Bitte um medizinische Auskunft - eilt!

Liebe Experten,

seit Februar d.J. bekomme ich ca. alle 3 Wochen Fieberschübe. Es beginnt immer mit linksseitigen Halsschmerzen, die bis zum Ohr ausstrahlen, und Schluckbeschwerden. Halsentzündung ist ausgeschlossen, das wurde überprüft. Ich selbst spüre eine schmerzhafte Schwellung (Lymphknoten). Das Fieber steigt bis 39,4 – 39,8 drei Tage lang und dann ist der Spuk vorbei und mir geht es wieder gut.

Ambulante Untersuchungen waren: Blut-, Stuhl- und Urinkontrolle, Frauenarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Sonografie und MRT der Schilddrüse (kleinen Knoten festgestellt!), MRT Thorax und Abdomen. Die Ergebnisse waren alle in Ordnung.

Meine Ärztin hat mich zur Ursachenfindung ins Krankenhaus geschickt, wo ich mich zur Zeit befinde – allerdings fürs Wochenende beurlaubt.

In den zwei Tagen im KH hat mich am ersten Tag nach Aufnahme in die Innere Abteilung der Stationsarzt wegen meiner Beschwerden und Vorerkrankungen bzw. OPs interviewt, dann wurde Blut abgenommen und ich musste Urin abgeben. Am Nachmittag war der Chefarzt (Professor) da und hat als erstes von einer Darmspiegelung gesprochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich keine Darmspiegelung möchte und er meinte, dann beginnen wir erst mit den anderen Untersuchungen.
Zweiter Tag: Blitzvisite vom Professor um 08:00 Uhr. Er sagte nur einen Satz und zwar: um eine Darmspiegelung werden sie nicht herumkommen und weg war er. Danach hat man mich zur Sonografie Unterleib und Schilddrüse beordert und es wurde wegen eines Knotens eine Schilddrüsen-Szintigraphie angeordnet. Mehr hat man mit mir am zweiten Tag nicht gemacht und deshalb habe ich mich fürs WE beurlauben lassen.

Nur nebenbei: Bei den wenigen Untersuchungen in zwei Tagen, in denen ein horrender Verpflegungssatz (ich kenne ihn nicht) berechnet wird, muss man sich nicht über die Krankenkassenpleiten wundern. Ich bin privat versichert.

Zur Darmspiegelung muss ich noch erwähnen, dass ich keinen Zusammenhang zwischen meinen Beschwerden und einer Erkennung durch eine solche herstellen kann. Außerdem bin ich sozusagen ein gebranntes Kind.

Vor 5 Jahren hatte ich eine Darm-OP wegen Divertikeln. OP-Professor benutzt einen aus einer Total-OP vorhandenen Pfannenstielschnitt und ein paar Monate später hatte ich großen Bauchdeckenbruch und derselbige Professor hat ein Netz implantiert. Im OP-Bereich hatten sich danach große Blutergüsse gebildet, die xmal punktiert worden sind. Seit dieser OP habe ich ständig Schmerzen in der Leistengegend. Es wurde ein eingenähter Nerv vermutet und meine Ärztin hat mir Spritzen in der Leistengegend verabreicht, die ich aber dann irgendwann abgebochen habe. Vor einem Jahr bin ich ambulant in ein anderes Krankenhaus wegen dieser Schmerzen. Dort hat man per CT festgestellt, dass im Netzbereich eine deutliche Ausdünnung der Bauchdecke mit Verlust der Bauchdeckenmuskulatur und wahrscheinlich adhärenten Darmschlingen in diesem Bereich vorhanden ist. Ich denke, dass man bei mir mit einer Darmspiegelung weiteren Schaden zufügen kann.

Ich gehe davon aus, dass der Chirurg damals gepfuscht hat und ich bin nicht der einzigste Fall. Die Stadt Stuttgart hat ihn mit 54 in den Ruhestand geschickt und es laufen Klagen wegen Ärztepfusch und falschen OP-Berichten.

Sorry, mein Bericht ist jetzt ziemlich lang geworden … und nun zu meiner Frage:

Welche Untersuchungen sind bei meinem Krankheitsbild sinnvoll?

Ich hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt. Am Sonntag muss ich bereits wieder im KH einrücken.

Vielen Dank im voraus und beste Grüße
Irmgard

Guten Tag,

mich würden noch ein paar Angaben zur Vorgeschichte interessieren:

lt. Ihrer Vita sind Sie nicht mehr ganz jung: welche Vorerkrankungen gibt es, nehmen Sie regelmässig Medikamente, waren Sie im nichteuropäischen Ausland?

Die Angaben wären sicher hilfreich.

Ein schönes Wochenende.

Hallo Marc-en,

Danke für Ihre Antwort:

Vorerkrankungen gibt es ausser der bereits erwähnten Totaloperation noch Brustkrebs. Bin 2005 brusterhaltend operiert worden und hatte keinen Lympfknotenbefall. Da der Krebs hormonabhängig war, muss ich täglich Arimidex (Hormonblocker) nehmen. Bin in regelmäßiger Krebsnachsorge-Untersuchung. Da ist alles in Ordnung.

Ja, ich bin einmal jährlich 3 Wochen auf Studienreise. 2007 in Indien, 2008 in Syrien und Jordanien, 2009 in Zentralasien (Usbekistan und Turkmenistan) und dieses Jahr im April in Myanmar (Burma). Das Fieber hat aber bereits im Februar begonnen. Wir sind in den Ländern nie krank geworden, weil wir uns mit Essen sehr zurückhalten (gekocht, geschält oder gar nicht). Wir benützen Moskitoabwehr für Kleidung und Haut und haben Malarone als Standby.

Malaria wurde schon ausgeschlossen, weil die Fieberschübe in 3 Wochenabständen untypisch sind.

Ebenso ein schönes Wochenende und beste Grüße
Irmgard

Liebe Irman,

Ja, ich bin einmal jährlich 3 Wochen auf Studienreise. 2007 in
Indien, 2008 in Syrien und Jordanien, 2009 in Zentralasien
(Usbekistan und Turkmenistan) und dieses Jahr im April in
Myanmar (Burma).

Wie Sie richtig bemerken zielten meine Fragen auf die eher seltenen Erkrankungen ab.

Und da bin ich leider kein guter Ratgeber. Aber Sie finden hier unter den Usern sicher einen.

Ich wünsche es Ihnen sehr und noch mehr „gute Besserung“.

Herzlichen Gruß an Sie.

Trotzdem danke und beste Grüße

Irmgard

Hi, weiss der behandelnde Arzt von dem Aufenthalt in Zentralasien und wurde ein Malariatest durchgeführt? Sinnvoller Weise sollte der während der Fieberschübe statt finden!
MfG ramses90

1 „Gefällt mir“

Trotzdem Malariatest!

Malaria wurde schon ausgeschlossen, weil die Fieberschübe in 3
Wochenabständen untypisch sind.

Hi

Malaria anhand einer „untyptischen“ Fiebersymptomatik auszuschließen, halte ich für sehr gewagt. Vermutlich ist es kein Malaria, aber wer weiß? Schaden kann ein Test nicht, und dann hast du über eine weitere Diagnosemöglichkeit Gewissheit.

Aufgrund der Reisen würde ich weitere „exotische“ Krankheiten mit untersuchen.

Grüße

Karana

1 „Gefällt mir“

Hallo,

ich befürchte, ihr Professor hat Recht:
um eine Darmspiegelung werden Sie nicht drumherum kommen.
Sie berichten von Divertikeln, Darmschlingen und einer Brustkrebs OP.
Die Fieberschübe, von denen Sie berichten, ließ mich im ersten Moment an eine B-Symptomatik denken, falls Sie zudem in der letzten Zeit auch an Gewicht verloren haben und mit Nachtschweiss aufwachen.

Eine Darmspiegelung ist heutzutage keine große Angelegenheit mehr und würde gerade bei ihrer Vorgeschichte Sie einen großen Schritt Richtung aufklärende Diagnostik bringen.

GDA

Hallo,

Die Fieberschübe, von denen Sie berichten, ließ mich im ersten
Moment an eine B-Symptomatik denken, falls Sie zudem in der
letzten Zeit auch an Gewicht verloren haben und mit
Nachtschweiss aufwachen.

Gutenmorgen GDA,

was ist eine „B-Symptomatik“?

Danke fuer eine Antwort.
Gruss: Ge-es

GDA

http://de.wikipedia.org/wiki/B-Symptomatik

Hallo,

ich bedanke mich für alle Antworten und werde mich heute Abend wieder ins KH begeben und der Dinge harren, die da auf mich zukommen.

Schönes Wochenende
Irmgard