Bitte um Hilfe bei Entschlüsselung Arbeitszeugnis

Hier ist das merkwürdigste Arbeitszeugnis, das ich je erhalten habe. Bitte um Hilfe bei der Entschlüsselung, da ich nicht recht weiss, was ich davon halten soll.

Dienstzeugnis

Frau x geboren am xx.xx.xxxx, war in unserem Unternehmen in der Zeit vom 01.Oktober 2007 bis 15.November 2008 als Sachbearbeiterin für die Abteilung Kundenservice im Account Management tätig.

Zu Ihrem Aufgabengebiet zählten die folgenden Tätigkeiten:

  • Administration von Pensionskassenverträgen
  • Telefonische Kundenberatung von Beitragszahlungen bis zu den Pensionsleistungen
  • Bearbeitung und Kontrolle von Datenmeldungen, Inkassotätigkeiten und Leistungsbearbeitung
  • Erstellen von Schriftverkehr
  • Zuerkennung von Pensionskassenleistungen

Frau x hat die interne Fachausbildung „Pensionskassenvorsorge“ und „betriebliche Altersvorsorge“ besucht. Weiters hat sie am Seminar „Aufbruch in eine neue Dimension der Kundenbetreuung“ teilgenommen.

Frau x hat nach kurzer Einschulungszeit die selbstständige Abwicklung eines komplexen Aufgabengebietes übernommen. Sie führte Ihre Tätigkeiten stets motiviert, verantwortungsbewusst, und effizient durch. Wir haben Frau x als augeschlossene und kontaktfreudige Mitarbeiterin kennen gelernt, die sich mit Einsatzfreude und Engagement ihren Aufgaben widmete und diese zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllte.

Frau x wurde von Vorgesetzten und Kollegen gleichermaßen geschätzt. Ihr Verhalten im Umgang mit Kunden war professionell und serviceorientiert.

Frau x verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Wir wünschen ihr für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.

Bitte um Hilfe, denn bei ein paar Passagen weiss ich wirklich nicht, was ich davon halten soll, da diese eine zu sachliche Ausführung für meinen Geschmack haben, und auf mich negativ wirken.

Danke!

Hallo,

ich lese das so:

Sie
führte Ihre Tätigkeiten stets motiviert,
verantwortungsbewusst, und effizient durch.

Das ist eine 1

Wir haben Frau x
als augeschlossene und kontaktfreudige Mitarbeiterin kennen

Das könnte man als „Klatschbase“ deuten

gelernt, die sich mit Einsatzfreude und Engagement ihren
Aufgaben widmete und diese zu unserer vollsten Zufriedenheit
erfüllte.

Das ist wieder eine 1

Gruß

Andreas

Experte??
Hallo,

Du bist also ein Experte in Sachen Arbeitszeugnis?
Ehrlich??

Grüße
jasmin

Hallo,

wie ist die Frage gemeint? Ich hab nur sorgsam recherchiert, im Internet gibt es genug Seiten dazu.

Gruß

Andreas

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Ich hab nur sorgsam recherchiert,
im Internet gibt es genug Seiten dazu.

Du denkst also, dass sich Fachanwälte täglich dem Streit um korrekte Arbeitszeugnisse aussetzen bzw. Gerichte entscheiden müssen… wenn man doch einfach „sorgsam“ im Internet recherchieren könnte?

Wozu braucht man dann Fachleute und Experten, nicht war?

Ich denke nicht, dass ich erklären muss wie ich das meine …

Grüße
Jasmin

*räusper*

Nun dann war mein Anfangsverdacht bezüglich Deiner Antwort doch gerechtfertigt. Also, Madame offenbar besser wisser, sofern ich das sehe ist dies ein Internetportal, welches keine konkrete Rechtsberatung darstellt. Sofern man zu einem Thema etwas beizutragen hat, und ich habe in meinem Leben schon einige Arbeitszeugnisse erhalten als auch geschrieben, so ist es doch schön, wenn man eine Antwort schreibt, oder nicht?

Du denkst also, dass sich Fachanwälte täglich dem Streit um
korrekte Arbeitszeugnisse aussetzen bzw. Gerichte entscheiden
müssen… wenn man doch einfach „sorgsam“ im Internet
recherchieren könnte?

Oh Du wirst nicht glauben, wie oft unsere Gerichte durch sinnlose Prozesse überflutet werden, obwohl es sich sehr oft um eine klare Rechtslage handelt.

Was ich mich jetzt nur Frage ist, warum hast Du mich jetzt überhaupt angeschrieben? Dient das nur Deiner persönlichen Rechthaberei oder verfolgst Du durch diese Art der Selbstdarstellung ein bestimmtes Ziel?

Wenn Du nur zum flamen da bist, breche ich die Kommunikation ab, aber vielleicht hast Du ja etwas zur Frage beizutragen, hm?

Viele Grüße

Andreas

2 „Gefällt mir“

Du liegst voll daneben. owt.
.

2 „Gefällt mir“

Meiner Meinung nach Note 5.
Hallo,

Dienstzeugnis

Es ist also ein Dienstzeugnis, kein Arbeitszeugnis.

Frau x geboren am xx.xx.xxxx, war in unserem Unternehmen in
der Zeit vom 01.Oktober 2007 bis 15.November 2008 als
Sachbearbeiterin für die Abteilung Kundenservice im Account
Management tätig.

Ist 15.November ein reguläres Datum?

Zu Ihrem Aufgabengebiet zählten die folgenden Tätigkeiten:

  • Administration von Pensionskassenverträgen
  • Telefonische Kundenberatung von Beitragszahlungen bis zu den
    Pensionsleistungen
  • Bearbeitung und Kontrolle von Datenmeldungen,
    Inkassotätigkeiten und Leistungsbearbeitung
  • Erstellen von Schriftverkehr
  • Zuerkennung von Pensionskassenleistungen

Klingt alles irgendwie ähnlich.
Standardverwaltungskram. Das könnte man kürzer fassen.

Frau x hat die interne Fachausbildung „Pensionskassenvorsorge“
und „betriebliche Altersvorsorge“ besucht. Weiters hat sie am
Seminar „Aufbruch in eine neue Dimension der Kundenbetreuung“
teilgenommen.

…und war dabei erfolgreich?
Hat es dem Unternehmen was gebracht?

Frau x hat nach kurzer Einschulungszeit die selbstständige
Abwicklung eines komplexen Aufgabengebietes übernommen.

War das wirklich „komplex“?
Für mich klingt die Aufgabenbeschreibung nicht danach.

Sie
führte Ihre Tätigkeiten stets motiviert,
verantwortungsbewusst, und effizient durch. Wir haben Frau x
als augeschlossene und kontaktfreudige Mitarbeiterin kennen
gelernt, die sich mit Einsatzfreude und Engagement ihren
Aufgaben widmete und diese zu unserer vollsten Zufriedenheit
erfüllte.

Der gesamte Abschnitt klingt nicht rund.
„effizient“ und „vollste zufriedenheit“, an sich positive Worte, erscheinen hier in mitten von viel BlaBla, der für sich genommen ziemlich negativ klingt.
Insbesondere die Phrase „Einsatzfreude und Engagement“ ist doppelt redundante heisse Luft.

Frau x wurde von Vorgesetzten und Kollegen gleichermaßen
geschätzt.

Nämlich gar nicht.

Ihr Verhalten im Umgang mit Kunden war
professionell und serviceorientiert.

Und gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern schlecht.

Frau x verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch.

Wir sind deswegen nicht traurig.
(…)

Bitte um Hilfe, denn bei ein paar Passagen weiss ich wirklich
nicht, was ich davon halten soll, da diese eine zu sachliche
Ausführung für meinen Geschmack haben, und auf mich negativ
wirken.

Der gesamte Rest passt auch nicht.
Ich kann nirgends erkennen, dass du irgendwas Positives zustande gebracht hast.

Gruss,
TR

Hallo,

von der Sache her hast du recht.
Aber einfach nur meckern ist auch nicht gut.

Gruss,
TR

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Genau das habe ich befürchtet. Denn meine vorigen Dienstzeugnisse sahen ganz anders aus…

Das Problem hier in dieser Firma war, dass es, nachdem unser Teamleiter wechselte, grobe Probleme im ganzen Team gab.
Ich hatte 2 Monate vor dem ich ging ein Streitgespräch mit meinem Teamleiter, dass nicht zu seiner Zufriedenheit ausging.
Weiters kam als Erschwernis hinzu, dass er eine Affäre mit einer Kollegin im gleichen Team hatte… Und kaum war ich weg (schuftete in der letzten Arbeitswoche noch so ca. 60 Stunden) wurde ich sofort „angezündet“.

Naja. Ich denke ich werde versuchen, ein besseres Zeugnis zu bekommen.
Denn die Führungekraft über meinem Teamleiter hat noch am vorletzten TAg ein Gespräch mit mir geführt, hat es sehr bedauert, dass es soweit kam, usw.

Aber danke für die Antwort. War leider eine Bestätigung für das, was ich angenommen habe.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

.

In Ordnung, dann halte ich mich diesem Unterforum künftig mangels Fachkenntnisse fern.

.

In Ordnung, dann halte ich mich diesem Unterforum künftig
mangels Fachkenntnisse fern.

Gute Idee

1 „Gefällt mir“

dann halte ich mich diesem Unterforum künftig
mangels Fachkenntnisse fern.

Zumindest in diesem Fall kann man auch dem verschwörerischen Geheimbund der FAQ:2027-Anwender beitreten…:smile:

Wie war das noch? Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz?

Ich glaube hier ist es mehr Eure Arroganz sieht auch von oben so aus.

EOM

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Hallo,

du hast ja selbst gekündigt, also nehme ich an dass du bereits einen neuen Job hast.
Wenn der nicht wieder so ein Griff ins Klo wird (und das nächste Zeugnis demnach deutlich besser aussieht) dann ist ein schlechtes Zeugnis jetzt kein Beinbruch.
Und wenn auch die vorherigen Zeugnisse halbwegs ok sind, dann werden zukünftige Arbeitgeber diesen jetzigen Ausrutscher wahrscheinlich richtig zu interprätieren wissen.

Du kannst natürlich trotzdem Nachbesserung verlangen.
Unterdurchschnittliches muss der AG, Überdurchschnittliches der AN beweisen.

Gruss,
TR

1 „Gefällt mir“

Hi,

zu den Äußerlichkeiten: das Zeugnis muss…

  • auf offiziellem Firmenpapier geschrieben sein
  • darf nur geknickt sein wenn man es kopieren kann ohne dass die Knicke auf den Duplikaten sichtbar sind
  • das Adressfeld darf nicht, wie bei einem Brief, ausgefüllt sein
  • das Datum SOLLTE (ist aber nicht einklagbar) auf den Tag des Ausscheidens aus dem Unternehmen datiert sein (nicht etwa auf das Datum, an dem der Text geschrieben wurde)
  • die Unterschrift muss von einem hochrangigen Vertreter der Firma (Chef, Leiter Personalabteilung, …) persönlich geleistet worden sein. „I. A. Müller, Sekretärin des Abteilungsleiters“ reicht nicht
  • unter der Unterschrift müssen Name und Funktion des Unterzeichnenden nochmal in Maschinenschrift stehen.

Nun zum Inhalt.

Dienstzeugnis

Komischer Titel. Normalerweise ist das ein Arbeitszeugnis oder schlicht ein Zeugnis…

Frau x geboren am xx.xx.xxxx, war in unserem Unternehmen in
der Zeit vom 01.Oktober 2007 bis 15.November 2008 als
Sachbearbeiterin für die Abteilung Kundenservice im Account
Management tätig.

Hinter „Frau x“ gehört ein Komma. Hast du es vergessen abzuschreiben oder fehlt es auch im Original? Auch weitere Rechtschreibfehler werfen die Frage auf ob das so im Zeugnis steht oder nicht. Natürlich kann es auch dort nur unbeabsichtigte Schlamperei sein, manchmal wird darin aber auch versteckt dass man mit dem Mitarbeiter unzufrieden war und es zwischen den Zeilen durch solche Auffälligkeiten andeutet.

Ansonsten ist der Satz okay.

Auffällig hingegen das Datum 15. November - warum bist du nicht zum Monatsende gegangen? Zwar ist die Monatsmitte auch noch im Rahmen des mitunter Üblichen, aber schon etwas weniger „rund“ als ein sauberer Abschluss zu einem Monatsende. Man fragt sich immer ob hier der erstbeste Termin, an dem eine Kündigung wirksam werden kann, nachdem klar war dass man getrennte Wege gehen will, wahrgenommen wurde - und das spricht natürlich für eine nicht gerade freundschaftliche Trennung.

Zu Ihrem Aufgabengebiet zählten die folgenden Tätigkeiten:

„ihrem“ schreibt man klein - ich habe weiter oben schon etwas zu derartigen Schreibfehlern gesagt…

  • Administration von Pensionskassenverträgen
  • Telefonische Kundenberatung von Beitragszahlungen bis zu den
    Pensionsleistungen
  • Bearbeitung und Kontrolle von Datenmeldungen,
    Inkassotätigkeiten und Leistungsbearbeitung
  • Erstellen von Schriftverkehr
  • Zuerkennung von Pensionskassenleistungen

Ist das deiner Meinung nach vollständig und korrekt? Wenn ja - okay. Wenn nicht: ändern lassen!

Frau x hat die interne Fachausbildung „Pensionskassenvorsorge“
und „betriebliche Altersvorsorge“ besucht. Weiters hat sie am
Seminar „Aufbruch in eine neue Dimension der Kundenbetreuung“
teilgenommen.

Sehr schön, aber hier lässt man sich über einen „Wochenend-Workshop“ aus, der in der Gesamtheit deiner Tätigkeit wohl kaum eine solche Beachtung verdient. Also stellt sich die Frage: wieso erwähnt man hier eine solche Nebensächlichkeit, wieso räumt man dem so viel Platz ein? Vielleicht ist es nur Ungeschicklichkeit, aber die Wirkung ist: man kann/will keine wichtigen Akzente deiner Tätigkeit zum Thema machen und schwafelt deswegen über solche Randthemen. Es fällt letztlich eher negativ auf.

Frau x hat nach kurzer Einschulungszeit die selbstständige
Abwicklung eines komplexen Aufgabengebietes übernommen.

Auch als Satz in Ordnung, aber viel zu wenig ausführlich. Du warst 1 Jahr dort tätig, sollst angeblich gute Arbeit geleistet haben - dann muss aber mehr kommen als ein solcher einzelner Satz, der auch nichts Konkretes darüber sagt, was du geleistet hast. „Selbstständigkeit“ ist durchaus positiv besetzt, aber das geht in der Eigentümlichkeit des Ganzen unter.

Sie
führte Ihre Tätigkeiten stets motiviert,
verantwortungsbewusst, und effizient durch.

Das ist ein in der Formulierung sehr guter Satz. Allerdings: wieder viel zu kurz und zu wenig konkret.

Wir haben Frau x
als augeschlossene und kontaktfreudige Mitarbeiterin kennen
gelernt, die sich mit Einsatzfreude und Engagement ihren
Aufgaben widmete und diese zu unserer vollsten Zufriedenheit
erfüllte.

„Kennen gelernt“ schreibt man wenn man keine Ahnung hat, oder wenn man Distanz ausdrücken will. Ein gut meinender Texter schreibt immer „Sie war…“ und nicht „Wir haben sie kennen gelernt…“. Insofern also eine verunglückte Formulierung. Der Rest ist okay, aber zu kurz, zu oberflächlich. Du warst 1 Jahr dort und da muss mehr kommen als ein einzelner, ungelenker Satz mit ein paar unbeholfenen positiven Fragmenten.

Frau x wurde von Vorgesetzten und Kollegen gleichermaßen
geschätzt. Ihr Verhalten im Umgang mit Kunden war
professionell und serviceorientiert.

Wie der ganze Rest: zu kurz, zu oberflächlich, und dadurch zu unglaubwürdig.

Frau x verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Wir
wünschen ihr für ihren weiteren Berufs- und Lebensweg alles
Gute.

Hier fehlt der Ausdruck des Bedauerns. Aha - also ist man froh dich los zu sein! Das ist ein deutlicher und klarer Minuspunkt. „Eigener Wunsch“ ist auch immer so ein bisschen „Naja…“. Man sagt nicht dass es Meinungsverschiedenheiten gab, indem man aber auch nicht von den tollen neuen Ufern, zu denen du aufbrechen willst, redet und zugleich diese allzu oft genutzte nichtssagende Ausrede „eigener Wunsch“ nennt, kommt unterschwellig deutlich rüber „gut das sie weg ist“.

Das Zeugnis ist zu kurz, zu wenig ausführlich, sehr oberflächlich, ein paar durchaus positive Formulierungen werden durch die Auslassungen zunichte gemacht und unter dem Strich bleibt der Eindruck: entweder hatte der Schreiber überhaupt keine Ahnung was er da tut - das ist bei einem größeren Arbeitgeber eher unwahrscheinlich - oder man haut dir bewusst ein schlechtes Zeugnis um die Ohren.

Da du, wenn du nicht nachweislich (!) richtig schlecht warst, Anspruch auf mindestens ein normales Durchschnittszeugnis hast - was OK ist, damit kann man sich durchaus sehen lassen - würde ich diesen komischen Schrieb nicht akzeptieren. Das geht deutlich besser!

Anstatt einfach nur ein neues Zeugnis zu fordern, ist es immer ganz gut ein eigenes Zeugnis anzubieten. So schafft man sich selber eine Diskussionsgrundlage und viele Betriebe übernehmen den Text weil es ihnen schlicht zu lästig ist sich selber nochmal einen abzubrechen um ein Zeugnis zu schreiben.

Ich sage immer: ein Betrieb, der so ein formal und inhaltlich blamables Zeugnis schreibt, stellt sich damit selber ein Armutszeugnis aus. Da das kein Unternehmen möchte - vor allem nicht wenn es ein größerer Betrieb und nicht die Metzgerei Müller aus Hintertupfingen ist - hat man fast immer ganz gute Erfolge wenn man sich gegen solche lächerlichen Texte wehrt.

Auch wenn ich damit nicht jetzt schon drohen würde: Arbeitsgerichte sind seeehr arbeitnehmerfreundlich. Wenn es also mit gutem Zureden nicht geht kannst du damit drohen ein neutrales Zeugnis auf andere Weise zu erstreiten…

Gruß,

MecFleih

Hallo,
Eine Frage noch zu deinen Punkten:

  • auf offiziellem Firmenpapier geschrieben sein
  • darf nur geknickt sein wenn man es kopieren kann ohne dass
    die Knicke auf den Duplikaten sichtbar sind
  • das Adressfeld darf nicht, wie bei einem Brief, ausgefüllt
    sein
  • das Datum SOLLTE (ist aber nicht einklagbar) auf den Tag des
    Ausscheidens aus dem Unternehmen datiert sein (nicht etwa auf
    das Datum, an dem der Text geschrieben wurde)
  • die Unterschrift muss von einem hochrangigen Vertreter der
    Firma (Chef, Leiter Personalabteilung, …) persönlich
    geleistet worden sein. „I. A. Müller, Sekretärin des
    Abteilungsleiters“ reicht nicht
  • unter der Unterschrift müssen Name und Funktion des
    Unterzeichnenden nochmal in Maschinenschrift stehen.

Muss ein Zeugnis prinzipiell immer in Vergangenheit geschrieben werden oder kann es auch mit der Gegenwart kombiniert werden?

Also z.B. „zu ihren Aufgaben gehörten“ und
"… ihr Verhalten ist vorbildlich gegenüber … " kombiniert in einem Zeugnis.

liebe Grüße
Jasmin

Naja, lieber arrogant in einem Expertenforum fachlich korrekte Dinge posten - als sinnlos das Forum als Chat zu missbrauchen.

Lies die FAQ und Regeln!

Gruß
Guido

Hi!

Muss ein Zeugnis prinzipiell immer in Vergangenheit
geschrieben werden oder kann es auch mit der Gegenwart
kombiniert werden?

Zwischenzeugnisse sollten _immer_ im Präsens formuliert sein.

"End"zeugnisse sollten eigentlich immer in der Vergangenheit formuliert sein.
Ich persönlich finde es nicht so schlimm, wenn ein solches in der Gegehneit verfasst ist - da gibt es aber genug, die anders denken!

Auf keinen Fall sollte gemischt werden!!!

VG
Guido

Klarstellung
Hallo an Dich.

Nun dann war mein Anfangsverdacht bezüglich Deiner Antwort doch gerechtfertigt.

Dein erstes Posting hier läßt leider bei Fachexperten auch einen Anfangsverdacht aufkommen, nämlich der, dass Du hier Hinweise gibst, welche einen Ratsuchenden in die Irre führen können.

W-W-W ist laut eigener FAQ „ein Experten-Informationsdienst im Internet“ und „Anlaufstelle für die Vermittlung von Rat und Kompetenz
Das ist nicht das Selbe wie ein Diskussionsforum zum Austausch von Ansichten und Meinungen.

Wenn man W-W-W mit der Bitte um Experteninformation besucht und dann Antworten erhält, welche nicht als „unqualifiziert“ gekennzeichnet sind, aber den Fakten orthogonal entgegenstehen, dann verliert die Seite für Fragesteller leider sehr viel Attraktivität, denn nicht auf Wahrheitsgehalt geprüfte Informationen kann man sich auch selbst aus Google saugen.

Dementsprechend ist es leider auch die Verpflichtung der Experten, einem nicht fundierten Beitrag Paroli zu bieten.
Ein „Interessent“, der mitdiskutiert und sich dabei einen Fauxpas liefert, sollte im eigenen Interesse daraus lernen und nicht trotzig werden.

Auf einem anderen Blatt steht, wie dieses „Paroli“ hier geboten wird, manchmal kommen die Experten des Bretts wirklich nur noch zynisch oder besserwisserisch rüber, und das liegt dann leider daran, dass wir es ziemlich satt sind, jeden Tag die gleichen Dinge zu schreiben, die schon seit 5-6 Jahren eindeutig in der FAQ einsehbar sind.

sofern ich das sehe ist dies ein Internetportal, welches keine konkrete Rechtsberatung darstellt.

Das ist keine Einladung für Hobbyjuristen, auch mal einen unqualifizierten Rat zu geben, sondern eine formal nötige Absicherung der Betreiber von W-W-W, um nicht mit geltendem deutschen und europäischen Recht in Knatsch zu geraten.
Wäre hier eine konkrete Rechtsberatung möglich, dann würden ganz andere Spielregeln gelten, u.a. in Bezug auf Vertraulichkeit und Haftbarkeit!

Sofern man zu einem Thema etwas beizutragen hat, und ich habe in meinem Leben schon einige Arbeitszeugnisse erhalten als auch geschrieben, so ist es doch schön, wenn man eine Antwort schreibt, oder nicht?

Was hilft Dir mehr, wenn Du um Rat suchst - Russisch Roulette mit fünf falschen und einer richtigen Information (und Du darfst selbst raten, welche davon richtig ist) - oder nur eine einzige richtige?

Oh Du wirst nicht glauben, wie oft unsere Gerichte durch sinnlose Prozesse überflutet werden, obwohl es sich sehr oft um eine klare Rechtslage handelt.

Deutsches Arbeitsrecht ist leider sehr klar in dieser Beziehung: Ein Arbeitszeugnis muss positiv und wohlwollend formuliert sein. Dadurch haben sich die Personaler etwas einfallen lassen, um trotzdem die Wahrheit sagen zu dürfen, und das endet nun mal leider darin, dass man ein Zeugnis nicht an Einzelsätzen festmachen kann und schon gar nicht auf einzelne Phrasen vertrauen sollte.

Dient das nur Deiner persönlichen Rechthaberei oder verfolgst Du durch diese Art der Selbstdarstellung ein bestimmtes Ziel?

Ich hoffe, mein Posting hilft ein wenig.

Ich möchte Dich ermutigen, durchaus weiterzuposten, dann aber von vorne herein klar zu stellen, wo Du nicht aus Sicht eines Experten sondern aus Sicht eines „möglicherweise irrenden Interessenten“ schreibst.

Hättest Du so angefangen: „Das hier ist meine Meinung, ich kann mich aber auch irren…“ dann wäre Dir der ganze Flamewar hier sicher erspart geblieben.

Gruß,
Michael