Bitte um eine Antwort

Sehr geehrter Herr Nilles,

vielen Dank für Ihre Antwort. Das ist doch schon eine Antwort, diese hätte ich ebenfalls von Ihnen als Experte erwartet. Dies war auch meine Frage.

Der einzige Makel in meiner Geschichte in Deutschland ist, wie ich glaube, dass ich nur diese 2 Jahre Ehe hinter mir habe (die nicht besonders super toll waren, aber das ja nicht relevant ist).
Hartz 4 erhielt ich während meiner Umschulung zur Kommunikationskauffrau und ebenso einige Monate darauf, wo ich mich intensiv um einen Job bemüht hatte. (aber das interessiert ja niemanmden).
Die restliche Zeit hatte ich immer gearbeitet. Sei es in einer Fabrik, als Kellnerin etc. D.h. Rentenversicherungsbeiträge etc. wurden stets bezahlt. Spachkenntnisse habe ich, irgendwelche Integrationsmaßnahmen brauche ich auch nicht.
Mein Sohn studiert hier und hat bereits die Niederlassungserlaubnis.

Ich hatte bevor mir diese Beraterin bei der Ausländerbehörde zugewiesen wurde, einen anderen Berater, der mir damals zugesichert hatte, dass ich „das nächste Mal nach 3 Jahren“ die Niederlassungserlaubnis erhalten werde sofern ich arbeiten werde, aber da kam die Umschulung dazwischen und später hatte ich diese Beraterin, die mir schon das 2. Mal meinen Aufenthalt um nur 1 Jahr verlängert.

Es geht mir nicht darum, dass ich unbedingt diesen Stempel im Papier brauche um mich hochwertiger zu fühlen oder dass ich eventuell Angst habe, dass man mich ausweist, wie es bei vielen anderen Ausländern der Fall ist. Ich denke nur, dass ich längst berechtigt bin, den Aufenthalt zu erlangen.
Ich konnte nicht mal meine Freundin in England besuchen, als ich zu Ihrer Hochzeit als Trauzeuge eingeladen war, da ich während meiner Umschulung sowie einen befristeten Aufenthalt als auch "Hartz 4 " bezog (was ja eigentlich auch zu meiner Umschulung gehörte…) Das Konsulat hatte mir das Visum verweigert.
Es sind diese „Kleinigkeiten“, die das Leben einfach komplizierter machen, wenn man diesen Stempel nicht hat. Abgesehen davon, dass dich nicht jeder Arbeitgeber einstellen will. Und es gibt nicht so viele „verständnisvolle“ Arbeitgeber, seihen wir doch mal ehrlich.

Tja, es gibt wie man sehen kann, Ausländer die sich trotz Bemühungen immer wieder mit dieser Situation auseinandersetzen müssen und welche die „Deutsch“ sind und Anschläge verüben etc.

Es spielt im Grunde keine besondere Rolle, wo ich herkomme, für mich jedenfalls. Die Voraussetzungen sind da, wenn auch nicht alle. Mit Terroristen hatte ich nie etwas zu tun und aus den arabischen Ländern komm ich nicht. Bin keine Muslime, sondern Buddhistin. Hatte nie Probleme mit dem Gesetz. Und: die Gesetze gelten für alle Menschen, oder??

Trotzdem vielen Dank für Ihren Hinweis!
Ich werde ihn bestimmt nutzen.
Mit freundlichen Grüßen
Gana