Hi,
vorab erst mal etwas Prinzipielles:
Theoretisch sollen und dürfen Leute aus der Versicherungsbranche nicht sagen, was sie von der Konkurrenz halten… dem schließe ich mich an… auch wenn es manchmal echt schwer fällt.
Dafür gibt es Unternehmen, die die Versicherungen raten. Ein sehr gutes Unternehmen ist MAP (www.map-report.de), weil die unabhängig zu sein scheinen. Es gibt leider viele andere, die es nicht sind. Der „Finanztest“ ist meines Erachtens auch eine gute Quelle, ebenso wie „Guter Rat“.
In der Ausgabe 06/2006 vom „Öko-Test“ findet man auch ein gutes Rating von Riesterrenten.
Die Quellen sind somit reichlich, allerdings nicht alle gut.
Nun zu den Versicherungen:
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist neben der Haftpflicht die wichtigeste Versicherung, die man haben sollte. Da heute jeder 4. nicht das übliche Rentenalter erreicht, weil er vorher berufsunfähig wird, ist das eine wirklich sinnvolle Versicherung. Dementsprechend teuer ist sie auch… aber der Schutz ist wichtig.
Es gibt viele Unternehmen, die eine Nachversicherungsgarantie bieten, d.h. bei Ereignissen, wie Geburt, Abschluss, Hochzeit, Eigenheim, Gehaltserhöhung etc. kann man den Schutz ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen (mit Beitragserhöhung natürlich). Das ist m.E. sinnvoll und habe ich auch gemacht und biete das auch allen Kunden an.
Wichtig ist, die Versicherung früh abzuschließen, solange man noch fit ist. Sobald Erkrankungen auftreten (Knie-/Rückenbeschwerden, Psyche usw.) kommt es schnell zu Ausschlüssen oder Ablehnungen. Am besten also noch als Schüler (mit 15 oder 16) gegen Erwerbsunfähigkeit versichern lassen! (ich kenne viele Kids, die mit 17 schon echte Probleme haben, weil sie viel Sport betreiben).
Wichtig noch:
- Generell: Der Versicherer sollte auf eine abstrakte Verweisung verzichten.
- Beamte: Ist auch die Dienstunfähigkeit versichert???
So, nun zu Riester/ Förderrente:
Halte ich für ein gutes Produkt, weil sie staatlich gefördert ist. Wer förderberechtigt ist, sollte sie auch machen. Wichtig ist, dass Riester nur ein Standbein für die spätere Rente ist! Also nicht denken, dass es mit einer Riesterrente getan ist.
Das ist erst ein Anfang… Auch hier ist es wichtig, sich die Anbieter genau anzusehen. Die mit viel Werbung sind i.d.R. auch die, die weniger später ausschütten (irgendwie ist der große Topf bei denen leerer, als bei Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit).
Unfall:
Auch wichtig, finde ich. Man sollte 24h am Tag und weltweit abgesichert sein. Die meißten Unfalle passieren nicht bei der Arbeit.
Am Besten eine niedrige Progression wählen, damit man auch bei kleineren UnfällenGeld bekommt.
Alle 3 produkte kann man bei der Steuer geltend machen (mache gerade meine Erklärung
).
Nun der Druck: Alle Lebens- und Rentenversicherungen, die dieses Jahr noch abgeschossen werden, haben dien Garantiezins i.H.v. 2,75%. Ab Januar nur noch 2,25%. Das ist eine staatliche Geschichte, kommt also nicht von den Versicherungen.
Bei „schlechteren“ Unternehmen ist das wichtig. Bei den unternehmen, die hohe Überschüsse ausschütten (nicht gemeint sind Dividenden an Aktionäre!!!) ist dies nicht so wichtig, weil man sich darauf verlassen kann, dass sie auch weiter kräftig ausschütten werden.
Ich empfehle meinen Kunden auch, dass die dieses Jahr noch abschließen sollten, damit die den hohen Garantiezins bekommen. Sind die Kunden aber unsicher, dann rate ich von einer überstürtzten Entscheidung ab, da sie diese sonst bereuen würden und das ist auch nicht Sinn der Sache.
Ich hoffe, dass das jetzt nicht zu lang geworden ist…
Wenn noch Fragen sein sollten, kann man sich gerne an mich wenden.
Ansonsten viele Grüße und einen guten Rutsch!
Carmen