusetzen?

Das Verhalten von Herrn XXX
gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten war in der Regel
einwandfrei.

„in der Regel“? Also nicht immer?

Auch sein Verhalten gegenüber unseren Kunden und
Geschäftspartnern war vorbildlich.

Was gibts denn da auszusetzen?

Herr XXX hat seine
Ausbildung in unserem Hause zum Xx.Xx.XX bendet, das
Ausbildungsverhältnis wurde einvernehmlich aufgelöst.

Hmmm … da könnte man ins Spekulieren kommen. Nach einem normalen Ausbildungsende incl. Abschluss klingt das zumindest nicht.

Wir
danken ihm für seine Leistungen und wünschen für die Zukunft
viel Glück!

Na ja, wenn für die Zukunft Glück gewünscht wird, wars wohl nicht so ganz glücklich, das Ausbildungsverhältnis.

Ich persönlich erwäge bereits eine Klage beim Arbeitsgericht.

Wie wäre es denn, wenn du nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießt und erst mal (inkl. eigenen Entwurf) bei der Ausbildungsfirma um Änderung bittest?

MfG

Hallo.

Was hastn angestellt? :wink:

[…] unter kritischer Würdigung der Umstände in neue Aufgaben […]

Das Verhalten von Herrn XXX gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten
war in der Regel einwandfrei.

Herr XXX hat seine Ausbildung in unserem Hause zum Xx.Xx.XX bendet,
das Ausbildungsverhältnis wurde einvernehmlich aufgelöst.

Machen wir mal so, als ob Du Dich bei mir beworben hättest. Mein Bild von Dir wäre folgendes :

  • Der Kandidat neigt dazu, bestimmte Aufgaben abzulehnen bzw. gegebene Anweisungen nicht auszuführen.

  • Wenn Cheffe ihn daraufhin anspricht, wird er frech und unverschämt.

  • Man hat, da ein Ausbildungsverhältnis nicht so ohne weiteres gekündigt werden kann, mit sanftem Druck dafür gesorgt, dass eine „einvernehmliche Trennung“ zustande kam.

Im übrigen stimmt die Aussage „Herr X hat seine Ausbildung […] beendet“ sachlich nicht; „das Ausbildungsverhältnis wurde zum […] aufgelöst“ ist die richtige Formulierung. Von einer Beendigung der Ausbildung spricht man üblicherweise mit bestandener (oder endgültig nicht bestandener) Abschlussprüfung.

Gruß Eillicht zu Vensre