Hi,
auch, wenn nach wie vor einige XXX zu viel da stehen, versuche ich mich dennoch…
"Frau XXX war in der Zeit vom 1. Juni 2009 bis zum 30.
Dezember 2009 als Marketingmitarbeiterin bei XXX tätig.
XXX wurde als Innovationstreiber im Bereich XXX gegründet und agiert in folgenden Geschäftsbereichen: Consulting im Bereich von XXX, Geoinformations- und Navigationsdaten und der zivilen Drohnentechnologie.Firmenbeschreibung
Frau XXX war im Geschäftsbereich „Consulting“ tätig und hat
hier in einem Verbundprojekt XXX mitgearbeitet.
Hier wären schon mal die ersten XXX, die zuviel sind
Zu ihren Aufgaben gehörte im Folgenden:
Erstellung von Marktrecherchen und Analysen
Entwicklung und Aufbau von Veranstaltungsformaten, Planung und
Mitarbeit bei deren Durchführung
Konzeption eines Konferenzformates
Entwicklung eines Kommunikationstools
methodische Konzeption eines Analysetools XXX
Dokumentation
Mitarbeit bei der Realisierung des online-Auftrittes
Umsetzung von Marketingmaßnahmen
Erstellen von Kommunikationsplänen
Durchführung umfassender Recherchen für die jeweiligen
Aufgaben
Sorry, aber wer soll das denn ernst nehmen?
Wir reden von einer Beschäftigungsdauer von 7 Monaten, und im Tätigkeitsprofil tauchen 10 (in Worten zehn!!!) Aufgaben auf, die zum Teil völlig überflüssig in der Benennung sind (Umsetzung von Marketingmaßnahmen setze ich bei einer Mitarbeiterin im Marketing voraus, ebenso, dass man recherchiert, bevor man etwas macht), zum Teil doppelt genannt werden (Entwicklung eines Kommunikationstools sollte ohne Erstellen von Kommunikationsplänen nicht möglich sein) und zum Teil in sieben Monaten kaum realisierbar sind (die ersten sechs).
Kurz: Da wurde etwas hingeschrieben, damit dort etwas steht.
Während der Zeit hat Frau XXX an der Schulung eines
CRM-Systems teilgenommen.
Toll…und?
Welches genau?
Dauer?
Erfolg?
Zertifikat?
Aufgrund ihrer Fachkenntnisse konnte sie wiederholt mit
schwierigen Aufgaben betraut werden ,
KONNTE!
Das haben wir dann Gott sei Dank aber nicht wirklich gemacht.
die sie völlig
selbständig erfolgreich bearbeitete.
Genau deshalb haben wir ihr nichts gegeben.
Denn sie hat sich nichts sagen lassen, nicht nachgefragt, sondern alles so gemacht, wie SIE es wollte, aber nicht das Unternehmen.
Sie fand auf Grund ihrer
fundierten Fachkenntnisse praktikable Lösungen.
Praktibel nur für sich selbst, nicht für das Unternehmen.
Frau XXX war
eine sehr engagierte Mitarbeiterin, die besonders durch ihre
hervorragende Leistungsbereitschaft überzeugt.
Sie hat irgendwann gemerkt, dass wir ihr nicht wirklich etwas zutrauen und wollte unbedingt mehr machen.
Sie arbeitete
stets verantwortungsbewusst, gewissenhaft und äußerst
zuverlässig.
Sie hat es nicht böse gemeint, war langsam - aber immer pünktlich und anwesend.
Sie erkannte auch in komplizierten Fällen das
Wesentliche und fand schnell Lösungen.
Es waren zwar keine Lösungen, die brauchbar waren, aber immerhin irgendwie Lösungen.
Frau XXX bewältigte die
ihr übertragenen Aufgaben stets zu meiner vollsten
Zufriedenheit.
Eben.
(Übrigens ein Musterbeispiel, wie aus der angeblichen „1“ dieser Floskel im Kontext alles Andere als das wird)
Durch ihre selbstständige und
eigenverantwortliche Arbeit hat Frau XXX stets gute
Arbeitsergebnisse erzielt und hat meinen Erwartungen in jeder
Hinsicht bestens entsprochen.
Das kann man dann bestenfalls als Hohn deuten.
Gegenüber Mitarbeitern war ihr Verhalten stets freundlich und
korrekt. Als Mensch war sie sehr anerkannt und Ihr Umgang mit
Menschen war geprägt von Achtsamkeit, Respekt und
Rücksichtsnahme.
Es wird der Umgang mit Vorgesetzten und Kunden nicht nur falsch sortiert, er wird direkt komplett weggelassen?!
Was hast Du gemacht?
Einem Kunden eine reingehauen und der Chefin gesagt, dass ihr dasselbe passiert, wenn sie nochmal ihr Maul aufreißt?
Frau XXX verlässt uns heute nach Ablauf der vereinbarten
Frist.
Hier kommt der Punkt, an dem Dich jeder Personaler fragen wird: Was war das denn für eine ungewöhnliche Frist von 7 Monaten?
Es kann sein, dass irgendwelche Leute Dir erzählen, dass Zeugnis sei ein ganz tolles - dann frage die Leute mal, warum eine ganz tolle Mitarbeiterin nicht übernommen wird - nach nur 7 Monaten muss man eigentlich schon recht deutlich seine Unfähigkeit unter Beweis gestellt haben!
Ich danke Frau XXX für ihre Mitarbeit und wünsche ihr
für den weiteren Berufs- und Lebensweg das Beste.“
Aber keinen Erfolg - den hatte sie hier schließlich auch nicht.
Alles in Allem irgendwo im Bereich einer Schulnote 4 (optimistisch betrachtet)
Wie Du siehst, habe ich da eine leicht andere Meinung als die Person, die Dir eine „durchschnittliche“ 1 gab…
Sorry, aber da muss einiges raus, einiges fehlt dafür völlig um daraus ein akzeptables oder gar „gutes“ Zeugnis zu machen.
VG
Guido