Bitte um Bewertung des Arbeitszeugnisses - (lang)

Hallo!

Bitte um dringende Bewertung meines Zeugnisses, da ich das gerne noch face-to-face klären würde.
Der Grund, warum ich stutzig wurde und hier um Eure Hilfe bitte, ist, dass das Austrittsdatum nicht stimmt: Nicht der 31.12.2010 und auch nicht der 30.12., sondern (richtig) der 31.12.2009.
Ausserdem sind die Aufgabenbeschreibungen nicht ganz korrekt. Die Aufgabengebiete sind ein Zusammenschnitt meiner ersten Anstellung und meiner Vorgängerin…und stimmen nicht ganz. Die Prio meiner Tätigkeit lag beim QM…desweiteren hatte ich auch im weiteren Sinne Personalverantwortung für die Kontrolleure…
Meine weiteren Gedanken möchte ich erstmal nicht kundtun.
Vielen, vielen Dank!

Frau XXX, geb. XXX, wohnhaft in XXX, war in der Zeit vom 01.10.07 bis 31.12.10 in unserem Unternehmen als Produktmanagerin / Designerin beschäftigt. Ab dem 01.08.08 Übernahm Frau XXX noch zusätzlich den Aufgabenbereich Qualitätssicherung.

Frau XXX war bereits in der Zeit vom 02.11.00 - 31.08.04 als Produktmanagerin/Designerin für uns tätig und es war uns eine große Freude, sie nach ihrer absolvierten Weiterbildung und zwischenzeitlichen Beschäftigung in einem anderen Unternehmen, wieder bei uns begrüßen zu können.

Zu ihrem Aufgabengebiet Produktmanagement / Design gehörten folgende Tätigkeiten:

-eigenständiger Entwurf und Entwicklung kompletter Baby- und Kleinkinder-Programme.
-Erstellung von detaillierten Arbeitsbeschreibungen in englischer Sprache
-selbständige Abwicklung des gesamten produktionsspezifischen Schriftverkehrs mit unseren Fertigungsbetrieben in englischer Sprache
-Entwicklung von „private label“ Kollektionen für Handelspartner in überwiegend selbständiger Kommunikation mit den Zentraleinkäufern unserer Großkunden, inklusive Verpackungsdesign
-Produktionsüberwachung im weitesten Sinne, inkl. Qualitätskontrolle, sowie Erarbeitung und Kontrolle von Maßtabellen und Grössensätzen

Zu ihrem Aufgabengebiet Qualitätssicherung gehörten folgende weitere Tätigkeiten:

-Organisation und Überwachung der innerbetrieblichen Wareneingangskontrolle
-Sicherstellung und Überwachung der Einhaltung sowohl der betriebseigenen Qualitätsstandards
als auch der Vorgaben seitens des Gesetzgebers
-Teilnahme an Seminaren und Weiterbildungen zum Thema Qualitätssicherung und Produktsicherheit
-Planung und Einsatz externer Qualitätsinspekteure, insbesondere Erarbeitung und Planung von Inspektionseinsätzen in unseren asiatischen Partnerbetrieben, inklusive der Erstellung
von Budgetplänen

Frau XXX standen folgende PC-Programme zur Verfügung, die sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit sehr sicher beherrschte:
-Corel Draw Version 12.0
-Photo Paint 12.0
-Microsoft Office
-unternehmensspezifisches PPS -System

Aufgrund ihrer früheren Beschäftigung in unserem Hause, konnte sich Frau XXX von Beginn an in gewohnt sicherer und absolut zuverlässiger Weise um ihre Aufgaben kümmern. Sie zeigte dabei jederzeit ein sehr hohes Maß an Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft und war jederzeit neuen Herausforderungen und Aufgaben gegenüber aufgeschlossen. Immer wieder brachte sie sich mit neuen, gut durchdachten Vorschlägen und Ideen ein, durch welche das Unternehmen Kosteneinsparungen oder wirtschaftliche Vorteile erzielen konnte.
Frau XXX konnte in vorbildlicher Weise im Sinne des Unternehmens handeln und war aufgrund Ihrer umfassenden Ausbildung und Tätigkeit jederzeit in der Lage. bereichsübergreifend sowie unterneh¬merisch zu denken. Selbstverständlich war sie jederzeit auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen fähig, ihre Aufgaben stets sehr gut zu bewältigen. Dabei war ihre Arbeitsweise jederzeit von hoher Zuverlässigkeit, Gewissenhaftigkeit, Verantwortungsbewußtsein sowie einer souveränen Übersicht geprägt.
Besonders hervorzuheben ist ihr Interesse an Neuem, ihre Bereitschaft zu weiterführenden Schulungen oder Aufgabenbereichen. So übernahm Frau XXX zusätzlich zu ihrem bisherigen Aufgabengebiet auch die Qualitätskontrolle und baute diesen Bereich im Hinblick auf wirtschaftliche Optimierung weiter aus. Dabei konnte sie ihre schnelle Auffassungsgabe und ihre Fähigkeit zur präzisen und schnellen Bearbeitung komplexer Sachverhalte jederzeit zu unserer vollsten Zufriedenheit einsetzen.
Durch ihr freundliches Wesen und die jederzeit zuverlässige Arbeitsweise konnten wir Frau XXX wie bereits in der Vergangenheit, die komplette Entwicklung von Großkunden-Eigenprogrammen in direktem Kontakt mit den Zentraleinkäufern übertragen.
Frau XXX erledigte dabei die ihr übertragenen Arbeiten stets zu unser vollsten Zufriedenheit. Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kunden und Kollegen war stets einwandfrei.
Frau XXX verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30.12.2009, um wieder in ihre Heimat zu ziehen. Wir bedauern ihr Ausscheiden sehr und wünschen Frau XXX für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Hallo Medusa,

hmm, ich bin etwas hin- und hergerissen. Die Einleitung bzw. die Tatsache, dass man Dich nach Deiner Weiterbildung wieder eingestellt hat ist ein absoluter Ritterschlag. Sowas macht man nur mit den richtig guten Leuten, die man schon damals ungern hat ziehen lassen.

Andererseits sind ein paar Formulierungen etwas unglücklich geraten - ich würde allerdings sagen, dass das vor dem obigen Hintergrund verblasst. Trotzdem schreib ich das mal rein.

bitte, ist, dass das Austrittsdatum nicht stimmt: Nicht der
31.12.2010 und auch nicht der 30.12., sondern (richtig) der
31.12.2009.

Okay, das MUSS natürlich definitiv korrekt sein, und das sollte auch keinerlei Diskussion mit der Personalabteilung geben.

Ausserdem sind die Aufgabenbeschreibungen nicht ganz korrekt.

Okay, da kann ich nix dazu sagen, das musst Du selber richtig machen. Sollte aber im Normalfall auch keine Diskussionen geben.

Frau XXX, geb. XXX, wohnhaft in XXX,

Der Wohnort hier kommt mir komisch vor - aber ich glaub nicht, dass man das gegen Dich verwenden würde. Da sollen aber die anderen nochmal was dazu sagen…

Frau XXX war bereits in der Zeit vom 02.11.00 - 31.08.04 als
Produktmanagerin/Designerin für uns tätig und es war uns eine
große Freude, sie nach ihrer absolvierten Weiterbildung und
zwischenzeitlichen Beschäftigung in einem anderen Unternehmen,
wieder bei uns begrüßen zu können.

Wie gesagt, DAS sagt eigentlich alles :smile:

Frau XXX standen folgende PC-Programme zur Verfügung, die sie
im Rahmen Ihrer Tätigkeit sehr sicher beherrschte:
-Corel Draw Version 12.0
-Photo Paint 12.0
-Microsoft Office
-unternehmensspezifisches PPS -System

Hmm, da bin ich unsicher, ob man das wirklich sooo ausführlich erwähnen muss. Eventuell lieber als Satz „Natürlich war ihr der souveräne Umgang mit CorelDingsda und Bumsda sowie den Standard Office Anwendungen und unserem PPS-System selbstverständlich“ Also eher so „über solche Trivialitäten müssen wir bei so einem hervorragenden Mitarbeiter echt nicht reden“

Aufgrund ihrer früheren Beschäftigung in unserem Hause, konnte
sich Frau XXX von Beginn an in gewohnt sicherer und absolut
zuverlässiger Weise um ihre Aufgaben kümmern.

Wunderbar. Allerdings geht’s hier schon los mit „konnte … sich kümmern“ wo der böse Personaler ergänzen könnte „…tat es aber nicht oder nur unter dollem Druck“ Besser „Hat sich in… um ihre Aufgaben gekümmert“

Sie zeigte dabei
jederzeit ein sehr hohes Maß an Eigeninitiative und
Leistungsbereitschaft und war jederzeit neuen
Herausforderungen und Aufgaben gegenüber aufgeschlossen. Immer
wieder brachte sie sich mit neuen, gut durchdachten
Vorschlägen und Ideen ein, durch welche das Unternehmen
Kosteneinsparungen oder wirtschaftliche Vorteile erzielen
konnte.

Wie oben. Statt „erzielen konnte“ lieber „erzielt hat“

Frau XXX konnte in vorbildlicher Weise im Sinne des
Unternehmens handeln

Wie oben. Statt „konnte…handeln“ lieber „hat gehandelt“

und war aufgrund Ihrer umfassenden
Ausbildung und Tätigkeit jederzeit in der Lage.
bereichsübergreifend sowie unterneh¬merisch zu denken.

Ich nehm an der Punkt hinter „Lage“ ist ein Vertippsel Deinerseits? Sonst unbedingt ändern. Auch hier wieder satt „war in der Lage…“ lieber „hat jederzeit bereichsübergreifend…“

Selbstverständlich war sie jederzeit auch unter schwierigen
Arbeitsbedingungen fähig, ihre Aufgaben stets sehr gut zu
bewältigen.

Wieder: „war fähig“ klingt so „sie hätte ja können wenn sie nur hätte wollen. Blöderweise wollte sie aber nicht allzu häufig“

Dabei war ihre Arbeitsweise jederzeit von hoher
Zuverlässigkeit, Gewissenhaftigkeit, Verantwortungsbewußtsein
sowie einer souveränen Übersicht geprägt.

Das ist wiederum sehr gut. Wobei das eher Eigenschaften sind, die ich einem Qualitätssicherungsmenschen unterstellen würde. Bei einem Designer würde ich eher in Richtung „Kreativität“ oder so gehen. Also vielleicht umstricken und ein bisserl spezifizieren. „Ihre Aufgaben in der Qualitätssicherung hat sie… Ihre Aufgaben im Desgin-Dingsda…“

Besonders hervorzuheben ist ihr Interesse an Neuem, ihre
Bereitschaft zu weiterführenden Schulungen oder
Aufgabenbereichen.

Würde man das isoliert betrachten, könnte man das sehr negativ sehen, („die war ja nur auf Schulungen aus, sonst hat sie nix gebracht“) aber in diesem guten Zeugnis würde ich das so stehen lassen.

So übernahm Frau XXX zusätzlich zu ihrem
bisherigen Aufgabengebiet auch die Qualitätskontrolle und
baute diesen Bereich im Hinblick auf wirtschaftliche
Optimierung weiter aus.

Da steht eigentlich nix neues drin. Ich find aber nicht, dass der Satz irgendwas negatives sagen könnte, also kannst ihn auch drin lassen.

Dabei konnte sie ihre schnelle
Auffassungsgabe und ihre Fähigkeit zur präzisen und schnellen
Bearbeitung komplexer Sachverhalte jederzeit zu unserer
vollsten Zufriedenheit einsetzen.

Wie immer: Nicht „konnte…einsetzen“ sondern „hat…eingesetzt“

Durch ihr freundliches Wesen und die jederzeit zuverlässige
Arbeitsweise konnten wir Frau XXX wie bereits in der
Vergangenheit, die komplette Entwicklung von
Großkunden-Eigenprogrammen in direktem Kontakt mit den
Zentraleinkäufern übertragen.

„übertragen kriegen“ klingt so passiv. „hat erfolgreich selbstständig“ fände ich da besser.

Frau XXX erledigte dabei die ihr übertragenen Arbeiten stets
zu unser vollsten Zufriedenheit.

Der Klassiker.

Ihr Verhalten gegenüber
Vorgesetzten, Kunden und Kollegen war stets einwandfrei.

Gerade in einem Job wie Deinem gehören die Kunden (und Lieferanten??) an allererste Stelle. Und hattest Du denn keine „Mitarbeiter“ - also Dir Untergebene?

Frau XXX verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch zum
30.12.2009, um wieder in ihre Heimat zu ziehen.

Hmm, ich weiss nicht, ob das so richtig gut ist… Zuerst hatte ich sogar gedacht, dass es schlau wäre „in ihre sächsische / schwäbische / kroatische Heimat“ zu schreiben. Aber mal angenommen, Du ziehst nach dem nächsten Job in der Heimat wieder in die Fremde - könnte dann nicht ein zukünftiger Personaler denken „und was mach ich, wenn die zwei Jahren wieder Heimweh kriegt, und wieder heim zu Mama will?“.
Also vielleicht lieber sowas wie „um sich neuen Herausforderungen zu stellen“ oder auch ganz ohne Begründung - da reicht „auf eigenen Wunsch“.

Wir bedauern
ihr Ausscheiden sehr und wünschen Frau XXX für ihren weiteren
Berufs- und Lebensweg alles Gute.

„alles Gute und auch weiterhin viel Erfolg“. Sonst die böse Interpretationsmöglichkeit „endlich mal viel Erfolg, den sie nämlich hier nicht hatte“.

Aber wie gesagt, das mag alles verblassen vor dem obigen Ritterschlag. Bin gespannt, was die anderen dazu meinen :wink:

*wink*

Petzi