Hallo,
würdest du eine spiegelung eines 3D-würfels auch als „drehung“
akzeptieren - nämlich als drehung im R^4 ???
nixohnemeinenanwaltsag… lach 
Die Aufgabe lautet, alle Abbildungen zu bestimmen, die die vier Quadrat-Punkte (1, 1), (-1, 1), (-1, -1) und (1, -1) auf sich selbst abbilden.
Zunächst bildet jede lineare Abbildung
M = (m p)
(n q)
den Punkt (x, y) auf den Punkt (x’, y’) ab, mit
x' = m x + p y
y' = n x + q y
So weit so gut. Wir haben vier Punkte gegeben, die ich mal wie folgt bezeichne:
B = (-1, 1) A = (1, 1)
C = (-1, -1) D = (1, -1)
Jetzt greife ich mir den Punkt A heraus. Für seinen Bildpunkt gibt es vier Möglichkeiten: A wird auf A, d. h. sich selbst abgebildet, oder auf Punkt B oder auf Punkt C oder auf Punkt D.
Jede dieser vier Möglichkeiten schränkt nun M in bestimmter Weise ein. Beispiel: A werde auf A abgebildet. Das bedeutet x = y = 1 und x’ = y’ = 1. Daraus folgt:
1 = m·1 + p·1 ==\> p = 1 – m
1 = n·1 + q·1 ==\> q = 1 – n
Damit wissen wir, dass alle „A-auf-A-Abbildungen“ diese Form besitzen:
M[A-\>A] = (m 1-m)
(n 1-n)
Die analoge Berechnung der speziellen Formen aller „A-auf-B-Abbildungen“, aller „A-auf-C-Abbildungen“ sowie aller „A-auf-D-Abbildungen“, liefert:
M[A-\>B] = (m -1-m)
(n 1-n)
M[A-\>C] = (m -1-m)
(n -1-n)
M[A-\>D] = (m 1-m)
(n -1-n)
Nun kann man sich überlegen, dass für m und n nur die vier Wertepaare
m = 1, n = 0
m = 0, n = 1
m = -1, n = 0
m = 0, n = -1
in Frage kommen, weil sonst entweder singuläre Matrizen rauskommen (Nullspalte), oder welche, bei denen z. B. 2 oder –2 als Elemente auftauchen (man teste mal m = n = 0 oder m = n = 1 oder m = n = -1). In diesen Fällen wird dann einer der Punkte B, C, D „sonstwohin“ abgebildet, weshalb das zugehörige M nicht zur Lösungsmenge gehören kann.
Wendet man die vier (m, n)-Wertepaare auf die vier M-Formen an, bekommt man 16 M-Matrizen. Acht davon enthalten jedoch 2 oder –2 als Element und scheiden deshalb aus.
Die verbleibenden acht sind:
1. (1 0) alle Punkte auf sich selbst
(0 1) = identische Abbildung I
2. (-1 0) A C, B D
(0 -1) = Drehung um 180°
3. (0 1) A --\> A, C --\> C, B D
(1 0) = Spiegelung an 1. Winkelhalbierenden
4. (0 -1) B --\> B, D --\> D, A C
(-1 0) = Spiegelung an 2. Winkelhalbierenden
5. (0 1) A D, B C
(-1 0) = Spiegelung an x-Achse
6. (0 -1) A B, C D
(1 0) = Spiegelung an y-Achse
7. (-1 0) A --\> B --\> C --\> D --\> A
(0 1) = Linksdrehung um 90°
8. (1 0) A --\> D --\> C --\> B --\> A
(0 -1) = Rechtsdrehung um 90°
Malt man sich zu jedem Fall die vier Punkte mit entsprechenden Pfeilen dazwischen auf, sieht man, dass zwischen den Matrizen einige Zusammenhänge gelten müssen, wie etwa
• M2 bis M6 sind jeweils zu sich selbst invers.
• Die Inverse von M7 ist M8 und umgekehrt.
• M72 = M82 = M2
Dass das alles tatsächlich so ist, davon kann man sich dann noch durch Rechnung überzeugen.
wäre interessant, ob in diesem fall die von dir genannten
drehungen zugelassen werden bzw. mitgemeint sind.
Wenn man die Aufgabe so löst, stellt sich diese Frage gar nicht.
Gruß
Martin